Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen!


Motto des Tages

"More important than building a brand, we built a company with strong values."
(Michael Weinstein, CEO of Snapple Beverage Inc.)
Quelle: Baptist Leadership Institute


01. Editorial: Deutsches Ärzteblatt: „Patienten sind mit ihren Ärzten hochzufrieden“. Wirklich?

An dieser Stelle wurde schon häufiger das geringe Bedürfnis im hiesigen Gesundheitswesen bedauert, die eigene Großartigkeit kritisch zu hinterfragen. Es wird immer von der „hohen Qualität“ des „hochwertigen Gesundheitssystems“ geredet, die es unbedingt zu erhalten gelte, ohne dass diese der Fachwelt oder gar der Öffentlichkeit mehr als bruchstückhaft bekannt wäre. Zumindest das, was man gemeinhin darunter versteht: Die Qualität des Produkts. Hier also die Qualität der Behandlung und ihres Ergebnisses. Stattdessen fahndet man nahezu teuersten Gesundheitswesen der Welt fast immer nur nach noch mehr Geld.

Die heutzutage bruchstückhaften, oft wenig aussagefähigen und außerdem überwiegend anonymisierten Informationen – pars pro toto – zu gerade einmal 20% aller stationären Fälle werden irreführend als „Qualitätsnachweis“ des Ganzen verkauft. Man redet bestenfalls von einer „Qualitätssicherung“, ohne damit auch nur in die Nähe der industriellen Qualitätssicherung zu kommen und ist von einer systematischen Verbesserung der Qualität noch Lichtjahre entfernt. Der Spielraum für weitere Verbesserungen ist also riesig.

Das Patientenurteil interessiert im hiesigen Gesundheitswesen nach wie vor wenig. Zumindest die Bewertung durch jeden einzelnen Patienten. Es gibt bis heute – wenn überhaupt – nur generelle Befragungen. Die beschränken sich zumeist auf nur wenige Patienten und fragen kaum Dinge ab, die tatsächlich die Qualität der Behandlungsprozesse oder gar ihre Ergebnisse zum Inhalt hätten. Auch im vorliegenden Fall. Hierzulande scheint es leistungserbringerseitig vor allem das Befragungsziel zu sein zu „beweisen“, wie gut man ist. Herauszufinden, was man im Patienteninteresse vielleicht (noch) besser machen könnte, kommt kaum jemandem in den Sinn.

Das Wenige an Erkenntnis, was man mit einer solchen Selbstbeschränkung überhaupt herauszufinden vermag, wird auch noch irreführend zu Bestnoten fürs eigene Tun verdreht. Hier ein weiteres Beispiel: Das WINEG schreibt in einer aktuellen Studie: „Insgesamt zeichnet sich… eine erfreulich hohe Zufriedenheit der Patienten ab. Dennoch wird in den (einzigen behandlungsbezogenen) Ergebnissen auch ein klares Optimierungspotenzial in den Bereichen Interaktion, Kommunikation und partizipative Entscheidungsfindung deutlich… (Sie)… zeigen deutlich, dass von vielen Patienten/Versicherten eine stärkere Information und Einbeziehung gewünscht wird“.

Daraus macht das Deutsche Ärzteblatt die obige Schlagzeile: Patienten sind mit ihren Ärzten hochzufrieden! Die wird gelesen. Dass dann im Text auch einige relativierende Fakten folgen, fällt kaum noch ins Gewicht. Der Gesamteindruck zählt: Wir sind Spitze! Wir können uns in Sachen Qualität also beruhigt zurücklehnen und unsere Bemühungen wieder auf „gerechtere“ höhere Einkünfte konzentrieren. Bei genauerem Hinsehen ist klar, wer dafür am Ende die Zeche zahlt: Die – weiter ahnungslos und stumm gehaltenen – Patienten!

Dazu bleibt festzuhalten: Weitaus nicht alles, was an Geld ins hiesige Gesundheitswesen fließt, ist gut ausgegeben. Dabei spielen die – gern vorgeschobenen „Verwaltungskosten“ – nur eine sehr geringe Rolle. Die Qualität der Behandlung ist nach wie vor weithin unbekannt. Sie wird nicht einmal durchgängig gemessen, geschweige denn aufbereitet und verglichen. Bezogen auf den Verursacher schon gar nicht. Dagegen steht angeblich der „Datenschutz“. Man stelle sich zum Vergleich nur einmal vor, die Stiftung Warentest liefere für Konsumgüter und Dienstleistungen auch nur „datengeschützte“ Vergleiche!  

Viel zu viel Geld versickert im Bereich der Leistungserbringung, ohne dass dagegen bisher allzu viel geschehen ist, was erkennbar auch bei den Versicherten angekommen wäre. Angeblich kostensenkende Ansätze wie die sogenannte Integrierte Versorgung. Auch die Früchte der – nachweislich – deutlich höheren Effizienz der „Privaten“ verschwinden bisher ja im Wesentlichen in den Taschen der Eigner.

