Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

11.06.2004

hmanage-Newsletter 151

Herzlich willkommen!

Hier finden Sie - gestützt auf überwiegend englischsprachige Quellen - "grenzüberschreitende" Informationen und Kommentare zum (Qualitäts-)Management von Gesundheitseinrichtungen sowie der fortwährenden Verbesserung des Gesundheitssystems: Nachrichten, Kurztexte, Definitionen, Links und Downloads. Der hmanage-Newsletter dient der Horizonterweiterung: Was hierzulande immer noch als unmöglich gilt, ist woanders nicht selten schon längst realisiert!

Wir bieten hier einen freien Blick über den Tellerrand der abgeschotteten Milieus des verkrusteten und "versäulten" deutschen Gesundheitssystems und seiner Berufsgruppen. Kritisch, praxisorientiert und ohne Scheuklappen. Und das Ganze kostet Sie nach wie vor nichts!

Über Anregungen, Stellungnahmen, interessante Meldungen sowie Verbesserungsvorschläge würden wir uns sehr freuen. Für die immer weiter wachsende Nachfrage und den anhaltenden Zuspruch bedanken wir uns ganz herzlich!

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Ihr

Prof. Dr. Rolf Hildebrand

 


Motto des Tages:

"There is no margin for loosing money"


(BSCol, Hilton Head)<h3>Unser heutiger Inhalt</h3>

01. Editorial: Das Gesundheitswesen ganzheitlich neu denken!

02. (IHI) Prozessverbesserungen in der Chirurgie

03. (H&HN) Führungskräfte an der Spitze auf den Prüfstand!

04. (IHI) Mehr Ordnung in der Rettungsstelle

05. (Premier) CABG: Ergebnisverbesserungen bei strikter Regeleinhaltung

06. (AHA) US-Präsident setzt sich für elektronische Krankenakte ein

07. (AHA) JCAHO plant für Krankenhäuser erstmals Qualitätsberichte

08. Links

09. Buchbesprechung: Omonzejele, Peter F., African Concepts of Health, Disease and Treatment

10. Neue Trainings Herbst / Winter 2004


<h3>Hier die Einzelheiten:</h3><h4>1. Editorial: Das Gesundheitswesen ganzheitlich neu denken!
http://www.tmc.edu/thi/) mit um 30-50% niedrigeren Preisen bei den kompliziertesten Fällen. Das THI wurde bei uns gerade wieder von der institutionalisierten Ärzteschaft als "Fließbandmedizin" verteufelt (www.baek.de; http://www.aerzteblatt.de/). Das "Geheimnis" des THI: Eine a) hohe Spezialisierung*** nach dem b) Leitbild "Doing it right the first time!" kann die Fallkosten dramatisch senken. Das ist ein wirkliches TQM / KAIZEN und nicht etwa der Blödsinn, der bei uns als "UQM" oder als "Clinical Pathways" so in der Gegend herumgeistert. Es ist halt schick (und auch noch bequemer), neue Begriffe ihres Inhalts zu entkleiden und dann permanent in die Welt hinauszututen (siehe Benchmarking oder Balanced Scorecard usw.)!<h4>2. (IHI) Prozessverbesserungen in der Chirurgie
http://www.ihi.org/resources/successstories/ci0504StJohn.asp www.ihi.org!<h4>3. (H&HN) Führungskräfte an der Spitze auf den Prüfstand!
http://www.hospitalconnect.com/hhnmag/jsp/articledisplay.jsp?dcrpath=AHA/PubsNewsArticle/data/040525HHN_Online_MacStravic&domain=HHNMAG.<h4>4. (IHI) Mehr Ordnung in der Rettungsstelle
http://www.qualityhealthcare.org/ihi/Topics/Flow/PatientFlow/ImprovementStories/ReducingEDDiversionsatCamdenClarkMemorialHospital.htm www.ihi.org!<h4>5. (Premier) CABG: Ergebnisverbesserungen bei strikter Regeleinhaltunghttp://www.premierinc.com/all/safety/publications/05-04_full_txt.htm#Premier.<h4>6. (AHA) US-Präsident setzt sich für elektronische Krankenakte ein
http://www.whitehouse.gov/news/releases/2004/05/print/20040527-5.html. <h4>7. (AHA) JCAHO plant für Krankenhäuser erstmals Qualitätsberichtequalityreport(at)jcaho.org .<h4>8. Linkshttp://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/betrsichv/ Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren Benutzung bei der Arbeit, über Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen und über die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes

http://www.zeit.de/2004/24/Essay_Priddat Essay Politik: "Signale aus dem schwarzen Loch - Demokratie ist ineffizient, Politik ein offener Vertrag. Ein Versuch, die Probleme der Reformpolitik mit ökonomischen Begriffen zu erfassen" - Lesenswert!

