Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

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26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

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Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen

201 - 07.07.05


Motto des Tages

To laugh often and much; to win the respect of intelligent people and the affection of children; to earn the appreciation of ones critics and endure the betrayal of false friends; to appreciate beauty, to find the best in others; to leave the world a little better; whether by a healthy child, a garden patch or a redeemed social condition; to know even one life has breathed easier because you have lived. This is the meaning of success.

 

(Ralph Waldo Emerson)

 

Quelle: Baptist Health Care Leadership Institute


01. Editorial: Machen deutsche „Klinikärzte .. (wirklich nur) selten Fehler?

Do German Clinicians do mistakes really rarely?

 

„Die deutschen Krankenhäuser sind bei der Vermeidung von Behandlungsfehlern offenbar besser als ihr Ruf”. Dies sei – so die Financial Times Deutschland – „das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Ecclesia”. Die Zahl der bei der Ecclesia im Jahre 1997 auffällig gewordenen Medizinhaftungsfälle wollen wir keineswegs anzweifeln. Doch sei der guten Ordnung halber hier ergänzt: Bei dieser Zahl dürfte es sich wohl nur um die Spitze eines Eisbergs handeln! Aus den Zahlen der Ecclesia den Schluss zu ziehen, "die Patienten können mit ruhigem Gewissen in deutsche Krankenhäuser gehen", dürfte doch ziemlich blauäugig sein. Das ist vermutlich genau so realitätsfern wie die gelegentliche Behauptung, in den hiesigen Kliniken stünde es um die Behandlungsqualität besonders schlecht. Das Schlimme ist nur: Keine der beiden Behauptungen lässt sich belegen. Es gibt in Deutschland gar keine Ergebnistransparenz – weder in Krankenhäusern noch in anderen Gesundheitseinrichtungen! 

 

Und es ist auch im Jahre des Herrn 2005 nicht abzusehen, ob und wenn ja wann sich dieser Zustand wohl einmal ändern wird. Bisher gilt – was ärztliche Behandlungsfehler betrifft – nach wie vor das Gesetz des Schweigens. Zugegeben wird nur, was nicht mehr zu leugnen ist. Auseinandersetzungen über Haftpflichtschäden ziehen sich jahrelang hin. Der beschwerdeführende Patient sitzt in Deutschland in der (freiwilligen) Austauschbeziehung „Leistung gegen Geld“ stets am kürzeren Hebel – trotz allen modischen „Beschwerdemanagements“.

 

Solange sich die ärztlichen Vorreiter einer neuen Offenheit (wie kürzlich wieder im persönlichen Small Talk erlebt) noch diebisch freuen, das Thema überhaupt auf die Tagesordnung eines Deutschen Ärztetages geschoben zu haben, kann es mit der Bereitschaft zur Fehlertransparenz in der Routine des hiesigen Gesundheitswesens noch nicht allzu weit her sein. Dabei wäre es doch ganz einfach zuzugeben, dass selbstverständlich jeder Fehler macht – also auch Ärzte.

 

Fehler sind bei genauerem Hinsehen Abweichungen von erwarteten / zuvor vereinbarten Zielgrößen. Fehler sind unvermeidlich. Je genauer man allerdings für eine bestimmte Behandlung den Weg zum Ergebnisziel festlegt (= standardisiert), einen solchen „klinischen Pfad“ in der Routine auch einhält (und nicht nur als unverbindliche Empfehlung ansieht), das Ergebnis schließlich messend festhält und aggregiert, desto geringer ist nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit die Fehlerrate. Doch hierzulande weckt ja schon die Verwendung des Wortes „Standardisierung“ Aggressionen.

 

Nach diesem simplen Prinzip der Fehlerminimierung arbeitet ganz selbstverständlich schon lange die Industrie. (Gegenrede: „Der Patient ist kein Auto!“) So arbeitet man allerdings auch zunehmend in der Krankenbehandlung – zumindest in den angelsächsischen Ländern. So gelangt man dort zwangsläufig seltener zu „falsche(n) Diagnosen“, zu einer „unzureichende(n) Aufklärung der Patienten über zu erwartende Risiken, nicht fachgerecht ausgeführte(n) chirurgische(n) Eingriffe(n)“. So unterlässt man auch keine „notwendige(n) Therapien“! Warum also nicht auch bei uns?

