Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen!


Motto des Tages

“Adaptive challenges can only be addressed through changes in people's priorities, beliefs, habits, and loyalties”

(Heifetz, R., Grashow, A., Linsky M., zitiert von Peter J Pronovost)

Quelle: Navigating adaptive challenges in quality improvement


01. Editorial

Der Spiegel Nr. 33/15.8.11: „Überdosis Medizin“. Und zugleich ein Mangel daran.

(Spiegel-Titelstory „Überdosis Medizin“)

„Ärzte lassen sich im Schnitt seltener operieren als der Rest der Bevölkerung“. (Jörg Blech, S. 126)

Jörg Blechs Sittengemälde nach Spiegel-Art rückt nicht nur hanebüchene Einzelaspekte der hiesigen Krankenbehandlung ins Scheinwerferlicht, sondern auch einen grundlegenden Konstruktionsfehler des immer teureren Gebildes namens Gesundheitswesen („Im Jahre ... mehr als 278 Milliarden €“): Ein übergroßes Angebot nicht nur für die Patienten undurchsichtiger „Leistungen“, an denen sich – dank Therapiefreiheit, Schweigepflicht, Datenschutz und Nimbus – sehr gut verdienen lässt.

Wer diesen Artikel liest, versteht besser, warum in der Ärzteschaft so vehement auf Anonymisierung gepocht wird: Geht es etwa um eine Anonymisierung der Qualität vor den Patienten? Plus einer Risikoadjustierung zum Verwischen von Spuren? Das Thema bleibt im Artikel ausgeklammert.

„Chirurgen in Deutschland machen zu viele Eingriffe“ (Prof. Dr. Hans-Ulrich Steinau – S. 121). Ob das meiste davon auch den Patienten nutzt oder nicht gar schadet, ist eher unklar, zumindest „für sechs von sieben (chirurgischen) Verfahren“ (S. 119). „Man muss sehr aufpassen, dass man nicht etwas macht, das dem Patienten gar nicht hilft“ (Prof. Dr. Christoph Seiler – S. 121). Dazu auch noch dies: „Indikationen für Operationen werden immer großzügiger gestellt“ (Prof. Dr. Hans Pässler gegenüber Spiegel Online: Auf dem Wege vom Saulus zum Paulus?). Mit anderen Worten: Die Körperverletzung war gänzlich überflüssig.

Mit wenigen – eher einflusslosen – Kritikern in den eigenen Reihen der Ärzte, die zudem wie hier erst am Ende ihres Berufslebens Laut geben, dass Patienten oft eher geschadet als geholfen wird: „Ich habe vor allem Kollegen angesprochen, die aus Altersgründen aus der Chefarzttätigkeit ausscheiden“ (Prof. Dr. Hans Pässler gegenüber Spiegel Online zur Website „Vorsicht!Operation“. – Über das Portal selbst kann man unterschiedlicher Meinung sein. Bei belegter Glaubwürdigkeit, für die Einiges zu sprechen scheint, könnte es für etliche Patienten unter den nun einmal gegebenen Umständen zu einem etwas festeren Strohhalm werden, an den sie sich klammern).

„Vergessen Sie nie, dass wir nur Halbgötter sind, Herr Kollege!“

Hier schlüpft der altbekannte Halbgott scheinbar nur in eine neue Rolle. Und verkündet von dort, was hinsichtlich des Behandlungsvorschlags eines ärztlichen Kollegen wirklich Sache ist. Mit eingebauter Evidenz? Oder räumt paternalistisch-großzügig ein: „Patienten sollen mehr Redezeit bekommen als der Arzt“ (Professor Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig, S. 124 – sinngemäß zitiert). Im Übrigen gilt die alte Lebensweisheit, wie der Herr, so‘s Gescherr: „Die Ärzte kann man nicht erziehen“ (S. 116). Dann ist das, was der Spiegel da an Fakten zusammengetragen hat, sowieso Schicksal? Es sei denn, man bitte um eine Zweitmeinung: Dein Glaube hat Dir geholfen. Oder?

An dieser Stelle interessiert allerdings am Spiegel-Text etwas Anderes: Dazu drei Zitate:

  • „Die Mediziner haben Umsatzziele zu erfüllen“ (S. 119). Wessen Umsatzziele?
  • „Doch leider gibt es einen Druck, viele Operationen zu machen“ (S. 121). Wer sagt das?
  • „Viel zu häufig wird die Entscheidung über Diagnose- oder Therapieverfahren auf der Grundlage der Vergütungszahlen getroffen“ (S. 119). Die ärztliche Entscheidung?

Da fragt man sich angesichts der von Medizinern jahrelang landauf landab gehörten Aussage, Qualität sei – Primum nil nocere – ärztlichem Handeln immanent, doch unwillkürlich:

  1. Wer ordnet es eigentlich an, so zu handeln? Mit welchem Recht?
  2. Warum folgen verantwortungsbewusste Ärzte solchen Anordnungen?

Sind solche Fragen schon ein Element von Ärzte-Bashing? Oder sagen alle ja sowieso: „So sind sie eben, die Ärzte. Sie schaden ja nicht selbst, sondern nur unerkannt anderen. Und verdienen auf die eine oder andere Weise auch noch daran. Und ist der Ruf erst ruiniert...“. Kaum vorstellbar!

