Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen!


Motto des Tages

"It is easier to fight for one's principles than to live up to them"
(Alfred Adler)
Quelle: Baptist Leadership Group


01. Editorial: Was Mark Chassin uns mit seiner neuen Qualitätsinitiative auch in Deutschland zu sagen hat.

Zur Person: Mark Chassin M.D.

„Erst die (gerichtlich erzwungene) Offenlegung der Operationsergebnisse hat die Operateure dazu gebracht, ihr Verhalten zu ändern. Das führte in der Folge in der Herzchirurgie zu immer besseren Ergebnissen“. So die (sinngemäß mitgeschriebene) Antwort von Mark Chassin M.D., seinerzeit State Commissioner in New York, auf die Frage eines Teilnehmers am Kongress „Leading Clinical Quality Improvement. Less Art, More Science“ im Jahre 1994 in Pasadena), ob so viel Transparenz den Laien nicht verunsichere.

Zur Institution: Joint Commission

Seit Anfang 2008 hat Mark Chassin als neuer President der Joint Commission, der „Mutter aller Zertifizierungen von Gesundheitsinstitutionen“ seit 1951, Krankenhäusern nach dem Vorbild von Luftfahrt- und Atomunternehmen das strategische Ergebnisziel verordnet, durch eine sukzessive Standardisierung von Best Practice für die Patienten zu den weltweit verlässlichsten Institutionen mit den besten Outcomes und der höchsten Wertschöpfung (= Qualität der Behandlungsergebnisse / Gestehungskosten) zu werden. Das erfordert auch eine gänzlich andere Qualitätskultur als heute (siehe dazu auch den Texthinweis unter Punkt 05 in unserem heutigen Newsletter).

Outcomes-Orientierung der Standards

Dazu soll der Kriterienkatalog der Joint Commission von nicht evidenzbasierten Aspekten befreit und um harte Qualitätsverbesserungserfordernisse ergänzt werden. Damit verschiebt sich deren Fokus von Struktur- und Personalbesetzungsaspekten und der Einhaltung bestimmter, als qualitätswirksam verstandener Prozesserfordernisse hin zu ergebnisrelevanten Prozessen und messbaren Ergebnissen. Die Joint Commission bringt kleine Gruppen von Krankenhäusern zur Entwicklung und Erprobung ergebnisrelevanter Innovationen bis zur Verfahrensreife zusammen. So werden für die Handhygiene in Zusammenarbeit mit der Industrie neue Verfahren und Ergebnismessungen erprobt, wobei es zugleich auch andere zwingende Erfordernisse wie den Brandschutz strikt zu erfüllen gilt. Ein aktuelles Veränderungsprojekt dient z.B. der Optimierung der Überleitung.

Interaktive Methodenverbesserung

Eine solch rigide Veränderung in Richtung Verbessern und Ergebnisorientierung ist nicht von heute auf morgen möglich, obwohl sie bereits Ernest Codman M.D. im Jahre 1910 (!) gefordert hat (auf dessen Wirken die Joint Commission ihre Existenz zurückführt). Dazu musste sich letztere erst einmal selbst in Sachen Kultur und Methoden-Know-how fit machen, was erfolgreich auf den Weg gebracht wurde und mittlerweile tägliche Praxis geworden zu sein scheint. Erst anschließend geht man daran, die intern gesetzten und erprobten Veränderungserfordernisse auch den Krankenhäusern aufzuerlegen – samt den damit verbundenen neuen Verantwortlichkeiten.

Das Ziel: Einer neue, ergebnisorientierte Zertifizierung.