http://www.medicine-worldwide.de/ Gesundheitsportal

http://www.evca.com/images/attachments/tmpl_8_art_114_att_582.pdf Schlusslicht Deutschland in der neuesten Studie "Benchmarking European Tax & Legal Environment" der Private Equity and Venture Capital Association (EVCA).

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=42068 Nachlese zur Mindestmengen-Diskussion

http://www.dkgev.de/dkgev.php/cat/48/aid/941/title/Daten%FCbermittlung+nach+%A7+301+SGB+V+-+Schl%FCsselfortschreibung+vom+21.5.2004 Datenübermittlung nach § 301 SGB V - Schlüsselfortschreibung vom 21.5.2004

http://www.greatplacetowork.com/best/list-de.htm Deutschlands beste Arbeitgeber 2004

http://www.krankenhaus-aok.de/m10/m10_03/m10_03_01/ Zur Bedeutung des Qualitätsberichtes aus Sicht der Krankenkassen. Wulf-Dietrich Leber, krankenhaus umschau 5/2004


http://www.medinfoweb.de/drg/leitritz_fingerle_05_2004.pdf schöner Artikel zur Ernsthaftigkeit der Kodierbemühungen - und zu den wachsenden Möglichkeiten, Moglern auf die Schliche zu kommen<h4>9. Buchbesprechungen / Kommentare zu Textenwww.hmanage.de.</h4>

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung - soweit nicht ausgeschlossen - durch Anklicken des Titels hier oder auf unserer Website

Omonzejele, Peter F., African Concepts of Health, Disease and Treatment, Zentrum für Medizinische Ethik, Medizinethische Materialien, Heft 153,

www.medizinethik-bochum.de ISBN 3-931993-35-3 (nicht bei AMAZON)

Vor dem Hintergrund unseres stets ganzheitlichen Ansatzes der kritischen Betrachtung des Gesundheitssystems und seines Management gehört es selbstverständlich zur Pflicht, sich nach dem Motto gebührend auch mit "exotischen" Inhalten auseinanderzusetzen: "Was nachweislich hilft, ist evidenzbasiert!" Und nicht alles, was von "Eminenzen" als evidenzbasiert behauptet wird, vermag offensichtlich den Wirkungsnachweis zu erbringen!

Auf die (englischsprachige) Lektüre dieser kleinen Publikation hat uns die GQMG gestoßen. Ihre gerade einmal 28 Seiten enthalten sogar auf einer Seite zwei illustrierende Fotos. Hier die Gliederung

Einführung
Afrikanisches Verständnis von Gesundheit und Krankheit
Krankheit und Krankheitsursachen
Behandlungskonzept
Analyse
Fallbeispiel Ewossan
Fallbeispiel Evboriaria
Folgerung
Danksagung
Quellen
Nachwort von Hans-Martin Sass: Haben traditionelle / spirituelle Medizin eine Zukunft?
Literatur

Eine unbedingt lesenswerte Lektüre. Besonders bedenkenswert die Verbindung von traditioneller und spiritueller Medizin und Schulmedizin! Gerade angesichts der engen Erkenntnisgrenzen letzterer sollte man nicht einfach ignorieren, was es weltweit an Erfahrungen mit Heilmöglichkeiten gibt, an die der deutsche Arzt heute noch nicht unbedingt glaubt. Glaubt. Man muß sie ja nicht gleich als Pflichtleistung der Krankenkassen fordern! (++)

Anmerkung


: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt hält, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. - Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website! <h4>10. Neue Trainings Herbst / Winter 2004www.hmanage.de.www.hmanage.de.www.hmanage.de.</h4><h3>"Kleingedrucktes" </h3>

Als Nutzer unseres im April 2001 gestarteten hmanage-Newsletters haben wir die Angehörigen all jener Berufsgruppen im Blick, für die eine Auseinandersetzung mit dem Management im Gesundheitssystem aus dem einen oder anderen Grunde wichtig ist, desgleichen jene Funktionsträger auf allen hierarchischen Ebenen, deren Entscheidungen die Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems prägen. Eine Reihe von Informationen dürfte auch für Patienten als Nutzer ("Kunden") des Systems und für deren Angehörige interessant sein.

