Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen!


Motto des Tages

„If it is not written down—it didn’t happen” A.B. Cole
(A. B. Cole)
Quelle: ASQ News


01. Editorial: Zielen auf Patienten-Mehrwert: Das neue Management-Konzept

„It is not the strongest of species that survive, not the most intelligent, but the one most responsive to change” (Charles Darwin)

1. Teil

Hier geht es um ein (noch) besseres Management der überragend wichtigen Aufgabe, Gesundheit wiederherzustellen, wo immer dies möglich ist. Den Status quo zu stabilisieren, wo die Medizin an ihre Grenzen stößt. Den Patienten in Würde sterben zu lassen, wenn es mit ihm denn zu Ende geht. Mit Respekt und Empathie. In einem heilsamen und sicheren Milieu. Das in etwa ist es, was in der Krankenbehandlung unter bester Qualität zu verstehen ist. Wenn dies tatsächlich nachvollziehbar ist. Allgemeiner ausgedrückt:

„…The degree to which health services for individuals and populations increase the likelihood of desired health outcomes and are consistent with current professional knowledge”.

Diese Definition des Institute of Medicine (IOM) aus dem Jahre 1990 hat sich mittlerweile selbst bis nach Deutschland herumgesprochen: Sie besagt: Das Patienteninteresse steht im Mittelpunkt allen Handelns. Auch der Unternehmensleitung. Nichts sonst! Dafür ist an Diagnostik, Therapie und Pflege stets anzustreben, was mit höchster Wahrscheinlichkeit das gewünschte und im Sinne der IOM-Definition zu messende und nachzuweisende Ergebnis (Outcomes) verspricht:

Quality = Medical Outcomes+ Service Outcomes

Für dieses Behandlungsergebnis (Medical Outcomes) ist nachvollziehbar – nach dem Stand der Erkenntnis –stets das Richtige zu tun. Nie zu wenig und nie zu viel! Jederzeit nachvollziehbar. Auch aus Patientensicht (Service Outcomes). Dieses Mindesterfordernis zuverlässig sicherzustellen, sollte die Aufgabe einer tatsächlichen internen / externen Qualitätssicherung (quality assurance QA) in der Krankenbehandlung sein.

Im exzellenten Gesundheitsunternehmen sind keine Qualitätsunterschiede in der Behandlung statthaft – ganz gleich ob es sich um Kassen- oder um Privatpatienten handelt. Letztere können sich nur gegen Bezahlung mehr Komfort hinzuerwerben. Als „exzellentes Gesundheitsunternehmen“ sei hier eine Einrichtung bezeichnet, die ihren Patienten nachweislich (im Sinne der obigen Definition) Quality, also beste Ergebnisse, liefert.

Da die Entwicklung gerade in der Krankenbehandlung fließend ist, reicht eine „qualitätsgesicherte“ Aktivität nicht aus. (Eine, die nur so heißt, sowieso nicht). Im exzellenten Gesundheitsunternehmen ist vielmehr kontinuierlich an weiteren Verbesserungen zu arbeiten (continuous quality improvement CQI), sobald sich medizinische Innovationen abzeichnen, die als wissenschaftlich hinreichend gesichert gelten können. Evidence based. Grenzbereiche sind als solche deutlich zu kennzeichnen.

„Innovationen“ sind für die Behandlung nicht schon deshalb Innovationen, weil sie neu sind.

Maßstab ist stets – im Sinne der obigen Definition – das bestmögliche Behandlungsergebnis. In diesem Sinne sei hier auch der § 12 (1) SGB V interpretiert, der da besagt: „Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein“. Damit ist keine Schulnote gemeint! Nicht nur das Sozialgesetzbuch fordert ein wirtschaftliches Handeln, also ein angemessenes Verhältnis aus Ertrag und Aufwand. Im exzellenten Gesundheitsunternehmen geht es darum, die höchstmögliche Qualität (Medical Outcomes+ Service Outcomes) zu minimalen Kosten (Cost Outcomes) zu erzielen. Dieses Verhältnis wird hier – in Übereinstimmung mit der internationalen Terminologie – als Mehrwert für den Patienten bezeichnet:

Patienten-Mehrwert (value added) = (Medical Outcomes+ Service Outcomes) / Cost Outcomes.

Das Wertschöpfungsziel für den Patienten verbindet die IOM-Qualität mit den Gestehungskosten. Das Ziel der höchstmöglichen (Ergebnis-)Qualität ist für die Patienten des exzellenten Gesundheitsunternehmens – unabhängig von der Art des „Kostenträgers“ – als (zu spezifizierende) Fixgröße zu betrachten, für die es die Variable der (ebenfalls zu spezifizierenden) Kosten zu minimieren gilt. Für jeden einzelnen Fall und für die Gesamtzahl der Fallarten und Fälle in der Bezugszeitspanne.

