Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

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26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

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Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen

212 - 11.10.05 - Aktuelle Sinnsprüche und Informationen auf unserer Website www.hmanage.net.


Motto des Tages

Your most precious possession is not your financial assets. Your most precious possession is the people you have working there, and what they carry around in their heads, and their ability to work together

 

(Robert Reich)

 

Quelle: Baptist Health Care Leadership Institute

 


01. Editorial: "Patientensicherheit"

Patient Safety

 

Ganz allmählich sickert auch hierzulande ein Begriff ins Bewusstsein, der spätestens nach der IOM-Veröffentlichung „To Err Is Human“ im Jahre 1999 („Jährlich 98.000 Tote als Folge eines Krankenhausaufenthalts“) in den USA zu vielen Initiativen (z.B. beim IHI) und hektischer politischer Betriebsamkeit geführt hat: Patientensicherheit. Seitdem verstärkt die AHRQ ihr diesbezügliches Programm. Die US-Gesetzgebung zieht mit konkreten Vorgaben nach. Bei uns gibt es fast nur das Schlagwort. Das fehlt allerdings - ob es paßt oder nicht - mittlerweile in kaum einer Veröffentlichung. Im übrigen werden vor allem neue Instanzen genannt. Trotz Zertifikaten und Qualitätsberichten und Aktivitäten des BQS und sinngemäßen Aktivitäten jenseits der stationären Akutversorgung nicht bekannt (BQS ist da wenigstens ein erster wichtiger Schritt auf einem weiten Weg). Zu einem allgemeinen Programm zur Qualitätsverbesserung und Fehlervermeidung wie „Crossing the Quality Chasm“ ist es hierzulande noch nicht gekommen.

 

In kleineren Zirkeln wird „To Err Is Human“ mittlerweile auch in Deutschland gern zitiert. Man kennt sich eben aus! Das Gros der Ärzte und des übrigen Personals im deutschen Gesundheitswesen dürfte nicht einmal davon gehört haben. Doch immerhin gibt es – siehe oben – seit ein Paar Jahren die ÄZQ. Die hat Stichworte zum Thema veröffentlicht. Am 11.4.2005 ist das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. gegründet worden, von dessen Website man sich heute Grundgedanken zum Thema und zu den Grundsätzen der Fehlerprävention herunterladen kann. Und Sitzungstermine. Den Initiatoren sei es zu wünschen, dass dies allmählich auch zu konkreten Veränderungen führen möge.

 

Patientensicherheit: Das sollte für jeden Patienten die Sicherheit sein, nach dem Stand der internationalen Erkenntnis behandelt zu werden. Eine solche Sicherheit gibt es hierzulande bisher nicht. (Damit soll nicht gesagt werden, dass man sich darum an der Basis nicht nach Kräften bemüht. Nur mit Fakten belegt ist praktisch nichts. Und die Auseinandersetzung über die Evidence based medicine – EbM – lässt nichts Gutes ahnen). Hier geht es um eine engere Auslegung des Begriffs Patientensicherheit im Sinne der Schadensvermeidung. Patientensicherheit ist die Sicherheit, nicht schon dadurch zu Schaden zu kommen, dass man sich – notgedrungen – Organisationen im deutschen Gesundheitssystem auch nur anvertraut. Darum ging es in „To Err Is Human“.

 

Ein erster Schritt zur Fehlervermeidung bestünde darin, krankheitsartenbezogen die Schrittfolge der arbeitsteiligen Behandlung verbindlich festzulegen. Derart fixierte klinische Pfade scheinen in Deutschland nach wie vor eher die Ausnahme zu sein, auch wenn vielerorts behauptet wird, man arbeite längst damit. (Wenn dies so wäre, gäbe es darüber – wie in anderen Ländern – einschlägige Veröffentlichungen, die über allgemeine Richtlinien und Leitlinien der Bundesärztekammer, der AWMF und der ÄZQ hinausgehen. Dazu gehörte der Nachweis, dass die Pfade in der eigenen Organisation auch strikt für jeden einzelnen Patienten eingehalten werden. (Wissenschaftliche Abhandlungen über den Prozentsatz helfen da wenig).

