Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen

182 - 07.03.05


Motto des Tages:

"It's hard to soar with the eagles when you are surrounded by turkeys!"

 

Dr. Adrian P. Rogers


01. Editorial: Prozessoptimierung statt Kostenstellenkameralistik!

Optimizing Processes Versus Financial Budgets for Cost Centers

 

"Es gibt in der Wissenschaft Fragen, die aus der Natur der Sache heraus nicht beantwortet werden können. Dazu gehört die naheliegende, aber laienhafte Frage: Was kostet die Leistung? Es kann nicht Aufgabe der Betriebswirtschaftslehre sein, dem praktischen Bedürfnis nach Beantwortung dieser Frage dadurch entgegenzukommen, dass sie Verrechnungsmethoden zu entwickeln und konservieren hilft, die nichts anderes als eine Mischung aus viel Dichtung und wenig Wahrheit darstellen".

Diese Sätze von Paul Riebel seien all jenen Experten in deutschen Krankenhäusern ins Stammbuch geschrieben, welche heute nach den Regeln des Kalkulationshandbuchs für die G-DRGs (http://www.g-drg.de/dokumente/kalkhb_v2.pdf ) „ihre“ Kosten zu ermitteln glauben. So einfach ist das leider nicht: Siehe oben!

 

Wer dann noch hingeht, solchermaßen ermittelte Zahlen zur Grundlage von Kostenstellenbudgets und kostenstellenbezogener Plan-Ist-Auswertungen („Controlling“) zu machen, wie dies kürzlich in einer deutschen Krankenhauszeitschrift zu lesen war, muß sich nicht darüber wundern:

 

  1. Die „amtliche“ Kalkulation erscheint unplausibel.
  2. „Exakt“ dazu passende Ist-Aufzeichnungen sind sehr aufwendig.
  3. DRG-Erlöse und Kostenstellenbudgets passen nicht zusammen.
  4. Anhaltspunkte für die richtigen Kostensenkungen findet man so nicht.

 

Für eine solche „Kostenstellenkameralistik“ kann nur Zeit und Geld bereitstellen, wer sich von säuberlich aufgelisteten Computerzahlen schon deshalb imponieren läßt, weil sie exakt aussehen. Im übrigen gilt hier Riebel. Wer dann auch noch „Über- und Unterdeckungen“ verschiedener Kostenstellen miteinander aufrechnet, darf sich nicht wundern, wenn sein Krankenhaus in kürzester Zeit auch dann in die roten Zahlen schliddern muß, wenn am Ende immer noch mehr als eine „schwarze Null“ steht!

 

Base Rate und Bewertungsrelationen entstehen aus Auswertungen vieler Krankenhäuser. (Dass es sich um hinreichend viele Krankenhäuser handeln muß, um je Fallart – eine Kostenverrechnung nach Vorschrift als Arbeitshypothese vorausgesetzt – zu einigermaßen „verursachungsgerechten Preisen“ zu gelangen, erfahren gerade alle Krankenhäuser mit „teurem“ Fallmix). Hinter den diesen zugrunde liegenden Mittelwerten verbergen sich „gute“ und „weniger gute“ Krankenhäuser. Das einzelne Krankenhaus sollte daran nur interessieren, was es aus der einzelnen G-DRG konkret erlöst!

 

Wenn das Krankenhaus über eine funktionierende Kostenstellenrechnung mit Plan-Ist-Ausweis verfügt, ermittelt es den Erlösen je G-DRG zugrunde liegende Fallkosten schon aus Gründen der Zeit- und Kostenersparnis besser anders (und vorerst am allerbesten gar nicht). Je mehr man daran herumrechnet, desto weniger haben vermeintlich genauere Zahlen mit „Verursachungsgerechtigkeit“ zu tun – und vor allem mit der Realität.