Das erzwingt einen grundlegenden Wandel in allen, auch in den weniger veränderungsfreudigen Krankenhäusern – weg von einer Fixierung auf möglichst preiswert und mühelos erlangte Zertifikate und hin zu einem nie endenden eigenen Bemühen um evidenzbasierte, durch immer weitere Messungen und Auswertungen belegte Verbesserungen. Solche Veränderungen muss man erst einmal für wünschenswert und möglich halten und sie dann auch noch wollen. Diesem Wollen – und dem dafür nötigen Change Management – wird zumindest in den USA auch die Politik nachhelfen. So wird die – ohnehin schon wirklich nützliche, weil höchst konkret erzieherische – Zertifizierung (in den USA und international als Accreditation bezeichnet) durch die Joint Commission zum neuen, noch stärkeren Druckmittel für die große Masse der Krankenhäuser, die sich ohne dieses wohl nicht so schnell auf den Weg wirklich nachhaltiger Verbesserungen für die Patienten machen würde.

Und in Deutschland?

In Deutschlands Gesundheitsinstitutionen glaubt man immer noch, die Qualität sei ohnehin gegeben. Was allenfalls nötig sei, sei deren „Sicherung“, d.h. das Einfangen auch jener Außenseiter in „kollegialen Dialogen“, die nicht schon von sich aus bestimmte bescheidene Mindesterfordernisse erfüllen. Das gilt für die unter der Flagge der BQS zustande gekommenen Ansätze einer wenigstens punktuellen Prozess- und (Zwischen-)Ergebnistransparenz im stationären Bereich genauso wie für das, was nun Aqua integrativ daraus machen soll. Die allermeisten Zertifikate – allen voran KTQ – kann man (leider) nach wie vor vergessen. (Schon an die – hinsichtlich der Ansprüche im Vergleich zum US-Original bescheidenere – internationale Zertifizierung der Joint Commission wagt sich hierzulande sowieso kaum jemand). Dafür werden hier Qualitätsberichte vorgeschrieben, in denen zur Qualität vorschriftsmäßig auch 2010 noch kaum etwas Konkretes zu stehen hat. Auch die wachsende Zahl der angeblichen Qualitätsportale kann mangels Masse nichts Konkreteres bieten.

Deutschland beherrscht nach wie vor die Einbildung von Qualität.

Hier glaubt eine übergroße Mehrheit der Verantwortlichen unter den Leistungserbringern trotz weithin fehlender belastbarer Fakten scheinbar immer noch, sich auf den (höchst bescheidenen) gesetzlichen Pflichterfordernissen ausruhen und sich höchstens noch mit irgendeinem möglichst mühelos zu erwerbenden und nicht allzu teuren Zertifikat schmücken zu können. Für was genau auch immer. Je mehr Verantwortliche sich an dem Spiel beteiligen, desto sicherer können sie sich sein, nicht außerhalb des Geleitzugs zu agieren – auch wenn man damit nicht etwa das Patientenwohl im Auge hat, sondern eher das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern lebt. Alle Entscheidungsgremien sind fest in der Hand jener, die aus den unterschiedlichsten Gründen kein sonderliches Interesse an einer vermehrten Ergebnistransparenz haben.

Kleine Pflänzlein, die wenigstens etwas Hoffnung machen.

Doch ganz allmählich beginnt sich etwas zu ändern, wenn auch nur sehr, sehr langsam. Zumindest ist das zu hoffen. Hier einige Kürzel, die dafür stehen könnten: IQM ist sicher äußerst hilfreich, Aha-Erlebnisse zu produzieren und sich ganz nebenher ans Messen, Aggregieren und vergleichende Auswerten von Behandlungsergebnissen zu gewöhnen. Dass damit nur ein allererster Anfang gesetzt ist, wird aber leider verschwiegen. Und von einer inhaltlichen Weiterentwicklung ist (im Unterschied zu einer lateralen Ausbreitung, auch über die Landesgrenzen hinaus) nichts bekannt. Warum eigentlich?

Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin ist offensichtlich auf dem richtigen Weg, das Deutsche Cochrane Zentrum (DCZ) sowieso. Von einer Situation, in der die dort behandelten Themen zum deutschen Mainstream geworden sind, ist man allerdings wohl noch himmelweit entfernt. Was hierzulande unter der Bezeichnung CIRS agiert, scheint nach wie vor eher Alibi-Charakter zu haben und in der konkreten Ausprägung auf Nebenkriegsschauplätze zu verlieren, als wirklich schwerwiegende Probleme einer Lösung zuzuführen. Den Verdacht der bewussten Einnebelung wird man auch nicht los, wenn man sich ansieht, was das Aktionsbündnis Patientensicherheit so treibt: „Wir machen doch alles!“ Und in Wirklichkeit ändert sich nichts. Zumindest nichts Konkretes. Zumindest hört und sieht man als interessierter Laie (= als potentieller Patient) davon nichts. So lässt sich auch verstehen, was alles unter ÄZQ zu finden ist: Wer wo wie gut und mit welchen Ergebnissen arbeitet, findet man nach wie vor nirgendwo. Woher sollten auch die erforderlichen Daten kommen? Die werden ja zumeist nicht einmal festgehalten!

Conclusio

Nach aller bisherigen Erfahrung ist kaum zu erwarten, dass sich der Nebel in absehbarer Zeit wirklich lichtet. Dagegen sprechen zu starke Interessen. Die für die Geschicke der Krankenhäuser Verantwortlichen reden von Qualität, denken und handeln aber zumeist nur in Kosten- und Erlöskategorien. Und die Medien haben das Thema immer noch (fast) nicht entdeckt. Von der Politik und von den diese beratenden Gesundheitsökonomen ist wohl auch künftig keine Hilfe zu erwarten. Die kämpfen offensichtlich lieber um die Finanzierung und um die Verteilungsgerechtigkeit – von was auch immer! Gleichwohl wird sich die Entwicklung in Sachen Transparenz nicht aufhalten lassen. Wir werden deshalb an Anregungen weiter veröffentlichen, was aus unserer Sicht dabei helfen könnte, die Wertschöpfung für die Patienten zu steigern. Dazu gehört nicht zuletzt, was Mark Chassin M.D. mit der Joint Commission dazu beigetragen hat. Damit sollte man sich auf jeden Fall genauer befassen.


02. (SF Chronicle) Wo Toyota wirklich vom Kurs abkam

Where Toyota really lost its way

"The Toyota Way." For a generation, it was the gold standard of corporate slogans, as the Japanese automaker rose to No. 1 in the world by - to borrow another famous mantra - doing well by doing good...   Mehr

Siehe dazu auch Business Week


03. (AHA) Häufigerer Personalwechsel an der Spitze von US-Krankenhäusern

Hospital CEO turnover rises, retirement up

Hospital CEO turnover increased 18% last year, the largest increase since 1999, according to a survey by the American College of Healthcare Executives…   Mehr


04. (KHN) USA: Zu viel Diagnostik, zu viel Therapie

Experts: Americans Get Too Many Tests, Too Much Treatment

"Too much cancer screening, too many heart tests, too many cesarean sections. A spate of recent reports suggest that too many Americans -- maybe even President Barack Obama -- are being overtreated."…   Mehr


05. (H&HN) Mark Chassin führt Joint Commission zu inspirierenden neuen Ufern

Chassin and the Joint Commission Aim to Inspire

It's not just about accreditation anymore, it's about partnering with hospitals to create a 'high reliability' health care system…   Mehr


06. (H&HN) Die Nutzen von Konflikten

(H&HN) Die Nutzen von Konflikten

The Benefits of Conflict

An organization that encourages constructive conflict is better at solving problems and improving systems…   Mehr


07. (KHN) Bemühungen um eine systematische Senkung der Fehlerrate. Auf allen Ebenen

National, State Efforts Seek To Reduce Medical Errors

The Wall Street Journal: "Errors made by doctors, nurses and other medical caregivers cause 44,000 to 98,000 deaths a year…   Mehr

Anmerkung:
Und bei uns?


08. Links

Take Your Meds, Exercise—and Spend Billions. Washington wants to pump big money into so-called disease management, though there's scant evidence that it works

AQUAs neue Website

Gutachten zu Kosten-Nutzen-Bewertungsverfahren (KNB) f?r Arzneimittel in Deutschland und im internationalen Vergleich

With Medicaid Cuts, Doctors and Patients Drop Out

Obama’s C.D.C. Director, Wielding a Big Broom

Study Suggests Doctors Overlook Effects Of Implanted Heart Defibrillators In Dying Patients

Operation Hippokrates. Wie ernst ist es dem Gesundheitsminister mit seiner jüngsten Attacke auf die Industrie? Seine FDP hat gerade den mächtigsten Pharmakritiker des Landes entsorgt. Erst wurde die Ablösung beschlossen - dann nach Gründen gesucht. Die Chronolgie einer Intrige.

