Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

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26.05.17 14:19

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Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

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Motto des Tages

"If one advances confidently in the directions of his dreams, and endeavors to live the life which he has imagined, he will meet with a success unexpected in common hours"

 

(Henry David Thoreau)

 

Quelle: Baptist Health Care Leadership Institute


01. Editorial: Was im neuen, im Frühsommer erscheinenden Buch von Prof. Dr. Hildebrand stehen wird

Introduction to the New Book of Dr. Hildebrand to be Published in Late Spring 2008

 

Vorläufiges Vorwort

Dies ist ein Managementbuch für eine besondere Materie: Es will dazu anregen, die Krankenbehandlung zum Wohle der Patienten neu zu denken. Nicht in der Welt, nicht im Lande, sondern in der eigenen Einrichtung. Hier sollte die bestmögliche Behandlung und Betreuung geboten werden, die nach dem Stand der Erkenntnis im Rahmen der bestehenden Gesetze für Geld zu haben ist.

Schon an dieser Stelle mögen viele sagen: „Das geht doch nicht! Wer soll das denn bezahlen? Schon heute wird doch mehr über Rationierung geredet als über den Erhalt und die Steigerung der Qualität!“ Doch wer das sagt, sollte daran denken, dass Deutschlands Bürgern im Weitvergleich ziemlich viel Geld fürs Gesundheitswesen abgezwackt wird, ohne dass wir in Sachen Qualität besonders positiv auffielen. Nachweisbar ist da nicht allzu viel Gutes. Hier geht es nicht nur darum, wie gut wir uns finden! Hier geht es um eine eindeutig nachgewiesene Ergebnisqualität. Mit handfesten Ergebnisnachweisen hapert es hierzulande immer noch sehr.

Da müsste es doch möglich sein, zumindest einmal transparenter zu machen als heute, wie es eigentlich heute mit der Qualität der Krankenbehandlung bestellt ist. Wie steht es mit den Strukturen? Wer hier arbeitet, ist zumeist gut ausgebildet. Man arbeitet mit guten Medikamenten und anderen Materialien und mit einer guten (medizin-)technischen Ausstattung. Doch schon in der Arbeitsteilung knirscht es immer vernehmlicher. Und in der Hierarchie zumeist noch mehr.

Und wie steht es im hiesigen Gesundheitswesen, wie steht es in der eigenen Einrichtung mit den arbeitsteiligen Prozessen der Krankenbehandlung? Funktionieren die so reibungslos, wie sich das die Beteiligten wünschen? Darauf sind die Antworten zumeist mehr als durchwachsen – besonders dann, wenn für ein gutes Funktionieren auch noch Belege erbeten werden. Langjährige Erfahrung lehrt uns: Hier besteht eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Hier ließe sich noch eine Menge verbessern! Fast überall.

Das beginnt bei der Wirksamkeit der angewendeten Therapien. Nur für einen kleineren Teil davon ist wissenschaftlich belegt, dass die in sie gesetzten Erwartungen wirklich berechtigt sind. Stattdessen wird immer noch darum gestritten, ob eine evidence based medicine[i] wirklich sinnvoll sei. Wissen ist nicht sich einbilden! Auch nicht „zuständigkeitshalber“, also z.B. von medizinischen Koryphäen vorgetragen. Und schon gar nicht, wenn man an dem nebelhaften Wissen auch noch gut verdient. Es geht auch anders![ii]

Die richtige Behandlung ergibt sich aus dem Ergebnis. Erst wenn das Ergebnis stimmt, d.h. bei einer gleich bleibenden Behandlung gleich ist, kann die Wirksamkeit als gesichert angesehen werden. Dass der Beweis nicht einfach ist, ist dem Autor durchaus geläufig[iii]. Dass aber Leute dauernd die Validität von Messungen anzweifeln, die ansonsten von morgens bis abends diagnostizieren und behandeln, ohne sich auch nur einen Deut darum zu kümmern, wie valide ihre eigenen Methoden sind, trägt nicht zu deren Glaubwürdigkeit bei. Es scheint vielen von ihnen offensichtlich lieber zu sein, die Krankenbehandlung in Deutschland weiter von den Nebeln der Romantik umwabern zu lassen[iv].