Man hat bisher – trotz aller Bemühungen um eine „Integrierte Versorgung“ und „DMPs“ nicht einmal begonnen, die routinemäßige Behandlung von Patienten mit bestimmten Erkrankungen trotz aller Bemühungen wirklich ergebnisorientiert und algorithmengestützt zu ordnen und somit überhaupt vergleichbar zu machen – um das bei Ärzten unbeliebte Wort „Standardisieren“ zu vermeiden. Die Alternative ist keineswegs nur „graue Theorie“, sondern wegen ihrer potentiell höheren Wertschöpfung für den Patienten zunehmend international verbreitet. Zumindest in Excellent Companies im Gesundheitswesen.

Dass derartige Bemühungen in Deutschland – wo man ja bekanntlich alles besser weiß – bislang am Widerstand der Ärztelobby gescheitert sind, sollte vor eigenen Initiativen nicht allzu sehr abschrecken. Sie sind ja bei genauerem Hinsehen keineswegs gegen das Interesse des Arzt gerichtet – im Gegenteil! Denn sie sollen ja nicht nur Patienten einhergehend mit deren verstärkter Beteiligung gleichmäßig gute Ergebnisse (diesmal im Wortsinn) sichern, sondern auch die Arbeit des Arztes stark erleichtern, wo immer dies mit Elementen der „schriftlichen ärztlichen Anordnung“, verbunden mit einer „vorgedruckten Dokumentation und Kodierung“, möglich ist. Zunehmend auch mit dem intelligent vermehrten Einsatz einer datenbankgestützten IT.

Es wäre auf die Dauer sicher einfacher, den arbeitsteiligen Behandlungsprozess unter Einbeziehung der Patienten auf das jeweils mit hinreichender Sicherheit erwartete – zumindest aus Studien bekannte – Ergebnis auszurichten, als sich weiter hinter dem Methodenstreit über Sinnhaftigkeit und Grenzen einer „Evidenzbasierung“ zu verstecken. Damit ließe sich nebenher die – auf die Dauer unabweisbare – Forderung mit erfüllen, Behandlungsergebnisse und den Weg dorthin nachvollziehbar zu machen. Der Öffentlichkeit und dem einzelnen Patienten. Dann lieferte dessen Befragung nur das Feedback. (Zugleich ließen sich so – die Pseudonymisierung patientenbezogener Daten vorausgesetzt – auch handfeste Belege für den tatsächlichen Nutzens einer jeden Behandlung gewinnen.

Auf diese Weise könnte es gelingen, eine – von den Patienten bestätigte – „hochwertige“ Krankenbehandlung hoher Qualität nachweislich kostengünstiger zu organisieren. Und dies auch noch so, dass die Patienten nicht nur bestätigen, als normaler Mensch behandelt worden zu sein, sondern auch mit einem erstklassigen Ergebnis. Danach haben die WINEG-Leute ja leider in vorauseilendem Gehorsam vor höheren Mächten“ gar nicht erst gefragt! „Hoch zufrieden“ ist machbar. Es muss nicht länger nur behauptet werden!


02. (H&HN) Anregende Verbesserungsbemühungen von Qualität und Effektivität der Krankenbehandlung

Something Wizard This Way Comes

New business models and technologies are leading the way toward better, faster, cheaper health care…   Mehr


03. (H&HN) Integrierte Versorgung, US-Version

Clinical Integration

Clinical integration has vaulted from good idea to a business imperative, thanks in large part to the new health reform law…   Mehr

Anmerkung:
Dazu könnten wir a) auch noch etliche andere Beispiele beisteuern und b) zumindest teilweise zeigen, wie sehr eine derartig ganzheitliche Verknüpfung in die Tiefe geht.


04. (H&HN) Die neue Spitze der Unternehmensleitung im Gesundheitswesen

The New Health Care CEO

Health system CEOs are managing much more than hospitals—these days they resemble heads of corporations…   Mehr

Anmerkung:
Diese Anforderungen werden sicher auch bei uns einmal Standard sein.


05. (Medscape) Warum sollen Ärzte nicht (auch) am Gelde hängen dürfen?

Why Aren't Doctors Allowed to Care About Money?

Anmerkung:
Eine längere, durchaus nachdenkenswerte Reflexion der unterschiedlichen Positionen zu einem Thema, das in Deutschland immer noch allzu gern verdrängt wird, während die eine Seite Deprivationsängste als ärztliche Berufskrankheit bezeichnet und die andere das Denken an Geld vehement bestreitet.