 

Leider ist ein solch ideologiefreies Denken in unserem nach wie vor von allerlei „Halbgöttern“ bevölkerten Gesundheitswesen noch extrem ungewohnt. Viele Akteure in Leitungspositionen finden Sätze wie diesen immer noch nicht komisch: „Ärztlichem Handeln ist Qualität immanent“ (Originalton Kolkmann). Und deutsche Patienten haben dies – weil sie es nicht besser wussten und ihnen dies nicht freiwillig vermittelt wurde („ .. der Laie versteht sowieso nicht ..“) – stets brav geglaubt. Dieser Glaube beginnt auch in Deutschland zu schwinden und mit ihm das Vertrauen in das ganze System.

 

Dagegen hilft kein verschärftes Vertuschen. So mag man im Einzelfall immer noch forensische Auseinandersetzungen vermeiden oder zumindest eine Schadensregulierung hinauszögern. Umso größer ist allerdings (zu Recht) der Skandal, wenn doch etwas an die Öffentlichkeit dringt: Nicht etwa die Fehlertatsache, sondern der Versuch einer Vertuschung zu Lasten des Patienten. Für alle Beteiligten und nicht nur für die betroffenen Patienten wäre ein unaufgeregter Umgang mit möglichen oder tatsächlichen Fehlern weitaus befriedigender. Doch dies setzt einen Kulturwandel voraus.

 

Künftig sollte man NIE wieder nach vermeintlichen „Schuldigen“ suchen, sondern alle Energie in ein strategisches Risiko-Management investieren, bei dem (beinahe) alle entstandenen Fehler mit dem Ziel sorgfältig analysiert werden, derartige Fehlerquellen durch eine vermehrte Standardisierung präventiv auszuschließen. Dass man nebenher bei einer Standardisierung arbeitsteiliger klinischer Behandlungsabläufe auch eine außerordentlich gute Chance hat, Um- und Irrwege (und damit vermeidbare Kosten) zu orten und gleich mit abzuschaffen, sei hier nur am Rande vermerkt). Damit kann man ohne äußeren Druck in der einzelnen Organisation jederzeit beginnen.

 

Die Politik sollte – einhergehend damit – endlich den Unsinn aufgeben, weiter allerlei kostenträchtige „Qualitätsmanagementsysteme“ und „Zertifikate“ erfinden zu lassen und als weltweit einzigartige Grosstaten in die Welt zu tuten, deren Nutzen (trotz aller immer wieder gehörten Beteuerungen des Gegenteils) buchstäblich durch NICHTS belegt ist. Stattdessen wäre endlich auch hierzulande ein nicht nur anonymes (Pflicht-)Meldesystem für Behandlungsfehler angebracht, wie es beispielsweise die amerikanische JCAHO schon seit Jahren erfolgreich praktiziert. (Eine neumodische Bezeichnung - CIRS = Critical Incident Reporting System - kann man dafür ja schon aus der Schweiz übernehmen; ansonsten ist der dortige Ansatz wohl eher von zweifelhaftem Nutzen). Zugleich sollten die geltenden Gesetze überdacht werden, die eher dazu angetan sind, die vor Ort Handelnden zu einem Vertuschen als Selbstschutz zu animieren. Praxisfern? – Man wird ja noch träumen dürfen...

 

 


02. (AHA) Neue JCAHO-Erfordernisse zur Patienten-Kommuniation

JCAHO standard will require documenting patients' communication needs...

The standard will not require providers to collect information on patients' race and ethnicities, as proposed in a draft standard, JCAHO said. For more, see the JCAHOnline newsletter.


03. (AHA) Die teuersten Erkrankungen in den USA

AHRQ data reveals 5 most costly medical conditions

The five costliest medical conditions in the U.S. are heart conditions, cancer, accidents and other trauma, mental disorders and lung conditions, the Agency for Healthcare Research and Quality reports...


04. (AHA) Fast 16 Millionen Versicherte ohne angemessene medizinische Versorgung

Nearly 16 million insured adults lack adequate health coverage

Nearly 16 million working-age adults were underinsured in 2003, meaning their out of pocket medical costs exceeded 5%-10% of their income, and they were almost as likely as the nation's 45 million uninsured to go without needed medical care, a new study finds...