Wo wir englischsprachige Quellen nutzen, übersetzen wir diese zumeist nicht. Nebenher informieren wir darüber, was es für Sie bei uns an Neuem gibt. Weitere dauerhafte Informationen finden Sie auf unserer Website

Unsere Auswahl erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen. Anlagen prüfen wir mit dem jeweils neuesten Virenprogramm. Haften können wir für eine Virenfreiheit allerdings nicht. Die Verwendung jeder hier wiedergegebenen Information ist ausdrücklich erwünscht. Eine Nachricht darüber und über den erzielten Nutzen würden wir allerdings sehr begrüßen. Für den Wahrheitsgehalt von Dritten übernommener Nachrichten können wir keine Verantwortung übernehmen.

Wichtiger Hinweis zu allen Links: Mit Urteil vom 12.05.1998 - AZ 312 O 85/98 - hat das LG Hamburg entschieden, dass der Veröffentlicher durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. zu verantworten hat. Dies kann laut LG Hamburg nur dadurch vermieden werden, dass er sich ausdrücklich von den Inhalten distanziert. In diesem Sinne machen wir ausdrücklich deutlich, dass wir keinerlei Einfluss auf die Inhalte und die Gestaltung der Websites haben, auf die wir durch einen Link hinweisen! Im Sinne des Urteils distanzieren wir uns von allen Inhalten der verlinkten Seiten und machen uns den Inhalt nicht zu eigen.

Falls Sie an unserem Newsletter kein Interesse haben sollten, schicken Sie uns bitte eine kurze e-mail. Ihre Adresse wird dann unverzüglich gelöscht. Auf Wunsch nehmen wir gern weitere Interessenten kostenlos in unseren Verteiler auf: Schreiben Sie bitte an

Unsere Adresse / Website

hildebrand(at)hmanage.de
www.hmanage.de
USt-Id Nr.: DE 136617359

Dr. Hildebrand & Partner GmbH
Nestorstr. 11
10709 Berlin

www.hmanage.de.dh(at)hmanage.de.
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Wir haben aus der Nachfrageentwicklung der letzten Jahre gelernt, dass zwar ein ungebrochenes Interesse an den von uns angebotenen Intensivtrainings besteht, es aber immer schwieriger wird, dieses vom "sparenden" Arbeitgeber finanziert zu bekommen. Dieser Entwicklung folgend haben wir unser offenes Veranstaltungsprogramm umgebaut und auf kürzere Veranstaltungen konzentriert. Hier als Vorinformation die für das zweite Halbjahr 2004 vorgesehenen Termine und Themen:

Berlin, 07.-08.10.04 EFQM ernsthaft starten
Gestützt auf die Erfahrung aus über 100 lizenzierten EFQM-Assessor-Trainings, die Funktion des Senior Assessors für den Ludwig-Erhard-Preis und jede Menge Vor-Ort-Erfahrung wird hier mit den neuesten EFQM-Originalunterlagen ein einzigartiges Intensivtraining sowohl für jene geboten, die ihre etwas "eingerostete" EFQM-Selbstbewertungs-Kenntnis auf den aktuellen Stand bringen wollen - als auch für "EFQM-Neulinge", die sich solide auf ein zielführendes, d.h. wirklich nutzenstiftendes Arbeiten mit dem EFQM-Modell für Excellence vorbereiten wollen und auf das ziemlich teure "Zertifikat" der DGQ oder der EFQM verzichten können:

Sie lernen in diesem Intensivtraining nicht nur, professionell mit dem EFQM-Modell für Excellence und RADAR umzugehen, sondern auch die Stärken und Verbesserungspotentiale Ihrer Institution im Zuge Ihrer Selbstbewertung so zu orten, dass Sie am Ende über weitaus mehr verfügen als über das übliche Sammelsurium an Verbesserungsmaßnahmen.

Dabei behalten wir selbstverständlich deutsche Entwicklungen zum Qualitätsmanagement wie KTQ®, BQS etc. im Auge.