Die Wahrscheinlichkeit guter Ergebnisse steigt mit einem gleichbleibend reibungslosen Ablauf. Auch in der Krankenbehandlung. Das schreit nach standardisierten Behandlungsabläufen, wo immer diese möglich sind. Da hilft auch auf die Dauer keine Gegenwehr: „Jeder Mensch ist anders!“ Natürlich ist jeder Mensch anders. Doch das macht es nur umso dringlicher, bei jedem Einzelnen zumindest zu einem vergleichbar bestmöglichen Behandlungsergebnis zu gelangen. Und das gelingt nun einmal umso besser, je perfekter der arbeitsteilige Ablauf organisiert ist – und eingehalten wird!

Mit wenigen Behandlungsarten und großen Fallzahlen sinkt die Fehlerwahrscheinlichkeit. Und die Chance steigt, mit wachsender Vertrautheit immer besserer Ergebnisse zu erzielen. Wiederholung macht den Meister. Auch in der Krankenbehandlung. Auch wenn sich der Arzt das gar nicht erst vorstellen kann oder will, weil er die damit verbundene Eintönigkeit fürchtet. Doch Abwechslung ließe sich auch bei einer Spezialisierung organisieren – nicht nur bei der (Fach-)Arztausbildung.

Standardisierte Arbeitsabläufe minimieren die Kosten. Standardisierte Abläufe helfen, ungeplante Wartezeiten, Um- und Irrwege zu vermeiden. Also einen Mittelverzehr (= die Definition von Kosten), der keinen Beitrag zum angestrebten Ergebnis (der Nutzleistung) leistet, es auch nicht erst durch Vorarbeiten ermöglicht (Stützleistung), sondern dem Prozess nur knappe Mittel entzieht (Blind- und Fehlleistung). Da auch Fehler und deren nachgehende Bereinigung Zusatzkosten verursachen, ist auch unter diesem Aspekt eine Spezialisierung angebracht. Ökonomisierung? Eine Geldverschwendung ist unethisch![v] Und eine hohe Profitabilität hilft, Innovationen auf dem Kapitalmarkt zu finanzieren.

Die Strukturen richten sich nach den Prozessen (und den angestrebten Ergebnissen): „Form follows function“. Wer sich wirklich durchgreifende Verbesserungen vornimmt, kommt um eine organisatorische Umgestaltung nicht herum. Da hilft auch nicht Artikel 0 des Grundgesetzes: „Der Besitzstand ist heilig!“ Wer sich das nicht von Beginn an klarmacht, braucht mit dem Verändern gar nicht erst zu beginnen. Denn dabei wird doch kaum etwas Gescheites herauskommen.

Die Krankenbehandlung ist – patient focused – um den Patienten herum zu organisieren. Diese Erkenntnis hat sich in der Wirtschaft weltweit längst durchgesetzt: Ein Unternehmen ist umso erfolgreicher, je perfekter es sich in seinen Prozessen und Strukturen auf die berechtigten Kundenbedürfnisse ausrichtet. Hierzulande nörgelt man lieber weiter, der Patient sei kein Kunde. Doch auch wenn man neuerdings wenigstens von einer Patientenorientierung redet, wird um den Patienten herum kaum je organisiert. So verschenkt man Verbesserungspotentiale. Und mögliche Alleinstellungsmerkmale im Wettbewerb.

 

Nicht die Mitarbeiter sind der wichtigste Aktivposten – die richtigen Mitarbeiter. Dabei werden die betriebswirtschaftlich nur den Kosten zugerechnet. In sie ist gleichwohl mächtig zu investieren. Und ihre Rolle gilt es neu zu definieren: Als selbständig denkende, freiwillig Verantwortung übernehmende Persönlichkeiten, die erst den angestrebten Fortschritt vorantreiben. Darauf wird künftig vor allem das Führen ausgerichtet sein.

Die Forderung nach Unternehmensethik gilt auch fürs Gesundheitswesen. Auch wenn der Begriff hier noch ebenso unbekannt ist wie ein anderer, der damit eng zusammenhängt: Corporate Social Responsibility (CSR), die soziale Verantwortung der eigenen Einrichtung. Auch sie gilt es jederzeit zu beachten, wenn es ums Management von Gesundheitseinrichtungen geht.