 

Bereits bei der Entwicklung von Pfaden gilt es potentielle Fehlerquellen zu identifizieren und möglichst schon durch präventive Regeln auszuschalten. Dazu könnte man beispielsweise die Erfahrungen der Haftpflichtversicherer zu Fehlerquellen und Fehlerhäufigkeit heranziehen. Eine wenig fehlergeneigte Ablauforganisation wäre schon ein konstitutives Element eines professionellen Risk Management. Sind Fehler entstanden, sollten diese zu deren künftiger Vermeidung systematisch nachgearbeitet werden. Ein Methodenbeispiel liefert die Root Cause Analysis der JCAHO. Der generelle Ansatz wird international als „FMEA (Failure Mode and Effects Analysis)“ bezeichnet.

 

„Fehler“ sind nichts, was man am besten leugnen oder wenigstens vertuschen sollte. Schon gar nicht in der Krankenbehandlung. Fehler sind allgemein Abweichungen von vereinbarten Zielmarken. Und Fehler sind unvermeidlich. Also gilt es, wenigstens die Fehlerrate zu minimieren. Auf Messgrößen (bzw. Indikatoren) zur Fehlermessung müsste man sich – soweit noch nicht geschehen – erst einmal verständigen. Dann könnte man sich auf Zielmarken verständigen, die es in den Folgejahren auf dem Wege der kontinuierlichen Verbesserung immer weiter hinauszuschieben gilt. Der – in Zeitreihen, Plan-Ist- und Betriebsvergleiche gegossene – Erfolg wäre dann ein wesentliches Element der externen Qualitätsberichterstattung der Organisation. Als strategisches Ziel könnte man sich vornehmen, „Klassenbester“ zu werden, für andere also Benchmark zu sein.

 

Allgemein anerkannte Qualitätsindikatoren sind in Deutschland für einen kleinen Kreis von Indikationen z.B. bei der BQS entstanden. Qualitätsindikatoren zur Patientensicherheit beziehen sich auf mögliche Schäden durch Infektionen, Stürze etc. Markante Beispiele dafür sind z.B. die Sentinel Events der JCAHO. Als Zielmarken lassen sich höchstens tolerable Abweichungen definieren. (Ein Beispiel dafür bietet die BQS mit ihren „kritischen Bereichen“ = 25er Percentile und dem anonymen Ausweis „auffälliger Krankenhäuser außerhalb des Referenzbereichs). Im Zusammenhang mit der Patientensicherheit gilt es, sinngemäße Zielmarken zu suchen. Eine optimale Lösung könnte darin bestehen, die vier Ergebniskriterien des EFQM-Modells für Excellence so miteinander zu verknüpfen, dass die Sichten der Beteiligten, vor allem also von Patienten und Mitarbeitern, sowie ökonomische Aspekte einbezogen werden.

 

Auf keinen Fall darf das Thema „Patientensicherheit“ dazu missbraucht werden, standes- bzw. berufspolitische Ziele zu transportieren, wie dies beispielsweise aus der Wortwahl in einem aktuellen Leitartikel des Berliner Kammerpräsidenten (und Vertreters des Marburger Bundes) Jonitz in „Berliner Ärzte“ durchschimmert: „..Gleich mehrere, eigentlich absolut unnötige Bagatellprobleme führen in der Kombination zu einem tödlichen Fehler. Ursache? Man darf spekulieren, ob es ein ‚Sparen im Wettbewerb zu Lasten der Qualität’ war. Anzunehmen ist es trotzdem. .. Rationierung im Gesundheitswesen .. Ärztemangel .. Wettbewerb .. Sparen .. Unternehmensberater .. “. Mehr Ärzte = mehr Patientensicherheit?

 

Ideologischer Qualm nebelt nur ein, worum es beim Thema „Patientensicherheit“ wirklich geht: Um die Erkenntnis, dass Fehler nichts Ehrenrühriges sind, und ein systematisches, Fehler vermeidendes Vorgehen, das ein Messen von Ergebnissen, deren Aufbereitung und Auswertung sowie daraus abgeleitete Verfahrensverbesserungen einschließt. So etwas bezeichnet man auch als (Teil eines professionellen) Risk Management. „Mehr Ärzte“ dienen keineswegs automatisch der Fehlervermeidung Die sollte man angesichts der weltmeisterlichen Kosten des hiesigen Gesundheitssystems erst fordern, wenn zuvor wirklich jede Geldverschwendung in den Prozessen der Krankenbehandlung ausgerottet ist. Gestraffte Behandlungsprozesse dienten zugleich der Fehlervermeidung. Davon ist man hierzulande leider noch immer weit entfernt.