Wir betten unseren EFQM-gestützten QM-Ansatz in ein auf die Balanced Scorecard gestütztes strategisches Verbesserungsprogramm ein, über dessen schrittweise Erfüllung turnusmäßige Qualitätsberichte Auskunft geben können.

Obwohl neben unserem eigenen Material alle sinnvollen EFQM-Originalunterlagen, Pausenerfrischungen, Mittagessen sowie ein gemeinsames Abendessen an einem netten Ort in unserem Preis eingeschlossen sind, kostet Sie diese Veranstaltung nur knapp kalkulierte 800 € + MWSt.!
Einzelheiten in Kürze auf unserer Website

Berlin, 14.-15.10.04. Was gehört in einen guten Qualitätsbericht?
Der Trainer ist hier Überzeugungstäter: Nach seiner Überzeugung ist zu belegen, warum das Krankenhaus (und sinngemäß jede andere Institution im Gesundheitswesen) das in Rechnung gestellte Geld wert ist. Nach eigenen Veröffentlichungen zum Thema schon in den 70er Jahren entstanden in seiner Verantwortung erste echte Qualitätsberichte bereits in der ersten Hälfte der 80er Jahre. Die gesetzliche Pflicht einer Qualitätsberichterstattung für alle Krankenhäuser kam im § 137 SGB V erst etwas später. Was sich die Selbstverwaltung dazu ausgedacht hat, ist zu beachten, aber "nicht das Gelbe vom Ei", wenn es ums Ausarbeiten strategischer Wettbewerbsvorteile (USPs) geht!

Hier setzt unser knapp zweitägiges Intensivtraining an: Sie lernen, welche Elemente in einen wirksamen Qualitätsbericht gehören und wie Sie die damit verbundenen Arbeiten sinnvoll in die allgemeine Planung und Berichterstattung zur Routine und zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung einbauen. Dafür verwenden wir eine von uns unter Berücksichtigung des EFQM-Modells, von KTQ®/pCC, BQS etc. erarbeitete und praktisch erprobte Muster-Unterlage, die Sie gern in Form eines WORD-File als Rahmen für Ihren eigenen Qualitätsbericht verwenden können.

In unserem knapp kalkulierten Preis von nur 600 € + MWSt. sind ausführliche Unterlagen, Pausenerfrischungen, Mittagessen sowie ein gemeinsames Abendessen an einem netten Ort eingeschlossen.
Einzelheiten in Kürze auf unserer Website

Berlin, 02.-03.12.04 Klinische Pfade für eine bessere Krankenversorgung
Auch wenn sich in unserem Lande noch allerlei unter - möglichst englischsprachigen - Bezeichnungen wie "Clinical Pathways" verbirgt, was bestenfalls eine ganz entfernte Ähnlichkeit mit einem im Sinne der Erfinder klinischen Pfad besitzt, ist der Begriff nun zu Recht in aller Munde.

Um mit künftigen "Festpreisen" nicht nur auszukommen, sondern a) nachweislich nicht nur des Ausweichens in eine mindere Qualität durch Weglassen notwendiger Prozeduren, übermäßiger Verkürzung der Verweildauer, Verwendung minderwertiger Materialien etc. verdächtigt werden zu können und sogar b) belegen zu können, unter den verschiedenen denkbaren diagnostischen, therapeutischen und pflegerischen Möglichkeiten für jeden Patienten stets die bestmögliche Alternative gewählt zu haben, bedarf es "richtiger" klinischer Pfade.

"Richtige" klinische Pfade werden hausintern verbindlich verabredet. Sie repräsentieren hinsichtlich des arbeitsteiligen Vorgehens die aktuell beste Evidenz, das vor dem Hintergrund der Erkrankung bestmögliche Ergebnis erzielen zu können. Sie sind weitestgehend "vorgedruckte ärztliche Anweisungen. Sie sind eine großenteils vorgedruckte Dokumentation und kosten nicht mehr, sondern weitaus weniger als das heutige Vorgehen - ohne an Notwendigem oder Sinnvollem zu "sparen". Selbst ein erheblicher Teil der Kodierung ist schon vorhanden, bevor der Patient dem Pfad zugeordnet ist.

Die Nutzen klinischer Pfade wurden in den letzten beiden Jahrzehnten (nicht nur) in Nordamerika eindrucksvoll bewiesen. Sie lassen sich allerdings kaum realisieren, wenn Pfade zwar auf dem Papier entwickelt, dann aber aus Kleinmütigkeit nicht mit den notwendigen organisatorischen Konsequenzen verbunden werden. Das setzt allerdings abteilungsintern, fächer- und berufsgruppenübergreifend gewisse freiwillige Veränderungen im klinischen Betrieb voraus.