Anregungen fürs Umgestalten gibt es in der Welt genug. Sowohl bei den Pionieren der industriellen Organisation wie Toyota.  Aber längst auch in fortgeschrittenen Einrichtungen des Gesundheitswesens. Zumindest wenn man sich die Mühe macht, über den Tellerrand der eigenen nationalen Grenzen zu schauen. Daher handelt dieses Buch vor allem vom Wandel als Kernaufgabe des Managements. Hier geht es nicht nur um Veränderungen in den Köpfen Einzelner, sondern um den Wandel ganzer Institutionen zu exzellenten Gesundheitsunternehmen; einschließlich – man denke an eine Integrierte Versorgung! – einer gänzlichen Veränderung historisch gewachsener Grenzen.

Im Zentrum der Ausführungen steht der Mensch als einzigartiges Individuum. Umso wichtiger erscheint es, das Arzt-Patienten-Verhältnis wieder zu dem zu machen, was es im besten Sinn des Wortes sein sollte. Sätze wie dieser mögen dem gestandenen Praktiker hoffnungslos blauäugig erscheinen. Viele Vorgesetzten werden heute fragen: „Mit den Mitarbeitern?“ Und die Mitarbeiter werden kontern: „Mit solchen Vorgesetzten?“ Es stimmt. Die Realität ist anders. Die Vorgesetzten handeln anders. Die Mitarbeiter handeln anders. Die Berufsgruppen trennen Welten. Besonders die Ärzte haben ihre eigenen Vorstellungen, wie die Dinge laufen sollten. Doch wer sagt, dass das alles so bleiben muss?

Der Autor ist kein Anhänger simpler Rezepte oder irgendeiner ‚Management-Glaubensrichtung’, wie sie hierzulande zuhauf zu finden sind. Er ‚glaubt’ so wenig an „EFQM“ (dessen Kontext hier übrigens soeben vorgestellt wurde) wie an irgendeine andere Heilslehre. Er ist weder für noch gegen Zertifikate. Sie müssen nur etwas ganz Konkretes plausibel belegen. Am allerwenigsten zählt er sich zur großen Schar jener, die unter wachsendem Druck zu handeln scheinen, wie dies Mark Twain so schön beschrieb: „Seit wir das Ziel aus den Augen verloren haben, verdoppeln wir unsere Anstrengungen“.

Möge das Buch also all denen, die wirkliche Veränderungen herbeiführen wollen, Anregungen vermitteln, systematisch zu immer besseren Ergebnissen zu gelangen. Im wohlverstandenen Interesse der Patienten, der Mitarbeiter und aller anderen Stakeholder.

 


[i] Evidence based medicine = Hier ist wissenschaftlich hinreichend genau bewiesen, dass bei Wiederholung ein gleiches Ergebnis herauskommt.

[ii] Ein gutes Beispiel für die Mindesterfordernisse von Leitlinien bietet die DEGAM: http://www.degam.de/typo/index.php?id=zusammenfassungdesdegam-konzep

[iii] Vgl. Cochrane, A.L., Effectiveness & Efficiency, Random reflections on Health Services, The Nuffield Trust 1972 sowie Sackett, David. L. et al, Evidenzbasierte Medizin, München 1999.

[iv] Zitat eines britischen Referenten auf einem Europäischen Chirurgenkongress vor einigen Jahren in der Charité zu seinen kontinentaleuropäischen Kollegen: „Ihr messt ja nicht. Aber Ihr hattet ja auch die Romantik.

[v] Vgl. Hildebrand, Rolf, Das bessere Krankenhaus, 2. Auflage Neuwied 2001.


02. (H&HN) Markenloyalität von innen aufbauen

Brand Loyalty from the Inside Out

Health care organizations that focus on employee satisfaction, rather than patient satisfaction, will find that happy employees make for loyal customers...

Mehr 


03. (AHRQ) Ein Kennzahlensystem zur Patientensicherheit entwerfen

A framework for health care organizations to develop and evaluate a safety scorecard...

Quelle 


04. (Seattle Times) Fehler, die Krankenhäuser nicht gerne zugeben

"Over the past year, hospitals in Washington left "foreign objects" in 36 surgery patients. And 21 people got surgery on the wrong body parts..."

Mehr 


05. (H&HN) Zum Nutzen der Implementierung eines Fehlervermeidungssystems

The Payoff: Preventing Errors Medication Management

Hospitals forge ahead with efforts to improve the way prescriptions get from clinician to pharmacy to patient...

Mehr


06. (Most Wired) IT für mehr soziale Gerechtigkeit

IT's Role in Reducing Health Disparities

Proposed legislation would use information technology to close the gaps in health care access and quality...