BAR Vereinbarung zum internen Qualitätsmanagement nach § 20 Abs. 2a SGB IX (Reha)

New Joint Commission Book Advises Parents on Their Child’s Health Care Safety. Pediatrician answers common health-related questions from parents. For free excerpts from the book and more information, visit the JCR web site at www.jcrinc.com

Why US Healthcare Costs Are Out of Control: Two Insiders Perspectives

Prävention und Kontrolle reduzieren MRSA-Infektionsraten im Krankenhaus

Antiseptic Cloths Associated With Reduced Rate of Treatment-Resistant Bacteria in the Trauma Center

Unmet Needs. Teaching Physicians to Provide Safe Patient Care. Report of the Lucian Leape Institute Roundtable On Reforming Medical Education

What doctors can learn from the factory floor

Getting it right when things go wrong

Bridging the gap: leveraging business intelligence tools in support of patient safety and financial effectiveness

Patient safety research: an overview of the global evidence

Study Finds The Cost of Cancer Care Is Skyrocketing

Device Manages Care Online For Chronic Disease Patients

Massachusetts Hospital Costs Not Connected To Quality Of Care, Report Finds

BMBF Richtlinien zur Förderung von Instrumenten- und Methodenentwicklungen für die patientenorientierte medizinische Forschung

Was die Chefs der Krankenkassen verdienen

Initiative Qualitätsmedizin (IQM)

Regierungskommission zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung des Gesundheitswesens nimmt ihre Arbeit auf

Neues Internetportal informiert über Prävention

Notruf nach dem Landarzt. Der Provinz droht ein Medizinermangel. Schon sammeln Bürger Unterschriften für ihre Arztpraxen


09. Buchbesprechung

Wennberg, John E., The Center The Quality of Medical Care in the United States (Ed.): A Report on the Medicare Program : The Dartmouth Atlas of Health Care 1999, Chicago 1999, ISBN-10: 1556482574, ISBN-13: 978-1556482571, AMAZON

Als ich im Jahre 1999 am Bücherstand am Rande des Health Care Leadership Summit eine frühere Auflage des hier zu besprechenden Buches zum ersten Mal in den Händen hielt, habe ich es trotz seines hohen Preises (samt der zugehörigen Diskette) spontan erworben, weil ich damals noch fälschlich glaubte, damit Anregungen für ähnliche Aktivitäten ingangzusetzen. Doch weit gefehlt! Abgesehen von etlichen hundert Seminarteilnehmern, die im Laufe der Zeit mit Beispielen aus dessen Inhalt konfrontiert werden konnten, hat sich kaum jemand ernsthaft dafür interessiert. (Das BMG hat Jahre später einen ähnlichen Vergleich chirurgischer Eingriffe gefördert, dessen Bericht allerdings für Nichtstatistiker wegen des extensiv verwendeten wissenschaftlichen Jargons und der Anonymisierung der Daten praktisch unlesbar war; vielleicht war das ja auch Absicht). Heute gibt es vom Buch gebraucht oder auch neu im Handel immer noch Restbestände (s.o). Ansonsten ist die ganze, damit zusammenhängende Aktivität ins Internet verlagert worden (http://www.dartmouthatlas.org/):

“The Dartmouth Atlas Project works to accurately describe how medical resources are distributed and used in theUnited States. The project offers comprehensive information and analysis about national, regional, and local markets, as well as individual hospitals and their affiliated physicians, in order to provide a basis for improving health and health systems. Through this analysis, the project has demonstrated glaring variations in how health care is delivered across the United States. The project is run by Center for the Evaluative Clinical Sciences at Dartmouth Medical School …”.

