Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen

371 - 24.02.2009 - Wir begrüßen Sie heute mit einem neuen Newsletter. Zwischen den wöchentlichen Erscheinungsterminen finden Sie aktuelle Nachrichten und Kommentare sowie Vorabveröffentlichungen zu späteren Newslettern auf unserer Website www.hmanage.net.


Motto des Tages

"Wenn es überhaupt ein Rezept für den Erfolg gibt, so besteht es darin, sich in die Lage anderer Menschen zu versetzen"

(Arthur schopenhauer) 


01. Editorial: (NZZ) Götter im Stress

Patientenflut, Konkurrenzdruck, die ständige Angst vor Fehlern und nach zehn Stunden die erste Pause. Der Job von jungen Assistenzärzten ist nur im Fernsehen glamourös. Der Arbeitsalltag in einem Schweizer Spital.

Die Schicht beginnt um acht Uhr morgens, sie wird viel später zu Ende sein, als der Plan es vorsieht. Aber Nadia wird die vier Stunden Überzeit, die sich heute anhäufen, nicht aufschreiben. Sonst hiesse es, sie sei überfordert. Wer überfordert ist, sagen die Chefs, dürfe nicht in den Operationssaal. Doch Nadia braucht die Zeit im OP, sie steckt mitten in der Ausbildung…

 

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Anmerkung:

Das alles ist sicher objektiv richtig. Ob es allerdings auch unausweichlich ist, ist noch sehr die Frage. Wie wäre es mit einer besseren Organisation?

 


02. (The Wallstreet Journal) Gezielte Anreize für Ärzte für eine elektronische Verschreibung

Incentives Push More Doctors to E-Prescribe

Electronic Systems Shown to Reduce Dangerous Errors; A Cure for Poor Penmanship...

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04. (H&HN) Die Mitarbeiter engagieren!

Engaging Employees

Take a cue from the failing auto industry: Mean it when you promise change...

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05. (QP) Outsourcing - aus den Augen – aus dem Sinn

Out of Sight … Out of Mind

When outsourcing, make sure quality isn’t left behind...

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06. (H&HN) Six Sigma hilft, im Zuge der Entlassungsplanung die Kosten zu senken

Improved Discharge Planning Results in Bottom-Line Savings

Florida hospital breaks down care silos to ensure patients go home on time...

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08. Links

A background for national quality policies in health systems (2002)

http://www.hirschhausen.com/

10-State Project To Study Methods To Reduce Central Line-Associated Bloodstream Infections in Hospital ICUs

Trends in Uninsured Hospital Stays, 1997–2006

Health Care Industry in Talks to Shape Policy 

Der Fall Walter Jens: „Mich erschüttert dieser Mann" - Von Hans Küng

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Erläuterungen zur Arbeitsversion „Beschlussentwurf zur Neufassung der Regelungen des Gemeinsamen Bundesausschusses gemäß § 137 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 SGB V über Inhalt, Umfang und Datenformat eines strukturierten Qualitätsberichts für nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser (Regelungen zum Qualitätsbericht der Krankenhäuser, Qb-R)" Stand: 19. Februar 2009 (Nichts Gescheites)

Christoph Straub: Der verlorene Sohn

ASPEN Patient Safety Initiatives: Parenteral and Enteral Nutrition

Safely implementing health information and converging technologies

Gesundheitsbarometer 2009 Verbraucherbefragung zur Qualität der Gesundheitsversorgung in Deutschland (Ernst & Young)

Study: Some MRSA infections decreasing in ICU patients

Physical Therapy and the Camaraderie of Healing

Anforderungskatalog für die Informationsverarbeitung im Krankenhaus

World Health Summit Charité Berlin 2009: Die Zukunft des Gesundheitswesens gestalten


09. Buchbesprechung

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung – soweit nicht ausgeschlossen – durch Anklicken des Titels hier oder über unsere Website www.hmanage.net bei Amazon.

 

 

Joint Commission International Accreditation, HOSPITAL Survey Process Guide, PDF version, Effective January 2008, 3rd Edition Standards, Oak Brook, Illinois 2008, Hier bestellen!

 

Heute soll hier ein elektronisches Werk vorgestellt werden, das auch für all jene interessant sein dürfte, die sich mit Fragen der Qualität im Krankenhaus befassen, aber (noch) keine Akkreditierung durch die Joint Commission International erwägen. Es führt das Krankenhaus Schritt für Schritt durch den gesamten internationalen Akkreditierungsprozess (Hospital Survey) und hilft allen seinen Beschäftigten, sich (und ihren Verantwortungsbereich) ausführlich auf diesen vorzubereiten. So etwas würde man sich angesichts dessen schwammiger Kriterien auch bei KTQ® etc. wünschen. Stattdessen stößt sich daran eine ganze Beraterbranche gesund und macht mit ihrem Procedere den Zertifizierungsprozess zunehmend zu einer Art „Geheimwissenschaft“.