Cave: Die – für andere Zwecke, nämlich für die vergangenheitsbezogene „Preisbildung“ von Bewertungsrelation und Basisrate für Fallarten (G-DRGs) in den Bewertungskrankenhäusern gedachte InEK-Kalkulation der Fallkosten führt beim internen Bewerten fallartenbezogener Behandlungsprozesse in € in die Irre! Weiter kommt man mit der Beschreibung der internen Realität in Geldwert mit einer Prozesskostenrechung, was wiederum eine hinreichend genaue Kenntnis der krankheitsartenbezogenen arbeitsteiligen Behandlungsprozesse voraussetzt. Dazu an anderer Stelle mehr!

Statt einer – beratergetrieben aus durchsichtigen Gründen verbreiteten – akribischen Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes empfiehlt sich neben einer kritischen Bestandsaufnahme von Case Mix und Mengengerüst eine modellhafte Beschreibung der Behandlungsprozesse, in die als Mindestelemente diese sechs Verbesserungsziele des IOM einfließen:

  • Safe: Avoid injuries to patients from the care that is intended to help them.
  • Effective: Match care to science; avoid overuse of ineffective care and underuse of effective care.
  • Patient-Centered: Honor the individual and respect choice.
  • Timely: Reduce waiting for both patients and those who give care.
  • Efficient: Reduce waste.
  • Equitable: Close racial and ethnic gaps in health status.

Nachweislich sicher, effektiv, patientenzentriert, zeitgerecht, effizient und gerecht sollten die Prozesse im exzellenten Gesundheitsunternehmen schon sein, bevor man ans weitere kontinuierliche Verbessern geht! Dabei sollten „politische“ Vorgaben nur die Randbedingungen setzen. Im Informationsstrom des hier empfohlenen Managementhandelns sind sie eher eine Art Rauschen: Störend, aber unvermeidlich!

Manchem Leser mögen diese Überlegungen reichlich „praxisfern“ erscheinen.

Dem ist in gewisser Hinsicht zuzustimmen: Die Realität sieht noch anders aus: Deutschlands Krankenhäuser setzen sich keine Qualitätsziele. Sie schmücken sich mit Zertifikaten wie KTQ, die keine Qualität bestätigen. Auch wenn Neugierige deren wolkige Kriterien erst gegen Bezahlung kennenlernen können, sprechen doch die aus dem Internet herunterladbaren inhaltsleeren KTQ-Qualitätsberichte zertifizierter Einrichtungen für sich. Daraus ist nicht einmal Qualitätsgeneigtheit ablesbar.

„Qualität“ wird in der Krankenbehandlung in Deutschland – alles in allem gesehen – auch gar nicht gemessen. Ergebnisqualität sowieso nicht – auch nicht bis auf wenige Ausnahmen bei BQS bzw. AQUA/SQG. Oder die Abwesenheit unerwünschter Nebenwirkungen. In gesetzlich vorgeschriebenen „Qualitätsberichten“ steht auf vielen Seiten alles Mögliche. Nur nahezu nichts zur Qualität. Wer sich die offizielle „Lesehilfe“ des G-BA .antut, sieht sich am Ende besonders an der Nase herumgeführt.

Das Internet ist voll von „Qualitätsvergleichen“, aus denen man zur Qualität der Krankenbehandlung – wenn überhaupt – gerade einmal Bruchstücke erfährt, auch wenn etwas anderes suggeriert wird. Daraus lässt sich nur für sehr wenige Behandlungsarten ablesen, welcher Anbieter wie viele davon erbracht hat. Wie gut und mit welchen (unerwünschten) Begleiterscheinungen, steht dort nicht. Absicht? Unvermögen? Wahrscheinlich eine Mischung von beidem. Sicher aber etwas, das die Amerikaner als „Information Pollution" bezeichnen! Die Qualität der Krankenbehandlung verschwindet in Deutschland – von gelegentlichen „Skandalen“ und diesbezüglichen Recherchen abgesehen – auch dort hinter den verschlossenen Türen von Therapiefreiheit, Schweigepflicht und Datenschutz, wo mehr Transparenz keinem einzigen Patienten schadete!

Qualitätstransparenz? Fehlanzeige!

Das hindert unter den Leistungserbringern – ob Arzt oder Krankenhausverantwortlicher – niemanden daran, auf Befragen eine „hohe Qualität“ der eigenen Arbeit zu beteuern. Nicht wenige reagieren schon auf die Frage nach der Qualität unwirsch. Dass dies nicht auf die Dauer so bleiben wird, liegt auf der Hand. So gibt es aus dem Milieu heraus eine wachsende Zahl punktueller Aktivitäten auf dem Wege zu etwas mehr Einblick in die Qualität der Krankenbehandlung wie die (Helios-)Initiative Qualitätsmedizin (IQM).

Danach sieht es mit der Qualität gar nicht so schlecht aus, auch wenn die schon dort erkennbaren Unterschiede zu denken geben sollten. Vor allem muss man sich immer wieder klar machen: Hier wird gerade einmal an der Oberfläche gekratzt! „Gesichert“ ist die Qualität auf diese Weise nicht. Ob Verbesserungen erfolgen, die über das Herausnehmen von „faulen Äpfel aus dem Korb“ hinausgehen, bleibt in Deutschland bis heute unbekannt. Nicht einmal über die Anwendung der einschlägigen Methoden wird hierzulande berichtet.