06. (AHA) 14 Ansätze auf dem Wege zu Spitzenleistungen in einem kostenlosen Führer

Guide helps hospitals implement high-performance work practices (HPWP)….   Mehr

Die Ansätze werden in 4 HWP-Kategorien zusammengefasst:

  • HWP-Kategorie 1
    - Mission, Vision, Werte kommunizieren
    - Erfolgsinformationen teilen
    - Mitarbeiterbeteiligung bei Schlüsselentscheidungen
    - Erfolge nachhalten und belohnen
  • HWP-Kategorie 2
    - Rigorose Bemühungen um neue Mitarbeiter
    - Selektive Personaleinstellung
    - Extensives Training
    - Karriereplanung
  • HWP-Kategorie 3
    - Arbeitsplatzsicherheit
    - Abbau von Statusunterschieden
    - Teams / dezentrale Entscheidungsfindung
  • HWP-Kategorie 4
    - An den Organisationserfordernissen ausgerichtetes Managementtraining
    - Nachfolgeplanung
    - Erfolge nachhalten und belohnen

Der Führer ist gratis aus dem Internet herunterladbar.


07. (Healthy Skepticism International News) Beispiel für ein vermeidbar fehlerhaftes ärztliches Verhalten

Our Mom’s Story

Johanna Trimble tells the story of how her mother-in-law’s health deteriorated when she was put on many medications but improved when her health professionals agreed with the family to try a drug holiday. Then her health deteriorated again for other reasons also associated with the quality of professional care…

Mehr


08. (PFV-Newsletter) Eine zugleich erfreuliche und leicht irreführende Nachricht)

„Das Ärztliche Zentrum für Qualität (AEZQ) in der Medizin richtet in Berlin die Kompetenzstelle für Leitlinien der European Society für Quality in Healthcare (ESQH) ein. Die ESQH ist eine Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen mit derzeit 20 internationalen Mitgliedern, die auf europäischer Ebene agiert. Ihre Arbeitsschwerpunkte hat sie in unterschiedlichen Bereichen des medizinischen Qualitätsmanagements, dazu zählen unter anderem: Leitlinien, Patientensicherheit, Qualitätsindikatoren, Patienteninformation oder Wissenstransfer. Eine internationale Ausschreibung konnte das AEZQ jetzt für sich entscheiden: Das Leitlinien-Büro der ESQH wird in Berlin angesiedelt sein. Damit wird das AEZQ sein Wissen über Leitlinien-Methodik europaweit zur Verfügung stellen und in Form von Workshops, Internetinformationen und Präsentationen vermitteln. Ebenso wird die deutsche Expertise in zahlreiche andere ESQH-Projekte eingebracht. Das AEZQ ist das gemeinsame Kompetenzzentrum von Bundesärztekammer (BAEK) und Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) für medizinische Leitlinien, Patienteninformationen, Patientensicherheit, Evidenzbasierte Medizin und medizinisches Wissensmanagement. Weitere Informationen: Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin: www.aezq.de Leitlinien / Leitlinien-Methodik www.leitlinien.de; www.versorgungsleitlinien.de; www.g-i-n.net European Society for Quality in Healthcare: www.esqh.net“.

Anmerkung:
Bei allem Respekt vor der - sicher nicht immer ganz einfachen - Arbeit der ÄZQ , die sich den Zuschlag wohl verdient hat, missfällt bei dieser Nachricht ein falscher Zungenschlag: Deutsch-überheblich wird hier der Eindruck vermittelt, es würde unidirektional deutsche Expertise in die internationale Arbeit eingebracht. In Sachen Leitlinien befindet sich Deutschlands Ärzteschaft keineswegs in der gern behaupteten Pionierrolle, wie sie dies immer wieder gern von sich behauptet, sondern ausweislich der tatsächlichen Entwicklung in der Vergangenheit eher im Bremserhäuschen. Wir drücken die Daumen, dass die neue Ehre irgendwann dazu beiträgt, diesen betrüblichen Zustand zu ändern.


09. Zwei Buchbesprechungen

Fischer, Michael, Das konfessionelle Krankenhaus: Begründung und Gestaltung aus theologischer und unternehmerischer Perspektive, 2. Auflage Berlin 2010, ISBN-10: 3825815498, ISBN-13: 978-3825815493, AMAZON, Bibliographische Einzelheiten bei d-nb.

In Zeiten einer weitgehenden Orientierungslosigkeit, was eigentlich – jenseits wohlfeiler Schlagworte wie „Ethik oder Monetik“, „Ökonomisierung“ und „Priorisierung“ und eher (sich selbst) vorgetäuschter Qualitätsnachweise – die Ziele eines Krankenhauses ausmacht, greift man gern zu Buchtiteln wie diesem: Vielleicht gibt es dort einige Fingerzeige, gar einen neuen Weg?

Die Kurzbeschreibung bei AMAZON verstärkt die Neugier: „...konfessionelle Krankenhäuser haben heute und auch morgen eine unersetzbare Rolle und einen spezifischen Auftrag... Um ihren Grundauftrag des heilenden Dienstes zu erfüllen, müssen sie in theologisch-ethischer und unternehmerischer Perspektive begründet und ausgestaltet werden“.