05. (AHA) AHRQ kündigt Auswertungen von Studien an - evidence based

AHRQ announces evidence-based research reviews

The federal Agency for Healthcare Research and Quality today announced the first 10 research reviews that will be performed under a new program to develop evidence on the comparative effectiveness of different treatments and clinical approaches to difficult health problems...


06. (AHA) Reduktion der Infektionsrate in der Chirurgie

Project reduces hospital surgical infections, study finds

Hospitals participating in a Centers for Medicare & Medicaid Services demonstration project increased their use of several practices proven to prevent surgical infections and reduced their surgical site infection rate by 27%, according to a study published today in the American Journal of Surgery...


07. (AHA) Angst vor Sanktionen bei Fehlertransparenz

ISMP: Practitioners fear medication errors will prompt licensing action

The Institute for Safe Medication Practices reports that many health care providers still fear punitive action from their licensing boards in the wake of a medication error, though blame and punishment for mistakes are considered counterproductive to patient safety. Roughly nine in 10 health care providers surveyed by ISMP thought their licenses would be restricted in some fashion if they were involved in a fatal medication error...


08. Links

Crises in clinical care: an approach to management

 

http://www.nccmerp.org The National Coordinating Council for Medication Error Reporting and Prevention (NCC MERP)

 

http://www.nationalresearch.com Die "Heimat-Seite" von Picker

 

Brand Medicine: The Role of Branding in the Pharmaceutical Industry

 

http://www-hsl.mcmaster.ca/ebm/ Resources for Evidence-based Practice

 

http://www.shsmd.org/ The Society for Healthcare Strategy and Market Development

 

http://www.nahq.org/journal/online/webxtoc.html Journal for Healthcare Quality - The official journal of the National Association for Healthcare Quality (NAHQ)

 

Genereller US-Ansatz für Qualitätsvergleiche von Krankenhäusern 

 

http://www.pkc.com/ "Problem-Knowledge Coupler Corporation is changing the way medicine is practiced and experienced by creating sophisticated computer software.."

 

http://www.sf-36.org/ Ergebnismessung in der Krankenbehandlung mittels SF36

 

http://www.webmd.com/ Eins der besten internationalen Gesundheitsportale

 

http://www.vdr.de/ Verband Deutscher Rentenversicherungsträger

 

https://www.cirsmedical.ch/demo/start/default.htm Computerbasiertes Anonymes Critical Incident Reporting (Uni Basel), Schweizerisches Grundsatzpapier 2001

 

JCAHO-Broschüre "Help prevent errors in your care for surgical patients"

 

Hygienemängel in Krankenhäusern: WISO-Stichprobe im Ruhrgebiet

 

Medication errors in intravenous drug preparation and administration: a multicentre audit in the UK, Germany and France.

 

http://www.perspektive-deutschland.de/ 

Projektbericht Perspektive-Deutschland 2004/05 - Eine Landkarte

 

Frankfurter Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausärzte

 

Weniger Patienten gehen zum Arzt - schlecht für die Patienten oder für den Arzt?

 

http://www.qualitaets-bericht.de/ Eine eindrucksvolle Sammlung von Berichten - und wo bleibt die Qualität?

 

Lesenswerter Text zu Teamverantwortung für Patientenfluß 

 

Ausschreibung Mitarbeiterfreundliches Krankenhaus

 

http://www.ashrm.org/ashrm/index.jsp American Society for Health Risk Management ASHRM

 

The ASHRM Health Care Risk Management Glossary

 

http://www.bqs-qualitaetsindikatoren.de/ Neue BQS-Website für Qualitätsindikatoren

 

Neue Ausgabe des JCAHO-Home-Care-Bulletin, u.a. mit interessanten Hinweisen, wie häufg nicht erfüllten Standards künftig doch entsprochen werden kann

 

AHRQ Partnerships in Implementing Patient Safety


09. Buchbesprechung

Book Review

 

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung – soweit nicht ausgeschlossen – durch Anklicken des Titels hier oder über unsere Website www.hmanage.net bei Amazon.

 

von Bose, Hans-Jürgen, Krankheitslehre, Lehrbuch für Krankenpflegeberufe, 5. korrigierte Auflage, Berlin 1995 (mittlerweile in bereits 6. Auflage erschienen.

