Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen

191 - 07.05.05


Motto des Tages

“You first have to ask what is right, and then ask what is possible - - and in that order. Most people only ask what is possible and never deal with the other question. If you ask what is right, then what is possible, you will know what compromises are appropriate”

 

Stephen Covey

 

Quelle: Baptist Health Care Leadership Institute


01. Editorial: Strategisches DRG-Szenario: Deutschland 2010

Strategic Scenario Concerning DRGs: Germany 2010

 

Zu welchen Ergebnissen auch immer das weitere Bemühen um die „Weiterentwicklung“ der G-DRG-Versionen 2006/200x und ihres Drumherum durchs InEK und andere Berufene im einzelnen führen wird – eine Prognose ist absolut sicher:

 

Das allgemeine „Preisniveau“ deutscher DRGs dürfte in den nächsten Jahren kräftig sinken.

 

Denn die Verweildauer als eine Kalkulationsgrundlage sinkt. Und es steht nirgends geschrieben, dass die Kosten der stationären Versorgung dann eben auf weniger Tage verteilt werden müssten. Über deren weiteres Erfordernis dürfte vielmehr heftig gestritten werden. Nur eins ist sicher: Kosten verschwinden nicht mit Nichtvergütung!

 

Das trifft nicht nur jene Krankenhäuser, deren überdurchschnittliche Kosten vor nicht allzu langer Zeit zu Lasten wirtschaftlicherer Konkurrenten durch Hinausschieben der Umstellfrist und/oder „Nachschlag“ honoriert worden sind. Dass deren „Produkte“ (G-DRGs) nun besser seien, müsste erst noch bewiesen werden – im Unterschied zu der Tatsache, dass es ihnen gelungen ist, für Vergleichbares deutlich mehr Geld auszugeben! Doch darum geht es hier nicht. Das Geld sei ihnen für eine – wohl immer zu knappe – Anpassungsperiode durchaus gegönnt.

 

In letzter Zeit ist ein intensives Bemühen zu vermerken, das hiesige Gesundheitswesen als einen „bedeutenden Wirtschaftsfaktor“ darzustellen. Doch auch durch Umtaufen in „Gesundheitswirtschaft“ wird daraus noch lange nichts der übrigen Wirtschaft Vergleichbares. Zu lange haben sich deutsche Leistungserbringer daran gewöhnt, Ausgaben als „erforderlich“ zu unterstellen (einschließlich der Anteile für ein weitgehend sinnloses „Qualitätsmanagement“; doch das nur nebenbei).

 

Bewiesen hat das bisher niemand. Alle Signale deuten eher darauf hin, dass hier mächtig Geld versickert – ohne Gegenwert für Patienten oder Versicherte. Kosten sind Kosten. Basta. Auch bei der bisherigen Kalkulation der G-DRGs. Von Kosten, die nicht der Wertschöpfung oder der dafür erforderlichen Stützleistung dienen, scheint offiziell noch niemand gehört zu haben. Dabei sind die Kosten für Blind- und Fehlleistungen, also die Differenz zu 100%, schon in der wettbewerbsgeprägten Wirtschaft nicht unerheblich. Die Vorstellung, was hier im deutschen Krankenhaus ohne Nachteil für die Patienten zu sparen wäre, ist geradezu schwindelerregend!

 

Das Krankenhaus hat sich so zu wandeln, dass künftige Erlöse mehr als auskömmlich bleiben.

 

„Sparen“ auf die traditionelle Weise wird da kaum reichen. Kein Stellenwegfall und keine verzögerte Wiederbesetzung. Keine Kürzung von Materialanforderungen und keine verschärften Kontrollen, beispielsweise beim Medizinischen Bedarf. Ebenso wenig darf man sich von Erlössteigerungen aus verschärftem Kodieren, Ölscheichs oder „reichen Russen“ erwarten. Abrechenbare Leistungsausweitungen sind sowieso nur in engen Grenzen vorstellbar.