 

„Kostenstellen-Budgets“ sind in deutschen Krankenhäusern im allgemeinen auf ähnliche Weise entstanden und in der Folge „historisch gewachsen“ wie die berühmten Anhaltszahlen für die Personalbesetzung: Zu Beginn irgendwie und in der Folge akribisch „fortgeschrieben“. Sie werden nicht dadurch genauer, dass man – was auch schon als Ausweis modernsten Management zu lesen stand – die G-DRG-Erlöse „gerecht“ auf die beteiligten Kostenstellen aufteilt.

 

Das sichert (oder schafft gar) Arbeitsplätze in der Verwaltung, löst aber weder das Problem einer fehlenden Kostentransparenz noch gar das der Unsicherheit, an welchem Teilbudget denn nun – wenn es nicht anders geht – am besten Kürzungen vorzunehmen wären, ohne dass es zum Kollaps einer notwendigen Krankenbehandlung käme. Man weiß es schlicht nicht! Wozu dann überhaupt Budgets in Geldwerten? Kostenstellenbudgets funktionieren unter den gegebenen Umständen nur, wenn sie (immer noch) zu hoch sind!

 

Wäre es nicht sinnvoller, die arbeitsteiligen Prozesse in der Krankenbehandlung so zu straffen, dass die heute weithin üblichen Um- und Irrwege (und die damit verbundenen vermeidbaren Kosten der Blind- und Leerleistung) vermieden würden? Das führt zwangsläufig zu klinischen Pfaden, allerdings auch nicht nur zu etwas, das nur so heißt. Leider hat es sich in Deutschland noch nicht herumgesprochen, dass so etwas tatsächlich den Ressourcenverbrauch signifikant senken würde – allerdings nur dann, wenn der Pfadentwicklung auch die notwendigen Strukturveränderungen folgten. Davor drückt man sich bisher ebenfalls; und verplempert sein Geld lieber für eine unsinnige Kostenstellenkameralistik. Bis einen „die Privatisierung“ verschlingt!


02. ISQuA und JCAHO stellen Fragen zur Zertifizierung (Accreditation)

ISQua Accreditation Program (IAP) Field Survey

 

Die JCAHO hat kürzlich an Fachleute in aller Welt geschrieben:

 

"ISQua, The International Society for Quality in Health Care, works to provide services to guide health professionals, health providers, researchers, agencies, policy makers and consumers, to achieve excellence in health care delivery to all people, and to continuously improve the quality and safety of care.  It is a non-profit, independent organization with members in nearly 70 countries around the world.

 

ISQua's International Accreditation Program has been evolving to be as responsive as possible to accreditation and other external evaluation programs in health care which are seeking assurance that their performance, standards, training and education programs meet the highest international standards and are continuously improved.

 

We wish to invite your participation in a field survey in relation to the services provided by the ISQua Accreditation Program (IAP).  Your feedback on this survey will help the IAP to better define existing and potential markets for accreditation.

 

You can connect directly with the six-question survey by using the following link: http://www.surveymonkey.com/s.asp?u=84733878961"

 

Die GQMG hat diesen Fragebogen kürzlich über ihren Verteiler weitergeleistet).

 

"We appreciate your participation in this field survey and look forward to receiving your comments. The closing date for these is Monday 7 March.

 

If you have technical questions regarding on-line access to the survey, please contact Ms. Jennifer Hill at jhill@jcrinc.com or 01.630.268.7458.

ISQua is very grateful to have the assistance of Joint Commission International in collating the responses on its behalf.

 

Further details about ISQua's International Accreditation Program and the services available can be found by clicking on the following link:

http://www.jcrinc.com/isqua and also on ISQua's website at:

http://www.isqua.org  .."

