Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen

304 - 02.10.2007 - Aktuelle Sinnsprüche und Informationen auf unserer Website www.hmanage.net


Motto des Tages

The first responsibility of a leader is to define reality. The last is to say thank you. In between, the leader is a servant.

 

(Max De Pree, "Leadership is an Art")

 

Quelle: Baptist Health Care Leadership Institute

 


01. Editorial: DGB-Index Gute Arbeit 2007 – und was dazu zu sagen ist

In diesen Tagen liefert der DGB mit seinem „Index Gute Arbeit 2007“ erstmals ein Bild zur Stimmungslage in der deutschen Arbeitnehmerschaft.

 

Der Gesamteindruck der vom Internationalen Institut für empirische Sozialökonomie (Inifes) durchgeführten Erhebung ist verheerend: „Jeder Dritte ist mit seinem Job unzufrieden“ (Der Tagesspiegel)

 

 

Auch wenn es noch negativer bewertete Branchen gibt, steht der „Gesundheitsdienst“ unterdurchschnittlich schlecht da. Das zusammenfassende Urteil der hier befragten Beschäftigten in Prozent:

 

  • 8% Gute Arbeit
  • 39%    Schlechte Arbeit
  • 53% Irgendwo dazwischen

 

Das verwundert den Insider kaum. Trotz aller branchenüblichen Selbstbeweihräucherungen. Dabei sollte eine Arbeit in diesem Bereich eigentlich zu einer besonderen beruflichen Befriedigung verhelfen. Gilt es hier doch, kranken Menschen zu helfen und – was nicht jedem gleichermaßen vergönnt ist – damit auch etwas gesellschaftlich Nützliches zu tun.

 

Der DGB-Definition „guter Arbeit“ ist prinzipiell zuzustimmen. Auch dass gute Arbeit ein Anspruch der Beschäftigten sei.

 

Allerdings mit einer wichtigen Ergänzung. Gute Arbeit ist auch eine Verpflichtung! Gäbe es in deutschen Unternehmen schon eine Arbeitskultur, in der Vorgesetzte und Beschäftigte auf Augenhöhe miteinander verkehrten, wäre das Resultat fast schon eine Garantie für den Unternehmenserfolg. Denn eine hohe Arbeitsqualität wäre eine Grundvoraussetzung für beste Ergebnisse. Einschließlich freiwilliger Bemühungen um deren kontinuierliche weitere Verbesserung. Aber wir bilden uns ja fest ein, so spitzenmäßig zu sein, dass nur mehr Geld zu weiteren Verbesserungen führen könnte. Leider merken die Patienten immer weniger davon. Und die Mitarbeiter offensichtlich auch nicht!

 


02. (Baptist Leadership Institute) Sechs Ansätze zur Stressbewältigung ( nicht nur) für leitende Pflegekräfte

"Six Stress-Buster Strategies for Nurse Leaders..."

Quelle


03. (Most Wired) Best Practice aus der Patientendatenbank ableiten – wenn sie denn wirklich alle nützlichen Daten enthält

Designing Best Practices through Data Mining

A data-rich EMR enabled a large health care system to reduce complications in labor and delivery...

Since the 1970s, Intermountain has pioneered the use of EMRs to improve patient care…

Mehr


04. (h&hn) Gesundheitsförderung praktisch

(A Framework for Community Health Improvement

Hospital leaders must focus on five broad issues to engage more fully with their constituents...

Mehr 


05. (AHA) Langfristige Pläne für eine personalisiertere Medizin

HHS issues long-range plan to personalize health care

The Department of Health and Human Services ... issued a long-range plan for achieving more individualized care for patients, especially using genetic information and health information technology. The report describes challenges and pathways to more personalized medicine and related programs underway at HHS...


06. (Allianz) Schleichende Gefahr für Patienten und Gesundheitssysteme

"Übermäßiger Antibiotikaeinsatz und mangelnde Hygiene in Kliniken lassen 'Superbakterien' entstehen und werden zu einer Gefahrenquelle für Patienten. Allianz und Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene stellen ihren Report "Krank im Krankenhaus" vor..."