 

Was nicht so bleiben muss wie heute, ist der strategische Case Mix des Krankenhauses.

 

Um nicht missverstanden zu werden: Damit wird keineswegs irgendeinem „Rosinenpicken“ das Wort geredet. Das wäre (bei irgendwann einmal einigermaßen sachgerecht kalkulierten Bewertungsrelationen) ohnehin sinnlos. Hier sind Verschiebungen zu wirtschaftlichen Größenordnungen bei geschicktem Verhandeln über regionale Tauschprozesse durchaus vorstellbar. Mit höheren Fallzahlen je Fallart würde man nebenher der damit verbundenen Erwartung einer größeren Qualität entgegenkommen.

 

Höhere Fallzahlen je Fallart würden die Entscheidung erleichtern, arbeitsteilige Behandlungsabläufe mittels angemessenen Standardisierens besser zu organisieren. Selbstverständlich berufsgruppen- und fächerübergreifend. Wirkliche Klinische Pfade würden erstrebenswert (und nicht nur eine mittels inhaltlicher Aushöhlung des Begriffs vergängliche Modeerscheinung). Die wiederum würden nicht nur die Chance eröffnen, Behandlungsergebnisse routinemäßig messend nachzuhalten. Damit würde endlich auch bei uns Ergebnisqualität routinemäßig belegbar (Vermutung: „Gar nicht so schlecht!“) und in der Folge systematisch weiter verbesserbar.

 

Das Krankenhaus der Zukunft kann auch in Deutschland Ergebnisqualität belegen.

Auch die Gestehungskosten je Fall ließen sich durch solche „Pfade“ ohne jeglichen Qualitätsverlust massiv verringern. Im Gegenteil: Bei konsequenter Abstimmung aller beteiligten Bereiche und einer ebensolchen Organisationsanpassung verschwände spurlos unerträgliche Mehrarbeit ebenso wie große Teile des – aktuell „durchs Dorf getriebenen“ – Ärztemangels. Allerdings – wie gesagt – nur bei einer nachhaltigen Veränderung der arbeitsteiligen Strukturen. Doch der „mittelalterliche Handwerkerhof“ (Münch) hat im Krankenhaus ohnehin schon lange nichts mehr zu suchen!

 

Die Krankenhausorganisation der Zukunft sieht deutlich anders aus als heute.

 

Das berührt Interessen. Umso wichtiger ist beim Verändern ein partnerschaftliches Vorgehen, das am Ende – „Win – Win“ – durchaus für alle Beteiligten zu nachhaltigen Verbesserungen führen kann. Besonders wichtig erscheint es, die klinische Basis aus einer Haltung herauszuholen, die viel zu häufig durch Sätze wie diesen gekennzeichnet ist: „Hier ändert sich doch sowieso nichts zum Besseren!“ Dafür gibt es weltweit erfolgreich erprobte Vorgehensmuster. Warum sollen die nicht auch bei uns funktionieren? – Ja, aber....!

 

 

 

P.S. Wie man zu einer neuen Strategie kommt, wird in Kürze wieder einmal in unserem – höchst erfolgreichen – Strategietraining vermittelt werden.

 


02. (AHA) Neue Standards des NQF für die ambulante Versorgung

NQF releases draft standards for outpatient care

 

The National Quality Forum yesterday released for comment a set of 50 proposed voluntary consensus standards for measuring and reporting the quality of outpatient care. The proposed standards include measures in seven areas: asthma/respiratory conditions; depression/behavioral health; bone diseases; heart disease; hypertension; prenatal care; and prevention, immunization and screening. Public comments are due by May 16, and NQF member comments by May 23. Under the organization’s consensus process, NQF members then would vote on a revised draft of the standards. AHA, a member of NQF, is still reviewing the draft standards.