 

Das wurde wohl teilweise mißverstanden. Daher gab es einen aufklärende Ergänzung:

 

"On February 24th Joint Commission International, on behalf of the Accreditation Council of the International Society for Quality in Health Care (ISQua), sent you a letter, inviting your participation in an on-line survey. This survey requests input on the ISQua International Accreditation Program, which is an external evaluation and recognition award that is offered to national or regional accrediting and certifying bodies. In response to several questions we have received concerning the earlier letter, we would like to clarify that ISQua itself does not offer international accreditation or evaluation services to individual health care organizations or to health care professionals". 

 

Anmerkung:

Wir geben sie gern weiter und empfehlen nach wie vor, sich bei Interesse an einer wirklichen Zertifizierung bei der ISQua und der JCAHO zu informieren und bei der JCI, dem internationalen "Ableger" der JCAHO ein Angebot einzuholen!


03. (AHA) AHA für Unterstützung familienfreundlicher Krankenbehandlung ausgezeichnet

AHA honored for promoting family-centered care

 

The Institute for Family Centered Care honored the AHA Monday for its efforts to promote the concepts of family-centered care. The AHA was praised in particular for its production of a “Strategies for Leadership” toolkit that includes a video, self-assessment tool and other resources to help hospitals become more patient- and family-focused in their practices and delivery of care. The toolkit, developed in partnership with the Institute, was distributed last October to every hospital CEO in the country. The AHA also was recognized for incorporating the concepts of patient-centered care in its Quest for Quality Award criteria. AHA Senior Vice President for Quality Leadership Don Nielsen, M.D., accepted the Institute award on behalf of the AHA during the Institute’s International Conference on Patient- and Family-Centered Care in San Francisco

 

Anmerkung:

Die Bundesfamilienministerin sucht auch nach familienfreundlichen Betrieben!


04. (Most Wired) IT-Einsatz zu Unterstützung personifizierter Evidence Based Medicine

Evidence-Based Medicine Gets Personal

 

At a time when so-called "consumer-driven health plans" are starting to establish themselves as a prominent part of the health insurance landscape, a very different sort of consumer-driven movement is quietly promising to revolutionize the delivery of care.

 

.. Weiter


05. (AHA) AHRQ: Qualität der Krankenbehandlung steigt - aber noch nicht für jeden!

AHRQ: Health care quality improving, but closing disparities gap will take time

 

Two reports issued .. by the federal Agency for Healthcare Research and Quality find the quality of U.S. health care continues to improve, though disparities persist across the country and racial and socio-economic groups. The second annual National Healthcare Quality Report and National Health Care Disparities Report seek to benchmark health care quality and access and identify opportunities for improvement. They found a median 5.4% improvement in 24 measures of hospital quality since last year, a 34% decrease from 1994 to 2001 in hospital admissions for uncontrolled diabetes, and a similar decrease from 1996 to 2000 in elderly patients given potentially inappropriate medications, among other improvements. The reports also found gaps in both quality and access to care for minorities and lower-income Americans, concluding that further improvement is possible but will take time.


06. (H&HM) Lean Leadership

Lean Leadership: Three Phases of Development

 

When they're first introduced to "lean thinking," health care leaders usually go through three stages: skepticism, enthusiasm for lean thinking and strategic leadership.

 

.. Weiter


07. (NCQA) Qualitätssicherung im Wortsinn: Aktuelle HEDIS-Bemühungen

HEDIS® 2006 Draft Measures Focus on Overuse; Monitoring, Follow-up Visits Also Addressed

 

Seniors often receive inappropriate drugs; overuse of antibiotics costs at least $1.2 billion annually

 

The National Committee for Quality Assurance (NCQA) ..released for public comment proposed new measures for inclusion in its Health Plan Employer Data and Information Set (HEDIS®), the tool used by most of the health care industry to measure performance.  The draft measures include several that look at an underreported yet serious problem: the overuse of health care.  Overuse is associated with serious risks and contributes to avoidable deaths, complications, extended hospital stays and rising costs. 