Hier (in sinngemäßer Übersetzung) die Gliederung:

  • Kontaktadressen
  • Einführung
  • Der Wert einer Akkreditierung durch die Joint Commission International
  • Wer ist die Joint Commission International?
  • Wer kommt für einen Hospital Survey in Frage?
  • Wie man einen Hospital Survey beantragt
  • Planung, Verschiebung und Streichung
  • Das Handbuch mit den Standards (The Standards Manual; wird in Kürze getrennt neu besprochen)
  • Der Punktbewertungsprozess
  • Die neuen Regeln für die Akkreditierungsentscheidung (seit Januar 2008)
  • Internationale Patientensicherheitsziele
  • Vorbereitung auf die Akkreditierung
  • Zeitplan für die Vorbereitung
  • Zeitplan für den Akkreditierungsprozess
  • Antrag auf einen Hospital Survey (Erhebung)
  • Vor-Ort-Erhebung
  • Beispiele für den Erhebungsablauf
  • Die Akkreditierungsentscheidung

Detaillierte Darstellung des Erhebungsablaufs:

  • Eröffnungsbesprechung
  • Vorstellung der Organisation und ihrer Qualitätsverbesserungsplanung
  • Planungssitzung der Surveyor
  • Dokumentendurchsicht
  • In englischer Sprache erforderliche Dokumente
  • Täglicher Kurzbericht
  • Vor-Ort-Begehung

Besuchsbericht in Konturen – Beispiel

  • Tracer für einzelne Patienten 
  • System-Tracer Medikamentenmanagement
  • System-Tracer Infektionskontrolle
  • System-Tracer Datennutzung bei der Qualitätsverbesserung
  • System-Tracer Facility Management mit Tracer für die Erste Hilfe
  • Mitarbeiterqualifikation und -ausbildung
  • Vordrucke für den Assessment-Prozess hinsichtlich der Mitarbeiterkompetenz
  • Überprüfung abgeschlossener Krankenakten
  • Werkzeug zur Überprüfung von Krankenakten
  • Führungskräfte-Interview
  • Teambespechungen für die Surveyors
  • Berichtsvorbereitung
  • Abschlusstreffen mit den Führungskräften

Verweislisten für die Planung der Surveys

  • Routinemäßig erforderliche Qualitätskontrollen
  • Erforderliche Organisationspläne
  • Erforderliche Grundsatzpapiere und schriftliche Regelungen
  • Standards, die sich auf das Einhalten von Gesetzen und Vorschriften beziehen
  • Gesetze und Vorschriften: Arbeitsblatt

Die Akkreditierung durch die JCI ist das international umfassendste Procedere zur Bestimmung der Qualitätsfähigkeit des Krankenhauses. Es ist international abgestimmt und spätestens heute strikt patientenorientiert. Die Bewertung erfolgt anhand messbarer Kriterien. Sie schließt die Erfüllung der international abgestimmten International Patient Safety Goals ein.

Eine Bewerbung schließt eine Unzahl von Details aus einem vorgegebenen, viele Punkte umfassenden Fragenkatalog ein. Daraus könnten auch die Erfinder des Deutschlands Krankenhäusern vorgeschriebenen sogenannten Qualitätsberichts noch eine Menge lernen! Im Zuge der – im Allgemeinen fünftägigen – Kampagne werden nicht nur Verantwortliche oder Qualitätsbeauftragte befragt, sondern in erster Linie die für die Ausführung der jeweiligen Arbeiten zuständigen Mitarbeiter an der Basis.

Besonders wertvoll machen das Buch die hier dokumentierten Details des Erhebungsprozesses. Dabei werden primär die neuralgischen Punkte im Behandlungsablauf einzelner, von den Surveyors der JCI ausgewählter Patienten nachverfolgt. Dazu werden – beginnend mit dem Behandlungsplan – die zugehörigen Regelwerke und Verlaufsdokumente durchgesehen. Davon müssen etliche Dokumente in die englische Sprache übersetzt werden. Die Fragen im Zuge der Begehung schließen auch eine Reihe von Aspekten bezüglich der Personalbesetzung sowie der Räume, Geräte und Einrichtungen ein.

Neben den unmittelbar patientenbezogenen Aspekten werden mit Hilfe von System-Tracern ganze Unterstützungsprozesse wie der Medikationsprozess, die Infektionskontrolle, die Datennutzung im Zuge der Qualitätsverbesserung, das Facility Management und nicht zuletzt das Sicherheitssystem in diesem Feldern „abgeklopft“:

  • (Geräte-, Verfahrens-)Sicherheit
  • Sicherheit (vor Gefahren)
  • Gefährliche Stoffe
  • Medizinische / Labor-Geräte
  • (Versorgungs-)Einrichtungen
  • Notfallmanagement

Die nachweisliche Qualifikation des Personals erfreut sich – fast kann man es sich denken – bei der JCI besonderer Aufmerksamkeit. Sehr intensiv wird in die Verlaufs- und Ergebnisdokumentation eingestiegen, desgleichen in die Qualität des Managements des Zusammenspiels. Dabei geht es immer im die tatsächliche Nachvollziehbarkeit sowie das Messen für Zwecke der Bewertung: Was nicht belegt wird, gibt es auch nicht! Das bezieht sich nicht nur auf das Vorhandensein von Regeln, sondern auf den Nachweis ihrer Anwendung und Weiterentwicklung.