03. (AHA) Preisverleihung durch US-Vereinigung zur Wahrung der Patienteninteressen

SHCA honors patient advocates

 

The Society for Healthcare Consumer Advocacy awarded the society’s three highest honors at its annual conference this month in Chicago. Carol Santalucia, ombudsman at the Cleveland Clinic Foundation in Ohio, received the Ruth Ravich Founders' Award, honoring individuals whose work supports the society’s vision to bring patients' needs to the center of health care. The Studer Group of Gulf Breeze, FL, and Susan Horton, director of health directions at Lexington Medical Center in West Columbia, SC, each received the society’s National Healthcare Consumer Advocacy Award, honoring a group or individual who has had significant impact on the quality of care for patients. SHCA is an AHA personal membership group for professionals who represent and advocate for consumers across the health care continuum.


04. (AHA) Unversicherte unter erhöhtem Gesundheitsrisiko

Millions of uninsured adults forgo needed treatment for chronic conditions

 

Nearly half of the more than 15 million uninsured U.S. adults with chronic health conditions forgo needed medical care or prescription drugs due to cost, leaving them at serious risk for increased health problems, according to a report released today by the Robert Wood Johnson Foundation as part of Cover the Uninsured Week. “Americans who are uninsured have the same medical conditions that insured Americans have -- high blood pressure, diabetes, cancer and so forth," said C. Everett Koop, former U.S. surgeon general. "But because they do not have health coverage, they are not able to get the medical care they need." To raise public awareness about the problems of uninsured Americans, more than 1,000 public events will take place May 1-8 during Cover the Uninsured Week, supported by the RWJF and sponsored by AHA and a broad range of organizations.


05. (AHA) Versorgungsgerechte Abweichung von Festpreisen bei DRGs

Senate bill would extend cost-bases payment policy to more rural hospitals 

 

Sens. Sam Brownback, R-KS, and Ben Nelson, D-NE, today introduced AHA-backed legislation (S. 933) that would give rural hospitals with fewer than 50 beds the option of receiving Medicare payments for inpatient, outpatient and ambulance services based on 101% of costs. The option also would extend to home health services if the hospital is the sole provider of such services in the community. In addition, the Rural Community Hospital Assistance Act would update the critical access hospital program to extend 101% cost-based reimbursement to skilled nursing facility, ambulance and home health services, and to distinct-part psychiatric and/or rehabilitation units. "This bill is necessary to ensure the survival of these essential providers and that seniors located in rural areas continue to receive access to quality health care services," said Rick Pollack, AHA's executive vice president.

 

Anmerkung:

Das ist wirklich sachgerecht - im Unterschied zur deutschen Regelung für Universitätsklinika, denen nur weiter erlaubt wird, Unwirtschaftlichkeiten fortzuführen. Wenn man dies nicht tun würde, wären allerdings Besitzstände berührt - und Arbeitsplätze, die unter Marktbedingungen gar nicht existierten! 


06. (Most Wired) Kübler-Ross für die ärztliche IT-Adaption

Physicians, Death and Change: Lessons from Kübler-Ross on Health Care IT Adoption

 

Change often creates a sense of loss, including the adoption of IT. By understanding Kübler-Ross' stages, you better know what to expect and what you can do to help your physicians adjust.

 

Mehr


07. (AHA) Automatisches Überwachungssystem für plötzlich epidemische Erkrankungen

Disease surveillance network tested in national capitol region

 

Public health officials tested the National Capital Region Disease Surveillance Network this week by using a simulated bioterrorist attack to observe the network's ability to identify bio-events early. The network electronically compiles health data from hospital emergency departments, poison control centers and other civilian and military sources in Washington, Maryland and Virginia, and analyzes the data for statistical anomalies. According to Johns Hopkins University, whose Applied Physics Lab helped develop the electronic surveillance system, the participants were able to identify events that occurred and determine their significance. "This exercise is a key building block in protecting our citizens against a bioterrorist attack," said Thomas Lockwood, director of the Department of Homeland Security's Office of National Capital Region Coordination. All hospitals in the region participate in the network, said Jeffrey Elting, M.D., medical director and bioterrorism response coordinator for the District of Columbia Hospital Association.