 

Antibiotics prescribed for viral illnesses and the use of medications that are contraindicated in older persons – both the subject of new measures – are clear examples of care that may be harmful as well as expensive.  Other new measures emphasize accurate diagnosis, health among the elderly, and monitoring of medications used for attention deficit hyperactivity disorder in children.

 

“When it comes to health care, there really is such a thing as too much,” said NCQA Executive Vice President Greg Pawlson, M.D., M.P.H. “Examples of excess care abound – antibiotics and other drugs are often prescribed to patients for whom they were never intended or for conditions for which they are not effective.  This just adds to the risk and expense.  These new measures will help limit waste and enhance safety.”

Interested parties are encouraged to comment on the draft February 22 - March 22. The new measures proposed for 2006 include:

  • Two measures that address chronic obstructive pulmonary disorder (COPD), the fourth-leading cause of death in the United States. One measure asks whether diagnoses of COPD involved spirometry, which is widely agreed to be the most accurate means of diagnosing the disease. Another measure assesses whether COPD patients receive prescriptions for corticosteroids, which have been shown to shorten recovery periods, prevent relapses, and reduce COPD-related mortality.

  •  A measure stressing follow-up with physicians that assesses whether children 6 to 12 who have been prescribed ADHD medication have received systematic follow-up office visits with their pediatrician to ensure that adverse side effects are avoided. Up to 12 percent of school age children are thought to suffer from ADHD.

  • A patient safety measure that asks whether patients 65 and older have received prescriptions for drugs such as barbiturates that have been determined to be potentially harmful to elderly patients. The safe use of prescription drugs among Medicare recipients is an issue of special interest with the prescription drug benefit set to take effect in the near future.

    A measure that assesses whether users of certain medications receive regular checkups to prevent potential harms associated with long term use of those drugs.

  • A measure developed in conjunction with the Council for Affordable Quality Healthcare (CAQH) and supported by the Centers for Disease Control and Prevention (CDC) that seeks to reduce overuse of antibiotics to treat acute bronchitis. Overuse of antibiotics increases antibiotic resistance among bacterial pathogens and costs billions of dollars annually.

 

With the release of the 2006 draft, NCQA is also soliciting comments on its proposal to change a number of existing measures.  Notable among them, the existing Outpatient Drug Utilization measure will be expanded to include a separate rate for antibiotic utilization to monitor use of antibiotics, especially antibiotics known to contribute to drug resistance.

 

The six new measures were developed with the input of NCQA’s Committee on Performance Measurement, which comprises a diverse array of stakeholders—including physicians, purchasers, consumers, labor and plan representatives. In accordance with NCQA policy, the new measures will be collected, reported and audited in 2006, but the results of the first year of measurement will not be publicly reported.

 

Relevant sections of the HEDIS 2006 draft can be downloaded from NCQA’s Web site at www.ncqa.org.  Those who wish to comment on the new measures may do so by sending an e-mail to hediscomment@ncqa.org

NCQA is a private, non-profit organization dedicated to improving health care quality. NCQA accredits and certifies a wide range of health care organizations, recognizes physicians and physician groups in key clinical areas and manages the evolution of HEDIS, the tool the nation’s health plans use to measure and report on their performance. NCQA is committed to providing health care quality information through the Web, media and data licensing agreements in order to help consumers, employers and others make more informed health care choices. 


08. Links

http://deming.eng.clemson.edu/pub/tqmbbs/health-care/apples.txt Schlüsseltext von Prof. Dr. med. Donald Berwick zum QM in der Medizin (siehe auch www.hmanage.net unter Nachrichten!)

 

http://www.bvmed.de/presse/pressemitteilung/E-Commerce_Konferenz_praesentiert_Praxisberichte.html?language=1 E-Commerce:

„Zeit des Abwartens bei der elektronischen Beschaffung zwischen Klinik und Hersteller ist vorbei" (bvmed)

 

http://www.qualitaetsmessung.de/ Interessanter kommerzieller Anbieter für Befragungen - in der Schweiz bereits erfolgreich etabliert

 

http://www.oecd.org/dataoecd/30/28/33857785.pdf  Skill-Mix and Policy Change in the Health Workforce: Nurses in Advanced Roles James Buchan and Lynn Calman OECD HEALTH WORKING PAPERS NO. 17, 004 Organisation for Economic Co-operation and Development.