 

So lange dies nicht geschieht, wird die Patientensicherheit in Deutschland unbekannt bleiben.


02. Post von höherer Stelle: Die Position des BMGS

Zitat: "Woran ist gute Qualität im Gesundheitswesen zu erkennen? Antworten und umfassende Informationen bietet die neue vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung erarbeitete Broschüre".

Diese Broschüre haben wir im Editorial des hmanage-Newsletters 209 kritisch kommentiert. Dazu erreicht uns in diesen Tagen die nachstehende "Richtigstellung"(die Hervorhebungen wurden von uns vorgenommen; drei knappe Anmerkungen finden sich in den - mit *), **) und ***) gekennzeichneten - Fußnoten):

"Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, 53108 Bonn

Bonn, 30. September 2005

Betr.:   Kommentar zur QS-Broschüre des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) im hmanage Newsletter 209

Sehr geehrter Herr Professor Hildebrand,

in Ihrem Newsletter hmanage 209 nehmen Sie Stellung zu der gerade erschienenen Broschüre des BMGS über die Sicherung der Qualität im Gesundheitswesen. Sie werden Verständnis dafür haben, wenn ich einige von Ihnen angesprochene Aspekte nicht unkommentiert lassen möchte.

Zur 1. Behauptung: Die Qualitätsberichte der Krankenhäuser verbessern nicht die Qualität.

Die Verpflichtung zur Veröffentlichung eines Qualitätsberichts steht in Zusammenhang mit vielen weiteren Gesetzesänderungen, die die Qualität der Leistungserbringung im Krankenhaus sichern und verbessern sollen. Gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 SGB V ist bei zugelassenen Krankenhäusern erstmals im Jahr 2005 für das Jahr 2004 ein strukturierter Qualitätsbericht zu veröffentlichen. Zum einen dienen die Qualitätsberichte der Förderung der Transparenz. Durch sie erhält der Interessierte einen systematischen Überblick über die Struktur- und Leistungsdaten des Krankenhauses. Dazu gehören z.B. Informationen zu Betten-, Personal- und Fallzahlen, Leistungsspektrum und -Schwerpunkte sowie apparative und therapeutische Ausstattung. Dies gibt dem Bürger die Möglichkeit, sich z.B. darüber zu informieren, wo die Schwerpunkte des Krankenhauses liegen und wie oft eine bestimmte Operation durchgeführt wird, wodurch er in die Lage versetzt wird, verschiedene Krankenhäuser zu vergleichen. Durch die Verbesserung der Information des Bürgers wird seine Kompetenz verbessert, zwischen verschiedenen Anbietern auf Grundlage sachlicher Informationen zu wählen. Darüber hinaus haben die Krankenhäuser erstmals die Möglichkeit, einzelne Ergebnisse aus der externen Qualitätssicherung (etwa Komplikations- oder Mortalitätsraten) zu publizieren.*) Der Gemeinsame Bundesausschuss kann auch gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 SGB V in Zukunft Daten aus standardisierten Messverfahren zum verpflichtenden Inhalt des zu veröffentlichenden Qualitätsberichts werden lassen. Auf diese Weise wird der Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern gefördert und infolgedessen auch mittel- und langfristig deren Qualität verbessert. Dass dieser Wettbewerb bereits begonnen hat, und einige Krankenhäuser in ihren Qualitätsberichten über die derzeitigen Mindestanforderungen hinausgehen, beschreiben Sie selber in Ihrem Newsletter 210. Auf der anderen Seite dient die Einführung des Qualitätsberichts auch der Selbstevaluation der Krankenhäuser. Selbstevaluation ist neben der immer noch bestehenden Möglichkeit der Fremdevaluation ein wichtiger Bestandteil des Qualitätsmanagements. Es ist völlig unbestritten, dass mit der Veröffentlichung der ersten Qualitätsberichte erst ein Anfang gemacht ist. Es wird entscheidend darauf ankommen, diese Qualitätsberichte auszuwerten und ggf. wichtige Informationen für Versicherte und Vertragsärzte daraus aufzubereiten, was von den Krankenkassen und ihren Verbänden auch geplant ist. Genauso klar ist, dass es eine inhaltliche Weiterentwicklung der Qualitätsberichte geben wird, die auch von der Eigeninitiative und dem Wettbewerb der Krankenhäuser untereinander beeinflusst werden wird. Alle Experten sind sich einig, dass hier ein Schritt in die richtige Richtung getan wurde. Warum Sie in Ihrem Newsletter 210 den durch die gesetzliche Verpflichtung zur Veröffentlichung von Qualitätsberichten stimulierten Wettbewerb um die Darstellung von Qualität positiv bewerten und in Ihrem Newsletter 209 diese Perspektive nicht sehen wollen, ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar.