 


08. Links

http://www.asq.org/pub/sqp/ “We Must Overcommit–We Must Win Business” - Für jeden äußerst lesenswert, dessen geistiger Horizont sich in Sachen QM nicht auf hiesige Fehlinterpretationen reduziert!

 

The New York Times: NASA Accused of Relaxing Shuttle Standards, Including Six Sigma Based Calculations

 

http://psnet.ahrq.gov/ AHRQ Patient Safety Network (PSNet) is a new national web-based resource featuring the latest news and essential resources on patient safety.

 

http://www.bmbf.de/pub/ Studie Versorgungsforschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

 

CEN-Leitfaden zur Anwendung der ISO 9000 auf das Gesundheitswesen

 

http://www.perspektive-deutschland.de/ Perspektive Deutschland

 

http://www.gesundheitswirtschaft.info AOK Hessen bilanziert 3,8 Mio. Euro für Behandlungsfehler

 

http://www.gesundheitswirtschaft.info/content/view/647/117/ Studie zu "Vorkommen, Ursachen und Vermeidung von Pflegemängeln in Nordrhein-Westfalen"

 

http://www.zq-aekn.de/ Zentrum für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (ZQ): Nicht mit allem konkorm, aber lobenswert aktive Leute!

 


09. Buchbesprechung

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung - soweit nicht ausgeschlossen - durch Anklicken des Titels hier oder auf unserer Website www.hmanage.de.

 

Baptist Health Care Leadership Institute, Bright Ideas, Pensacola FLA 2003 (www.BaptistLeadershipInstitute.com)

 

An dieser Stelle sind aus der Reihe „Best Practices Resources“ bereits mehrere Bändchen besprochen worden. Hier ein weiteres zum Thema: „Glänzende Ideen”. Auch dieses beginnt mit einer knappen Erläuterung von: „Baptist Health Care IS its work force“: Die Mitarbeiter stehen wirklich im Mittelpunkt. Wenn das doch einmal auch bei uns jemand nicht nur sagen, sondern auch mit einer soliden Bewertung durch die Mitarbeiter glaubhaft belegen könnte!

 

Hier die Gliederung
Vorsprüche
-           Was ist eine „glänzende Idee“?
-           Warum ein „Glänzende Ideen“-Programm starten?
-           Wie schafft man Erfolg: Leadership
-           Wie schafft man Erfolg: Kommunikation
-           Wie schafft man Erfolg: Abbau von Barrieren
-           Wie schafft man Erfolg: Anerkennung
-           Der Prozess für das Glänzende Ideen-Programm
-           Personalbesetzung für ein Glänzende Ideen-Programm

-           Zusammenfassung

 

Was ist eine „glänzende Idee“?
Das erste Kapitel beginnt mit einem Zitat von Ken Derr, Chairman und CEO bei Chevron.

 

„Every day that a better idea goes unused is a lost opportunity. We have to share more, and we have to share faster”, sinngemäß übersetzt: „Jeder Tag, an dem eine bessere Idee  nicht umgesetzt wird, ist als versäumte Gelegenheit abzuschreiben. Wir können mehr miteinander teilen und wir müssen dies schneller tun“.

 

Eine „glänzende Idee“ ist etwas anderes als ein Verbesserungsvorschlagswesen deutschen Typs, sind „Anregungen der Mitarbeiter, den Patienten, den Beschäftigten und der Gesellschaft besser zu dienen“. (In allen guten Konzepten schimmern die EFQM-Ergebniskriterien immer wieder durch). „Glänzende Ideen“ sind neue Einfälle und nicht irgendetwas, das in der einen oder anderen Weise ohnehin schon in den Regeln steht oder gar längst gemacht wird.

 

„Glänzende Ideen“ füllen ein (nur) gutes Leitbild (wie die „Five Pillars of Operational Excellence“ bei Baptist Health Care) mit Leben. Was dabei herauskommt, mögen die dortigen Ergebnisse im Geschäftsjahr 2002 belegen: Zwei „glänzende Ideen“ pro Mitarbeiter, 8.027 um gesetzte „glänzende Ideen“. 4,3 Millionen $ Kostenersparnis. 49.000 Stunde  Zeitersparnis.