 

http://www.chsrf.ca/knowledge_transfer/pdf/2004_workshop_report_e.pdf 

WHAT COUNTS? Interpreting evidence-based decision-making for management and policy Dave Clements, Report of the 6th CHSRF Annual Invitational Workshop Vancouver, British Columbia, 2004, Canadian Health Services Research Foundation.

 

http://www.knowledgetools.de/ Werkzeuge

 

Learning from evidence based mistakes

 

www.medinfo.de Ein neues interessantes Gesundheitsportal

 

http://www.gesundheitswirtschaft.info/content/view/336/117/ TNS Emnid "Patientenbefragung" mit nachdenkenswertem Ergebnis

 

http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/02/25/035a0701.asp?cat=/politik/gesundheitssystem_uns "Qualitätsinstitut will Arbeitsmethoden offenlegen"; hier die Website

 

http://www.iqwig.de/ Das neue offizielle Qualitätsinstitut

 

http://www.freebooks4doctors.com/ Kostenlose Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen oder Auszüge im Internet; weitere Links:

http://www.medscape.com/librarydirectory/splash?src=hdr

http://bmj.bmjjournals.com/

http://jama.ama-assn.org/

http://highwire.stanford.edu/

 

https://service.snafu.de/webmail/index.cgi?BACKGROUND=http%3a%2f%2fkurse%2efh%2dregensburg%2ede%2fkurs_20%2fkursdateien%2f2004SchmackeRituale%2epdf Rituale in der modernen Medizin

 

http://www.promodel.com/products/medmodel/ Simulationssoftware für das Gesundheitswesen, siehe auch http://www.promodel.de/

 

http://deutscher-praeventionspreis.de/ Deutscher Präventionspreis

 

http://europa.eu.int/eur-lex/lex/de/index.htm EUR-Lex bietet einen unmittelbaren und kostenlosen Zugang zu den Rechtsvorschriften der Europäischen Union

 

http://www.kliniksterben.de/ Wie der Name sagt...

 

http://www.clininfo.health.nsw.gov.au/ The Clinical Information Access Program (CIAP) website provides information resources to support evidence-based practice at the point of care

 

http://www.nap.edu/books/0309092701/html/  Complementary and Alternative Medicine in the United States Committee on the Use of Complementary and Alternative Medicine by the American Public US National Academy of Sciences. 2005

 

 

http://www.qualityindicators.ahrq.gov/psi_download.htm Patient Safety Indicators Version 2.1, Revision 3

 

http://www.dh.gov.uk/assetRoot/04/10/24/98/04102498.pdf Supporting people with long term conditions - An NHS and social care model to support local innovation and integration London: Department of Health, 2005

 

http://www.milbank.org/quarterly/8204feat.html Diffusion of Innovations in Service Organizations: Systematic Review and Recommendations Trisha Greenhalgh, Glenn Robert, Fraser Macfarlane, University College London; Paul Bate, Olivia Kyriakidou, University of Surrey The Milbank Memorial Fund - Volume 82, Number 4, 2004

 

http://content.healthaffairs.org/cgi/reprint/24/1/151 Evidence-Based Decision Making: Global Evidence, Local Decisions. The challenge now is to further develop and translate the worldwide evidence base for local application. Carolyn Clancy,Director of the Agency for Healthcare Research and Quality (AHRQ) in Rockville, Maryland. Kelly Cronin is senior adviser in the Office of the National Coordinator for Health Information Technology, Department of Health and Human Services, in Washington,D.C. Health Affairs - Volume 24 , Number 1, 2005, DOI 10.1377/hlthaff.24.1.151- 2005 Project HOPE–The People-to-People Health Foundation. PDF file at: http://content.healthaffairs.org/cgi/reprint/24/1/151.pdf