Zur 2. Behauptung: Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung hat nicht die Interessen der Bürger als Versicherte im Auge.**)

Die neuen gesetzlichen Regelungen zum Qualitätsmanagement sind gerade im Interesse der krankenversicherten Bürger entstanden. Es soll zum einen die Wirksamkeit der Behandlung verbessert werden, zum anderen soll aber auch mit den Beiträgen der Versicherten kostenbewusst umgegangen werden. Daher kann die Behauptung, das BMGS hätte nicht die Interessen der Bürger als Versicherte im Auge, nicht nachvollzogen werden und entbehrt jeder substantiellen Untermauerung.

Zur 3. Behauptung: "Medizinische Leistungen müssen sich an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten ausrichten. Patientinnen und Patienten sollen im Mittelpunkt des Gesundheitswesens stehen. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass die Leistungen ausreichend, zweckmäßig und bedarfsgerecht sind, dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen und pflegerischen Erkenntnisse entsprechen und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Die Leistungen müssen nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem in der fachlich gebotenen Qualität erbracht werden."

Dem ist nur zuzustimmen. Nur leider findet sich in den dazu angebotenen "Checklisten" nichts.

Da die Broschüre für den nicht medizinisch vorgebildeten Bürger geschrieben ist, waren in den Checklisten diejenigen Punkte berücksichtigt, die der Bürger ohne großen Aufwand selber beurteilen kann. Hierbei spielen die so genannten "weichen Faktoren" im Sinne von Prozessqualität eine wichtige Rolle. Alle Experten sind sich darüber einig, dass die Aufbereitung der Darstellungen der fachlichen Qualität für Laien ein schwieriges Unterfangen ist und man nicht dem Fehler unterliegen darf, irreführende Rankinglisten zu verbreiten. Auch Sie selber verweisen nur auf eine weitere Checkliste. Da Ihnen diese Problematik sicher bewusst ist, ist es für mich nicht nachvollziehbar, warum Sie diese in Ihrer Kommentierung nicht auch ansprechen.

Zur 4. Behauptung: Qualitätssicherung erfolgt durch Messen, Auswerten und ggf. Korrektur der Ergebnisse.

Dazu findet sich in der Broschüre kein einziges Wort.

Die Überprüfung der Qualitätskriterien in Form von Messungen ist ein wichtiger Bestandteil von Qualitätsmanagement. Dieses Prinzip wird auf den Seiten 26/27 der Broschüre explizit genannt, insofern ist die o.g. Behauptung nicht zutreffend.

Die Broschüre beschreibt sachlich und neutral die gesetzlichen Grundlagen der Qualitätssicherung und die Aufgaben der verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen. Sie gibt damit dem Bürger einen ehrlichen Überblick darüber, wo wir im Moment in Deutschland stehen.***)

Die Broschüre vermeidet ganz bewusst eine pauschale Bewertung der verschiedenen Aktivitäten und hat schon gar nicht den Anspruch, die Qualität der Gesundheitsversorgung in Deutschland zu bewerten. Es hätte mich gefreut, wenn Sie diese offensichtliche Zielsetzung der Broschüre in Ihrer Kommentierung berücksichtigt hätten.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Dr. Hiltrud Kastenholz"

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*)     Schon immer konnte doch jeder veröffentlichen, was er wollte!