 

Die Folgekapitel spezifizieren – immer anhand von Beispielen – welche Rolle die Führungskräfte zu spielen haben, welche Rolle die interne Kommunikation dabei spielen sollte, wie – eine in Deutschland besonders umfangreiche Aufgabe – bestehende Barrieren beseitigt werden können, wie Anerkennung gelebt werden sollte, wie der Prozess vom Einfall bis zur Umsetzung bei Baptist Health Care aussieht und welche Leute man für welche Aufgaben benötigt.

 

Gesamturteil: Als Anregung wieder sehr geeignet! (+++)

 

 

 

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt hält, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. – Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!

 


10. Trainings

"Feuerwerk" Strategisches (Qualitäts-)Management

 

Wir haben für Sie jahrelang - als Mischung aus soliden Grundlagen, internationalen Erkenntnissen und sehr viel Praxiserfahrung - ein außergewöhnliches Trainingsprogramm zusammengestellt. Irgendwann muß damit ein Ende sein - trotz des außerordentlichen Erfolgs. Für das zweite Halbjahr haben wir deshalb vom 17. bis 21.10.05 für eine "Abschiedsveranstaltung" zu den Themen Strategisches (Qualitäts-)Management, BSC, EFQM, Prozessmanagement und klinische Pfade eine ganze Woche reserviert. Einzeln buchbare Bausteine. Näheres in Kürze! 

Hier also unser letzter Termin im ersten Halbjahr zum Tanken von Know-how und (in dieser Form in Deutschland sicher) einmaligen Anregungen:

 

02.-03.06.05 Strategieentwicklung - samt einer wirklichen Balanced Scorecard (BSC).

Wie Einrichtungen des Gesundheitswesens eine wirksame Strategie implementieren.

 

In diesen unruhigen Zeiten gilt es hierzulande schon als „Reform“, wenn durch immer tiefere Griffe in die Taschen der Menschen die Kassenbeiträge (und damit die Lohnnebenkosten) etwas weniger steigen als bisher. Wie lange dies so bleiben wird, weiß kein Mensch! Und irgendwann merkt auch der Dümmste, dass die persönlichen Gesundheitskosten unvermindert weiter steigen. Deren „Dämpfung“ (oder wenigstens der Versuch dazu) steht also noch bevor. So viel allerdings ist sicher:

 

Die Institutionen im deutschen Gesundheitswesen stehen vor grundlegenden Veränderungen – auch wenn deren Verantwortliche und ihre – mehr oder weniger renommierten – Berater dies (ausweislich ihrer öffentlichen Verlautbarungen und des erkennbaren tatsächlichen Handelns) offensichtlich noch nicht so recht erkannt zu haben scheinen. Mit einer verstärkten Verlagerung interner Dienstleistungen an Dritte und eher kosmetischen Korrekturen an der Struktur der Krankenbehandlung wie der Zentrenbildung sowie mit allerlei Zertifikaten dafür sowie für die (vermeintliche) Qualität allein dürfte es jedenfalls nicht getan sein. Schon gar nicht mit „Qualitätsberichten“, wie sie sich die Selbstverwaltung ausgedacht hat; die dürften (in der aktuellen Form) eher davon abhalten, sich um Wesentlicheres zu kümmern.

 

Heute müssen vielmehr – im Kontext des gesamten regionalen Gesundheitssystems – die Weichen für grundlegende Veränderungen am eigenen Leistungsangebot gestellt werden. Worauf dabei jenseits heute diskutierter gesetzlicher Vernetzungsansätze und „Verbünde“ und deren Finanzierung gedacht werden muß, wird in diesem Training andiskutiert. Unter Einbeziehung von Erfahrungen aus den USA, die uns auch bei den Um- und Irrwegen im Gesundheitswesen wieder einmal voraus sind, werden heute gängige (und empfohlene) Ansätze zur Erlösoptimierung auf den Prüfstand gestellt.