Mehr

Studie zum Herunterladen 


07. (Most Wired) Wie man (nicht nur) IT-Projekte auf Kurs hält

"How to Keep IT Projects Under Control

Staying on time and on budget is easier when a project management process is adopted and enforced..."

Mehr 

Anmerkung:
Bitte wirkliche Projekte nicht mit dem verwechseln, was im deutschen Gesundheitswesen immer noch diesen Namen trägt!


08. Links

Universal Protocol for Preventing Wrong Site, Wrong Procedure, Wrong Person Surgery ™ : Wer wissen will, woher unsere deutschen Patientensicherheitspioniere ihre Weisheiten beziehen, sehe hier nach!

http://www.psqh.com/current.html  Current Issue Patient Safety & Quality Healthcare

http://www.iom.edu/CMS/8089.aspx  Crossing the Quality Chasm: The IOM Health Care Quality Initiative

Mangelernährt im Krankenhaus

Excel-Tool zum Vergleich der FP-Kataloge 2007 und 2008 (Michael Thieme)

http://www.asklepios.com/FutureHospital/  Asklepios Future Hospital

http://www.mayoclinic.com/  Website der Mayo Clinic

Implement Daily Goals Assessment

http://www.commonwealthfund.org/publications/  The Commonwealth Fund - Die Publikationen

http://www.ossimat.de/ossimat.html  Wie man den den Grad seiner verbliebenen Ossifizierung prüfen kann

The Physician Practice Patient Safety Assessment

Risk management for health care organizations

Seven Leadership Leverage Points for Organization-Level Improvement in Health Care – Free

Overcoming Barriers to Quality. An American Hospital Association special roundtable discussion

Kalkulationshandbuch G-DRGs (aktuelle Fassung)

http://www.pflegeausbildung.de/home/  Projekt „Pflegeausbildung in Bewegung"

http://www.kritische-ereignisse.de / Aus kritischen Ereignissen lernen ist ein Projekt des Kuratorium Deutsche Altershilfe

http://www.wiad.de/index2.html  Wissenschaftliches Institut der Ärzte Deutschlands (WIAD) gem. e.V.

 


09. Buchbesprechung

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung – soweit nicht ausgeschlossen – durch Anklicken des Titels hier oder über unsere Website www.hmanage.net bei Amazon.

 

 

Galloway, Dianne Mapping Work Processes, Milwaukee, WI, 1994, ISBN-10: 0873892666, ISBN-13: 978-0873892667 AMAZON

 

Dieses echte Lern- und Praxisbuch – eher eine knapp hundert Seiten starke Broschüre mit einem starken Element der Visualisierung – über das Verstehen von und das richtige Arbeiten mit Flowcharts zielt zwar auf Anfänger im Prozessmanagement. Doch es ist mit Sicherheit auch für die Mehrheit jener nützlich, die schon glauben, das Prozessmanagement verstanden zu haben. Das Buch ist seit seiner Erstveröffentlichung im Verlag der ASQ in den USA ein Bestseller. Seine Beispiele und Übungen ‚aus dem richtigen Leben’ machen dem Nutzer, der das Buch wirklich Schritt für Schritt durcharbeitet, nach kurzer Zeit klar, was eine gute Prozessdarstellung (im Unterschied zu vielem, was man dazu im deutschen Gesundheitswesen hören und lesen muss) wirklich ausmacht – und was man damit anfangen kann. Checklisten helfen, bei der eigenen Arbeit mit Prozessen und – dafür macht man sich allein die Arbeit! – deren systematischer Verbesserung nichts zu vergessen. Hier die (von uns übersetzte) Grobgliederung:

 

Vorwort

1.      Einführung ins Darstellen von Prozessen

2.      Prozessauswahl

3.      Prozessdefinition

4.      Darstellen des ersten Prozesses

5.      Darstellen alternativer Pfade

6.      Bestimmen von Kontrollpunkten

7.      Prozessdarstellungen zur Prozessverbesserung nutzen

8.      Viele Wege zur Prozessverbesserung

Glossar

Stichwortverzeichnis

Aus einer Leser-Rezension bei AMAZON: “I have used this text in university and real-world business settings with great success. Unlike many other texts on the subject, this one gets to the heart of the matter, quickly and neatly. There's little theory here; this is a how-to book of first order.