 

Von Ökonomen kommt oft die Frage, wo man sich denn am besten darüber sachkundig machen könne, was eigentlich in der Krankenbehandlung so geschieht. Möglichst ohne verfremdenden Fachjargon. Die Antwort ist gar nicht so einfach. Eine ordentliche „Medizin für Ökonomen“ muss wohl noch geschrieben werden. (Der Rezensent hat sich dem Thema auch erst im Laufe vieler Berufsjahre allmählich genähert – allerdings in einer Weise, die ihn mittlerweile erfolgreich in die Lage versetzt, Medizinern eine bessere Organisation ihrer eigenen Arbeit beizubringen).

 

Nach einigem Überlegen, einem gründlichen Durchforsten der eigenen Bibliothek und einem nochmaligem Studium des Inhalts (sowie der darüber veröffentlichten positiven Besprechungen) soll zum Einstieg in die Materie ein Buch empfohlen werden, das für die Ausbildung im Bereich der Krankenpflegeberufe offensichtlich ein Bestseller ist.

 

Es gliedert sich – hier nur grob wiedergegeben – in die Teile „- Allgemeine Krankheitslehre“ und „Spezielle Krankheitslehre“. Der erste Teil bietet eine allgemeine Übersicht zum Verständnis des „kranken Menschen“ (Immunität und Disposition, Konstitution, Allgemeine Störungen und krankhafte Veränderungen, Gegenäußerungen des Organismus – Reaktionen, gestörtes Gewebswachstum und Alternder Organismus). Im zweiten Teil wird die Behandlung einzelner Erkrankungen beschrieben:

Erkrankungen der Inneren Organe Gefäßerkrankungen, Blutdruckkrankheiten, Erkrankungen der Atemwege und der Lunge, Blutkrankheiten, Krankheiten der Verdauungsorgane, Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen der Niere und der ableitenden Harnwege, Erkrankungen der Drüsen mit innerer Sekretion

Erkrankungen des Bewegungsapparates Krankheiten der Knochen, der Gelenke (Arthritiden), Kollagenosen, Neurogene Erkrankungen mit Auswirkungen auf den Bewegungsapparat, Myopathien (Muskelerkrankungen)

Krankheiten des Nervensystems Einführung, Erkrankungen des peripheren Nervensystems, Krankheiten des Rückenmarks, Krankheiten des Gehirns und der Hirnhäute,

Infektionskrankheiten Einführung, Bakterielle Infektionskrankheiten, Protozoeninfektionen, Viruserkrankungen, Infektionskrankheiten im Alter

Psychische Erkrankungen Einführung, Auswahl

Literatur

Arzneimittelnachweis

Sachverzeichnis

 

Auch wenn man als Nichtmediziner / Angehöriger medizinischer Hilfsberufe sicher nicht jedes Detail behalten muss, verhilft eine Lektüre dieses Buches doch zu einem gewissen Verständnis ärztlichen Handelns. Außerdem ist es gut als (kursorisches) Nachschlagewerk geeignet. Für Nichtmediziner (++)

 

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt hält, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. – Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!


10. Training

 

17.-22.10.05:
Strategisches Optimieren von Qualität & Erlösen im Krankenhaus

bestehend aus den drei - im Detail aufeinander abgestimmten - Bausteinen

 

17.-18.10.05
Baustein 1: Strategisches Management und Balanced Scorecard (BSC)

(Unternehmensstrategie nach dem "Stand der Kunst", verbunden mit der schrittweise Entwicklung einer wirklichen Balanced Scorecard) 

 

19.-20.10.05
Baustein 2: Prozessorientiertes Umgestalten: Wirkliche Klinische Pfade
(Die richtige Ausgestaltung der Initiativen zum Erreichen der wichtigsten strategischen BSC-Treiberziele zur Perspektive "Prozesse") 

 

21.-22.10.05
Baustein 3: Qualitätsmanagement & Assessorentraining fürs EFQM-Modell
(Auch im Sinne eines strategischen BSC-Treiberziels bezüglich der Perspektive "Mitarbeitermobilisierung", nicht zuletzt mittels Empowerment)

 

Einzelheiten zur Veranstaltung und ihren Einzelbausteinen auf unserer Website unter "Unsere Trainings". Dort auch der zugehörige Sammelflyer