Warum verhalten sich die Offiziellen angesichts des Spiegel-Titels so merkwürdig ruhig? Liegt die Entwicklung an der – nicht so recht greifbaren, offensichtlich vom Himmel gefallenen – „Ökonomisierung“, die deutsche Ärztefunktionäre und Medizinethiker gern im Schulterschluss zur Prämisse ihrer Forderung nach mehr Geld und einer „Priorisierung“ machen, dem jüngeren Synonym für „Rationieren“? (Das letzte Wort fällt auch im Spiegel-Interview mit Prof. Pässler).

Hat gar – um eine andere Glaubensrichtung zu zitieren – der „Raubtier-Kapitalismus“ schuld? (Und warum verlangten Ärzte zu sozialistischen Zeiten – wie man sich dunkel erinnert – oft erst einmal ihr Bakschisch, bevor sie sich zur Behandlung  bereit erklärten?) Ist es gar die „Globalisierung“? Oder ist die Wurzel des Übels „die Verwaltung“?

Dazu ein paar Fragen an die Verantwortlichen deutscher Krankenhäuser und Krankenhausgruppen, deren Auftrag es ja eigentlich sein sollte, eine Krankenbehandlung angemessener Qualität bezahlbar zu halten:

  • Welchen Werten und Zielen sind Sie in dieser Hinsicht sich selbst verpflichtet?
  • Welche konkreten Ziele geben dazu Ihre Aufsichtsorgane Ihren Institutionen vor?
  • Inwieweit wird Ihre Erfolgsbeteiligung an der (Ergebnis-)Qualität der Behandlung gemessen?
  • Welche konkreten Ziele geben Sie in dieser Hinsicht Ihren leitenden Mitarbeitern vor?
  • Woran wird insoweit deren Erfolgsbeteiligung gemessen?
  • Welche Ziele lassen Sie in dieser Hinsicht den Mitarbeitern an der Basis vorgeben?
  • Woran wird deren Erfolg gemessen?
  • Werden Ihre Patienten über die gesetzten Ziele und deren Einhaltung informiert?
  • Können Sie weiter gut schlafen? Warum?

Es scheint, als ob hier noch Manches zu klären wäre! In Sachen Mindestqualität – von Indikation, Behandlung und Ergebnis. In Sachen Patientensicherheit. In Sachen Kostenvermeidung. In Sachen Verantwortlichkeit im Falle der Nichteinhaltung. Was geschieht stattdessen? Konkret? Herzlich wenig. Wir tun nur so als ob. Und – Hauptsache, wir reden darüber! Besonders gern, dass alles zum Besten steht! Beispiele gefällig? Spaß beiseite:

Es bleibt noch viel zu tun!


02. (H&HN) Gesundheitsreform auf Amerikanisch: Systemwandel!

How to Blow the Big One: A Methodology.

Now is the time to make massive systemic changes that improve health care…

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03. (Wallstreet Journal) Reorganisation von Rettungsstellen zum Zwecke der Fehlerreduktion

Hospitals Overhaul ERs to Reduce Mistakes…

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04. (PSQH) Null nosokomiale Infektionen bei der Chemotherapie

Central Line Infections: Targeting Zero on an Oncology Unit…

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05. (H&HN) Neue Techniken stärken den Patienten

Extending the Reach of Care Systems.

New technologies enable the patient to take on more roles and responsibilities, often leading to better health…

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06. (Joint Commission) Ein neues Nationales Qualitätsziel in Sachen Patientensicherheit: Infektion bei Blasenkatheter

New 2012 National Patient Safety Goal - Catheter-Associated Urinary Tract Infection (CAUTI)…

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07. (HRET / AHA) In den oberen Quadranten von Qualität und Wirtschaftlichkeit voranschreiten!

Striving for Top Box: Hospitals Increasing Quality and Efficiency…

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Anmerkung:
Eine nützliche Anregung für all jene, die sich allmählich doch auf den Weg einer kontinuierlichen Qualitätssteigerung bei gleichzeitig sinkenden Kosten machen wollen.


08. (H&HN) Drei Fragen, die Mitarbeiter jedem Krankenhauschef stellen sollten

Three Questions Hospital Staff Should Ask the CEO

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Hier in Kürze die Übersetzung:

  1. Werde ich bei jedem Zusammentreffen mit Respekt behandelt?
  2. Erhalte ich das Training, einen Beitrag zum Unternehmensergebnis zu leisten,  der meinem Leben Sinn gibt?
  3. Erhalte ich Anerkennung für das, was ich leiste?

Wie sieht bei Ihnen die Antwort aus?


09. Drei Buchbesprechungen

Pauley, Judith Ann, Pauley, Joseph F., Establishing a Culture of Patient Safety, Improving Communication, Building Relationships, and Using Quality Tools, Milwaukee, Wisconsin 2012, ISBN-10: 0873898192, ISBN-13: 978-0873898195. Wird auch von der ASQ vertrieben.

Wer noch vor wenigen Jahren „Patientensicherheit“ auch nur in den Mund nahm, konnte sich der – immer gleichen – empörten Reaktion sicher sein: „Wollen Sie mir etwa unterstellen…?“ Das hat sich zwar bis heute nicht grundlegend geändert. Doch mittlerweile gibt es immerhin ein „Aktionsbündnis Patientensicherheit“, dem man nur alles Gute wünschen kann. Und eine „Aktion saubere Hände“ mit schönen bunten Plakaten, die das Vorhandensein von Händedesinfektionsmitteln und – schon eines goldenen Siegels würdig – den Händedesinfektionsmittelverbrauch zum Maßstab einer höheren Patientensicherheit macht.