Jeder Arzt arbeitet – intrinsisch gesteuert –nach Maßgabe seiner Kenntnis und Erfahrung vor sich hin. In Strukturen, die säuberlich in Praxen, Häuser, Fächer und hierarchische Ebenen unterteilt sind: Der (leitende) Arzt ordnet an. Das „Fußvolk“, bestehend aus anderen –  meist jüngeren – Ärzten, aus Pflegekräften, Physiotherapeuten etc., führt aus.

Davon wird medizinisch – soweit erkennbar – vergleichsweise wenig Ergebnisrelevantes dokumentiert. Routinemäßig aggregiert oder gar ausgewertet schon (fast) gar nichts. Am zuverlässigsten findet sich in der Dokumentation immer noch die Einwilligungserklärung des Patienten.

Dafür wird hierzulande (zum Missvergnügen der dafür zuständigen Ärzte) umso akribischer kodiert, was der Krankenversicherung an Einzelelementen in Rechnung gestellt werden kann. Die zahlt, was gefordert wird. Oder es gibt Streit über die Berechtigung der geforderten Summe, was von beiden Seiten gleichermaßen als bürokratische Bürde empfundenen wird, wobei die Schuld immer auf der anderen Seite liegt. Eine gewachsene Vertrauenskultur sieht anders aus!

Kritisch hinterfragt wird in Deutschlands Krankenbehandlung routinemäßig, was abgerechnet wird, nicht aber (von den zuvor aufgeführten Ausnahmen abgesehen) üblicherweise die Behandlung selbst. Für Zwecke der systematischen Verbesserung schon gar nicht. Der Patient hat sowieso über sich ergehen zu lassen, was halt so geschieht. Wie schon der aus dem Lateinischen stammende Name „Patient“ besagt. Fragen sind unerwünscht. Sonst gelten Patienten erfahrungsgemäß rasch als „nicht kooperativ“.

Patientenbefragungen finden im Allgemeinen nur selten, für kleine Patientengruppen und zumeist so oberflächlich statt, dass sich daraus – wie aus den anschließenden Verlautbarungen – nur schließen lässt: Man sucht nicht etwa nach Möglichkeiten für Verbesserungen, sondern nach (vermeintlichen) „Beweisen“ dafür, wie gut man ist. Die Tatsache der Befragung selbst als Qualitätsausweis. Dafür reichen „kostengünstige“ Dienstleister natürlich völlig aus.

Ernsthafte Qualitätsbemühungen in der heutigen Routine? Fehlanzeige!

Klinik und Verwaltung leben weitgehend nebeneinander her. Die Klinik (be-)handelt. Die Verwaltung hat sich herauszuhalten. Sie ist für Aufnahme, „Kostensicherung“ und Abrechnung der – ob als Notfall oder elektiv, zumeist zufällig hereinschneienden – Patienten zuständig. „Unternehmerischer“ Einfallsreichtum beim Generieren von allerlei „Erlösausweitungen“ über das Kerngeschäft der eigentlichen Behandlung hinaus sind hochwillkommen. Besonders bei PKV-Patienten. Dafür sind externe Berater willkommen. (Auf dieses Thema scheint sich das Augenmerk vieler Krankenhausleitungen vor allem zu konzentrieren, nachdem zuvor allerlei „Privatisierungen“ vorgenommen wurden). Budgetverhandlungen erfordern besondere Aufmerksamkeit. Desgleichen der Kampf um Fördermittel.

Der Verwaltung obliegt die Sicherung des Nachschubs an personellen und materiellen Ressourcen, wobei über deren Auswahl oft noch die Klinik allein entscheidet. Die Verwaltung ist – Essen kochen, Reinigen, Reparieren etc. bis zum Transportieren von Gütern und Patienten – für allerlei weitere, hier nicht einzeln zu behandelnde – Dienste verantwortlich. Viele davon werden gern Dritten überlassen („privatisiert“), wenn sich damit, z.B. infolge ungünstigerer Tarife fürs Personal, Geld sparen lässt. Dafür werden auch eigene Tochtergesellschaften gegründet. Das Patientenwohl scheint dabei keine große Rolle zu spielen.

Der Erfolg von Gesundheitsinstitutionen wird in Deutschland heute perverserweise ausschließlich daran gemessen, ob deren „Finanzen stimmen“: Ob die Liquidität gesichert ist und am Jahresende ein positiver Abschluss, wobei verschiedene Träger unter „positiv“ etwas höchst Unterschiedliches verstehen: von einer finanziellen „Punktlandung“ bis zu einem Gewinn in der Form eines größeren zweistelligen Prozentsatzes. Wohlgemerkt vom Umsatz.

Für die Unternehmensleitungen – gleich welcher Trägerschaft – scheint die Qualität so selbstverständlich zu sein, dass sie sich zwar in vollmundigen Worten und bunten Bildern auf Kunstdruckpapier, aber kaum je in den Grundsatzpapieren zu den Unternehmenszielen, -abschlüssen und Geschäftsberichten wiederfindet. Da geht es praktisch ausschließlich um den wirtschaftlichen Erfolg. Neuerdings mit einer Ausnahme: Man wird sich – Stichwort Risikomanagement – allmählich der wirtschaftlichen Risiken eines zu sorglosen Handelns im klinischen Geschehen bewusster als in der Vergangenheit.