 

http://cms.g-ba.de/cms/upload/pdf/allgemeines/05-02-16-Newsletter-01.pdf 

Newsletter des Gemeinsamen Bundesausschusses für den Monat Januar 2005


09. Buchbesprechung

Braun, Güssow, Ott (Hrsg.), Prozessorientiertes Krankenhaus, Lösungen für eine Positionierung im Wettbewerb, Stuttgart 2005, ISBN 3-8047-2137-0

 

Mit einem Geleitwort des Vorsitzenden des Verbandes der Krankenhausdirektoren versehen, in dem dieser „mittlerweile .. die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Prozessorientierung“ postuliert, sollten „Lösungen für eine Positionierung im Wettbewerb“ wie Semmeln weggehen! Doch Vorsicht: Was hat das „Paradigma der Prozessorientierung“ (Vorwort) mit der „Positionierung im Wettbewerb“ (Untertitel) zu tun? Wenn man dort auch noch „Prozessmanagement vor dem Hintergrund der ‚Balanced Scorecard (BSC)’..“ – BSC im Text mit Anführungsstrichen! – liest, flackert ob der Seriosität Misstrauen auf. Doch das Buch hat dreizehn Autoren. Also worum geht es? Hier – wie in unseren Buchbesprechungen üblich – zunächst eine (Kurz-)Gliederung:

 

Geleitwort

Vorwort

Abkürzungsverzeichnis

1. Zunehmende Prozessorientierung als Entwicklungstendenz im gesundheitspolitischen Umfeld des Krankenhauses (Günter E. Braun)

2. Prozessmanagement als Basis der Organisationsgestaltung und Kostenrechnung im Krankenhaus (teils Günter E. Braun, teils Jörg Schlüchtermann, Rainer Sibbel, teils Jan Güssow, Robert Ott)

3. Ausgewählte Anwendungen von Prozessmanagement und -kostenrechnung im Krankenhaus (anteilig von Jan Güssow, Robert Ott, Michael Greiling, Andreas Greulich, Barbara Zaugg, Ulrich Paschen, Niels Bohr, Hans-Georg Krumpaszky)

4. IT-Unterstützung des Prozessmanagements für das Krankenhaus (Jan Güssow, Mark Nusselein, Robert Ott)

Autorenverzeichnis

Sachregister

 

Zu 1:

Der Autor führt in groben Strichen mit unendlich vielen Begriffen und Schlagworten von dem notwendigen Strukturwandel über die Integration und Vernetzung unter den realen bundesdeutschen Bedingungen, pauschale Vergütungsformen, die Standardisierung von Abläufen („Gesundheit wird messbar“ – aber wie?), ein „Prozessmanagement im Mikroumfeld“, d.h. einer Prozessmodellierung und Prozesskostenrechnung, zur Verzahnung von Medizin und Ökonomie. Na ja. Man ahnt, was gemeint ist. Ob das jeder versteht? Vielleicht ist dies ja nur die Einleitung zu den Folgetexten.

 

Zu 2:

Unter der Gesamtüberschrift knapper historischer Abriss der Organisationslehre von der Struktur- und Ablauforganisation über die Wertkette zu einem objektorientierten Strukturierungsansatz: Hier fehlt „Butter bei die Fische“! Umfängliche, wenn auch eine Menge (leider fast nur deutsche) Literatur zum Thema ist dazu ja schon aufgezählt.

 

Als „Betriebswirtschaftliche Basis..“ (2.1) folgt eine ausführlichere Abhandlung der Grundlagen der Prozessorganisation und ihrer Auswirkungen auf das Controlling. Weil ein Systemansatz leider sogar ansatzweise fehlt, bleibt vieles, was erst ein ganzheitliches „prozessorientiertes Krankenhaus“ in seiner vielfältigen Interdependenz ausmacht, gänzlich im Dunklen.