Leider ist nicht zu erkennen, ob sich angesichts der alarmierenden Meldungen zur Zahl nosokomialer Infektionen in Deutschland auch für den Patienten irgendwo etwas konkret verbessert hat. Damit gerät auch dieses Programm (wie viele andere) in den Ruch, eher Alibi-Charakter zu haben. Ob nun vorsätzlich oder nur in der Wirkung, sei hier dahingestellt. Der Effekt zählt!

Anderswo in der Welt hat – allen voran in den USA – man längst gelernt, dass es eines schon deutlich handfesteren Vorgehens bedarf, wenn sich wirklich etwas zum Besseren ändern soll. Dazu gehören nicht zuletzt

  • rigidere Regeln zur persönlichen Verantwortlichkeit der Akteure
  • Prozesse, die verbindlich und nachvollziehbar einzuhalten sind
  • Hilfen für die Beteiligten, ihr Verhalten nachhaltig zu ändern
  • dazu routinemäßige Aufzeichnungen & Auswertungen der Effekte
  • und eine umfassende Transparenz von Verlauf und Ergebnis
  • eine neue Kultur des Umgangs miteinander. Und mit Fehlern

Natürlich beginnt das alles mit der grundlegenden Bereitschaft, bei so etwas überhaupt ernsthaft mitzumachen (siehe oben). Verbindlich. Nicht nur irgendwelcher Kontaktpersonen, sondern a) der obersten Leitung sowie b) auch aller am Behandlungsprozess Beteiligten. Womit – soweit erkennbar – ja auch die – bisher eher bescheidenen – deutschen Aktivitäten ihre liebe Not haben. Vor Ort ist davon oft kaum etwas zu spüren: „Der Chef hat sterile Hände!“ (Originalton).

Das ist – wie gesagt – in den USA mittlerweile deutlich anders. Mit einer weltweiten Resonanz (WHO). Dort gibt es längst erprobte Checklisten und Vorgehensweisen, die man teilweise sogar gratis aus dem Internet herunterladen kann. Und eine Flut von Primär-, Sekundär- und Tertiär-Literatur zum Thema. (Der hmanage Newsletter hat immer wieder Einiges davon vorgestellt). Hier nun also ein weiteres, gut 170 Seiten starkes Buch. Das stellt auf – erfolgsentscheidende –Verhaltensänderungen ab. In erster Linie bei sich selbst. Hier – wie üblich – eine von uns frei übersetzte und ggf. verdeutlichte Inhaltsübersicht:

  • Vorsprüche und Einführung
  • Kapitel 1 Notwendigkeit von Verbesserungen in der Patientensicherheit: Beispiele
  • Kapitel 2 Kategorien von Mitmenschen – samt Kurz-Charakterisierung
  • Kapitel 3 Interaktionstypen
  • Kapitel 4 Wahrnehmungsunterschiede
  • Kapitel 5 Kommunikationskanäle und deren Nutzung
  • Kapitel 6 Motivationserfordernisse und Persönlichkeitstypen
  • Kapitel 7 Anwendung auf die Krankenbehandlung
  • Kapitel 8 Unterschiedliche Wirkung von Distress
  • Kapitel 9 11 Beispiele aus der Krankenbehandlung
  • Kapitel 10 Patienten zu Diät und Verhaltensänderungen bringen
  • Kapitel 11 Beispiele aus unterschiedlichen Einrichtungen
  • Epilog
  • Fußnoten
  • Stichwortverzeichnis

Wie wird auf eine griffige Weise systematisiert, was man in der einen oder anderen Form schon einmal woanders gehört oder gelesen hat. Die Typisierung ist – wie immer in solchen Fällen – kein Mittel zur Bildung von Schubladen, in die es die Mitmenschen zu packen gilt. Als Mittel zur (Selbst-) Charakterisierung ist sie allemal hilfreich. Und als erneuter Hinweis auf die Notwendigkeit eines systematischen Vorgehens sowieso. Die Anwendung auf die – notwendigen – internen Veränderungen in Gesundheitsinstitutionen ist plausibel.

Beim Kauf des Buchs aus dem ASQ-Verlag war nicht erkennbar, dass die beiden Autoren für ein kommerzielles Produkt („Process Communication Model“) stehen, das – mittelbar und unmittelbar – für Bildungsbereich und Psychotherapie auch im deutschsprachigen Raum vertrieben wird.

Die Lektüre dieses Buches sollte zunächst reichen, auch ohne weitere Beratung dessen - hifreiche - Logik zu verstehen. Ob und inwieweit diese einen praktischen Nutzen stiftet, kann anhand seines Studiums nicht beurteilt werden. Seine Anregungen sollten eigentlich Stoff genug liefern, einfach auf eine etwas einfühlsame Weise mit dem Verändern zu beginnen.

Eine – insgesamt interessante und nützliche – Anregung zur Selbstverbesserung und einen erfolgreicheren Umgang mit den lieben Mitmenschen auf dem Wege zu Verbesserungen: (++)

 

§§§

 

Herzlinger, Regina E., Market-Driven Health Care: Who Wins, Who Loses in the Transformation of America's Largest Service Industry, Paperback-Ausgabe, Reading, Massachusetts 1997, Paperback 1999, ISBN-10: 0738201367, ISBN-13: 978-0738201368

(Überarbeitete Fassung der Buchbesprechung im hmanage Newsletter 290)

„The market and only the market can provide the health care that the American people want at a price they are willing to pay”

Regina Herzlinger, Harvard Business School, gehört seit der Lektüre ihres ersten Artikels “Can We Control Health Care Costs“, HBR Mar.-Apr. 1978, 56, 102. zu den hier besonders oft zitierten Lieblingsautoren. Kein Wunder also, dass die Erstausgabe des (hier erneut vorzustellenden) Buchs am Ende so zerlesen war, dass auch der Kauf der Neuauflage mit ergänzendem Vorwort erforderlich wurde. Die ist auch die Grundlage der vorliegenden Besprechung.