Schon angesichts der risikoarmen Gewinnerzielungschance stehen „Private“ heutzutage immer noch gern bereit, defizitäre Häuser zu übernehmen. Denn sie können – dank einer größeren Beweglichkeit und einer strafferen (Nachschub-)Organisation, selbst bei der Erfüllung der gesetzlichen Qualitätserfordernisse – daran für eine Weile (noch) sehr gut verdienen! Darüber hinaus gehende Verbesserungsmöglichkeiten sind nach allem, was dazu an die Öffentlichkeit dringt, auch hier noch ein „blinder Fleck“!

Die Praxis: Steigende „Festpreise“ für eine Krankenbehandlung unbekannter (Ergebnis-)Qualität.

Das Ganze wird – wen wundert’s – auch noch Jahr für Jahr auf eine Weise teurer, die bei linearer Projektion in nicht allzu ferner Zukunft einen Kollaps des heute gewohnten Gesundheitswesens absehbar macht. Dazu tragen die Krankenhäuser erheblich bei. So konnte das Statistische Bundesamt gerade melden: „2009: Krankenhauskosten um 6,1% auf 77,1 Milliarden Euro gestiegen“. Wofür das viele Geld ausgegeben wird, gar für welche Gesundheit damit als Ergebnis produziert wurde, bleibt dabei fast gänzlich im Dunklen. Das ist angesichts der Art, wie Krankenbehandlung hierzulande organisiert ist und mit welchen Informationen Gesundheitsinstitutionen geführt werden, leicht erklärbar. Wie bei Mark Twain:

„Kaum verloren wir das Ziel aus den Augen, verdoppelten wir unsere Anstrengungen“.

Genauer gesagt, gibt es allerlei Ziele, die mit einer angemessenen Wertschöpfung für die Patienten alle nichts zu tun haben. Das müsste keineswegs so sein! Ob die Politik allerdings die Kraft (oder auch nur ein Interesse daran) hat, die heutige Praxis zu ändern, mag dahingestellt sein. Die Interessen sind jedenfalls mächtig, am gegebenen Zustand nichts zu ändern.

(2. Teil im hmanage Newsletter 437!)


02. (Psychologie Aktuell) Expertensicht auf CIRS. Samt Kurzkommentar

Das Potential von Fehler-Berichtssystemen in Kliniken wird kaum ausgeschöpft. Die Fehler-Berichtssysteme in Krankenhäusern sind meist suboptimal

Anmerkung:
Erfreulich, dass sich hier endlich einmal Methodenexperten mit der Angelegenheit befassen! Auch wenn hier keineswegs unterstellt werden soll, dass der Ansatz prinzipiell Unfug sei, dessen Anwender nicht dazu beitragen wollten, dass weniger Fehler passieren: Vor dem Hintergrund einer jahrzehntelangen Beobachtung des professionellen Hinhaltespiels ärztlicher Standesfunktionäre, wo es um ein wenig mehr Qualitätstransparenz oder auch nur um eine Spur mehr Selbstkritik geht, ist das, was zumeist heute intransparent unter CIRS segelt, bestenfalls geeignet, einer kritischer werdenden Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen. Es würde ja schließlich dem Ruf des Ärztestandes schaden, wenn jeder Laie wüsste, wie wenig Ergebnistransparenz in Deutschland bis heute in der Krankenbehandlung besteht! Und wie viele vermeidbare Fehler gemacht werden, ohne dass auch nur andeutungsweise erkennbar wäre, dass sich die irgendwo nachweislich zum Besseren wendete!


03. (AHA) USA auf dem Weg zu einer ergebnisorientierten Bezahlung. Samt Kurzkommentar

CMS releases proposed hospital value-based purchasing rule…

Mehr

Anmerkung:
Während man a) mit deutscher Gründlichkeit weiter an einer „gerechteren“ Verschlimmbesserung durch Kodierungs-Komplizieren und Vereinheitlichen der Base Rate des – in den USA Anfang der 80er Jahre im Kampf gegen falsche Anreize entwickelten – Ansatzes der DRGs arbeitet und unser südlicher Nachbar das Ganze auch noch mit Schweizerischer Präzision weiter kompliziert, tut man in den USA das einzig Vernünftige: Man wendet sich allmählich ab von Fallpauschalen, die zwar Leistungspakete (und dort sogar gewisse Zusammenhänge zur Qualität) umreißen, aber keinerlei Ergebnisse. Der aufmerksame Beobachter kann hier verfolgen, womit man sich in Deutschland wohl erst in 30 Jahren nach einer Kaskade von Leistungsstreichungen zu befassen beginnt: Mit einer ergebnisorientierten Bezahlung!


04. (New York Times) Ökonomisierung – die amerikanische Variante

When Insurers Put Profits Between Doctor and Patient…

Mehr

Anmerkung:
Stoff zum Nachdenken, wer – nach welchen Kriterien – eigentlich in Deutschland die Entscheidung trifft! Und wie sollte dies geregelt sein?