Mehr 


07. (Joint Commission) Qualitätsbericht 2007 der Joint Commission

"The Joint Commission Annual Report Shows Further Improvement in Health Care Quality in Nation’s Hospitals..."

Mehr

Anmerkung:
Der hier vorgestellte Ansatz ist wesentlich breiter als alles, was dazu bisher in Deutschland geschaffen wurde. Damit sind die Aussagen (im Unterschied z.B. zu BQS) auch in gewisser Weise für das ganze System repräsentativ, während sich (und uns) die hiesigen Verantwortlichen nach wie vor eher etwas vormachen.

 


08. Links

Bisher veröffentlichte Bewerbungen der bisherigen Baldridge-Award-Gewinner aus dem Gesundheitswesen (2007 Mercy + Sharp noch nicht veröffentlicht)

North Mississippi Medical Center

Bronson Methodist Hospital

Robert Wood Johnson University Hospital Hamilton 

Baptist Hospital, Inc. 

Saint Luke's Hospital Kansas City

SSM Health Care

Hier noch einmal die Bewerbungskriterien den BNQP

Andere Links:

http://www.dnwe.de/literatur_uebersicht.php Literaturauswahl zur Wirtschafts- und Unternehmensethik

Erfahrungen mit RAI in den Alters- und Pflegeheimen der Schweiz (Dr. med. Markus Anliker): Pflege lässt sich auch messen!

Bundeshauptversammlung des NAV-Virchowbundes: Ärzte wollen sich das Heft nicht aus der Hand nehmen lassen (Entlarvend!)

http://www.schoen-kliniken.de/transparenz/kliniken.php  Qualitätsbericht der Schön Kliniken - gut gemacht!

Rechtliche Anforderungen an die Kriterien für leistungsorientierte Vergabe von Mitteln für Forschung und Lehre an den Medizinischen Fakultäten

Your Health Journal - Sehr nützlich!

MLP-Gesundheitsreport 2007, siehe auch www.ifd-allensbach.de, desgleichen  "Deutsche beklagen im Abwärtstrend bei medizinischer Versorgung"

Studie Nutzen durch Innovation

 

www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp Dienst: „Neue Verfahren in Klinik und Praxis gleichartig bewerten!"


09. Buchbesprechung

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung – soweit nicht ausgeschlossen – durch Anklicken des Titels hier oder über unsere Website www.hmanage.net bei Amazon.

 

 

 

Kampe, Dieter, Bächstädt, Karl H. (Herausgeber), Die Zukunft der Krankenhaus-Finanzierung, Wegscheid 2007, ISBN-10: 398110532X, ISBN-13: 978-3981105322 AMAZON

Dieses Buch soll hier besprochen werden, obwohl sich der Rezensent selbst mit einem – leicht ironischen – Beitrag zur dualistischen Finanzierung daran beteiligt hat. Ob er gelungen ist, mögen die Leser selbst beurteilen!

Denn es widmet sich heute einem wichtigen Thema, das noch vor wenigen Jahren nur einen Blick in die Gesetzesblätter erfordert hätte. Die Krankenhausfinanzierung ist eigentlich „dualistisch“ („Zweck dieses Gesetzes ist die wirtschaftliche Sicherung der Krankenhäuser, um eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit leistungsfähigen, eigenverantwortlich wirtschaftenden Krankenhäusern zu gewährleisten und zu sozial tragbaren Pflegesätzen beizutragen“ – §1(1) KHG).

Die konsumtiven „Kosten“ der Krankenhäuser hatten – so die Logik des Gesetzes – die Versicherten via GKV (und PKV) zu tragen. Seit einiger Zeit mit direkter „Zuzahlung“. Die investiven Ausgaben übernahm die Öffentliche Hand. Das war allerdings schon lange nicht mehr so sicher. Die Konsequenz: Der berühmte „Investitionsstau“. Das hatte u.a. zur Konsequenz, dass immer mehr öffentliche Krankenhäuser den Eigentümer wechselten. Denn die „Privaten“ konnten auf den Kapitalmarkt gehen, die anderen nicht.