In diesem praxisnahen "Crash-Kurs" lernen Sie innerhalb von knapp zwei Tagen, worauf es beim Entwickeln und Implementieren eines echten klinischen Pfades ankommt und warum Sie Um- und Irrwege mittels gleichnamiger Surrogate besser vermeiden sollten - auch wenn deren Start möglicherweise bequemer scheinen mag!

In unserem knapp kalkulierten Preis von nur 600 € + MWSt. sind ausführliche Unterlagen, Pausenerfrischungen, Mittagessen sowie ein gemeinsames Abendessen an einem netten Ort eingeschlossen. Einzelheiten in Kürze auf unserer Website


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JCAHO to publish quality report; hospitals encouraged to preview information


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Bush promotes electronic health records during visit to Nashville hospital

Anmerkung: Wann wird das bei auch uns jemand "höheren Orts" wirklich raffen?*

* Dem Autor wurde die Weiterverfolgung eines diesbezüglichen Erfolgsprojekts in einem echten deutschen Universitätsklinikum schon Anfang der 80er Jahre auf Betreiben der Politik vom Kuratorium der FU untersagt. Und der dieser einflüsternde Aufsichtsbürokrat hat nichts dazugelernt und hält das noch heute für eine Heldentat!


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Premier study indicates compliance with CABG protocols improves outcomes, reduces cost


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Reducing ED Diversions at Camden Clark Memorial Hospital


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Putting a Leader's Value to the Test


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Improving Surgical Flow at St. John's Regional Health Center, Springfield, MO: A Leap of Faith


Re-defining Competition in Health Care

Michael E. Porter, weltweit anerkannter "Strategie-Guru", hat sich kürzlich zusammen mit Elizabeth Olmstedt Teisberg in einer - leider nicht ganz billigen - Studie zur strategischen Weiterentwicklung des US-Gesundheitswesens geäußert. Eine Übersicht wurde kürzlich in der Harvard Business Review veröffentlicht*. Aus deren Grundthese könnten wir auch in diesem Land sehr viel lernen. Wir müssten nur die dortigen Aussagen auf das hiesige Umfeld übertragen:

Falscher Wettbewerb macht das Gesundheitssystem qualitativ noch schlechter und teurer. Erst der richtige Wettbewerb stiftet den - aus der Privatwirtschaft unter Marktbedingungen bekannten - Nutzen einer höheren Qualität zu einem dann sogar niedrigeren Preis!

Was die Autoren u.a. an Mängeln brandmarken, beschreibt "amerikanische Verhältnisse": Wir sind noch lange nicht so weit. Der hohe Prozentsatz vermeidbarer Fehler ist hierzulande beispielsweise dank eines wirksamen kollektiven Vertuschens gar nicht bekannt und kaum bewußt! Wirkliche Best Practice wird hier nicht nur wie in den USA sehr langsam umgesetzt, sondern zusätzlich mit einem Schleier der Geheimniskrämerei umgeben, an dem auch "die Verwaltung" gern mitwirkt. Außerdem ist das Gesundheitssystem hierzulande "nicht mit der Industrie vergleichbar, weil viel komplexer", sind Patienten "keine Kunden", weil weniger informiert; und alles sei sowieso viel individueller zu handhaben, denn "jeder Patient ist schließlich anders!" Totschlagargumente.

Das ist nicht nur im Gesundheitswesen so: In Deutschland werden nicht einmal Bewerbungen um den Ludwig-Erhard-Preis veröffentlicht, während man sich Bewerbungen um den amerikanischen Malcolm Baldridge National Quality Award (MBNQA) aus dem Internet herunterladen kann**. Der - sich im deutschen Gesundheitswesen allmählich anbahnende - Wettbewerb bringt keine Lösung bekannter Probleme, sondern ist eher die Ursache noch größerer Probleme (auch wenn sich mancher privater Krankenhausträger daran eine goldene Nase verdienen mag). Innovationen sind hier wie in den USA tendenziell ein (Finanzierungs-)Problem und weniger Treiber für den weiteren Erfolg.