Erst beim Durchblättern des – fast 500 Seiten starken – Werks wird erkennbar: Hier geht es leider nicht um die Handlungsanweisung mit Begründungen, die wir uns eigentlich gewünscht hätten, sondern um eine Habilitationsschrift. An der katholischen Fakultät der Universität Wien. Das dämpft die Erwartungen. Und es ändert den Bewertungsmaßstab. Immerhin hat das Buch ein solch reges Interesse gefunden, dass es schon ein Jahr nach Erscheinen eine zweite Auflage gab. Hier die (zusammengefasste) auch in der Gewichtung plausible Gliederung:

  • Vorsprüche (16 Seiten)
  • Teil A. Grundlegender Wandel der Rahmenbedingungen für konfessionelle Krankenhäuser (85 Seiten „Kairologie“)
    • 1. Der anhaltende Transformationsprozess der Orden und ihrer Krankenhäuser
    • 2. Veränderung der Rahmenbedingungen für Krankenhäuser
    • 3. Differenzierung und Positionierung der Krankenhäuser und deren Träger
  • Teil B. Grundlegungen für ein christliches Krankenhaus (161 Seiten „Kriteriologie“)
    • 1. Ein christliches Krankenhaus aus der Perspektive der Theologie
    • 2. Aus der Perspektive der Wirtschaftsethik
    • 3. Aus der Perspektive der Unternehmensgestaltung
  • Teil C. Gestaltung der Unternehmenspraxis (195 Seiten „Praxeologie“)
    • 1. Leitbilder als unternehmenstheologische Grundlage
    • 2. Bedeutung und Aufbau des Qualitätsmanagements
    • 3. Das christliche Gütesiegel proCum Cert
    • 4. Seelsorge im Krankenhaus
    • 5. Sterben und Tod im Krankenhaus
    • 6. Ethische Beratung
    • 7. Auswahl, Förderung und Bildung der Mitarbeiter
    • 8. Unternehmensverbindungen und Tochtergesellschaften
    • 9. Wertemanagement
    • 10. Ausklang
  • Literaturverzeichnis (14 Seiten!)

Dazu einige Anmerkungen:

  • ·Zu Teil A. Grundlegender Wandel der Rahmenbedingungen für konfessionelle Krankenhäuser
    Die erhellende Beschreibung enthält im ersten Kapitel zumindest für jene Leser in einem historischen Abriss manches an interessanten Fakten, die sich im konfessionellen Raum nicht gar so gut auskennen.
    Das zweite Kapitel fasst allerlei Bekanntes zusammen. Manchmal reichlich unreflektiert, Beispiel „Aufbau umfassender Qualitätsmanagementsysteme“. Die „…alte Fiktion, eine gute Unternehmensführung sei eine wertfreie Sache der reinen betriebswirtschaftlichen Logik“ bleibt als Behauptung unbelegt, scheint aber hier nötig zu sein, um in der Folge plausibel dagegen argumentieren zu können.
    Der Versuch eines charakterisierenden Vergleichs von Trägertypen anhand wohl eher zufällig gegriffener Leitbildinhalte in Kapitel 3 ist – wenn auch nicht gänzlich stichhaltig – zumindest als Anregung interessant.
  • Zu Teil B. Grundlegungen für ein christliches Krankenhaus
    Punkt 1 macht exemplarisch deutlich, wie schwer sich Theologie – selbst unter Heranziehung von Luhmann und Habermas – tut, die christliche Trägerschaft mit etwas Konkreterem zu erklären als mit ihren Wurzeln: Die Kirchen waren historisch gesehen die ersten, die sich aus Barmherzigkeit überhaupt um die (armen) Kranken und Siechen zu kümmern begannen!
    Der Im Punkt 2 versucht der Autor, Wirtschaftsethik auf die Mikro-, Meso- und Makroebene zu verteilen. Er zitiert - erneut ohne Belege – vermeintliche „‚Mainstream Economics‘ … (die sich angeblich) als wertfreie Ökonomik versteht“. Er setzt sich mit dem „Zusammenspiel von Ethik und Ökonomie im Krankenhaus“ auseinander. Ein wenig „wissenschaftstheoretisch“, vor allem aber „anwendungsbezogen“, indem er allerdings nur aufführt, was in einem „Ethik-Management-System“ an „Ethikmaßnahmen“ formal geschieht. Beispiele dafür, dass dies auch gelebt wird, fehlen. Das praktische Beispiel auf S. 187 wirkt reichlich konstruiert. Daraus schließt er: „Ein kirchliches Krankenhaus braucht beides: eine wirtschaftlich solide Basis und eine Orientierung an seinen christlichen Wurzeln“. (Hervorhebung durch den Rezensenten).
    In Punkt 3 „Aus der Perspektive der Unternehmensgestaltung“ glaubt der Autor „die Wirtschaftlichkeit… (als) die härteste ökonomische Nebenbedingung… (der) Versorgung kranker Menschen“ zu erkennen. Damit scheint er das Wirtschaftlichkeitsgebot – eine häufige Unterstellung von Nichtökonomen – als etwas misszuverstehen, das einer guten und menschlichen Krankenbehandlung entgegensteht. Das ist schlicht falsch! Wir leben hier auch nicht in der Sahel-Zone, in der die viel zu knappen Mittel für eine gute Behandlung nicht ausreichen. In einem Land, dessen Gesundheitsausgaben sich im internationalen Spitzenfeld befinden, wird nur mit einer wenig zielführenden Organisation viel zu viel Geld für Unnötiges und Unwirksames zum Fenster hinaus gekippt. Auch im deutschen Krankenhaus. Der Versuch des Autors, Rüegg-Stürms „neues“ St. Galler Managementmodell als ganzheitlichen Ordnungsrahmen fürs konfessionelle Krankenhaus zu verwenden, ist im Prinzip zu begrüßen, bleibt leider aber an der Oberfläche stecken. Was ist denn nun – über das Umtaufen einiger Begriffe hinaus – das spezifisch Christliche daran?
  • Zu Teil C. Gestaltung der Unternehmenspraxis
    Dieser Teil versteht sich – so der Autor ausdrücklich – „nicht als ein Managementhandbuch für christliche Krankenhäuser“. Daher wird auch nicht der Versuch unternommen, einen Handlungsrahmen fürs Führen christlicher Krankenhäuser zu skizzieren. Das in 9 „Themen“ Ausgeführte ist von höchst unterschiedlicher Bedeutung:
    • 1. Leitbilder als unternehmenstheologische Grundlage: Leider eher formal als inhaltlich interessant. Aber immerhin interessant.
    • 2. Bedeutung und Aufbau des Qualitätsmanagements: Die Ausführungen sind zwar deutlich kompetenter als Vieles, was man hierzulande ansonsten zum Thema zu lesen bekommt, bewegt sich aber noch viel zu sehr an der Oberfläche. Der Autor kommt über die Dreiteilung der Qualität nach „Donabedian“ nicht hinaus. Er dekliniert sie wieder einmal durch. Manchmal richtig falsch! (z.B. mit „In den 1960er und 1970er Jahren… ist die Phase der statistischen Qualitätssicherung erreicht“. Leider nicht! Im Unterschied zu angelsächsischen Ländern nicht einmal heute!) Fischer bezeichnet Patientenautonomie „eher (als) eine Fiktion“ (S. 293). Der Hinweis auf die „Einbindung der Mitarbeiter“ ist knapp, aber als Anregung hilfreich. Mit dem Schlüsselthema „Prozesse“ tut sich der Autor ungleich schwerer. Die DIN ISO 9000 wird viel zu oberflächlich abgehandelt – nicht einmal mit der richtigen Bezeichnung! Auch was hier über EFQM zu lesen ist, zeugt nicht gerade von hinreichend gründlicher Befassung. Die kritische Auseinandersetzung mit beiden Ansätzen kann man vergessen. Bei KTQ fehlt gleich jegliche Kritik. JCI liegt außerhalb des Horizonts dieses Textes. Was ist denn nun der Sinn von Zertifikaten? Und wo hört der auf?
      Unter der Überschrift „Ambivalenz qualitätssichernder Maßnahmen“ findet sich der Versuch einer kritischen Auseinandersetzung. Leider wird auch die unsinnige Kritik von –nicht mit Ross und Reiter benannten – „Kritikern“ völlig unkritisch wiedergegeben. Qualitätsmanagement ist mehr als nur „kein Selbstzweck“!
      Der Punkt „Aufbau von Qualitätsmanagementsystemen“ enttäuscht durch Inhaltsleere. Die Aussage „Ein Krankenhaus funktioniert wie von unsichtbarer Hand gesteuert. Der Grund dafür ist, dass die Routinen des Handelns durch Prozesse festgelegt sind“ hörte sich nur komisch an, wenn sie nicht eine Fehleinschätzung von Prozessen widerspiegelte (Seite 310). Der Hinweis auf eine nötige „Integration des Qualitätsmanagementsystems in den eigenen Wertekontext“ ist gut und richtig. Konkreter wird das hier leider nicht.
    • 3. Das christliche Gütesiegel proCum Cert. Dem Thema werden gut 15 Seiten gewidmet. Dabei geht es überwiegend um eine Beschreibung. Die kritische Auseinandersetzung bleibt leider an der Oberfläche von „Redundanzen“ etc. haften. Welchen Sinn es überhaupt hat, „Christliches“ zertifizieren zu wollen, wird hier nicht hinterfragt (aber später in den Kapiteln 4.4.1 ff. als mögliches Hilfsmittel zu „Arbeitsanalyse“ und „Selbstreflexion“ bezeichnet).
    • 4. Seelsorge im Krankenhaus: Was hierzu überlegt wird, ist bedenkenswert. Allerdings ist nicht erkennbar, was die Seelsorge im nichtkonfessionellen Krankenhaus von der im konfessionellen Krankenhaus unterscheidet. Der christlichen Etiketten entkleidet sollten die Anforderungen der Konferenz der Katholischen Krankenhausseelsorge in Deutschand (Seiten 351-352) selbstverständlich auch in säkularen Krankenhäusern erfüllt werden! Schon deshalb ist das Kapitel sehr lesenswert.
    • 5. Sterben und Tod im Krankenhaus: Entsprechendes gilt für die gesamten Ausführungen in diesem Kapitel, wenn man einmal davon absieht, dass nicht jedermann kirchlichen Lehrmeinungen folgen mag. (Man denke nur an das vorzügliche Buch von de Ridder, das im hmanage Newsletter 424 besprochen wurde. Selbstverständlich ist deren Einforderung, z.B. im Falle einer Ablehnung der Abtreibung, nicht nur das gute Recht kirchlicher Häuser, sondern für Patienten auch ein Selektionskriterium!)
    • 6. Ethische Beratung: Was dazu in den Kapiteln 4. und 5. ausgeführt wurde, gilt auch hier. (Der Rezensent hat so etwas in überaus überzeugender Weise schon Ender der 80er Jahre live im St. Joseph Health System in Orange Ca. erlebt!)
    • 7. Auswahl, Förderung und Bildung der Mitarbeiter: Außer allgemeinen Ausführungen, die bei jeder Trägerschaft gelten, findet sich neben den gängigen Hinweisen auf die Grundordnungen kirchlicher Dienste erkennbar nichts, was die Schwierigkeiten kirchlicher Krankenhäuser lindern könnte, das zu diesen passende Personal zu rekrutieren. Gleichwohl für Außenstehende sicher eine Erweiterung des Horizonts.
    • 8. Unternehmensverbindungen und Tochtergesellschaften: Hier steht – zusammengefasst – dass auch konfessionelle Krankenhäuser solche Ansätze nutzen sollten.
    • 9. Wertemanagement: Hier geht es – entgegen der auch vom Autor als naheliegend bezeichneten Vermutung – um Organisationsaspekte, einschließlich einer diesmal als „Moderationsinstrument in der Unternehmensgestaltung und –führung“ missverstandenen Balanced Scorecard.
  • Ausklang: Eine „Anlehnung an die Seligpreisungen“.
  • Literaturverzeichnis: Umfangreich, aber beschränkt auf deutschsprachige Quellen.

