Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen!


Motto des Tages

“Everyone makes mistakes. So, why do we doctors have such difficulty admitting them?”

(John T. James, PhD)

Quelle: A Sea of Broken Hearts, Patient Rights in a Dangerous, Profit-Driven Health Care System, Bloomington IN 2007, S. 97.

 


01. Editorial: Endocert – noch eine „weltweit einzigartige“ Selbsttäuschung?

Gütesiegel sind gut. Wenn sie denn etwas taugen. Dazu gehört z.B. der Nachweis einer gänzlichen Freiheit von Interessen Dritter bei den Prüfern (=Auditoren), die dem Zertifizierungsziel zuwiderlaufen. Und die Nachvollziehbarkeit durch jedermann. Sowohl der Kriterien und ihrer Bewertung als auch der Unabhängigkeit und Qualifikation der Auditoren, die die Voraussetzungen für Vergabe des „weltweit einzigartigen“ Gütesiegels bestätigen sollen. Das gilt dann anschließend als Qualitätsnachweis per se.

Derlei „Nebensächlichkeiten“ scheinen bei Endocert ebenso wenig eine Rolle zu spielen wie bei all den anderen Zertifizierungsaktivitäten, die heutzutage das deutsche Gesundheitswesen „bereichern“. Wie –allen voran die Mutter aller irreführenden, weil bei genauerem Hinsehen aussagelosen Zertifizierungsverfahren – KTQ. Und den Akteuren an der Basis mit mehr als fragwürdigen Nachweis-Aktivitäten die Zeit stehlen. Das dürfte hier wie dort wohl auf Vorsatz beruhen und nicht auf Ahnungslosigkeit. Es merkt ja keiner!

Der „Erhebungsbogen für EndoProthetikZentren“ zählt – nach einigen Begriffsbestimmungen – zunächst in allgemeiner Form ein paar Aspekte der sogenannten Strukturqualität auf, die der medizinische Laie weniger für „Qualität“ denn als eine Eingangsvoraussetzung zur Durchführung einschlägiger Eingriffe halten mag. Was machen in dieser Hinsicht all jene Operateure, die noch nicht von der Sinnhaftigkeit des Procedere überzeugt sind?

Manche  Forderungen scheinen eher ritueller Natur zu sein. Wie diese: „Eine ...… QM-Systemzertifizierung ...… nach QM-Standard DIN EN ISO 9001, KTQ, Joint Commission oder EFQM ...… soll vorhanden sein“. Warum? Und dann auch noch nach „EFQM“? So etwas gibt es doch gar nicht! Der Sinn der Forderung erschließt sich nicht, zumal dafür auch jede Begründung fehlt. Letzteres gilt auch für die vielen Lücken, wo es unbedingt konkreter werden müsste. Wie hat man z.B. mit den Ergebnissen von Komplikationsbesprechungen umzugehen? Reden allein kann man viel!

Es folgen – reichlich kursorische – Anforderungen zu den mit der endoprothetischen Operation zusammenhängenden Prozessen. Da wird z.B. gefordert: „Behandlungspfade müssen beschrieben werden“. Wie auch immer. Das ist eine Farce! Oder: „Die Standards sind zu beschreiben“. Welche Standards wofür? Wie genau muss die Beschreibung sein? (Manche Angaben, z.B. zum Röntgen oder zur OP-Zeit, finden sich dazu am Ende in der Liste der Qualitätsindikatoren). „Grundsätze der Patientensicherheit sind dabei zu berücksichtigen“. Aha! Da weiß ja jeder sofort Bescheid, worum es da genau geht! Die „Anwendung der WHO Sicherheits-Checkliste ist verbindlich zu regeln“. Wie genau? Man hört, dass sie in der Praxis zum „Nachweis“ auch im Nachhinein ausgefüllt werden! „SOPs für wesentliche Komplikationen sind vorzulegen“. Was verstehen die Autoren genau darunter? Was muss konkret geregelt werden? So geht es munter weiter im Text. Welche konkreten Mindesterfordernisse die Prozesse und deren Beschreibung zur Qualität und Patientensicherheit zu erfüllen haben, erschließt sich aus dem Dokument und seinen Prozessindikatoren nicht!