Auch wenn sich das Werk in erster Linie an die JCI-Bewerber richtet, ist es zumindest als Anregung auch für alle an einer vermehrten Qualitätstransparenz und -verbesserung Interessierten fast eine Pflichtlektüre – welche Zertifikate sie auch immer anstreben mögen. (+++)

 

 

 

 

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. – Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!

Liste der bisher besprochenen Bücher


10. Methoden

10. Methoden: 7 grundlegende Werkzeuge des Qualitätsmanagements II

Bisherige Inhalte des Kapitels „Methoden“:

 

Abschnitt Learn About QualityBasic Concepts (in Klammern Newsletter der Veröffentlichung):

  • Problemlösung (346)
  • Prozess-Sicht (347)
  • kontinuierliche Qualitätsverbesserung (348)
  • Kosten der Qualität (350)
  • Kundenzufriedenheit (351)
  • Quality Assurance and Quality Control (352)
  • Lieferantenqualität (353)
  • Variation (354)
  • Glossary der ASQ (355)

Ansatz der Qualitätspreise sowie Zertifikate

  • Baldridge Award (356)
  • EFQM (357)
  • KTQ® (359) 
  • ISO 9000 (360)
  • Joint Commission (361)
  • Baldridge / EFQM einerseits und KTQ® / ISO 9000 / Joint Commission andererseits - Teil 1 (363)
  • Baldridge / EFQM einerseits und KTQ® / ISO 9000 / Joint Commission andererseits - Teil 2 (364)
  • Baldridge / EFQM einerseits und KTQ® / ISO 9000 / Joint Commission andererseits - Teil 3 (366)

7 grundlegende Werkzeuge des Qualitätsmanagements – Übersicht (367)

 

Wie es der Zufall will, findet sich in der Januarausgabe von QP eine vorzügliche Zusammenstellung von Kurzbeschreibungen der im hmanage Newsletter 367 aufgeführten 7 grundlegenden Werkzeuge des Qualitätsmanagements „in jeweils etwa 500 Worten“, nur in einer etwas anderen Reihung: 

1.     Histogramm (Histograms)

2.     Control Chart (Control Charts)

3.     Pareto-Diagramm (Pareto Analysis)

4.     Ishikawa-Diagramm (Cause and Effect Diagrams)

5.     Checkliste (Check Sheets)

6.     Streudiagramm (Scatter Plots)

7.     Schichtung (Stratification)

Um das Rad nicht noch einmal neu zu erfinden, verwenden wir diese Kurzbeschreibungen (samt der jeweils zugehörigen Abbildungen) als Grundlage unserer deutschsprachigen Kurzdarstellungen (in der Form weitgehend sinngemäßer Übersetzungen ins Deutsche).  

 

Histogramm

Wir beginnen mit dem Histogramm (Autor James J. Rooney, das Beispiel in der Abbildung stammt von Nancy Tague, The Quality Toolbox, second edition 2005, Seite 292f; dort finden sich auch etwas ausführlichere Ausführungen).

Prozeduren zur Exploration und statistischen Auswertung von Daten lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Quantitative Auswertungen und Grafische Darstellungen. Quantitative Auswertungen führen zu numerischen Darstellungen / Tabellen aus Zahlen. Sie finden z.B. zum Testen von Hypothesen, für Abweichungsanalysen, zur Punktabschätzung, zum Ermitteln von Konfidenz-Intervallen oder bei der Methode der kleinsten Quadrate Anwendung. Als grafische Darstellungen kommen Histogramme, Streudiagramme, Wahrscheinlichkeitsauswertungen, Residuenplots, Box Plots, Blockdiagramme und Abstimmungen in Frage.

Explorative Analysen (EDA) stützen sich stark auf grafische Auswertungen. Sie werden im Zusammenhang mit dem Testen von Hypothesen, der Modellauswahl, der Bewertung statistischer Modelle, der Auswahl von Schätzfunktionen, der Identifizierung von Zusammenhängen, der Abschätzung von Einflussfaktoren oder der Ermittlung von Ausreißern als kürzester Weg zur Gewinnung neuer Erkenntnisse aus Datensammlungen betrachtet. Gute grafische Darstellungen tragen zudem zur Verdeutlichung statistischer Zusammenhänge bei.

In einem Histogramm wird die Häufigkeitsverteilung von Sachverhalten in der Form von Säulen dargestellt. Es stellt dar, wie viele davon in eine von mehreren Kategorien fallen. Ein Histogramm unterscheidet sich vom Balkendiagramm dadurch, dass nicht der Wert, sondern die Zuordnung zu einer Gruppe von Zahlen die Höhe des Balkens bestimmt. Das wird besonders deutlich, wenn die Balken unterschiedlich breit sind. Dazu wird eine Reihe von Variablen nicht überlappend zu Kategorien gruppiert, deren Säulen nebeneinandergestellt werden (im Originaltext Abbildung 1).