Mehr.

Gleichwohl soll an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen werden, da es ohne jede intellektuellen Kopfstände signifikante regionale Unterschiede in der Behandlung und in den Behandlungskosten verdeutlicht, denen es anschließend gezielt nachzugehen gilt: Sein (sinngemäß übersetzter) Inhalt:

  • Vorwort und Übersicht
  • Kapitel 1: Regionale, vom Behandlungspreis und dem Gesundheitszustand unabhängige Ausgabenunterschiede
  • Kapitel 2: Regionale Unterschiede bei den vorgehaltenen stationären / ambulanten Ressourcen
  • Kapitel 3: Regionale Unterschiede bei Nachfrage und Kapazität des Angebots
  • Kapitel 4: Qualität der Versorgung: Regionale Unterschiede bei der ambulanten Versorgung
  • Kapitel 5: Praxisabweichungen und Qualität verschiedener chirurgischer Eingriffe
  • Kapitel 6: Qualität der Betreuung in den letzten sechs Lebensmonaten
  • Kapitel 7: Qualität der Krankenbehandlung in den USA
  • Anhänge
  • - zur Methode
  • - zur geografischen Gliederung

Auch wenn die Einzelheiten mittlerweile für eine Reihe von Jahren aus dem Internet zu entnehmen sind, hat das Buch seinen Wert als Übersichts- und Nachschlagewerk sowie als Muster für eine verständliche Darstellung komplexer Sachverhalte trotz der vergangenen Zeit nichts eingebüßt. (+++) 

(Wiederholung der Buchbesprechung im hmanage Newsletter 293)

 

Anmerkung: Hier werden in erster Linie Bücher und Texte besprochen, die aus fachlicher Einschätzung fürs Arbeiten im Gesundheitsunternehmen nützlich sind. Nur gelegentlich finden sich hier auch Besprechungen ärgerlicher Veröffentlichungen, deren Kauf und Lektüre man sich besser sparen sollte.

Bewertung:
(+++) = Sehr gut
(++) = Gut
(+) = Lesenswert
(0) = Neutral
(-) = Nicht empfehlenswert.

Alle entsprechend gekennzeichneten Titel können Sie durch Anklicken von AMAZON aus der Buchbesprechung heraus bestellen.


10. Die richtigen Begriffe richtig verwenden: Unerwünschte Ereignisse = Adverse Events

Wir haben uns schon oft darüber beklagt, dass unter jenen, die sich in Deutschlands Gesundheitswesen mit dem Qualitätsmanagement befassen oder darüber reden, eine babylonische Sprachverwirrung zu herrschen scheint. Geholfen hat das – soweit erkennbar – kaum. Im Gegenteil: Die Verwirrung scheint unvermindert zu wachsen. Umso lieber weisen wir auf Quellen hin, die dazu beitragen können, diesen höchst unbefriedigenden Zustand zu ändern.

Dabei geht es uns nicht um eine Begriffsklärung um ihrer selbst willen, sondern im berechtigten Interesse eines potentiellen Patienten um den richtigen Ansatz, die Ergebnisse der Krankenbehandlung für jeden Einzelfall zu erfassen, zu bewerten und mit den geeigneten Methoden und Rahmenbedingungen systematisch weiter zu verbessern.

Das erscheint uns umso wichtiger, als ein derartiger „ingenieurmäßiger“ Ansatz im deutschen Gesundheitswesen nach wie vor noch wenig verbreitet ist. Doch ohne ihn werden wir in wabernden Vermutungen und Behauptungen verharren, die den medizinischen Fortschritt bremsen und das Gesundheitswesen in nicht zu ferner Zukunft unbezahlbar machen werden.

Zum Stichwort „Adverse Events“ erreichte uns in diesen Tagen eine aufschlussreiche Mail von Dr. med. Ulrich Paschen zu einem Aufsatz im Deutschen Ärzteblatt, deren vorzüglichen Inhalt wir sehr gern weiterverbreiten wollen: Hier der zugehörige Link.

Weitere nützliche Fachbeiträge.