Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen

339 - 17.06.2008 - Aktuelle Sinnsprüche und Informationen auf unserer Website www.hmanage.net


Motto des Tages

"We all have ability. The difference is how we use it"

(Stevie Wonder)

Quelle: ASQ


01. Editorial: Eine neue Fehlerkultur schaffen!

A new culture concerning medical errors

 

„Dass ich einen Fehler mache, werden Sie nicht erleben!“ Dieser Chirurgenwitz offenbart immer noch weit mehr als nur ein Körnchen Wahrheit. Deutschlands Ärzte machen keine Fehler. Sagen sie wenigstens – genauer gesagt ihre Standesvertreter. Ihre Haftpflichtversicherung rät ihnen selbst bei eindeutiger Sachlage davon ab, bei negativem Verlauf und / oder Ergebnis irgendetwas zu bedauern oder gar zuzugeben. Bei Beinahe-Fehlern („Critical Incidents“) mag es für den Einzelnen zumeist am Sichersten sein, gar nichts darüber verlauten zu lassen. Das kann nur Ärger bringen. In einem solchen Milieu kann ein Titel wie dieser nur als Provokation empfunden werden: „Irren ist ärztlich“.

Hier geht es nicht um die Rechtsfrage. Natürlich ist Irren nicht ärztlich, sonder Privileg aller Menschen. Doch in der Krankenbehandlung kann das Irren für Patienten unangenehme Folgen haben. Und die sollten – soweit möglich – vermieden werden. Hier helfen kein Vertuschen und kein Herausmogeln aus der Verantwortung. Wenn ein Schaden entstanden ist, ist für den Patienten weniger wichtig, wer bezahlt, sondern dass bezahlt wird. Es ist weniger wichtig, wer in welchem Ausmaß Schuld daran trägt, sondern dass auf jeden Fall eine Fehler-Ursachen-Analyse (Root cause analysis) erfolgt, wie sie z.B. die Joint Commission bei ihren Sentinel Events vorschreibt. Dort wird z.B. mit diesen Kategorien gearbeitet (in Klammern die relative Ursachenhäufigkeit):

  • Verhaltensbeobachtung (1)
  • Physische Untersuchung (2)
  • Patientenidentifikation
  • Patientenbeobachtung
  • Behandlungsplanung
  • Kontinuum der Behandlung
  • Personalbesetzung
  • Einarbeitung des Personals
  • Sicherstellung der Kompetenz
  • Vorliegen von Berechtigungen
  • Aufsicht (Organisationsversagen) (3)
  • Kommunikation mit Patient und Familienangehörigen
  • Kommunikation der Mitarbeiter
  • Verfügbarkeit von Information
  • Adäquate technische Unterstützung
  • Gerätewartung und -überwachung
  • Behandlungsumfeld (4)
  • Sicherheitssysteme und -prozesse
  • Medikamentenmanagement (5)

Nur wer sich bedingungslos Klarheit über jede Fehlersache verschafft, hat zumeist die Chance, fortan ähnliche Fehler zu vermeiden. Das erfordert die Kenntnis aller (Beinahe-)Fehler. Deren anonyme Meldung (CIRS) mag ein Fortschritt sein. Da sich seit deren Adaption in Deutschland nichts erkennbar zum Besseren gewendet hat und nicht einmal bekannt wurde, ob und was denn da gemeldet wurde, sind Zweifel sicher angebracht. Besser wäre es sicher, ein Klima zu schaffen, das die Meldung eigener Fehler als Teil der selbstverständlichen Routine belohnt: „Wir sind dankbar über jeden zugegebenen (Beinahe-)Behandlungsfehler. Erst das macht präventive Verbesserungen möglich. Eine bessere Fehlerkultur kann man nicht anordnen, sondern nur vorleben. Der Weg dahin ist sicher lang und beschwerlich. Das reflexartige Abstreiten gemachter Fehler ist zu tief in die Verhaltensmuster eingegraben, ebenso die Suche nach den Schuldigen und das Vertuschen. Doch so lange das so ist, sind stolz gemeldete niedrige Fehlerraten sicher nur der Ausweis eines Selbstbetrugs.

 


02. (Most Wired) Verschieden erfolgreiche Arten, eine Elektronische Krankenakte einzuführen

The Tiering of EHR Adoption

Deriving full value from an electronic health record requires overcoming multiple barriers...

Mehr

Anmerkung:
Angesichts all der deutschen Varianten angeblicher Elektronischer Krankenakten eine lehrreiche Lektüre!