Die Autoren belegen für die USA eindrucksvoll, was bei uns wegen weitaus größerer Veränderungsresistenz noch viel ausgeprägter zu beobachten ist: Wettbewerb als Nullsummenspiel! Kosten werden (1) nicht gesenkt, sondern verschoben. Das macht das System schon wegen zusätzlicher Verwaltungskosten noch teurer. Statt sich um eine qualitativ bessere Krankenversorgung zu bemühen, strebt man (2) nach größerer Verhandlungsmacht. Statt die Krankenversorgung besser und effizienter zu machen, schränkt man (3) Wahlmöglichkeiten und Zugang ein. Und schließlich bildet sich (4) der Preis nicht am Markt, sondern bei Gericht. Das kennen wir schon; wir sind da noch gründlicher!

Das einzige, was - in den USA fast und hierzulande gänzlich - im Dunklen bleibt, ist die Qualität auf der Ebene der individuellen Interaktion. Die Autoren zitieren als eine der positiven Ausnahmen in den USA das Texas Heart Institute (

Das Starren auf Kostensenkungen wird - sic! - als falsche Zielsetzung gebrandmarkt. Niedrigere Kosten sind (auch hier, beispielsweise für die Krankenkassen) als alleiniger Maßstab für einen Vertragsabschluß eine schlechte Messlatte! Und was geschieht (z.B. in der Reha)? Wir können es sogar noch schlimmer: Unsinnige "Qualitätsnachweise" ohne jeden Bezug zur eigentlichen Krankenbehandlung verkleben die Gehirnzellen auch noch zusätzlich. Beispiele gefällig? - Siehe nur 150 frühere Newsletter! Richtige Ziele wären 1. der Nachweis und 2. eine Wertsteigerung für den Patienten und seine Krankenkasse! Sinn macht nur eine Steigerung der Qualität je Euro auf der Behandlungsebene.

Statt dessen gibt es - so die Autoren - vier Arten des "ungesunden Wettbewerbs" mit "unglücklichen Konsequenzen": Der Ausschluss bestimmter (teurer) Leistungen blockiert den Leistungswettbewerb. Wo Krankenkassen zusätzliche Leistungen anbieten, schrumpft der Planungshorizont auf ein Jahr (die Kündigungsdauer): Kurzfristiges Erfolgsdenken verwischt die generelle Zielsetzung der Gesundheitssicherung. Für die USA werden Rabatte für bestimmte Gruppen beklagt - mal sehen, was bei uns mit den "richtigen Festpreis-" DRGs passieren wird! Mit der Bildung größerer Einheiten / Gruppierungen wird der Wettbewerb mehr und mehr abgewürgt; der Einspareffekt eines vielleicht etwas günstigeren Einkaufs kommt kaum Patienten zugute. Wir finden "die Privatisierung" hierzulande oft noch schön - oder wir werden dazu am Ende gezwungen, weil wir ökonomische Probleme mit falschen Reformen wie dem Griff in die Tasche der Mitarbeiter glaubten beseitigen zu können (siehe Vivantes). Auch das beliebte (Nullsummen-)Spiel des Verschiebens, z.B. von Zahlungsverpflichtungen von der Kranken- zur Pflegeversicherung, verursacht überflüssigerweise noch zusätzliche (Verwaltungs-)Kosten. Auch das können wir noch viel besser als die Amerikaner!

"Wettbewerb sollte die Anbieter zwingen, einen gleichen oder höheren Wert fürs Geld zu bieten als die Konkurrenz - regional oder gar national" (Zitat). Wer statt dessen die Versicherten zwingt, sich auf einen bestimmten Anbieter (Allgemeinarzt!) festzulegen, ohne dessen Qualität auf der Ebene der Krankenbehandlung auch nur zu ahnen, würgt jegliche Wertsteigerung als Marktfolge ab. Besser wäre auch - bei hinreichender Ergebnistransparenz der Behandlung - eine regionale Entmischung des Leistungsangebots entsprechend seiner Komplexität - einfachere Leistungen auf breiter Basis könnten durch komplexere in hochspezialisierten Zentren (mit einem weitaus höheren Spezialisierungsgrad als hierzulande bestenfalls zu beobachten) ergänzt werden. Dann müßte man allerdings endlich aufhören, die simple, international vielfach belegte - Erkenntnis, dass eine höhere Fallzahl eine Qualitätssteigerung mit sich bringen kann, mit "wissenschaftlichen" Argumenten niederzumachen (siehe dazu nur die "offiziellen Ärzteadressen")!