 

Das ist ebenso gut verständlich wie der Folgetext zur – methodisch offensichtlich sauberen - Prozesskostenrechnung unter Bezugnahme auf das DRG-Kalkulationshandbuch (2.2). Dabei bleibt leider unerwähnt, dass den DRGs und damit auch der diesbezüglichen Prozesskostenrechnung in der Praxis keine wirklich gleichartigen, sondern nur irgendwie ähnliche Prozesse zugrunde liegen (es sich also nur um eine Art „stochastische Kostenrechnung“ handelt).

 

So einfach lassen sich wirkliche Klinische Pfade leider nicht beschreiben und kalkulieren!

 

Zu 3:

Auch wenn in der Überschrift ausdrücklich auf ein „Prozessmanagement“ Bezug genommen wird, geht es hier doch vornehmlich weiter nur um die Prozesskostenrechnung (3.1.1, 3.1.2, 3.1.3). Die Ausführungen sind interessant, müssen aber auch unter der Einschränkung gesehen werden, dass sich die Berechnungen in keinem Fall auf wirklich standardisierte Prozesse beziehen und daher leicht zu Fehldeutungen führen können.

 

Das Kapitel 3.2. ist – im Sinne der Balanced Scorecard (BSC), wie sie von deren „Erfindern“ Kaplan und Norton verstanden wird – ärgerlich. Es werden wortreich allerlei dort nachlesbare BSC-Begriffe aufgegriffen, diese aber ausweislich der gewählten Beispiele trotz der dauernden Verwendung dieses Wortes überhaupt nicht „strategisch“ verstanden. Zu allem Überfluss wird die BSC am Ende auch noch dazu missbraucht, um eine vermeintliche „Übertragung eines umfassenden Prozessmanagements auf eine Balanced Scorecard“ zu begründen. Da scheint der Autor gleich zweierlei nicht verstanden zu haben!

 

Das Kapitel 3.3. stellt den Zusammenhang zum Qualitätsmanagement her. Das wirkt ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Man hätte sich da schon etwas Solideres gewünscht. Das „Qualitätsmanagement“ ist weit mehr „als (ein) Innovations- und Verbesserungsinstrument. Auch der Rest der Ausführungen zeigt, dass man sich im Beispiel bestenfalls in den Anfängen dessen befindet, was man zu tun vorgibt. Und ob man den Beginn der Bemühungen nun „Prozessmanagement“ nennt, das man „für die Einführung eines Qualitätsmanagement“ nutzt, oder das Ganze als einheitliches Bemühen begreift, für das sich unterschiedliche Begriffe herausgebildet haben, ist nicht nur Geschmacksache. Welche konkret besseren Prozesse haben denn im Beispiel zu welchen quantifizierbaren Verbesserungen geführt?

 

Das Kapitel 3.4 will das „Prozessmanagement im Kontext von Leitlinien“ darstellen. Man liest, irgendwie haben sie miteinander zu tun. Ja, irgendwie! 3.4.1 dagegen ist prima! Ab Seite 147 macht ein (untypischer) Mediziner kurz, knapp und präzise deutlich, dass erst eine Validierung medizinischer Behandlungsprozesse notwendig ist, bevor man in der Krankenbehandlung wirklich von Prozessen (= gleichartigen Abläufen mit bei Einhaltung gleichartigem Ergebnis und damit gleichen Kosten) sprechen kann! Leider fehlt der abschließende Satz: Das muß geleistet werden, bevor man sinnvollerweise von „Clinical Pathways“ (= klinischen Pfaden) redet oder die auch noch kalkuliert! Es folgt ein – ebenfalls lesenswerter - Aufsatz zu Leitlinien und Clinical Pathways, der leider nicht erkennen läßt, ob es sich hier um mehr als allgemeine Überlegungen handelt. Der beigefügte „Musterpfad“ ist jedenfalls nicht mehr als eine allgemeine Prozessdarstellung. Vielleicht weiß der Autor noch nicht mehr darüber?