Angesichts des gesundheitspolitischen Tiefschlafs im Lande sind die dortigen Positionen in Deutschland so aktuell wie damals. Vor nunmehr deutlich mehr als einem Jahrzehnt. (Gesundheits-) Politik ist zwar auch in den USA seitdem nicht wirklich weitergekommen. Doch der seither eingetretene weitere Rückstand in Sachen Transparenz der Qualität der Leistungserbringung und der systematischen Verbesserung der Ergebnisse ist – auch bezogen auf die von Herzlinger gemachten Vorschläge – seither eher noch gewachsen. Die Ursache der Lücke (gap) zwischen dem heutzutage Möglichen und Wünschenswerten und der Realität ist hier wie dort vermutlich die gleiche: Übermächtige (Geld-)Interessen!

Viele der in den letzten Jahrzehnten in den USA geprägten Begriffe sind zwar mittlerweile auch hierher geschwappt. Doch sie werden zumeist – inhaltlich entschärft – in einem ganz anderen Sinn verwendet, um wenigstens den Eindruck zu erwecken, hier würde schon alles zum Besten stehen, wenn endlich genügend Geld ins „System“ flösse; bzw. in das, was man euphemistisch als solches bezeichnet.

Hier in sinngemäßer Übersetzung der Inhalt des Buches:

  • Vorworte
  • Einführung
  • Teil 1 Was die Konsumenten wünschen: Bequemlichkeit und eine Führungsrolle
  • 1. Die Revolution der Konsumenten
  • 2. Wenn Patienten nicht Patienten bleiben
  • 3. Einfluss oder Tod: Der neue Gesundheitsaktivist
  • 4. Das Gesundheitssystem, das Konsumenten Bequemlichkeit und eine Führungsrolle verschafft
  • Teil 2 Was die Zahlungspflichtigen wünschen: Qualität und niedrigere Kosten
  • 5. Optionen für eine Produktivitätsrevolution
  • 6. Downsizing – Die Diät, einfach „nein“ zu sagen
  • 7. Upsizing – Die „Big is beautiful“-Diät
  • Teil 3 Was funktioniert: Focused Factories (hoch spezialisierte Fabriken) und (Medizin-) Technologie
  • 8. Re-Sizing – Die Diät, die Fett in Muskeln umsetzt
  • 9. Re-Sizing und die Rolle von Technologie
  • 10 Wie man ein Re-Sizing schafft – Beispiel aus der Industrie
  • Teil 4 Wie man das alles hinbekommen könnte
  • 11. Ein von den Konsumenten kontrolliertes Krankenversicherungssystem
  • 12. Wie man es hinbekommen könnte: Neue Regeln, neue Werkzeuge
  • Fußnoten
  • Inhaltsverzeichnis

Das Buch sollte für jeden in Deutschland, der sich mit Gesundheitspolitik und Gesundheitsökonomie befasst, eine Pflichtlektüre sein, die es unbedingt zu lesen – und dann noch einmal zu lesen gilt. Diesmal ohne eingefressene Vorbehalte („amerikanische Verhältnisse!“). Daher soll es hier auch nicht Kapitel für Kapitel besprochen werden – die Überschriften sprechen schon für sich selbst. Stattdessen wird mit einigen (zumeist in der Originalsprache belassenen) Zitaten Appetit aufs gründliche Studieren gemacht. Dabei muss man nur „Americans“ durch „Deutsche“ ersetzen:

Gleich im Vorwort nennt die Autorin konkrete Beispiele von Einrichtungen, die entsprechend ihrem Ansatz um die Bedürfnisse der Konsumenten herum gebaut worden sind. (Einige davon wie Salick Healthcare (mittlerweile von einem größeren Unternehmen geschluckt) hat der Rezensent persönlich kennengelernt).

 „Yet the cost of a single episode of care remains unknown. Oh sure, you can find the cost of an aspirin, but what is the full cost of caring for a cancer patient”. Die tatsächlichen Fallkosten sind sicher nicht das Ergebnis der InEK-Kalkulation der G-DRG. (Das mögen in Deutschland nur jene Zeitgenossen missverstanden haben, die fälschlich glauben, ökonomische Einschätzungen auch ohne eine solide Ausbildung in die Welt setzen zu können). „No wonder patients are called patients“. „Delighting the customer seemed almost irrelevant to some health care practitioners“. “Is there really no role in the health care for entrepreneurs and technologists …”. Focused factories will … offer all the resources required to treat a particular problem … Weary Americans will no longer be forced to stitch fragments of the health care system together into something that can address their problems”. “Well-informed, overworked Americans will be winners … But the new system will create plenty of losers as well – powerful entities that will be flattened by the earthquake”.

Herzlingers Rezept: Endlich zu übernehmen, was für den Rest der Wirtschaft in der industriellen Revolution sowie in der zwischenzeitlichen Verfeinerung punktgenauer Angebote für die Konsumenten vorgemacht worden ist. Das Gesundheitswesen ist stattdessen immer noch vorindustriell organisiert: „The system is organized according to the physician’s speciality and the patient’s requirement either for inpatient surgery (provided by a hospital) or for outpatient surgery (provided in an ambulatory surgery center or a doctor’s office” … In much of today’s health care system, obtaining appropriate medical care for a chronic disease is like eating in a restaurant where you must bring your own bread, entrée. vegetables, dessert, and wine. The absence of sites that provide disease-focused or procedure-based care is all the more surprising because of the magnitude of the need for it. … But most of the health care system is organized around the needs of its providers, doctors, and hospitals, not around the needs of consumers”.