Unter der „Erfassung der Ergebnisqualität“ versteht man im Text zum einen den Nachweis der gelegentlichen Abfrage der „Patientenzufriedenheit“: „..… Patienten muss die Möglichkeit eröffnet werden, ihre Meinung ..… anonym äußern zu können“. Und dann?

Eine „Bewertung des Implantates“ hat zu erfolgen. Die schließt die Verpflichtung „zur Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland ..…“ ein. Schließlich wird der zusammengefasste Ausweis der Rate der Komplikationen gefordert. Bezogen auf die „Sterblichkeit, ..… Frühinfektionen ..… Erfassung nach KISS-Kriterien ..… Hüftluxationen, ..… Rate ..… neurologischer Komplikationen, ..… periprothetische Fissuren … Frakturen, ..… (ungeplante?) Re-Interventionen (und) ..… Thrombosen / Embolien“. Durchschnittswerte sagen über die Ergebnisqualität wenig, besonders wenn sie nicht auf die ihnen zugrunde liegenden Zahlen zurückverfolgt werden können. Der Ausweis der Einzelergebnisse wird jedoch nicht gefordert.

In einem sechsten Kapitel geht es erneut um Strukturen und Prozesse, diesmal ums „Qualitäts- und Risikomanagement“. Darunter versteht man hier die „Ermittlung qualitätsrelevanter Daten“. Welcher genau? Es geht um „Qualitätszirkel“. Ums „Risikomanagement“. Dazu wird nach der Beteiligung an „Studien / wissenschaftliche(n) Auswertung(en)“ gefragt. In einem abschließenden „Kennzahlenbogen“ soll noch einmal zusammengestellt werden, was auf knapp 50 Seiten schon vorher abgefragt wurde. Darunter eine relativ niedrige) Mindestzahl von Operationen – mit welchem Ergebnis auch immer. Nach der Qualität der vorgeschriebenen Prozesse und der damit – auch im Vergleich mit Klassenbesten („Benchmarks) – erzielten Ergebnisse fragt man nicht.

Fazit:

Auch dieses „fachspezifische“ Zertifikat ist so überflüssig wie ein Kropf. „Weltweit einzigartig“. Es kostet die Akteure vor Ort Zeit und Geld, die immer knapp sind. Was nicht heißt, dass jede Fachabteilung in der Lage sein sollte, die hier zusammengestellten Fragen – und einige mehr – für sich selbst positiv zu beantworten. Faktengestützt. Ein IT-basiertes Organisationshandbuch wäre gut. Einhergehend mit dem Start einer neuen Kultur der ergebnisorientierten Zusammenarbeit. Und der Routineauswertung der realen Prozesse und Ergebnisse. In Zeitreihen, Plan-Ist-Vergleichen und Vergleichen mit anderen Institutionen.

Das Zertifikat führte die - Aufklärung und Entscheidungshilfen suchenden – Patienten selbst dann in die Irre, wenn sie dessen Einzelheit hausspezifisch abfragen könnten. Denn die konkrete Fragen nach den im konkreten Haus erzielten konkreten positiven Ergebnissen endoprothetischer Eingriffe und der Wahrscheinlichkeit, im Zuge des stationären Aufenthalts nicht zu schaden zu kommen – also die Qualitätsgeneigtheit des Hauses – beantwortet das Zertifikat leider nicht. (Woher nehmen eigentlich die Auditoren die Qualifikation, die Abteilungsqualität en zu beurteilen?) Seine schiere Existenz als einen Qualitätsausweis hinzustellen, grenzt schon an eine bewusste Irreführung. Wieder einmal.

Woodoo?

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P.S.: „Endoprothesenregister Deutschland erfolgreich etabliert“. Was da wie gemessen und mit welchem Ergebnis und welchen Folgeaktivitäten ausgewertet wird, erfährt der interessierte Laie – wen wundert’s – leider nicht.  