 


03. (Krankenhäuser der Harvard University) Regeln zum Umgang mit Fehlern

When things go wrong — Responding to adverse events. A consensus statement of the Harvard Hospitals. (March 2006)...

Mehr

 


05. (AHA) Gemeinnützige Anbieter mit höherer Qualität als Private

Not-for-Profit Health Systems Score Higher in Quality than For-Profits, Says Study...

Read the complete report.

Quelle: HFMA Weekly News Highlights - May 16, 2008

 


06. (AHA) US-Krankenhäuser kaufen wieder zunehmend gesündere Lebensmittel örtlich ein

Hospitals purchasing local, sustainable food

A new report from Health Care Without Harm examines how some hospitals are changing their food buying practices to support the use of local, sustainable foods choices for patients, staff and visitors...

Quelle: AHA

 


07. (AHA) Alle US-Pflegekräfte sollen als IT-Anwender fit gemacht werden

NLN urges nurse educators to teach informatics...

The National League for Nursing last week called on all nursing schools to ...Quelle

 


08. Links

Surgery Offers Muslim Women Illusion of Virginity

http://www.plattformpatientensicherheit.at/  Wie der Name sagt: Der aktuelle Stand der Entwicklung in Österreich.

Showing the Patient the Door, Permanently

Störfaktor Patient

Risikomanagement: Schlichtungsstellen zunehmend gefragt

Health decisions with an eye to the bottom line 

http://www.dsg-info.de/  Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) - u.a. Liste der Stroke Units

Concerned About Costs, Congress Pushes Curbs on Doctor-Owned Hospitals

McKinsey Deutschland 20 | 20

Das Überleitungsmanagement als verlängerte Entlassplanung im Krankenhaus.  Eine strategische Notwendigkeit für die Zukunftssicherung von Kliniken (wenn auch nur reichlich allgemein ("strategisch"?), ein Schritt in die richtige Richtung!

http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/  Beste Suchmaschine für Medizininformationen

http://www.bfr.bund.de/  Bundesinstitut für Risikobewertung

Canadian Patient Safety Institute

http://qualityandsafety.partners.org/  Partners HealthCare System, Inc. Report Card on Quality, Safety & Efficiency

http://www.connected-health.org  Center for Connected Health

Quality, Cost, and Connected Health

http://uk.youtube.com/watch?v=pMcfrLYDm2U  Did You Know 2.0

Advisory Board on the Demonstration of a Bundled Case-Mix Adjusted Payment System for End Stage Renal Disease (ESRD) Services

VHA Tools https://www.vha.com/portal/server.pt

Bilanz der Qualitätssicherung ambulanter Koloskopien nach 245 000 Untersuchungen

Stille Riesen. Klinikgruppen gemeinnütziger Träger wachsen stark, aber im Verborgenen. Sie punkten mit ihrem guten Ruf und ihren vernetzten Angeboten.

http://www.allina.com/ahs/home.nsf/  Effizienz der Krankenbehandlung

Buchhinweis: Cancer Care for the Whole Patient - Meeting Psychosocial Health Needs

http://www.bmbf.de/de/12547.php  Vorauswahl von Gesundheitsregionen (Der Sinn bleibt mehr als fraglich. Doch es geht ja nur um das Verteilen von etwas zusätzlicher Staatsknete!)

So unzufrieden sind Deutschlands Arbeitnehmer (Schade, dass das Gesundheitswesen ausgeklammert war)

Bessere Qualität bei weiblichen Medizinern

A guide to the top docs in Washington

Krankenhausspiegel Hannover - Nach dem bekannten Muster mit allerlei Daten, aber kaum ernsthafte Entscheidungshilfen für Patienten

http://www.mcpcil.org.uk/frontpage  Liverpool Pathways im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg

Pulling it together: In this section of the KFF Web site, Drew Altman PhD is pulling together analysis, data, and ideas from across the Foundation’s work to try to paint a bigger picture that hopefully helps to illuminate critical health policy issues.

http://www.aacepatientsafetyexchange.com/  American Association of Clinical Endocrinologists Patient Safety Exchange

Md., D.C. doctors to get incentives for keeping electronic records

 


09. Buchbesprechung

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung – soweit nicht ausgeschlossen – durch Anklicken des Titels hier oder über unsere Website www.hmanage.net bei Amazon.