05. (WHO) Eine saubere Behandlung ist eine sichere Behandlung

Clean Care is Safer Care. Introducing the Hand Hygiene Self-Assessment Framework Tool…

Mehr

Anmerkung:
Praktische Anregungen, tatsächlich etwas besser zu machen! Verbindlich. Die breite Plakatierung der Aktion Saubere Hände gleicht dagegen wohl eher einem Schlag ins Wasser. Als Erfolgsbeweis dient allein die Zahl der Mitmachenden. Ein wirklicher Erfolg wäre erst dann gegeben, wenn a) die Beteiligten tatsächlich überall strikt danach handeln und ein Ignorieren einer Eigenkündigung gleichkommt, sowie b) die Zahl und Art der auftretenden Fälle tatsächlich überall gemessen und ausgewertet wird: Selbstverständlich mit Veröffentlichungspflicht. Krankenhausinfektionen müssen nicht schicksalhaft sein!


06. (IHI) Wie man mit weniger Geld mehr Patienten versorgt

More patients, less payment: Increasing hospital efficiency in the aftermath of health reform

Anmerkung:
Das wäre doch eine schöne Anregung für Herrn Baum! Mehr noch natürlich für all jene, die immer noch behaupten, deutsche Krankenhäuser seien unterfinanziert (Ausnahme: Investitionen)! Und die es für ein ganz besonders kluges Management halten, Patienten erlösoptimierend bzw. kostenminimierend zu kodieren, ohne auf das erzielte Behandlungsergebnis auch nur einen Blick zu werfen!


07. (Time) IT nicht gedankenlos im klinischen Betrieb einsetzen!

The Health IT Paradox: Why More Data Doesn't Always Mean Better Care…

Mehr

Anmerkung:
Ein massiv integrierter IT-Einsatz ist dort gleichwohl schon lange überfällig!


08. (BMJ) Neues vom Keystone-Projekt zu checklistengestützten Prozessen in Michigan 2001-2006

Impact of a statewide intensive care unit quality improvement initiative on hospital mortality and length of stay: retrospective comparative analysis…

Mehr

Anmerkung:
Das Deutsche Ärzteblatt erweckt in seinem Bericht „Intensivmedizin: Checkliste senkt Sterberate“ ein wenig den Eindruck, es handele sich um eine neue Erkenntnis („Konsequentes Händewaschen, strenge Barrieremaßnahmen beim Legen der zentralen Zugänge, Desinfektion der Haut mit Chlorhexidin, Vermeidung des femoralen Zugangs – wenn möglich Subclavia-Zugang – und konsequente Entfernung von unnötigen Kathetern“). In der Realität werden die positiven Erfahrungen seit Jahren auf die gesamten USA übertragen (Pronovost). Es gibt – wie z.B. Pronovost in seinem (von uns besprochenen) Buch schreibt – längst etliche Anwendungs-Inseln in der Welt. Die WHO sorgt für eine weitere Verbreitung. Von einer Verbindlichkeit in Deutschland hat man noch nichts gehört. 


09. Buchbesprechung

Bohmer, Richard M. J. Designing Care: Aligning the Nature and Management of Health Care, Boston 2009, ISBN-10: 142217560X, ISBN-13: 978-1422175606, AMAZON

An diesem Buch eines Harvard-Professors mit neuseeländischer Medizinerausbildung habe ich monatelang herumgelesen. Nicht etwa, weil es so langweilig wäre – im Gegenteil! Es ist vielmehr – Satz für Satz – so gehaltvoll und anregend, dass man vieles buchstäblich mehrmals lesen muss. Es geht hier, was die Ausgangssituation angeht, zwar um die USA. Doch schon der Befund ähnelt dem, der mit einer Spur von mehr Ehrlichkeit auch hierzulande zu stellen wäre:

„At a time when health care is demonstrably expensive, uncertain, unreliable, and sometimes even unsafe, both the demand for health care and the technological capability to do extraordinary things for patients are rising”.

Doch anstatt als Ausgangslage diesen Sachverhalt auch nur zu akzeptieren und systematisch nach Auswegen aus dem Dilemma zu suchen, wird es hierzulande in dieser Deutlichkeit (vorsätzlich?) verschwiegen und praktisch aus Deutschlands Ärzteschaft nach immer noch mehr Geld gerufen oder – hilfsweise – zur Abwälzung der eigenen Verantwortung nach einer gesetzlichen Rationierung bzw. (weil dies unverfänglicher klingt) nach einer „Priorisierung“. Dass es mit einer kritischen Reflexion und sich einer daraus zwangsläufig ergebenden Veränderung des eigenen Tuns auch anders – für die Patienten nutzenstiftender – ginge, ist bei den Verantwortlichen hierzulande „ein blinder Fleck“. Die Lektüre des hier vorzustellenden Buches könnte sie im Patienteninteresse eines Besseren belehren:

„How to address the simultaneous problems of lack of value – expensive health care of inconsistent quality – and increasing demand…”

Hier eine – wie üblich von uns sinngemäß übersetzte, ggf. erläuterte – Inhaltsübersicht:

  • Danksagungen
  • Einführung
  • Erster Teil: Grundlagen
  • 1 Vermeintliche Sicherheit beim Management der Behandlung von Krankheiten: Historie
  • 2 Sicherheit – was ist sicher? Stand medizinischer Evidenz, Patientenpräferenz
  • 3 Die besondere Natur der Krankenbehandlung: Ein probabilistischer Prozess
  • 4 Behandlungsprozess und Wissenstypen: Wissenschaftlich, organisatorisch, individuell
  • Zweiter Teil: „Betriebssystem(e)“ der Behandlung
  • 5 Die Krankenbehandlung managen: Das „lineare“ Design von Behandlungssystemen
  • 6 „Iterativ“ immer mehr Evidenz schaffende Medizin: Design des Lernens
  • 7 Konsequenz neuer Rollen, Verantwortlichkeiten und Beziehungen: Arzt, Organisation, Patient
  • 8 Design der Krankenbehandlung: Integration beider Ansätze: erforderliche neue Fertigkeiten
    1) Zur Behandlung erforderliche Kapazitäten
    2) Verlaufs- und Ergebnismessung
    3) Fertigungssteuerung: Einflussnahme auf den Behandlungsprozess
    4) Identifizieren von Anomalien
    5) Analyse
    6) Anpassung und Redesign
    Ethische Aspekte angesichts der experimentellen Natur der Medizin
    Bewusste Gestaltung der Neuorganisation der Krankenbehandlung
  • Fußnoten
  • Stichwortverzeichnis
  • Autor

Zunächst identifiziert Bohmer drei Probleme, wenn es darum geht, Patienten zu helfen:

1) We don’t know what we do (= zu wenig gesichertes Wissen)
2) When the science does exist, it is often not applied (= zu wenig Anwendung)
3) Even when we know what we do, and do what we know, we don’t do it right (= falsch handeln)

Dass dieses Flickwerk institutionell nur lose verbundener Leistungserbringer, deren tatsächliches Wissen dank Schweigepflicht und Datenschutz nur Insider erkennen können, nur eine suboptimale Behandlung und unsichere Ergebnisse ermöglichen, liegt auf der Hand. Das „System“ heißt nur so!

Bohmer skizziert den historischen Wandel vom Behandeln, das vielleicht wirkt, zu einem gezielten (evidence based) Anstreben von individuellen Behandlungsergebnissen. Je stärker dies heutzutage gelingt, desto intensiver ist der Behandlungsprozess „linear“ zu managen. Mit dem Ziel einer Reduktion von Abweichungen. Der Rest der Behandlungsprozesse ist auch bei strukturiertem Vorgehen eher „iterativ“ experimenteller Natur. So unterscheidet sich auch oft der Diagnose- vom eigentlichen Behandlungsprozess. Doch auch aus bislang unsicheren Routine-Prozessen kann man für die Zukunft lernen, wenn man dies systematisch betreibt.

Daraus ergibt sich – sozusagen aus ärztlicher Sicht – die vom Stand der Erkenntnis abhängige „integrative“ Art der Neugestaltung der Krankenbehandlung. Ein anspruchsvolles, allerdings auch äußerst anregendes Buch für alle, die sich – ob als Health Professionals oder als Manager für eine bewusst gestaltende Weiterentwicklung der Krankenbehandlung interessieren! (+++)

 

Anmerkung: Hier werden in erster Linie Bücher und Texte besprochen, die aus fachlicher Einschätzung fürs Arbeiten im Gesundheitsunternehmen nützlich sind. Nur gelegentlich finden sich hier auch Besprechungen ärgerlicher Veröffentlichungen, deren Kauf und Lektüre man sich besser sparen sollte.

Bewertung:
(+++) = Sehr gut
(++) = Gut
(+) = Lesenswert
(0) = Neutral
(-) = Nicht empfehlenswert.

Alle entsprechend gekennzeichneten Titel können Sie durch Anklicken von AMAZON aus der Buchbesprechung heraus bestellen.


10. Links

Deutschsprachige Links

 

GQMG-Jahrestagung 2011 in Hannover

Krankheitserfahrungen.de

KORREKTUR: „ÄZQ veröffentlicht Gutachten von Arztbewertungsportalen“. Leider nur „in einem passwortgeschützten Bereich zur internen Nutzung durch die ärztliche Selbstverwaltung“. (Das war im hmanage Newsletter 435 falsch verlinkt).

Übersicht über die für 2011 gültigen Landesbasisfallwerte in den einzelnen Bundesländern. Zwischenstand.

Herzmedizin geht fahrlässig in die Vollen. Bis heute kein Protest gegen diesen SPIEGEL-Artikel.

EU-Gesundheitskommissar fordert besseres Fehlermanagement in Krankenhäusern: Auf der Grundlage welcher Fakten?

Miserable Hygiene in deutschen Krankenhäusern (Welt ONLINE)

Bundesärztekammer verteidigt Arbeit der Kliniken: Die übliche Gebetsmühle „(Noch mehr Qualität nur mit noch mehr Geld!