Der Gesamteindruck: In dem Werk steckt jede Menge Arbeit. Leider ist es nicht immer leicht lesbar. Außerdem enthält es nur wenige Abbildungen und Tabellen. Und die sind kaum dazu geeignet, die Botschaft des Buches zu transportieren. Das Buch verbindet unendlich viele Details aus einer fast unüberschaubaren Flut „interdisziplinärer“ Quellen mit manchen klugen Gedanken zu einer Gesamtschau aus pastoraltheologischem und – nicht immer ganz präzisem – ökonomischem Wissen. Der Autor „widmet sich“ – so das Geleitwort – „ dem wachsenden Spannungsverhältnis zwischen marktwirtschaftlichen Erfordernissen und jener Sorge um den kranken Menschen, dem konfessionelle Krankenhäuser… ihre Existenz verdanken“. Leider überzeugt das Ergebnis nur zum Teil. (+)

 

-------------------------

 

Behrends, Behrend, Praxis des Krankenhausbudgets: nach dem Krankenhausfinanzierungsreformgesetz, Berlin 2009, ISBN-10: 3941468073, ISBN-13: 978-3941468078, AMAZON

Diesmal geht es bei der Besprechung um eine solide und praxisnahe Faktenbeschreibung. Dr. Behrend Behrends, der Autor des Buches, kennt die Materie aus eigener langjähriger administrativer Berufserfahrung an der Spitze großer Institutionen im deutschen Gesundheitswesen bei Budgetverhandlungen. Auf beiden Seiten des Tischs: Die GKV und die (im universitären Bereich nicht nur) stationäre Krankenbehandlung. Letztere sogar unter den erschwerten Bedingungen der Berücksichtigung von Forschung und Lehre. Als Jurist liefert er das Kunststück eines – von Anfang bis Ende gut lesbaren – sachkundigen Kommentars, ohne sich auch mit der Sinnhaftigkeit oder den Fehlsteuerungen der Vorschriften oder gar mit deren möglicher / nötiger Weiterentwicklung auseinanderzusetzen. Hier die – zusammengefasste – Gliederung dieses Werks:

  • I     Die Entwicklung der Krankenhausfinanzierung
  • II    Grundlagen der Krankenhausfinanzierung
  • III   Budget- und Pflegesatzverhandlungen nach dem Krankenhausentgeltgesetz
  • IV   Budget- und Pflegesatzverhandlungen nach der Bundespflegesatzverordnung
  • V    Das Ausbildungsbudget
  • VI   Verhandlung und Vereinbarung
  • VII  Schiedsstellenverfahren
  • VIII Rechtsschutz
  • Literatur
  • Stichwortverzeichnis
  • Autor, Herausgeber

Der Autor hält sich strikt ans Thema. Schon die – durchaus diskussionswürdige – Kalkulation als Grundlage von Basisfallwerten und Bewertungsrelationen wird z.B. ebenso wenig behandelt wie die tatsächliche (und nicht nur die prinzipielle) Abgrenzung der einzelnen G-DRGs. Die einzelnen Gliederungspunkte werden durch die Brille des erfahrenen Juristen behandelt: Ohne Wenn und Aber. So sind zurzeit die Regeln!