Galloway's approach to decision diamonds is the best I have seen. Also, her use of process checks is simple but consistent with other preventive prescriptions, such as FMEA and QFD.

The last chapters are dedicated to several techniques to improve processes. They beg for a few more examples, but even with this little drawback, all of the major process engineering tools are listed…” Dem ist nur vorbehaltlos zuzustimmen: Einfach, klar und sehr gut verständlich, insgesamt hervorragend! Zugleich ein vorzügliches Hilfsmittel gegen die hierzulande verbreitete Unart, bereits die Tatsache von Prozessdarstellungen als etwas ganz Besonderes zu verkaufen. Eine solch schöne Beschreibung des Arbeitens mit Prozessen habe ich in deutscher Sprache noch nicht gesehen. Schade, dass es davon noch keine Übersetzung gibt! (+++)

 

 

 

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. – Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!

Liste der bisher besprochenen Bücher

 


10. Widerspruch

An dieser Stelle finden Sie Stellungnahmen zu Nachrichten aus dem deutschen Gesundheitswesen, die nicht unkommentiert bleiben sollen, (oder auch gelegentlich Anregungen aus dem Ausland, die hier beachtet werden sollten).

 

 

 

(Ärzteblatt) Schönreden als Methode

 

Gesundheitssystemvergleich: Deutschland auf Platz fünf

Die Gesundheitsversorgung in Deutschland nimmt im europaweiten Vergleich weiterhin eine Spitzenstellung ein. Um die Zufriedenheit der Patienten mit dem Gesundheitssystem zu verbessern, bedarf es jedoch noch einiger Anstrengungen. Dies betrifft insbesondere den Schutz der Patientenrechte und das Informationsangebot über medizinische Leistungen und deren Qualität. Deshalb landete das deutsche Gesundheitssystem beim Europäischen Gesundheitskonsumentenindex (EHCI) dieses Jahr nur auf Platz fünf.

Im vergangenen Jahr nahm Deutschland noch den dritten Platz ein. Die Spitzenplätze hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Patientenfreundlichkeit belegten beim diesjährigen EHCI die Gesundheitssysteme von Österreich, den Niederlanden, Frankreich und der Schweiz…

Mehr

 

Anmerkung:

Sie sollten sich den Bericht einmal herunterladen! Dort (und hinter weiteren Links) kann man u. a. im Einzelnen nachlesen, a) was woanders alles besser zu sein scheint, b) dass das BMG nicht auf die Befragung reagiert hat, c) was in Deutschland im internationalen Vergleich alles nur mittelmäßig oder gar schlecht bewertet wird, d) wie Deutschland – leicht ironisch – insgesamt klassifiert wird („The customer rules! Would be really great, but lacks the cutting edge for quality. You want healthcare information – ask your doctor!“), e) dass es in jeder der 5 Teildisziplinen Länder gibt, die besser als Deutschland abschneiden, f) dass Deutschland gleichwohl im Spitzenfeld der Ausgaben liegt, g) dass Deutschland beim Nutzen fürs Geld („Bang fort the buck“ ) hinter Estland, Österreich, Niederlande, Finnland und Frankreich rangiert und dass h) es Hinweise auf weitaus aussagefähigere US-Vergleiche gibt. Und vieles mehr.

Eine Anregung für weitere Verbesserung scheint man in Deutschland in solchen Vergleichen nie zu entdecken. Vielleicht hilft die Beobachtung der einzigen deutschen Mitwirkenden? “Comparing healthcare systems of different countries is very interesting. The process can help to learn about differences and similarities and understand the own health system better. The perspective of the patient has so far been very often neglected so the EuroHealthConsumer Index fills a gap. To make it more useful it might be helpful to have even more in mind that patients are not only consumers.

Wann halt man auch hierzulande endlich auch Verbesserungen für möglich? Und fängt damit sogar an???