02. (Fierce Healthcare) Chef der Cleveland Clinic: Patienteneindruck Schlüssel zum Krankenhauserfolg

Cosgrove: Patient experience key to healthcare Quality


03. (Fierce Health IT) IT-gestützter Patientenfluss verbessert das Krankenhausergebnis

 Improved patient flow at Beaufort Memorial Hospital cuts costs, length-of-stay


04. (The Wallstreet Journal) Wie Krankenhäuser ihre Kosten signifikant senken können

Hospitals Have New Tool to Save Money


05. (Truven Health Analytics) "Die 100 besten Krankenhäuser" – Interessant, auch wegen der Bewertungsmethode

100 Top Hospitals


06. (MFMK Medical Marketing) „Prof. Michael E. Porter & Dr. Clemens Guth, Chancen für das deutsche Gesundheitssystem“

Anmerkung:
Ein äußerst lesenswerter Text, der thesenartig zusammenfasst, was auf dieser Website seit über einem Jahrzehnt in ähnlicher Form vertreten wird: Die Krankenbehandlung endlich vom angestrebten Ergebnis her neu zu denken, zu organisieren und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

 


07. (Forbes) Mitgefühl steigert den ökonomischen Erfolg des Krankenhauses

The Power Of Compassion To Drive Your Bottom Line

Siehe dazu auch: “Drive hospital bottom line with culture of kindness, compassion
sowie “CEO David Feinberg: Prescription for Excellence


08. (Fierce Healthcare) Checklisten allein verbessern die chirurgische Qualität nicht

Surgical safety checklists may not improve patient outcomes after all

Anmerkung:
Man muss schon aktiv damit arbeiten. Interaktiv. Und sie z.B. nicht nachträglich ausfüllen.


09. Buchbesprechung

J. Martin , O. Rink, J. Zacher, Handbuch IQM konsequent transparent, Berlin 2014

Hier gilt es, eine neue Publikation der – verdienstvollen – IQM-Initiative von mittlerweile mehr als 250 deutschen Krankenhäusern (= 19%) allein in Deutschland sowie Häusern in der Schweiz und Österreich vorzustellen: Gedacht als „zusammenfassendes Standardwerk zur IQM-Methode“ (S. IX).

Gegliedert in diese Themenkomplexe:

  • I Methoden, Erfahrungen, Implementierung, Ergebnisse
  • Einführung
  • 1   Warum IQM? Der Nutzen aus der Sicht eines Krankenhausträgers
  • Die Indikatoren
  • 2   Die Indikatoren auf einen Blick
  • 3   G-IQI Version 4.0 – Messen um zu verbessern
  • 4   Beteiligung an der Weiterentwicklung der German Inpatient Quality Indicators
  • 5   Einführung und Gebrauch der Indikatoren für Qualitätsverbesserungen…
  • 6   Die Zahlen stimmen doch nie….. Das Peer Review Verfahren
  • 7   Wie wir Qualität verbessern
  • 8   Die Peer-Schulungen ….. in Kooperation mit den Ärztekammern
  • 9   Lang erhofft und bang erwartet: Vorbereitungen ….. auf ein Peer Review
  • 10   Der Teamleiter als Moderator
  • 11   Das Aktenstudium
  • 12   Abschlussgespräch und Ergebnisprotokoll
  • 13   Fallsammlung typischer Fehler und Probleme
  • 14   Welche Erkenntnisse lassen sich ….. gewinnen?
  • 15   Dokumentation und interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • 16   Auffällige Häufigkeiten von Todesfällen …..
  • 17   Erfahrungen als Peer …..
  • 18   Sind Ergebnisverbesserungen … nachhaltig? Die M&M-Konferenzen
  • 19   Leitfaden für interdisziplinäre M&M-Konferenzen
  • 20   Leitfaden M&M – Implementierungsbeispiel  Die Transparenz
  • 21   Warum ist Transparenz so wichtig?
  • 22   Ergebnisveröffentlichung und aktive Pressearbeit
  • 23   Ecken und Kanten von IQM
  • 24   IQM-FAQs
  • II Gesundheitspolitische Implikationen
  • 1   A-IQI – der österreichische Weg
  • 2   Der Weg der Schweiz …..
  • 3   Qualitätssicherung ….. Muss der Patient oder muss die Institution geschützt werden?
  • Anhang
  • - Integrierte Darstellung der bei IQM  verwendeten Indikatoren
  • - Ehrenkodex für Peers
  • - Analysekriterien
  • - Protokoll für Peer-Review-Verfahren
  • - Fragebogen für Peer-Review-Verfahren
  • - Fragebogen Teamleiter
  • - Vertraulichkeitserklärung
  • - Mitglieder der Initiative Qualitätsmedizin
  • - Ansprechpartner der Initiative Qualitätsmedizin