**)    Dies wurde gar nicht behauptet!

***)  Das ist ja gerade das Betrübliche!

Woran ist gute Qualität im Gesundheitswesen denn nun genau zu erkennen?


03. (AHA) Programm zur Unterstützung effektiver Behandlungsentscheidungen

AHRQ program to help clinicians, patients make effective treatment decisions

The federal Agency for Healthcare Research and Quality today launched a $15 million program authorized under the Medicare Modernization Act that will review and synthesize published and unpublished scientific studies to provide clinicians and patients with better information for making treatment decisions...


04. (AHA) Ethische Fragen in einer alternden Gesellschaft

Report examines ethical issues associated with caring for an aging society

In a report .., the President’s Council on Bioethics examines the ethical challenges facing the nation as it cares for a rapidly aging society, and proposes goals and standards to guide those who care for the incapacitated...


05. (AHRQ) Elektronische Krankenakte für Patienten zugänglich

Emerging technology: the patient-accessible EMR.

Baldwin G. HealthLeaders News. September 19, 2005.

This article discusses how a patient-accessible electronic medical record (EMR) system can benefit continuity of care while enhancing the patient-physician relationship...

Mehr


06. (Most Wired) Regionale IT-Vernetzung in Wisconsin

Most Wired Community: Getting Wired in Wisconsin

“Public health agencies are the launching pad for a Milwaukee-area RHIO, and competing health systems are already banding together to further the initiative...

Ganzer Text 


07. (H&HN) Qualitätssteigerung durch Palliativmedizin im Krankenhaus

Inpatient Hospice Care

“Adding hospice inpatient beds can improve care and the bottom line...

Mehr 


08. Links

http://www.aok-gesundheitspartner.de/ Neue, sehr nützliche Informationsseite

 

Golden Helix Award

 

Forum „Klinische Pfade digital von der Vision zur Realität": Keine Ahung, ob das was taugt; aber sicher interessant!

 

"Entbürokratisierung der stationären Pflege vorantreiben - Qualität und Transparenz erhöhen"

 

"Amerikanische Verhältnisse: Medicare: Decisions, Decisions

 

Nützlicher Text zum Wissensmanagement

 

Falsche Medikamenten-Einnahme belastet Gesundheitsbudgets

 

Interessantes Projekt

 

TAZ-Aufsatz zur Altenpflege

 

"Abgezockt und totgepflegt - Alltag in deutschen Pflegeheimen" - Stellungnahme

 

5 Artikel zum Umgang mit chronischen Erkrankungen

 

http://www.ppp33.de/ Patientenfragebogen OP

 

Rechtsdepesche

 

BMGS zur Qualität

 

http://www.patientenunterstuetzung.de/ Wie der Name sagt..

 

http://www.gesetzeskunde.de/ Informationen zu Rechtsfragen für Pflegeberufe, sonstige Gesundheitsberufe und interessierte Laien

 

http://www.delbi.de/ DELBI - Das DEutsche Leitlinien-Bewertungs-Instrument - Eine Kooperation von AWMF und ÄZQ

 

http://www.di-em.de/ Institut für evidenzbasierte Medizin

 

http://www.gqmg.de/service/links.htm Von der GQMG gesammelte, eher "offizielle" Links mit starkem Telemantik-Akzent

 

Krankenhausentgeltgesetz

 

http://www.balkev.de/ Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pflegepersonen e.V. (BALK)

 


09. Buchbesprechung

Book Review

 

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung – soweit nicht ausgeschlossen – durch Anklicken des Titels hier oder über unsere Website www.hmanage.net bei Amazon.