“Because medicine is such a young science, with few empirical underpinnings, some of today’s medical advice may be dogma rather than science, based on beliefs about the relationship between cause and effect rather than on facts. … At present there are only modes empirical data to support many of the clinical guidelines being promulgated for various clinical problems”. “Despite the lack of knowledge about many causes of and consistently effectives cures for many ailments, especially chronic ones, medical advice is sometimes couched in dogmatic language, whose certainty of tone vastly exceeds the certainty of knowledge. Savvy Americans deal with this dogmatism in two ways: The ignore the advice, or they seek out alternative treatment”.

Herzlinger plädiert zugunsten einer krankheitsartenbezogener Spezialisierung (”Focused Factories”) für die Abschaffung der Fragmentierung. Nicht nur als Prinzip, sondern erst in einer sorgfältigen Umsetzung: „In itself, the mere concept of a focused factory will not guarantee success. The details of its execution will make the difference between success and failure … consistency, reliability, clear standards, and low costs … The difference is in the system”. Bei uns kam an dieser Stelle gleich der Standard-Einwand: “Rosinenpicken”. Doch auch darauf hat Herzlinger eine plausible Antwort: Unter Marktbedingungen gibt es nachweislich keine Versorgungslücken. Für nichts. (Und die finanzielle Absicherung jener, die sich bestimmte Marktpreise nicht leisten können, könnte in der Form von Zuschüssen aus Steuermitteln erfolgen). Klingt eigentlich ganz plausibel! Besonders dann, wenn man sehenden Auges miterleben muss, wie unsere Gesundheitspolitik das System allmählich an die Wand fährt. Dies ist eine absolute Pflichtlektüre! Auch noch im Jahre 2011. (+++).

 

§§§

 

Herzlinger, Regina, (Hrsg.) Consumer-Driven Health Care, Implications for Providers, Payers, and Policymakers, San Francisco 2004, ISBN-10: 0787952583, ISBN-13: 978-0787952587

Dies ist Regina Herzlingers drittes Buch. Ernsthaft über ein „Kundengetriebenes Gesundheitswesen“ nachzudenken, (oder für jene, die es aus prinzipiellen semantischen Gründen vorziehen, Patienten nicht als Kunden zu bezeichnen, ein „Patientengetriebenes Gesundheitswesen“) ist schon ein mehr als nützliches Unterfangen!

Denn dabei geht es mitnichten darum, das bestehende, den Patienten als (Mit-)Entscheider nicht einmal wahrnehmende, nach den eigenen Bedürfnissen fragmentierte „System“ wie bei KTQ mit etwas Puderzucker („Patientenorientierung“) zu übergießen. Um dann den Patienten nach dem Prinzip weiter bevormunden: „Wir wissen schon am besten, was für den Patienten gut ist“. Hier geht es darum, den Patienten nicht nur („patient focused“)in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen, sondern die Krankenbehandlung vom Patienten her buchstäblich neu zu denken!

Mit diesem Buch wird auf über auf 890 Seiten (!) der Stoff dafür bereitgestellt, sich mittels Lektüre in ein solches Denken hineinzufinden. Damit unterscheidet es sich wiederum deutlich von ähnlichen Produkten praktisch aller bekannteren deutschen Hochschullehrer, die die bestehenden, vermeintlich „gesundheitsspezifischen“ Strukturen als gottgegeben anzusehen scheinen. Etwas konzeptionell Neues zum Thema konnte man zumindest bisher nahezu nichts lesen.

Für Herzlinger sind die Strukturen zur dauerhaften Bezahlbarkeit der Krankenbehandlung in toto in Frage zu stellen und durch etwas grundlegend Besseres zu ersetzen. Gegen die staatliche Reglementierung US-amerikanischer Provenienz setzt sie ein wettbewerbsgeprägt-marktwirtschaftliches System (siehe die Besprechung oben). In diesem Buch vertieft sie zusammen mit an die 90 (!) „Mitstreitern“ aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens in 81 (!) Kapiteln, was sie zuvor schon gründlich konzipiert hatte.

Hier (mit eigenen Anmerkungen versehen) zumindest eine Grobgliederung, sinngemäß übersetzt:

  • Vorwort, Einführung
    „Consumer-driven health care is fundamentally about empowering health care consumers – all of us – with control, choice, and information“: Auf gut Deutsch: Patienten werden – wenn es nach Herzlinger geht – Herr des Verfahrens! „…to obtain the health care they want at a price they are willing to pay“. Patientengetrieben. Welchen Nutzen das haben und wie das funktionieren könnte, wird in der Folge in drei Teilen gründlich und durchaus überzeugend ausgebreitet: „When consumers drive health care, it too will become better and cheaper“.
    Das setzt die Verfügbarkeit der notwendigen Informationen voraus. Was dazu – so Herzlinger – in den USA bis heute vorliegt, ist nicht auf die Patientenbedürfnisse zugeschnitten: „The health care sytem is much like the old higher-education system – controlled by insiders, closed to consumers“. (Da war man im US-Bildungssystem damals schon weiter als hierzulande heute). „But in the absence of consumer input, costs run rampant, while consumers cannot obtain the health care they want“. Der historische Abriss ist nur insoweit interessant, als er auch das Scheitern von hierzulande noch munter propagierten “Problemlösungen” wie DRGs und Managed Care überzeugend begründet: „It is as questionable as a premise that automobile insurers could rescue the automobile industry by telling manufacturers how to make better, cheaper cars … Health care will not improve until consumers drive it“.
  • Teil I: Warum wir ein kundengetriebenes Gesundheitswesen brauchen
    Dazu 8 Kapitel, beginnend mit einem – überzeugenden – Blick in andere Branchen, die sich schon länger unter dem Einfluss von „Consumerism“ befinden. (Hierzulande würde man wohl „Schnäppchen-Mentalität“ dazu sagen). Es folgt je ein Artikel über den Nutzen für das finanziell immer morschere Sicherheitsnetz (Das Problem wird bei uns wohl mittels Vogel-Strauß-Politik gelöst) und über eine denkbare Lösung. Es folgen Detail-Vorschläge. Dann geht es um die Produktivität im Gesundheitswesen und um das, was man darunter verstehen sollte. Dazu als „Silent Revolution“ erste reale Beispiele in den USA. Und diesbezügliche Auseinandersetzungen. Dieser Teil schließt mit einem Konzept, wie man zu einem kundengetriebenen Gesundheitswesen kommen könnte.
  • Teil II: Visionen und Modelle
    Es folgen 24 Kapitel mit Texten verschiedener Autoren, die anhand alternativer, national oder international realisierter oder diskutierter Ansätze aufzeigen, wie ein Konzept im Einzelnen aussehen könnte. Darin etliche Anregungen, die über den hier teilweise ausgeprägten US-Bezug, z.B. hinsichtlich der Rolle der Arbeitgeber, hinausgehen. Mit Themen wie Risikoadjustierung (Kapitel 12), die auch bei uns, wenn auch etwas anders, diskutiert werden. Bei letzterer geht es nicht darum, „wissenschaftlich“ Fakten zum Verschwinden zu bringen, sondern um das Risiko der Fehleinschätzung des Effekts für den Patienten (Patient Outcomes): „Risk of what?“.
    Nett zu lesen: In einem anderen Kapitel ein Dialog mit Sokrates über die eigenartige Tradition, ausschließlich Dritte – vor allem Ärzte – darüber entscheiden zu lassen, was für den Patienten gut ist. Nützlich auch z.B. Kapitel 19 über „perverse Anreize“. Hinweise auf einige europäische Beispiele (nicht Deutschland!) und Fakten zum Gesundheitswesen Südafrikas. Verschiedene Sichten, z.B. die eines ärztlichen Direktors, eines Krankenhausgeschäftsführers und des Chefs einer Krankenversicherung.
  • Teil III: Die neue Mittler-Rolle („Intermediaries“)
    In einem Gesundheitssystem, das auf die Autonomie seiner Kunden (= Patienten) setzt, ist eine – neue – Funktion von ausschlaggebender Bedeutung: Die Aufgabe sachkundiger, unabhängiger Mittler zwischen Leistungs-Nachfragern und Leistungserbringern.
    Mit diesen Aufgabenfeldern: 1) Bereitstellung von Information für die Verbraucher („Consumers“, also für die Patienten), 2) Unterstützung der „Consumers“ beim Nachfragen von Leistungen sowie 3) Hilfe für die „Consumers“, sich besser selbst zu helfen.
    Dazu finden sich hier zu Teilaspekten 17 Texte verschiedener Autoren.
    Die Anwendung des McKinsey-Portfolios auf Gesundheitswesen-Szenarios („Consumer decision-making Empowerment vs Adequacy of Information“ – Kapitel 33). Die Bedeutung angemessener Bewertungs-Informationen am Beispiel der Automobilindustrie (Kapitel 34). Informationen für die „Consumers“: „Basics, Staying healthy, Getting better, changing needs“(Kapitel 35) Rollen von IT-gestützter Information und Internet Kapitel 36 - 37). Spitzenqualität („Star Quality“– Kapitel 36), beschrieben mit Hilfe von „Five Leading Dimensions of Quality of Care“ (S. 445): „(1) Patient satisfaction, (2) Relationships, (3) Amenities and convenience, (4) Decision making efficiency, () Patient outcomes”.
    Dazu etliche andere, hier nicht einzeln aufzuführende Teilthemen, von denen nur relative wenige ausgesprochen amerikanisches Lokalkolorit widerspiegeln. Besonders nützlich z.B. die Kapitel 46 – 49 zu Informationsquellen für den Patienten, selbst zwischen Behandlungsalternativen zu wählen.
  • Teil IV: Innovativ kundengetriebene Lösungen für chronisch Kranke
    Mit der – auch hierzulande immer noch höchst unzulänglich organisierten – Behandlung von Chronikern und Behinderten in einem kundengetriebenen System befassen sich allein 20 Texte. Mit der ungerechtfertigten Angebotsvielfalt, einem fehlenden Fokus, einer unzulänglichen Einbeziehung der Nutzer, einem unangemessenen Einsatz von Technik und etwas, das hier nicht eigens übersetzt werden soll: „hard-core managerial shortcomings“. (So etwas ist bei uns natürlich ausgeschlossen). Die Lösung: Krankheitsarten- bzw. behinderungsartenspezifische “Focused factories“! Quer zu den hiesigen Sektoren und Fächern.
    Die Einzeltexte befassen sich z.B. mit der Rolle der Anbieter (Kapitel 50), Disease Management (Kapitel 51), grundlegenden Management-Aspekten (Kapitel 52) und vielen Beispielen für bereits realisierte Teillösungen (die allerdings – wie Texas Heart Institute in Kapitel 56, Shouldice Hospital - Kapitel 58 etc. nicht auf Chroniker begrenzt sind). Dann wird es wieder grundsätzlicher, z.B. bei „Achieving Focus in Hospital Care“ (Kapitel 64) oder im Text „Consumer-Driven Health Care Is a Message of Hope“ (Kapitel 65).
  • Teil V: Die Rolle der (US-)Regierung:
    Auch wenn es in den Kapiteln 70 – 81 sehr amerikanisch wird (Beispiel „Unversicherte“), sind die hier abgehandelten Grundsatzaspekte bei uns die gleichen: Welche Rahmenbedingungen sollte der Staat setzen? Wie wird der Zugang für jedermann gewährleistet? Wie sollte der Staat mit Anreizen umgehen? Besonders interessant die Diskussion der möglichen zukünftigen Rolle der Securities and Exchange Commission (SEC) in Kapitel 78 – 79).
  • Es folgen 63 Seiten mit den – hier naturgemäß etwas längeren – Abschluss-Punkten zur Herausgeberin, mit den Teilnehmern einer Tagung zum Thema in der Harvard Business School im Jahre 1999, mit den Autoren der Namen- und Textbeiträge, sowie je ein umfängliches Namens- und Stichwortverzeichnis!