Dazu ist – in den Worten des Rezensenten - insbesondere Folgendes anzumerken:

  • Zu 1   Warum IQM? Der Nutzen aus der Sicht eines Krankenhausträgers
    Der Text ist nützlich, doch an dieser Stelle hätte man sich zum Einstieg lieber eine sachkundige Einschätzung von IQM im Kontext allfälliger und realer Bemühungen um die Qualität und die Patientensicherheit und deren Ergebnisse im Lande gewünscht.
  • Zu 2   Die Indikatoren auf einen Blick:
    Ergebnisse aus vier Indikatorensets halbjährlich“
    mit Hilfe von 3M
    „…..
    1.  German Inpatient Indicators (G-IQI)
    2. Qualitätssicherung aus Routinedaten (QSR)
    3. Patient Safety Indicators (PSI)
    der AHRQ
    4. Sektorenübergreifende Qualität ….. (SQR)“
    Die Einschränkung der krankenhausinternen Nutzanwendung für Verbesserungen infolge deutscher Datenschutzregeln wird bedauert (S. 15). Beispiele der prinzipiellen Auswertung.
  • Zu 3   G-IQI Version 4.0 – Messen um zu verbessern:
    Weiterentwicklung der Indikatoren, auch zur „Kontrolle von Fehlanreizen des DRG-Entgeltsystems“ (S. 30), Fallzahlaspekte, „bessere Standardisierung der Prozesse ….. G-IQI ….. 41,9% aller Krankenhausfälle“ (S. 31), „Bundesreferenzwerte“ (S. 33), „häufige und / oder wichtige Krankheitsbilder und Eingriffe“ (S. 34).
  • Zu 5   Einführung und Gebrauch der Indikatoren für Qualitätsverbesserungen…..:
    Tenor: Man muss mit den neu gewonnenen Erkenntnissen auch arbeiten!
  • Zu 6   Die Zahlen stimmen doch nie…..:
    Aus den gemachten Erfahrungen weiterlernen. Für die klinische Praxis und fürs Kodieren.
  • Zu 7   Wie wir Qualität verbessern:
    Peer Review aus erster Hand. Im Übrigen gilt: „Der Erfolg jedes Managements im Gesundheitswesen steht mit der Umsetzung der Konzepte und der nachhaltigen Sicherung in der Praxis“. Sehr wahr! Leider steht hier noch nichts zu den solchermaßen erzielten Ergebnissen. Da kann man nur die Daumen drücken, dass auch dauerhaft bessere Ergebnisse belegt werden können!
  • Zu 8   Die Peer-Schulungen ….. in Kooperation mit den Ärztekammern:
    Methodenbeschreibung.
  • Zu 9   Lang erhofft und bang erwartet: Vorbereitungen ….. auf ein Peer Review:
    Erfahrungsbericht.
  • Zu 10   Der Teamleiter als Moderator:
    Eine Art Gebrauchsanweisung für denselben.
  • Zu 11   Das Aktenstudium:
    Praktische Hinweise fürs Team.
  • Zu 12   Abschlussgespräch und Ergebnisprotokoll:
    Dito.
  • Zu 13   Fallsammlung typischer Fehler und Probleme:
    Eine sehr nützliche, hinreichend ausführlich erläuterte Sammlung von (etwas besser informierten Insidern allerdings auch ohne IQM nicht unbekannten) Fakten. Deren Beweiskraft lässt sich auf dem Wege der Peer Reviews nicht mehr so leicht als Ärzte-Bashing wegwischen. Angesichts dieser Ausführungen fühlt man sich gelegentlich an das – tief in die klinischen Details gehende - Vorgehen der Joint Commission erinnert. Leider fehlt hier ein korrespondierendes Kapitel, das belegt, wie man die angesprochenen Punkte fortan routinemäßig ausschließt.
    „Ziel der Peer Review Verfahren ….. ist es, aus der unzureichenden Patientenbehandlung zu lernen und die Behandlungsabläufe durch Standards, Festlegungen und Kompetenzerweiterung zu optimieren, um Fehler zu beseitigen“. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
  • Zu 14   Welche Erkenntnisse lassen sich ….. gewinnen?
    In der Einführung eine vorsichtige Auseinandersetzung mit hierzulande verbreiteten QM-Aktivitäten: „….. scheint die so wichtige Entwicklung in Richtung Ergebnisqualität und vor allem Patientenorientierung auf der Strecke geblieben zu sein“. Die Folgerung (in den Worten des Rezensenten): Es besteht ein enormes Verbesserungspotential hinsichtlich
    - einer leitlinien- und zeitgerechten (Differenzial-)Diagnostik und Therapie
    - der rechtzeitigen Entscheidung bei Änderung des klinischen Verlaufs
    - interdisziplinärer Standards an den Schnittstellen Notaufnahme, IMC und Intensivtherapie
    - der Standards für mikrobiologische Diagnostik und Antibiotikatherapie
    - der Entscheidungen zur Therapiebegrenzung
    - der Systematik der Aktensortierung
    - generell der ärztlichen Dokumentation
    - der Arbeitshypothesen und Therapieziele
    - der zutreffenden Diagnose  bzw. Kodierung
    - etablierter M&M-Konferenzen
    Vorzüglich!
  • Zu 15   Dokumentation und interdisziplinäre Zusammenarbeit:
    Dies ist ebenfalls ein sehr wichtiger Text aus berufenem Munde zur Dokumentation mit der – sinngemäß formulierten – Forderung nach plausibler Nachvollziehbarkeit der Befunde, nach Arbeitshypothesen und abgeleiteten Maßnahmen, nach Verifizierung oder Ausschluss von Differentialdiagnosen, nach klaren Therapiezielen und einer Begründung bei Abweichung vom ursprünglichen Vorgehen mit Handzeichen sowie nach einem zeitnahen Hinterfragen bei einem unerwarteten Behandlungsverlauf. Mit kommentierenden Anmerkungen aus der klinischen Praxis und daraus abgeleiteten Forderungen zur Änderung der ärztlichen Arbeitsorganisation.