 

Auf die Dauer kommt es für die Leistungserbringer am allerwenigsten darauf an, sich zu Lasten Dritter – seien dies die eigenen Wettbewerber oder die „Kostenträger“ – einen vorübergehenden finanziellen Vorteil zu verschaffen (et vice versa). Vielmehr gilt es, einen – durchaus möglichen – „großen Sprung" in die Richtung einer Krankenbehandlung nachweislich hoher Qualität zu bezahlbaren Kosten zu machen. Das bedarf – vor dem Hintergrund einer Verpflichtung auf grundlegende Werte – der professionellen Anwendung der Werkzeuge einer strategischen Unternehmensplanung und, was denkbare Veränderungen angeht, einer gehörigen Portion Phantasie.

 

Im Zentrum dieser Veranstaltung steht allerdings die strategische Umsetzung. Denn über eine professionelle Unternehmensstrategie verfügen heute viele Unternehmen der Wirtschaft, ohne allerdings – so eindeutige Belege aus glaubwürdigen Untersuchungen - in ihrer großen Mehrheit in der Lage zu sein, diese in der Praxis mit Leben zu füllen. Das hat auch in der Wirtschaft verschiedene Ursachen. Zuallererst beruht dieser Mangel allerdings zumeist auf einer riesigen Lücke zwischen dem strategischen Ansatz des Unternehmens und der tatsächlichen betrieblichen Praxis.

 

Diese „Management Gap“ erfolgreich zu schließen, ist Aufgabe der Anfang der 90er Jahre von Kaplan und Norton erstmals publizierten Balanced Scorecard (BSC). Die hat sich mittlerweile weltweit ganz außerordentlich bewährt. Wie die BSC – im Unterschied zu einer Flut von Vorträgen und Veröffentlichungen gerade im Milieu des Gesundheitswesens, welche die BSC als Kennzahlensystem gründlich missverstehen – zielführend erarbeitet und umgesetzt wird, erarbeiten die Teilnehmer in unserem Intensivtraining. Das haben wir bei Kaplan und Norton in Amerika direkt gelernt. Dabei werden selbstverständlich auch die Verbindungen zu anderen Ansätzen (z.B. zum EFQM-Modell für Excellence) aufgezeigt.

 

Durch Anklicken können Sie von unserer Website eine Übersicht über unsere Trainings: http://www.hmanage.net/index.php?id=30. Dort können Sie sich auch direkt anmelden oder ein Anmeldeformular herunterladen. Flyer


08. Links

http://www.asq.org/pub/sqp/past/vol7_issue2/sqpv7i2potter.pdf “We Must Overcommit–We Must Win Business” - Für jeden äußerst lesenswert, dessen geistiger Horizont sich in Sachen QM nicht auf hiesige Fehlinterpretationen reduziert!

 

The New York Times: NASA Accused of Relaxing Shuttle Standards, Including Six Sigma Based Calculations

 

http://psnet.ahrq.gov/ AHRQ Patient Safety Network (PSNet) is a new national web-based resource featuring the latest news and essential resources on patient safety.

 

http://www.bmbf.de/pub/versorgungsforschung.pdf Studie Versorgungsforschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

 

CEN-Leitfaden zur Anwendung der ISO 9000 auf das Gesundheitswesen

 

http://www.perspektive-deutschland.de/ Perspektive Deutschland

 

http://www.gesundheitswirtschaft.info/content/view/659/117/ AOK Hessen bilanziert 3,8 Mio. Euro für Behandlungsfehler

 

http://www.gesundheitswirtschaft.info/content/view/647/117/ Studie zu "Vorkommen, Ursachen und Vermeidung von Pflegemängeln in Nordrhein-Westfalen"

 

http://www.zq-aekn.de/ Zentrum für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (ZQ): Nicht mit allem konkorm, aber lobenswert aktive Leute!