 

Joint Commission, Standards for Long Term Care, 2005-2006 SLTC, Accreditation Policies, Standards, Elements of Performance, Scoring, Chicago 2005, ISBN 0-86688-881-0 (nicht bei AMAZON, sondern am besten direkt via http://www.jcrinc.com/ bestellbar)

 

Die Joint Commission on Accreditation of Healthcare Organizations (JCAHO) hat ihre – ursprünglich auf das Krankenhaus beschränkten Prüfaktivitäten – Schritt für Schritt auf praktisch alle anderen Bereiche des Gesundheitswesens ausgedehnt – auch auf die (Langzeit-)Pflege (LTC). Auch wenn der Leser in Deutschland weniger daran interessiert sein dürfte, sozusagen ethnologische Studien über anderer Leute Sitten und Gebräuche zu betreiben, vermittelt das JCAHO-Regelwerk doch so viele Anregungen für die hiesige Arbeit, dass eine Lektüre immer wieder lohnt. Sie verschafft Anregungen, die Qualität der eigenen Arbeit sukzessive zu verbessern. Und sie öffnet den Blick für das, was warum sinnvollerweise unter einem Qualitätsmanagement zu verstehen sein sollte – und was nicht.

 

Auch wenn die grundsätzliche Gliederung der JCAHO-Prüfkriterien in allen JCAHO-Regelwerken prinzipiell gleich ist, soll hier doch ausdrücklich auf dieses Werk hingewiesen werden. Denn es fällt dem Leser erfahrungsgemäß leichter, sich in eine Materie einzudenken, wenn man sie nicht erst gedanklich aus einem anderen Bereich übertragen muß – hier also vom Krankenhaus auf die Pflegeeinrichtung. Hier die (von uns sinngemäß übersetzte) Gliederung:

 

„Gebrauchsanweisung“ für das Buch

Der Prozess der neuen Accreditation

Grundsätze und Prozeduren der Accreditation

Sentinel Events (besondere Vorkommnisse, vor allem durch Fehler in der Organisation)

National Safety Goals (1:1 freiwillig auf unsere Situation übertragbar)

Teilnahmeerfordernisse für den Prozess der Accreditation

 

Standards, Begründungen, Elemente der Performance, Bewertung

Teil 1: Patientenbezogene Funktionen

- Ethik, Rechte und Verantwortlichkeiten (RI)

- Versorgung mit Betreuung, Behandlung und Zusatzleistungen (PC)

- Management der Medikation (MM)

- Aufsicht, Prävention und Infektionskontrolle (IC)

Teil 2: Organisationsbezogene Funktionen

- Verbessern der Ergebnisse der Organisation (PI)

- Führung (LD)

- Management des Pflegeumfelds (EC)

- Management der personellen Ressourcen (HR)

- Management der Informationen (IM)

 

Zertifizierung für Medicare/Medicaid

Verbindung zu früheren Regeln (Crosswalk)

Glossar

Index

 

Der neue Prozess der Accreditation durch die JCAHO konzentriert sich auf jene Systeme, die für die Sicherheit und die Qualität der Versorgung, die Behandlung und die damit zusammenhängenden Dienstleistungen besonders wichtig sind. Er hat sich von einer Konzentration auf die Erlangung eines Zertifikats auf eine kontinuierliche Verbesserung verschoben. Seine Vorgaben können daher zugleich als Handbuch für die tägliche Routine verwendet werden. Dadurch wird die turnusmäßige Auswertung / Zertifizierung zu einer Stichprobe der Einhaltung genereller Regeln. (Das probiere man z.B. im Krankenhaus einmal mit den Regeln von KTQ® - von den Mindesterfordernissen des MDK für die Pflege ganz abgesehen!)

 

Besonders wichtig erscheint in einem – von ständig neuen Skandalmeldungen erschütterten – Umfeld der Umgang mit Sentinel Events, als mit besonderen Vorkommnissen, durch die einem Patienten durch die Organisation ein Schaden zugefügt wird, im Sinne eines professionellen Risk Managements.

 

Das vorgestellte Buch enthält als vollständige Arbeitsanweisung alle im Zusammenhang mit der ‚Accreditation’ (Zertifizierung) einer Pflegeeinrichtung in den USA einzuhaltenden aktuellen Regeln einschließlich jener, die mit den dortigen ‚National Patient Safety Goals’ zusammenhängen. Es ist für das (Qualitäts-)Management von Pflegeeinrichtungen ebenso so anregend wie das Krankenhaus-Regelwerk für Krankenhäuser. Schade also, dass es vergleichsweise teuer ist! (+++)

 

 

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt hält, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. – Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!


10. Training

Öffentliche Veranstaltungen abgesagt. Inhouse-Trainings weiter im Programm.