 

 

 

Landes-Qualitäts-Bericht Gesundheit Baden-Württemberg. Spezialheft Rehabilitation, Stuttgart, Mai 2008

 

Heute geht es um eine – einerseits nützliche und lesenswerte, andererseits aber auch ärgerliche, weil die Realität wieder einmal einzuckernde – “amtliche” Broschüre, die sich jeder zur Nachprüfung aus dem Internet herunterladen kann. (Siehe dazu auch das „Basisheft“). Hier die Gliederung:

 

Vorwort 

1. Einleitung

2. Grundinformationen zur Rehabilitation

2.1. Rehabilitation in Baden-Württemberg

2.2. Ziele der Rehabilitation

2.3. Durchführung der Rehabilitation

2.4.Ausgestaltung der Rehabilitation

2.5. Das Rehabilitationsteam

2.6. Rehabilitation - und was kommt danach?

3. Qualität und Qualitätssicherung in der Rehabilitation

3.1. Strukturqualität

3.2. Prozessqualität

3.3. Ergebnisqualität

3.3.1 Verbesserung des Gesundheitszustandes

3.3.2 Erhalt der Erwerbsfähigkeit

3.3.3 Vermeidung der Pflegebedürftigkeit

3.3.4 Kosteneinsparung durch Rehabilitation

4. Wege in die Rehabilitation

4.1 Gesetzliche Rentenversicherung

4.2 Gesetzliche Krankenversicherung

4.3 Gemeinsame Servicestellen für Rehabilitation

5. Fazit

6. Typische Fragen zur Rehabilitation

7. Checkliste zur Auswahl einer geeigneten Rehabilitationseinrichtung

Anhang

 

Vorwort – eine politische Selbstdarstellung 

Zu 1. Einleitung: “Ziel dieses Spezialheftes ist es, die Struktur, Bedeutung und Qualität der Rehabilitation in Baden-Württemberg zu beschreiben“. Dazu kommen allgemeine, in Deutschland offensichtlich nicht so leicht ausrottbare Ausführungen zu Strukturqualität, Prozessqualität und Ergebnisqualität. Die Ergebnisqualität „umfasst (so die Broschüre) die Ergebnisse der Rehabilitationsmaßnahme; sie kann (?) an unterschiedlichen Aspekten wie Verbesserung des Gesundheitszustandes, Verbesserung der Bewältigung des Alltagslebens, berufliche Reintegration oder Patientenzufriedenheit festgemacht werden“.

 

Zu 2. Grundinformationen zur Rehabilitation: Hier findet sich informative eine Übersicht über die (relativ vielen) Reha-Einrichtungen in Baden-Württemberg und deren Aufgaben. Als solche nützlich weniger für Patienten als für all jene, die sich – aus welchen Gründen auch immer – dafür interessieren.

 

Zu 3. In den Ausführungen zu Qualität und Qualitätssicherung in der Rehabilitation findet sich kaum etwas über die Qualität, sondern vor allem über all das, was man in Deutschland immer noch zur Qualitätssicherung rechnet: Die Strukturqualität haben „Expertengruppen“ festgelegt. Ähnliches gilt auch für die Prozessqualität. Interessant der Hinweis auf eine Baden-Württembergische Besonderheit: Die Patientenunterschrift. Über deren Sinnhaftigkeit scheint man sich nicht so recht klar zu sein: Denn „für den Erfolg der Rehabilitationsmaßnahme ist die aktive Mitarbeit der Patienten erforderlich. Der Betroffene muss als aktiver und verantwortlicher Partner im Mittelpunkt des Behandlungsprozesses stehen. Ein in Baden-Württemberg praktiziertes Modell „Patientenunterschrift“ macht damit Ernst und gibt dem Rehabilitanden die Möglichkeit, nach der abgeschlossenen Rehabilitationsmaßnahme den Entlassungsbericht zu unterschreiben. Dies ist mehr als nur eine symbolische Beteiligung.

Vielmehr wird damit die angemessene Selbstverantwortung des Patienten für seine Gesundheit dokumentiert. Durch diese Beteiligung des Rehabilitanden wird die Motivation für nachfolgende Maßnahmen zur Sicherung des Rehabilitationserfolgs angestrebt. Eine Umfrage zeigt, dass eine große Mehrheit der Patienten dieses Vorgehen begrüßt“. Verstanden?