  • Zu 16   Auffällige Häufigkeiten von Todesfällen …:
    Sehr allgemein gehalten und damit in diesem Kontext wenig aussagekräftig.
  • Zu 17   Erfahrungen als Peer …..:
    Chefarzt bewertet Peer Reviews positiv.
  • Zu 18   Sind Ergebnisverbesserungen ….. nachhaltig?
    Die erste vorsichtige Antwort: Ja, tatsächlich!
  • Zu 19   Leitfaden für interdisziplinäre M&M-Konferenzen:
    Erste – nützliche – Anregungen zu einer Standardisierung
  • Zu 20   Leitfaden M&M – Implementierungsbeispiel …..:
    Eher anekdotisch.
  • Zu 21   Warum ist Transparenz so wichtig?
    Eigentlich eine rhetorische Frage!
  • Zu 22   Ergebnisveröffentlichung und aktive Pressearbeit:
    Wie die Idee verkauft wird.
  • Zu 23   Ecken und Kanten von IQM:
    Plädoyer für eine offene Fehlerkultur, schlechte Angewohnheiten ändern. Öffentlich.
  • Zu 24   IQM-FAQs:
    Gute Übersicht!
  • II Gesundheitspolitische Implikationen
  • Zu 1   A-IQI – der österreichische Weg:
    Was in Österreich aus IQM gemacht wird.
  • Zu 2   Der Weg der Schweiz …..:
    Wie man in der Schweiz damit umgeht.
  • Zu 3   Qualitätssicherung ….. Muss der Patient oder muss die Institution geschützt werden?
    Neben einer etwas eigenwilligen Geschichte des Qualitätswesens in der Realität der Medizin in Deutschland ein wichtiges Plädoyer für eine überfällige Verschiebung der Akzente.
  • Zum Anhang:
    Eine nützliche Zusammenstellung wichtiger Fakten, besonders auch der breiten Palette verwendeter Indikatoren.