 

Die kurzen Ausführungen zur „ISO-Norm“ in 3.5.1 sind so weit in Ordnung. Eine „Zertifizierung nach EFQM“ gibt es nicht. Da hätte sich der Autor (und der Herausgeber) schon besser informieren müssen! Auch die Erläuterungen sind schwach „Modell für den Grad der Umsetzung von TQM“ – was immer das genau sein mag! Schließlich sieht der erstaunte Leser in 3.5.2: „KTQ fordert von den Krankenhäusern eine prozessorientierte Betrachtung ihrer Organisation..“. So kann man, was immer man an Begriffen und Inhalten hinzulernt, rückwirkend in KTQ hineininterpretieren! Jetzt wird endlich klar, warum in die Version 5.0 überall das Wort „Prozesse“ hineingeflickt wurde!

 

Zu 4:

Zum Abschluß findet der Leser einen allgemein gehaltenen, kursorischen Text zum Nutzen des IT-Einsatzes zur Unterstützung von Prozessen. Wer davon noch nichts gehört hat, kann sich hier ein wenig sachkundig machen. Nicht schlecht! Der Rezensent hat hinzugelernt, dass man ein Data Warehouse als „DWH“ abkürzen kann.

 

Fazit der Lektüre:

Der Kauf des Buches war für den erfahrenen Berater sehr nützlich: Es gibt noch sehr viel zu beraten! Die Leser des hmanage-Newsletter haben in den letzten Jahren jede Menge Besprechungen nützlicherer Bücher zum Thema gefunden (siehe www.hmanage.net sowohl unter „Newsletter“ als auch unter „Buchbesprechungen“*)– allerdings leider fast nie in deutscher Sprache. Vielleicht sollten sich die meisten Autoren des besprochenen Buches dort erst einmal sachkundig machen?

 

Hinreichende Klarheit über ein „Prozessorientiertes Krankenhaus“ bietet es kaum, um nicht zu sagen: im Gegenteil! Der Untertitel ist wohl nur gewählt worden, um zum Kauf zu animieren. Das Thema kommt gar nicht vor. Alles in allem: Überwiegend Grundlagenvermittlung und nicht Praxishilfe. Kaum mehr als ein Lichtblick. Manches ärgerlich, weil es in die Irre führt und zu Irrwegen verleitet. Die können wir uns im Jahre 2005 im Krankenhaus am allerwenigsten leisten! Daher Wertung für die Praxis insgesamt nur (0).

 

(Besprechung in früheren Verweisen zuvor versehentlich dem hmanage-Newsletter 176 zugeordnet)

 


10. Hinweis auf unsere Trainings im ersten Halbjahr 2005

Wir haben für Sie auch diesmal wieder ein außergewöhnliches Trainingsprogramm zusammengestellt. Hier die restlichen Termine:

 

17.-18.03.05  EFQM zur Auffrischung - zugleich eine vollwertige Assessorenausbildung.

Bringen Sie sich in Sachen EFQM zuverlässig auf den neuesten Stand!

 

14.-15.04.05  Prozessmanagement in der Klinik - klinische Pfade!

Wie Sie in einem ganzheitlichen Systemansatz Ihre Behandlungsabläufe optimieren.

 

02.-03.06.05 Strategieentwicklung - samt einer wirklichen Balanced Scorecard (BSC).

Wie Einrichtungen des Gesundheitswesens eine wirksame Strategie implementieren.

 

Durch Anklicken können Sie von unserer Website die zugehörigen Flyer der einzelnen Trainings herunterladen: http://www.hmanage.net/index.php?id=30 . Dort können Sie sich auch direkt anmelden oder ein Anmeldeformular herunterladen.