 

Zu 3.3. Ergebnisqualität: Dieses kurze Kapitel ist das Herzstück der Broschüre. Ohne dieses hätten wir sie sicher achselzuckend beiseite gelegt. Die denkbare Messung der Ergebnisqualität wird hier sehrt schön und plausibel anhand von Beispielen beschrieben:

 

  • Verbesserung des Gesundheitszustandes 
  • Erhalt der Erwerbsfähigkeit
  • Vermeidung der Pflegebedürftigkeit
  • Kosteneinsparung durch Rehabilitation

 

Doch einen Hinweis darauf, dass diese Effekte in der Reha-Praxis in Deutschland im Allgemeinen weder einzeln regelmäßig gemessen noch gar krankheitsartenbezogen aggregiert und ausgewertet werden, sucht man in der Broschüre vergeblich. Auch QS Reha kann da kaum mehr als ein Alibi sein. Ebenso wenig liest man etwas darüber, dass es keinerlei systematische Planung und Optimierung der Verbesserungseffekte gibt und schon gar nicht irgendeine Form von Nachhalten, z.B. nach einem Jahr. Bewusste Schönfärberei?

 

Zu 4. – 7: Bei der generellen Beschreibung des Zugangs zur Reha wird die Broschüre wieder konkret. Desgleichen bei der Beantwortung allgemeiner Fragen zur Rehabilitation. Die Checkliste zur Auswahl einer geeigneten Rehabilitationseinrichtung ist vergleichsweise dürftig.

 

Im Anhang befindet sich eine Liste der Adressen der Gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation, deren Sinn und Zweck unklar bleibt. Oder hat der Rezensent die Stelle etwa übersehen?

 

Insgesamt gesehen kann man nur ahnen, welchen konkreten Nutzen die Reha für den Einzelnen und / oder für die Gesellschaft wirklich zu erzielen vermag oder welche (nicht nur geldwerte) Wertschöpfung sie als Verhältnis von Nutzen und Kosten produziert. Für deutsche Verhältnisse gut aufbereitet und formuliert, aber kaum gut für eigenständig neue Erkenntnisse: (0+).

 

 

 

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. – Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!

Liste der bisher besprochenen Bücher

 


10. Widerspruch

An dieser Stelle finden Sie Stellungnahmen zu Nachrichten aus dem deutschen Gesundheitswesen, die nicht unkommentiert bleiben sollen, (oder auch gelegentlich Anregungen aus dem Ausland, die hier beachtet werden sollten).

 

 

 

(Deutsche Ärzteblatt) “Patienteninformation und die Rolle der Industrie: Unauflösbarer Interessenkonflikt

Die Pharmaindustrie drängt darauf, das EU-weite Informationsverbot für rezeptpflichtige Medikamente zu kippen. Ärzte und Politiker sind skeptisch.

Soll das Informationsverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel in der Europäischen Union (EU) fallen oder nicht? Diese Frage beschäftigt derzeit Ärzte, Apotheker, Hersteller und Politiker auf deutscher und europäischer Ebene. 

EU-Industriekommissar Günter Verheugen ist grundsätzlich dafür. Im Oktober will er einen Richtlinienvorschlag vorlegen, der es der Pharmaindustrie erlauben soll, Patienten Informationen über ihre Produkte im Internet oder in Broschüren bereitzustellen. Bislang verbietet die europäische Gesetzgebung dies. Er beabsichtige aber nicht, das Werbeverbot aufzuheben, so Verheugen. „Anzeigen in Printmedien sowie Fernseh- oder Radiospots für Arzneimittelinnovationen wird es mit mir nicht geben“, beteuert er. Er wolle der Industrie nur gestatten, die in den Beipackzetteln vorgeschriebenen Angaben und die Fachinformationen für Ärzte in eine für den Verbraucher verständliche Sprache zu übersetzen…”

 

Mehr

 

Anmerkung:

Bei allem gesunden Misstrauen gegenüber den Absichten der Pharmaindustrie fällt bei Verlautbarungen der Funktionäre der Ärzteschaft doch immer wieder auf, mit welcher Inbrunst sie darum ringen, Interessenkonflikte nie bei sich, sondern nur bei anderen zu sehen. Besonders dann, wenn es darum geht, Patienten noch möglichst lange so uninformiert und unmündig wie möglich zu halten. Das betrifft “selbstverständlich” das eigene Tun und dessen Qualität. Da schreckt man nicht einmal vor einer bewußten Irreführung zurück – siehe Qualitätszertifikate, die keinerlei Aussage über die Qualität des Doktors machen. Glücklicherweise lässt sich diese Zumutung längst von allen aufgeklärten Zeitgenossen, die des Englischen mächtig sind, mit Hilfe nordamerikanischer Quellen unterlaufen!