Wow! Nicht nur eine nahezu unerschöpfliche Quelle von Anregungen zu einem Thema, das uns in Deutschland zwar auch auf den Nägeln brennt, das man aber noch nicht so recht entdeckt zu haben scheint. Der Wälzer sollte eine Pflichtlektüre sein. Die ist angesichts von Umfang und Gehalt (z.B. bei AMAZON) nicht einmal teuer! (+++)

 

 

Anmerkung: Hier werden in erster Linie Bücher und Texte besprochen, die aus fachlicher Einschätzung fürs Arbeiten im Gesundheitsunternehmen nützlich sind. Nur gelegentlich finden sich hier auch Besprechungen ärgerlicher Veröffentlichungen, deren Kauf und Lektüre man sich besser sparen sollte.

Bewertung:
(+++) = Sehr gut
(++) = Gut
(+) = Lesenswert
(0) = Neutral
(-) = Nicht empfehlenswert.

Alle entsprechend gekennzeichneten Titel können Sie durch Anklicken von AMAZON aus der Buchbesprechung heraus bestellen.


10. Links

Deutschsprachige Links

http://www.vorsicht-operation.de/

Gesundheitsausgaben steigen 2009 um 5,2% auf 278,3 Milliarden Euro

Evidence-based Medicine. Bessere Interpretation von Studienergebnissen (PDF)

Klinikärzte im internationalen Vergleich attraktiv bezahlt

http://www.gerechte-gesundheit.de/

Zufriedenheitsstudie. Deutschen vergeht die Lust am Arbeiten

Evaluation in der Gesundheitsförderung. Eine Schritt-für-Schritt Anleitung für Gesundheitsförderer

Dr. med. Ulrich Paschen: Neuer Standard „QM-Systeme für Dienstleister in der Gesundheitsversorgung“ - Europäischer Norm-Entwurf wird abschließend diskutiert

Mit dem iPad gegen Engpässe im Gesundheitswesen

"Darf's ein wenig mehr sein"? Blutarmut durch Blutabnahme als jüngstes Beispiel der Fehlversorgung durch Überversorgung

Fehlervermeidung und Patientensicherheit bei Jungmedizinern kaum bekannt

Medikamenten-Check für ältere Patienten soll Pflegequalität verbessern

Dazu: Potenziell inadäquate Medikation für ältere Menschen: Die PRISCUS-Liste

Sowie http://www.priscus.net/

Roboter im Operationssaal

Entlassmedikation: Patienten loben Modellprojekt

Qualitätsunterschiede in der Darmchirurgie

Erstmals über 18 Millionen Behandelte im Krankenhaus

 

Englischsprachige Links

Zur Abwechslung eine Karikatur

Coverage of the 2011 Health Forum-AHA Leadership Summit

National Physicians Alliance

7 myths about the Challenger shuttle disaster. It didn't explode, the crew didn't die instantly and it wasn't inevitable

Viewpoints: Geithner, Bowles, Simpson, Ryan, Vladeck, Wilensky On Health Spending And The Deficit

Critical Incident

AHRQ Workflow Assessment for Health IT Toolkit

Hospital outcomes tracked on Web. Federal report now online

http://talentmgt.com/

Lee Woodruff: Give Patients, Families Hope. Compassion and empathy are critical, often-underlooked components of the patient experience

Entire UPMC transplant team missed hepatitis alert

Vintage Exercise Machines

CDC Issues Infection Prevention Guidance for Ambulatory Care

Checking for Patient Safety Using Hospital Checklists

http://uspolitics.einnews.com/247pr/223652

A Patient-Centric Approach to Patient Safety

"Bundling" Payment for Episodes of Hospital Care: Issues and Recommendations for the New Pilot Program in Medicare”

Patient-Centered Outcomes Research Institute (PCORI)

Why physician engagement doesn't always work

5 cost-cutting healthcare trends to watch

The New Physician Leader

AHRQ New Path for Small-Town Doctors Starts in a Kansas Small Town

The Two-Hospital Town. Market forces push smaller communities to re-envision their institutions' futures.