Es ist zu hoffen, dass sich die stationäre Krankenhausfinanzierung – von einer seit Jahrzehnten überfälligen Ablösung der dualistischen durch eine ansonsten in Gesellschaft und Wirtschaft selbstverständliche – „monistische“ Finanzierung abgesehen – nicht so rasch wieder gänzlich ändern wird. Unter dieser Prämisse ist das, was Dr. Behrend Behrends hier als eine Art Lehrbuch zur Materie vorgelegt hat, eine auch für all jene äußerst hilfreiche Darstellung der Materie (bis und nach 2008), die damit nicht hauptberuflich zu tun haben. Oder wie der Rezensent nicht mehr hauptberuflich.

Auch jene, die sich nur informieren wollen, finden hier eine gut verständliche (wenn auch nichts entschuldigende) Beschreibung all jener kunstvollen Verästelungen, mit denen der Einfallsreichtum der deutschen Variante menschlichen Geistes dazu beigetragen hat, über deren Finanzierung (Verhandlung und täglicher Kodierung) die Krankenbehandlung und den Patienten selbst allmählich aus den Augen zu verlieren. Ansonsten ist das Buch auch für alle, die mit der Leitung und Finanzierung des Krankenhauses zu tun haben, ein gutes Nachschlagewerk. Schon als solches gehört es in jede Krankenhaus-Fachbibliothek! (+++)

 

 

 

Anmerkung: Hier werden in erster Linie Bücher und Texte besprochen, die aus fachlicher Einschätzung fürs Arbeiten im Gesundheitsunternehmen nützlich sind. Nur gelegentlich finden sich hier auch Besprechungen ärgerlicher Veröffentlichungen, deren Kauf und Lektüre man sich besser sparen sollte.

Bewertung:
(+++) = Sehr gut
(++) = Gut
(+) = Lesenswert
(0) = Neutral
(-) = Nicht empfehlenswert.

Alle entsprechend gekennzeichneten Titel können Sie durch Anklicken von AMAZON aus der Buchbesprechung heraus bestellen.


10. Links

(VDÄÄ) Das Kostenrätsel. Was uns eine Stadt in Texas über das Gesundheitssystem beibringen kann
(Vollständige deutschsprachige Quelle)

Patienten stellen Ärzten Online-Zeugnis aus

BAG „Pflege im Krankenhaus“: Balance halten im Pflegealltag, Praxishandbuch zum Download (Stichwort: Überlastungsanzeigen)

Gute Praxis? Das Arztbewertungsportal „Weisse Liste-Ärzte / AOK-Arztnavigator“ aus Sicht des ÄZQ

Qualitätskliniken.de online“ Anmerkung:
Leider verrät die neue Website nicht, worin die Qualität konkret besteht. Da eine Methodenbeschreibung fehlt, ist der Name eher eine weitere Irreführung in einem an Qualitätsbehauptungen ebenso reichen wie an Qualitätstransparenz armen Gesundheitswesen. Das zumindest macht Helios derzeit deutlich besser!

HELIOS Geschäftsberichte

Notfall-Algorithmen (AG)

Herzinfarkt: „Time to Perfusion“ entscheidet über Leben und Tod

ZDF: „Der Patient als Ware

Abschlussveröffentlichung zu Expertenstandard Ernährungsmanagement

Interview mit Prof. Dr. med. Peter Sawicki, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: „Wir haben uns immer festgelegt!“

(Hart, aber fair) Durchgecheckt und abkassiert -
Was bringt die medizinische Vorsorge?

"Der Krankenhaus-Kollaps: Patient in Gefahr?"

Video

AOK-Versicherte können ab Juni ihre Ärzte bewerten

Wirtschaftskrise beschleunigt Krankenhaussterben. Studie von Ernst & Young

Wir wollen im Mittelalter bleiben – koste es die Patienten, was es wolle! „Ärzte drängen auf Aus für Elektronische Gesundheitskarte

Pflege-Thermometer 2009

Das IQWiG-Produkt macht einen ordentlichen Eindruck: http://www.gesundheitsinformation.de/ Dazu als Ergänzung: http://www.weisse-liste.de/

Medienkonferenz "Ohne Spitalmedizin kein Managed Care"

Parasiten des Wohlstands

»Unsinniges aussortieren«

Eine Stunde mit Jack Welch. Sich mit guten Leuten umgeben

http://www.palliativstiftung.de/ Eine neue Initiative

Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP)

Der neue Arzneiprüfer ist kein Weichling

Aus kritischen Ereignissen lernen. Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege

 

vvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvvv

Englischsprachige Links

TAKING THE LEAD TO IMPROVE SURGICAL PATIENT OUTCOMES: preventing complications, reducıng costs, improvıng surgıcal care

Clinical pathways are document-based tools that provide a link between the best available evidence and clinical practice”.