Buchbesprechung: „Integrierte Versorgung und Medizinische Versorgungszentren“ (Das Buch wurde – mit einer ähnlichen Bewertung – auch im hmanage Newsletter besprochen).

PQS Hilfsmittel, Präqualifizierungsstelle des vdek

BILD-Reporter machten den TEST: 3 Ärzte schrieben mich krank, obwohl ich kerngesund bin

Weisse Liste: Pflegeheim-Auswahl

(Deutsches Ärzteblatt) „Händewasch-Prämie lässt Krankheitsrate in Mailänder Klinik sinken

Nutzenbewertung: Kassen fordern Ende der Prasserei in Kliniken

QuiP Qualitätssicherungsinitative Pathologie: Ringversuche  Immunhistochemie und Molekularpathologie

Ethische Perspektiven der Privatisierung von Krankenhäusern

Das findet der „Stern“ interessant: „Händewasch-Prämie lässt Krankheitsrate in Mailänder Klinik sinken. Durch die Einführung einer Hygiene-Prämie für das Personal der Frühchen-Station eines Mailänder Krankenhauses hat sich die Rate der Klinik-Infektionen deutlich verringert“.

(BÄK / KBV) GUTE PRAXIS ARZT- UND KLINIK-BEWERTUNGSPORTALE: Wie die Ärzteschaft bewertet werden möchte.

http://www.aktionsbuendnis-patientensicherheit.de/

Tiefer Venenthrombose vorbeugen

IQWiG-Vorbericht zu PET und PET/CT bei malignem Melanom veröffentlicht: Nutzen der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) lässt sich mangels belastbarer Studien derzeit nicht beurteilen

Jeder fünfte Schrittmacher ist unnütz. Gut ein Fünftel aller Herzschrittmacher vom Typ ICD sind einer US-Studie zufolge für die behandelten Patienten eher schädlich als hilfreich.

USA: Jeder fünfte ICD ohne Grund implantiert. Anlass zur kritischen Selbstreflexion? – Gott bewahre!

Ärztliches Leitlinienwissen und die Leitliniennähe hausärztlicher Therapien: Eine explorative Studie am Beispiel kardiovaskulärer Erkrankungen

Pathologen fordern Aufnahme von Obduktionen in Klinik-Qualitätsberichte

"Lasst die Toten ruhen!?" - Warum Rate und Ergebnisse von Obduktionen Bestandteil der Qualitätsberichte werden sollten

Raus aus den Betten! Von Werner Bartens

Intensivstation: Weniger Infektionen in Einzelzimmern

Krankenhaus-CIRS-Netz Deutschland: Fälle des Monats

(SWR) Nachtcafé am 14. Januar: Medizin ohne Grenzen - Fluch oder Segen für Patienten?

Trotz Hygiene-Skandals: Fuldaer Klinik-Chef: Mehr Kontrollen „unsinnig“

Grenzüberschreitende Patientenrechte: EU-weit freie Wahl für Gesundheitsdienstleistungen

Die Nutzenbewertung von Arzneimitteln nach § 35a SGB V

Nur eine Minderheit erhält professionelle Sterbebegleitung

http://www.aktion-meditech.de/index.php?

Register in der Medizin

Ethikrat: „Nicht jeder Patient kann ausreichend versorgt werden“. Angeblich.

ÄZQ GUTE PRAXIS ARZT- UND KLINIK-BEWERTUNGSPORTALE. Modul 1: Qualitätsanforderungen für Arztbewertungsportale

Bei Behandlungsfehler muss Arzt alle Kosten tragen

(Stern) Hygiene-Schlamperei: Keimnest Krankenhaus

LSG-Beschluss stellt Mindestmengen für planbare Krankenhausleistungen insgesamt in Frage

„Focus“: Kassen-Fusionen treiben Kosten

„Spiegel“: Immer mehr Pharmafirmen sponsern Ärztenetze

Barmer GEK Arztreport: Deutschland ist Weltmeister bei MRT-Untersuchungen

Homöopathie – Nichts drin, nichts dran! Die 10:23-Aktion

Hygiene in Krankenhäusern: Der Faktor Mensch

Nationales Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen

Kardiovaskuläre Leitlinien: Ver(w)irrt bei der Umsetzung?

Nach dem Praxis-Test: Neue Auflage der Checkliste für Arztbewertungsportale erschienen

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA und die US-amerikanische FDA schätzen den Nutzen von Avastin® (Bevacizumab) in der Brustkrebstherapie unterschiedlich ein

QuMiK-Verbund ist eine Partnerschaft von Krankenhäusern, Kliniken und Gesundheitseinrichtungen in kommunaler Trägerschaft in Baden-Württemberg.

Mehr als ein Drittel der Ärzte ist mit dem Beruf unzufrieden

BILD: OP-Schere im Bauch von Französin vergessen

Deutscher Ethikrat: „Rationierung offen thematisieren

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=80780

Interessenkonflikte in der Medizin: Mit Transparenz Vertrauen stärken. Ein Vorschlag zur Deklaration von Interessenkonflikten

Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung

Kienbaum-Studie: Chefärzte verdienen weniger

(Spiegel) Sprachlos in der Sprechstunde

Haben wir das weltbeste Gesundheitssystem?