Dies ist eine wichtige Pflichtlektüre für alle, die sich für die Qualität der Krankenbehandlung interessieren. Leider fehlt eine emotionsfreie inhaltliche Einordnung in das Gesamtthema „Qualitätstransparenz – Qualitätskontrolle = Qualitätssicherung zur Elimination von ‚bad apples‘ (Berwick) – Zertifizierung – kontinuierliche Qualitätsverbesserung und in den Stand der aktuellen Aktivitäten. Außerdem hätte man gern erfahren, auf welche Weise gewonnene Erkenntnisse strukturiert – mit welchem Ergebnis – in Organisationsverbesserungen umgesetzt werden.

Gleichwohl uneingeschränkt (+++)

 

 

 

Anmerkung: Hier werden in erster Linie Bücher und Texte besprochen, die aus fachlicher Sicht fürs Management im Gesundheitsunternehmen nützlich sind. Entsprechend positiv ist die Grundhaltung, mit der die Bewertungen entstehen. Das sollte sich jeder Leser auch bei naturgemäß knappen Formulierungen stets bewusst machen, die man vielleicht positiv oder negativ auslegen kann. Es gilt stets die positve Auslegung!

Nur sehr selten finden sich hier auch Besprechungen ärgerlicher Veröffentlichungen, deren Kauf und Lektüre man sich besser sparen sollte.

Als neutrale Entscheidungshilfe werden die Texte bewußt prägnant formuliert, auch wenn dass gelegentlich zu Irritationen führen mag.

Bewertung (soweit vorhanden):
(+++) = Sehr gut (= großer Nutzen)
(++) = Gut (= als Lektüre auch nützlich)
(+) = Lesenswert, aber nicht zwingend nötig
(0) = Neutral (= keine positive / negative Bewertung)
(-) = Nicht empfehlenswert.


Weitere Links

Deutschsprachige Links

(Medscape Deutschland) „DGIM-Studie „Ärzte – Manager 2013”: Von der Last, schwarze Zahlen zu schreiben

(Deutschlandradio Kultur) „Krank von der Klinikkost

(pwc) „Patienten fahren weit für die beste Klinik

(Medscape Deutschland)„G-BA-Richtlinie zum Fehlermanagement – ohne Biss

(pwc) „Papierlose Klinik bleibt Vision – Deutschland liegt bei eHealth zurück

(NDR) “Die Krankenhausprivatisierung

 

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Englischsprachige Links

 

US-Cartoon (1): Was Pflegekräfte besser machen.

(JAMA) “Door-to-Needle Times for Tissue Plasminogen Activator Administration and Clinical Outcomes in Acute Ischemic Stroke Before and After a Quality Improvement Initiative

(KHN) “Hospitals Get Into Doctor Rating Business

(Hospital Impact) “Better, cheaper care within hospitals' grasp

(AHRQ) H-CUP: “Conditions With the Largest Number of Adult Hospital Readmissions by Payer, 2011

(Fierce Healthcare) “Rural hospitals equal in outcomes, ahead in ED care

(Fierce EMR) “Analytics use in healthcare still 'immature'

(H&HN) “How Teamwork and Transparency Can Save Health Care” (Video)

(Fierce Healthcare) “5 ways to reduce hospital-acquired infections

(HealthLeaders Media)  A 30-Day Mortality Rate Mystery

(Joint Commission Center for Transforming Healthcare)“ A Robust Approach Leads to Significant Reduction of Inpatient Falls with Injury

(Fierce Healthcare) “Leapfrog: Hospital safety improves, but patient safety hazards still lurk

(HealthLeaders Media) “Autopsy Advocates

(IHI) “7 Rules for Engaging Clinicians in Quality Improvement” (Video)

 

(Fierce Healthcare) “75% of docs think peers order unnecessary tests and procedures

(HHS) “New HHS Data Shows Major Strides Made in Patient Safety, Leading to Improved Care and Savings

(CMS) Partnership for Patients

(Hospital Impact) “What it takes to navigate healthcare: Engagement, compassion