"Wettbewerb setzt Information in einem gut funktionierenden Markt voraus!" (Zitat). Deutsche "Qualitätsvorschriften" dienen eher der Informationsvernebelung (und sie kosten auch noch Zeit und Geld). Was da geschieht, dürfte bei den "Erfindern" wohl Absicht sein. Desgleichen, dass qualitätsrelevante - einfach erlangbare - Mortalitätsraten je Krankheitsart bei BQS nicht aufgeführt werden: Der "Endverbraucher" Patient soll wohl dumm gehalten werden - auch seine Krankenkasse. Denn was einzig zählte, wären Informationen zur Wirksamkeit der Behandlung, zur Qualifikation und Erfahrung des Arztes (Fallzahl!) und - vor allem - bisher aggregierte Behandlungsergebnisse je Behandlungsart. Die fehlen oder bleiben anonym. Dann sind noch so schöne Kosteninformationen sinnlos! In New York konnte wenigstens in den letzten Jahren (für die Kardiochirurgie) schlüssig nachgewiesen werden, dass die Veröffentlichungspflicht von Ergebnissen je Operateur mit der niedrigsten risikoadjustierten Mortalitätsrate korreliert.

Schließlich werden (in den USA wie) bei uns die falschen Anreize gesetzt. Die 10€-Pflichtabgabe verringert fürs gleiche KV-Geld die patientenbezogene persönliche Arbeitslast niedergelassener Ärzte; und sie hält möglicherweise sozial Schwache davon ab, sich einer notwendigen Behandlung zu unterziehen. Dank fehlender Ergebnistransparenz schieben Krankenhäuser ihre Patienten nach Kassieren ihrer G-DRG (ohne Weiterreichen des anteiligen Fallertrags) schneller in die Anschlussheilbehandlung (Reha). Obwohl die neuzeitliche Informationstechnologie eine patientenbezogene Datenerhebung und
-kommunikation deutlich erleichtern könnte, ist eine solche dank eines deutschen, ideologieverklebten "Datenschutzes" zu Lasten des Patienten fast unmöglich. Und "die sozialen und ökonomischen Strukturen im Gesundheitswesen verhindern rasche Lernprozesse" (Zitat).

Daraus ergeben sich für die Autoren diese - ökonomisch simplen, aber was den absehbaren Widerstand zur Erhaltung von Macht und Pfründen angeht - in Deutschland hinsichtlich ihrer Realisierungschance fast unvorstellbaren Veränderungsvorschläge:

§ Ein einfaches, die Behandlung der ganzen Erkrankung einbeziehendes Preissystem

§ Eine breite Risikostreuung durch gleiche Beiträge für die Behandlung gleichartiger Fälle

§ Die weitestgehende Abschaffung irreleitender Rechtswege

§ Eine landeseinheitliche Liste von Niedrigstpreise / Behandlungsart

§ Wettbewerb auf der Grundlage des Wertzuwachses je Krankheitsart

§ Ergebnisverbesserungen infolge eines anreizgesteuert rascheren Veränderungsprozesses

Generelle Messlatte sollten die Nutzen (also der Wertzuwachs) und nicht länger die Kosten sein.

* Das dürfte aufmerksamen Lesern unseres hmanage Newsletters nicht entgangen sein, eine Nachlesemöglichkeit der Veröffentlichung des HBR-Textes läßt sich in unserer Ausgabe 150 unter "Links" studieren!

** Wir haben darauf in der Vergangenheit hinlänglich oft hingewiesen.

*** Bei uns bildet man sich immer noch ein, "der Versorgungsauftrag" sei in Gefahr, wenn man nicht alles anbietet; und "Qualität ist ärztlichem Handeln (ja ohnehin) immanent"!


In den USA haben Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter versichern, den Schlüssel dazu in der Hand. Hier wären es die Patienten selbst. Doch die haben bekanntlich keine Lobby. Vielleicht könnten die Medien in die Bresche springen und - diesen folgend - die Politik? Das Ziel wäre eine Bezahlung fürs (tatsächlich qualitätsgesicherte) Ergebnis! Für die USA halten die Autoren einen erfolgreichen Wandel möglich. In Deutschland wäre er bei genauerem Hinsehen zumindest denkbar. Und genauso nötig!