AHRQ Closing the Quality Gap: Revisiting the State of the Science -- Series Overview

Data: Health Forum-AHA Leadership Summit Executive Poll. Attendees … weigh in on their plans for ACOs, facilities expansion and physician alignment in this exclusive poll.

Improving teamwork in healthcare: current approaches and the path forward

Displaying random variation in comparing hospital performance

Pre-surgery briefings and safety climate in the operating theatre

Transitional care patient 'coaches' cut hospital readmissions

AHRQ: Heart disease, cancer most costly adult medical conditions

Telemedicine the answer to physician shortage and cost cutting?

Palliative care in the emergency department respects patients' wishes, saves money

A Worker With No ID and Great Medical Need

People accuse doctors of not doing enough, or doing too much

Public Citizen’s Health Research Group Ranking of the Rate of State Medical Boards’ Serious Disciplinary Actions, 2006-2008

Siehe dazu auch: California, Florida Join List of Ten Worst States in Disciplining Doctors; Minnesota Is Overall Worst State While Alaska Is Best

Bringing True Accountability to Health Care: Lessons From Efforts to Reduce Hospital-Acquired Infections. Johns Hopkins researcher argues that arrogance, lack of transparency stand in way of saving lives

Johns Hopkins Medicine - Winter 2011 Quality Update

Patients want online communication with doctors, and more clinicians are listening

Walter Reed Hospital Holds Closing Ceremony

Award hospital people pleasers for patient satisfaction, better morale

Best Practices: Improving Emergency Department Operations Through Teamwork - Thomas Jefferson University Hospital

A dermatologist take on the Facebook Kawasaki diagnosis story

MIT: More emergency room spending lowers mortality

Hospital-acquired infections influence patients' hospital selection

GAO: More federal spending doesn't mean better care

Atul Gawande: The Power of Checklists. (Video)

IHI: It’s time to lose the waste and get serious about cost reduction.

Take a bite out of bad hospital food

Healthcare-acquired infections drop with voluntary state program

Report: Health Care Spending to Absorb a Fifth of GDP by 2020

Improving Patient Satisfaction in Hospitals With Employee Engagement

How to Make Employee Surveys a Tool for Change

Medicare Prepares Rule To Penalize Hospitals With High Readmission Rates

How-to Guide: Improving Transitions from the Hospital to Post-Acute Care Settings to Reduce Avoidable Rehospitalizations. Revised Version

Mobile App Gives Patients a Heads Up on Wait Times

IOM: Replace Medical Device Regulations With System That Fosters Safety, Innovation

Teenager’s Path and a Killing Put Spotlight on Mental Care

How Health IT-Related Errors Hurt Patient Safety

'It seems vital that nurses always remain honest with their patients'

A Three-Step Plan To Lowering Health Care Costs

The Nurse Practitioner Will See You Now

ASQ The Service Quality Body of Knowledge (SQBOK)

Improving Hospital Quality by Reducing Process Variation (Video)

The New Employment Deal: How Far, How Fast and How Enduring Insights from Towers Watson’s 2010 Global Workforce Study

Medicare data show gap in hospital performance, perception

CM-Health Data Management 14th Annual Top Technology Innovations

The loss of eloquence in EMR notes

Quality Care for All

Medical Devices Bring Danger to Market

ER docs order tests to avoid lawsuits first, help patients second

Data: Public Health Spending May be Linked to Falling Mortality Rates

Cosmetic gyn continues to grow during the recession

Patients want and need to take a greater role in their medical care

Allied Hospital Association Leadership for Quality - 2011

Low-scoring hospitals rebuff Hospital Compare, Quality Finder data

CMS Unveils New Website To Give Consumers Quick Access To Compare Quality Data

The Golden Years, Polished With Surgery

Cut Costs by Reducing Redundant or Inefficient Activity

Survey: 'Most Wired' hospitals report progress in IT adoption

Identify 8 types of waste to fend off hospital layoffs

Preventable Medical Errors - A National Disgrace - The Future of Medicine

Why you would want a younger doctor in the hospital

What the death penalty has to do with medical errors

Data: Health Insurance Premiums Vary Widely by State

Baldridge Performance Excellence Program

The Baldridge Foundation

Hospital plans $1 million marketing campaign to revamp image

Vintage Quality. Designing a Patient-Centric Hospital

Berwick: Improve care, reduce errors to save healthcare dollars

“Being the patient Is the hardest job In medicine

Patient Information-Sharing Network Under Development By VA, Defense

First, Make Money. Also, Do Good.

Design for Reliability: Barcoded Medication Administration 

Health systems focus on leadership more than hospitals

3 tips on how to deal with bad satisfaction scores

Google gave up on electronic personal health records, but we shouldn’t

The 1st Biennial Global Implementation Conference (GIC)

Debate Emerges Regarding Benefit Of CT Scans For Lung Cancer

The Washington Post Explores Comparative Effectiveness Research

New Standardized Forms Expected To Make Insurance Purchasing Easier

Why is it so difficult for doctors to stay on time?

The Power of Patient E-Visits (Video)

The National Center for Human Factors Engineering in Healthcare. To Better is Human

Quality defined by patient experience

American College of Surgeons Announces Goal to Enlist 1,000 Hospitals to its National Surgical Quality Improvement Program (ACS NSQIP®)

Die zugehörige Website

AHRA and Toshiba Expand Fourth Annual "Putting Patients First" Program:

Pushing to improve patient safety

50 Best Hospitals in America

2012 National Patient Safety Goals Issue

Washington Hospital Center safety program seeks to catch ‘near-misses’

Boost physician engagement with ongoing performance assessments