Heute dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die dualistische Finanzierung endgültig verschwindet. Das mag sich zwar noch eine Weile hinziehen, weil zu viele aus der gegenwärtigen Situation Vorteile ziehen, die sie verändern müssten. Doch spätestens für die Zeit danach wird man sich auch auf der Leitungsebene deutscher Krankenhäuser mit Themen wie den hier vorgestellten zu befassen haben. Schon insoweit ist ein Buch zum Thema sehr nützlich:

Hier eine Leseprobe und die Gliederung (incl. Aufsatz des Rezensenten): 

Abkürzungsverzeichnis

Vorwort

Aufbau des Buches

I. Rahmenbedingungen der Krankenhausfinanzierung: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

  • Die dualistische Finanzierung des Krankenhausmarktes. Anspruch und Wirklichkeit (Hildebrand)
  • Einheitliche Finanz- und Versorgungsverantwortung – Der Krankenhaussektor im GKV-Vertragswettbewerb (Vision von G. Neubauer)
  • Von der staatlichen Angebotsplanung zur wettbewerblichen Nachfragesteuerung (Kassensicht)

II. Grundsatzfragen des Finanzmanagements von Krankenhäusern

Neue Anforderungen an das Finanz- und Rechnungswesen und das Controlling der Krankenhäuser (Philippi, Sana, mit nützlichen Grundsatzinformationen)

  • Hat die Rechtsform Einfluss auf die Finanzierung von Krankenhäusern? (Rechtliche Sicht, gerade in Deutschland essentiell)
  • Steuerliche Aspekte der Krankenhausfinanzierung
    (WP-Sicht, Fallstricke vermeiden)
  • Rating von Krankenhäusern
    (Bewertung plausibel erklärt)

III. Traditionelle und alternative Finanzierungsformen und -instrumente für Krankenhäuser

  • Kreditfinanzierung der Krankenhäuser durch Banken
    (Wie Unpassendes zusammenpassen könnte)
  • Innovative Formen der Krankenhausfinanzierung
    (Das ganze Spektrum der privaten Finanzierung)
  • Factoring im Krankenhaus
    (Factoring genauer erklärt, Kreditkarteneinsatz)
  • Factoring: Geeignetes Finanzierungsinstrument für Krankenhäuser
    (Wie auch Krankenhäuser gegen Bezahlung schneller ans Geld kommen)
  • Leasing – eine Alternative und Finanzierungslösung
    (Was ist Leasing?)
  • Public Private Partnership–Ansätze im Krankenhaus
    (Eine etwas schwammige Materie)
  • Verbriefung – Liquiditäts-Transfusion für das Krankenhaus?
    (Von der Immobilienwirtschaft lernen?)

Autorenverzeichnis

Stichwortverzeichnis

Der Gesamteindruck: Eine sehr sorgfältig edierte Zusammenstellung getrennter Aufsätze ohne jede ärgerlichen Brüche oder Überschneidungen. Alles klar und deutlich erklärt – für eine relativ trockene Materie gar nicht selbstverständlich! Ein sehr gutes Nachschlagewerk mit einer gehörigen Portion Krankenhausspezifika. Leider kann auch niemand der Autoren in die Zukunft sehen. Doch eins ist heute schon sicher: „Aus der Sicht des Autors werden clevere Finanzierungslösungen in den nächsten Jahren des Umbruchs und der Reorganisation der Krankenhauslandschaft einen entscheidenden Beitrag zur Gewinnung von Handlungsoptionen für die einzelnen Krankenhäuser darstellen. Erst danach wird sich zeigen, welche Finanzierungsalternative sich als optimal herausstellt“. Sehr wahr! Aus der Sicht des Rezensenten eine Pflichtlektüre. (+++)

 

 

 

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. – Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!

Liste der bisher besprochenen Bücher

 


10. Eine interessante Meldung

An dieser Stelle finden Sie Stellungnahmen zu Nachrichten aus dem deutschen Gesundheitswesen, die nicht unkommentiert bleiben sollen, (oder auch gelegentlich Anregungen aus dem Ausland, die hier beachtet werden sollten).

 

(BVmed) Wir werden immer gesünder

"Die Zahl der Ärzte (ohne Zahnärzte) ist im Jahr 2006 um 1,2 Prozent auf 311.230 gestiegen. 136.110 Ärzte waren im ambulanten und 148.320 im stationären Bereich. beschäftigt. Nach Fachrichtungen dominieren weiterhin die Allgemeinmediziner und Internisten. Auf 265 Einwohner in Deutschland kommt ein Arzt. " - Soweit die Nachricht.

In nicht zu langer Zeit hat dann jeder seinen Leibarzt. Ob das bei der Fächervielfalt schon ausreicht?

Quelle: Grafik der Woche