Building Artificial Organs Using 'Biological Legos'

NIH Issues New Conflict Of Interest Guidelines For Researchers

Federal Health IT Investments Get Cautious Reception

Global Challenges in Health Care: Is Rationing in Our Future?

Delivering Better Primary Care What is clear is this: primary care is hurtling toward a crisis point…   Mehr

Liability Labs. Local experiments to resolve malpractice claims aim to be fairer to all sides

PFI Hospitals are the UK's Cleanest (Private Krankenhäuser in GB sauberer als öffentliche)

Megatrends in Global Health Care

Global Challenges in Health Care: Is Rationing in Our Future?

Effect of bar-code technology on the safety of medication administration

Decrease in hospital-wide mortality rate after implementation of a commercially sold computerized physician order entry system

An intervention to decrease patient identification band errors in a children's hospital

Intensive care unit safety culture and outcomes: a US multicenter study

A prospective controlled trial of the effect of a multi-faceted intervention on early recognition and intervention in deteriorating hospital patients

Stop "borrowing" medications: protecting patients from harmful medication errors

The natural lifespan of a safety policy: violations and system migration in anaesthesia

Surgical fires, a clear and present danger

Case study: sustaining a culture of safety in the U.S. Department of Veterans Affairs Health Care System

Google Health Beta-Version

The New Health Care CEO. Health system CEOs are managing much more than hospitals—these days they resemble heads of corporations. Anmerkung: Diese Anforderungen werden sicher auch bei uns einmal Standard sein.

The Variability of Patient Care. Electronic health record (EHR) systems should accommodate different treatment patterns.

The Importance of Proximity. Nearness—to colleagues, to information, to the hospital—is invaluable…   Mehr

Hospital Survey on Patient Safety Culture: 2010 User Comparative Database Report

Surgical Robot Examined in Injuries

How To Be a Better CEO

What Chief Executives Really Want

Advances In Health IT. News outlets report on advances in health information technology

Bloodstream infection rates at nearly zero for three years

Hospitals in pursuit of excellence

http://www.hpoe.org/

British Medical Council Bars Doctor Who Linked Vaccine With Autism

New Breed of Specialist Steps In for Family Doctor

The Doctor Will See You Now. Please Log On.

FIRST STATE-SPECIFIC HEALTHCARE-ASSOCIATED INFECTIONS SUMMARY DATA REPORT.
CDC’s National Healthcare Safety Network (NHSN)

Medtronic Discloses Payments, Mostly Royalties, To Doctors

Firms Chase Opportunities In Online Medicine

Who Pays for Medical Complications?

As Attention Wanders, Rethinking the Autopilot

Are hospitals becoming high reliability organizations (HRO)?

High reliability organizations (HRO)

http://high-reliability.org/

Video Interview: A conversation with DNV Healthcare's Yehuda Dror

Standing up for doctors, speaking out for patients

Maryland Doctors To Get Rewards For Cheaper Care; In S.D., Sue To Open More Doc-Owned Hospitals

Health Care Quality Issues: The Disconnect Between Patients And Experts

http://www.kaiserhealthnews.org/Daily-Reports/2010/June/04/Quality-Issues.aspx

NIH Issues New Conflict Of Interest Guidelines For Researchers

Federal Health IT Investments Get Cautious Reception

Global Challenges in Health Care: Is Rationing in Our Future?

Delivering Better Primary Care

Liability Labs. Local experiments to resolve malpractice claims aim to be fairer to all sides

An intervention to decrease patient identification band errors in a children's hospital

Intensive care unit safety culture and outcomes: a US multicenter study

A prospective controlled trial of the effect of a multi-faceted intervention on early recognition and intervention in deteriorating hospital patients

Stop "borrowing" medications: protecting patients from harmful medication errors

The natural lifespan of a safety policy: violations and system migration in anaesthesia

Surgical fires, a clear and present danger

Case study: sustaining a culture of safety in the U.S. Department of Veterans Affairs Health Care System

Google Health Beta-Version

The New Health Care CEO Anmerkung: Diese Anforderungen werden sicher auch bei uns einmal Standard sein.

The Variability of Patient Care. Electronic health record (EHR) systems should accommodate different treatment patterns.

The Importance of Proximity. Nearness—to colleagues, to information, to the hospital—is invaluable…   Mehr

Hospital Survey on Patient Safety Culture: 2010 User Comparative Database Report

Surgical Robot Examined in Injuries

How To Be a Better CEO

What Chief Executives Really Want

Advances In Health IT. News outlets report on advances in health information technology

Bloodstream infection rates at nearly zero for three years

Hospitals in pursuit of excellence

http://www.hpoe.org/

High reliability organizations (HRO)

http://high-reliability.org/

Video Interview: A conversation with DNV Healthcare's Yehuda Dror

Standing up for doctors, speaking out for patients

Maryland Doctors To Get Rewards For Cheaper Care; In S.D., Sue To Open More Doc-Owned Hospitals

Health Care Quality Issues: The Disconnect Between Patients And Experts

Buchhinweis zur besseren Beschilderung:
Wayfinding for Health Care: Best Practices for Today's Facilities