(McKinsey-Presseerklärung: Wirtschaftlich erfolgreiche Krankenhäuser bieten die bessere Patientenversorgung:

dazu der vollständige LSE-Text

Ärztliches Leitlinienwissen und die Leitliniennähe hausärztlicher Therapien: Eine explorative Studie am Beispiel kardiovaskulärer Erkrankungen

OP-Personalreport 2010

http://www.dki.de/PDF/Endbericht_Krankenhausfusionen.pdf

Keine Tabus mehr im Kampf gegen Krebs

TU Berlin: Thomas Mansky misst die Qualität medizinischer Behandlung

http://idw-online.de/pages/de/news409948

GUTE PRAXIS BEWERTUNGSPORTALE – oder wie die Ärzteschaft sich gern bewertet sähe
2. Auflage 2011

Ende der freien Krankenhaus-Wahl? Die Idee von "Selektiv-Verträgen" lässt Kliniken zittern

Deutsches Krankenhaus Institut:  Erfolgskritische Faktoren von Krankenhausfusionen

Endo-Klinik fühlt sich für innovative, kostensparende Arbeit bestraft

Fallpauschalen in Schweizer Spitälern. Basisinformationen für Gesundheitsfachleute

Fachabteilungsbezogene mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung im Krankenhaus

Beispiel einer Fallstudie dazu

2009: Krankenhauskosten um 6,1% auf 77,1 Milliarden Euro gestiegen

KPMG Gesundheitsbarometer: Schwerpunkt Erlösausweitung

Chef-Sprüche: "Solange Sie nicht tot sind, können Sie arbeiten"ml

 

Englischsprachige Links

Mayo Clinic Mission and Values

Physician Compare

A Surgical Safety Checklist to Reduce Morbidity and Mortality in a Global Population (SURPASS)

Safe Surgery Guide

Guideline Adherence Improves Diabetes Care

Medical "best practice" often no more than opinion

Nurses for the Future

Get It on Paper—Quality System Improvements

LA Times: Exploring The Fairness Of Wellness Incentives

Journal Showcases Dying Art of the Research Paper

Will Digital Technology Reduce Gap in Health Between Rich and Poor? Experts Worry Low-Income Clinics Cannot Afford Electronic Health Records

Fishbone Diagram (ASQ)

The run chart: a simple analytical tool for learning from variation in healthcare processes

A Talk With the Doctor May Help Patients Afford Care

Quality Patient Care With Fewer Resources Is Focus of ASQ Healthcare Conference

A Pinpoint Beam Strays Invisibly, Harming Instead of Healing

A Prescription for Sustained EHR Use

Study: EHRs Don't Boost Quality Of Care
Anmerkung:
Man muss von der Elektronischen Patientenakte schon einen professionellen Gebrauch machen!

Communication Disconnect Between Primary Care and Specialist Physicians

Patient Safety Organizations (PSOs)

Primary care–relevant interventions to prevent falling in older adults: a systematic evidence review for the U.S. Preventive Services Task Force.

(IHI) Wie man mit weniger Geld mehr Patienten versorgt: More patients, less payment: Increasing hospital efficiency in the aftermath of health reform
Anmerkung:
Das wäre doch eine schöne Anregung für Herrn Baum!

Reuters: Surgical Checklists Reduce Medical Errors — And Could Cut Malpractice Claims
Anmerkung:
Mal sehen, wann man auch hierzulande von einer strikten Anwendung hört – und von Ergebnissen.

In Health Care, Cost-Cutting Pays Investors

Geographic Variation in Health Care Spending and Promotion of High-Value Care

National Patient Safety Foundation Creates First Professional Society and Certification Program for Patient Safe

Two South Florida Hospitals Select Novel Radio Frequency Detection Technology to Aid in Prevention of Retained Items in Surgery

Communicating Diagnosis and Prognosis to Patients With Cancer: Guidance for Healthcare Professionals

Hospitals Try New Approaches To Curb Emergency Department Crowding

California wants to lead the way on health care

Physician program to improve rural health

AHA: Our Vision is of a society of healthy communities where all individuals reach their highest potential for health

IDSA Issues First Guidelines for Treatment of MRSA

Die ganze Leitlinie: Clinical Practice Guidelines by the Infectious Diseases Society of America for the Treatment of Methicillin-Resistant StaphylococcusAureus Infections in Adults and Children

As Doctors Age, Worries About Their Ability Grow

Study Finds Incentives For Physicians Don't Improve Patient Care

http://www.hret.org/trust/resources/TrustPR2011.pdf

HRET Selects Atul Gawande, MD as 2011 TRUST Award Recipient

Justice Dept. Sues Guidant Over 'Faulty' Heart Devices

Presidential Nominations Sent to the Senate: Donald Berwick

New Findings: For-Profit Hospices May Choose Cheaper-To-Treat Patients

Hospital Spending and Inpatient Mortality: Evidence From California - An Observational Study

Watching for Healthcare Fraud Pays Off

Study: ED physicians spend most time on indirect care activities