Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

hmanage-Newsletter 167

15.11.2004

Herzlich willkommen!

Hier finden Sie – gestützt auf überwiegend englischsprachige Quellen – "grenzüberschreitende" Informationen und Kommentare zum (Qualitäts-)Management von Gesundheitseinrichtungen sowie der fortwährenden Verbesserung des Gesundheitssystems: Nachrichten, Kurztexte, Definitionen, Links und Downloads. Der hmanage-Newsletter dient der Horizonterweiterung: Was hierzulande immer noch als unmöglich gilt, ist woanders nicht selten schon längst realisiert!

Wir bieten hier einen freien Blick über den Tellerrand der abgeschotteten Milieus des verkrusteten und "versäulten" deutschen Gesundheitssystems und seiner Berufsgruppen. Kritisch, praxisorientiert und ohne Scheuklappen. Und das Ganze kostet Sie nach wie vor nichts!

Über Anregungen, Stellungnahmen, interessante Meldungen sowie Verbesserungsvorschläge würden wir uns sehr freuen. Für die immer weiter wachsende Nachfrage und den anhaltenden Zuspruch bedanken wir uns ganz herzlich!

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Ihr

Prof. Dr. Rolf Hildebrand


Motto des Tages:

„Ökonomen blenden ethische Grundsätze nicht von Berufs wegen aus!"
(Heinz Kölking)


<h3 style="margin-bottom: 0.11cm;">Unser heutiger Inhalt</h3>

01. Editorial: Innovation im Gesundheitswesen – Gedanken zu einem Kongress

02. (AHA) Fehlerverringerung durch kürzere Arbeitszeit bei Ärzten

03. (AHA) Schlechte Kreditaussichten für Freigemeinnützige Krankenhäuser

04. (AHA) USA beteiligen sich an WHO-Initiative für mehr Patientensicherheit

05. (AHA) Weit auf dem Wege zur elektronischen Krankenakte, aber..

06. (H&P) Lesefrucht: Eine frühe Analyse von KTQ®

07. (Business Week) Neue Formen der Krankenversicherung in den USA

08. Links

09. Buchbesprechung: Qualitätssiegel und Zertifikate für Pflegeeinrichtungen

10. Unser letztes Training im Jahre 2004


<h3 style="margin-bottom: 0.11cm;">Hier die Einzelheiten:</h3><h4 style="margin-bottom: 0.11cm;">1. Editorial: Innovation im Gesundheitswesen – Gedanken zu einem Kongress
2. (AHA) Fehlerverringerung durch kürzere Arbeitszeit bei Ärzten
       ACGME: Studies validate decision to implement duty hour standards
http://content.nejm.org/cgi/content/short/351/18/1829
      Innovation in Health care – Some thoughts on a Congress</h4>

IGES hatte – gesponsert von BKK und TK – zu seinem Kongress „Gesundheit im Jahr der Innovationen“ nach Berlin eingeladen. Auch wenn weit weniger Teilnehmer erschienen als auf der Teilnehmerliste vermerkt, kann das Gebotene vom Veranstalter sicher als voller Erfolg verbucht werden. Dem Berichterstatter schien das Gebotene ein wenig wie ein Besuch in einer fernen Welt.

Der Einführungsvortrag war fast das Beste am ganzen Kongress: Soziologieprofessor Bude referierte über „Das Rätsel der Innovationen und die Ängste vor dem Wandel: Die deutsche Gesellschaft jenseits der Nachkriegszeit. Was besonders hängen blieb, war die (plausible) Unterscheidung zwischen Innovation und Fortschritt: Innovation ist wichtig, „aber nicht immer Fortschritt“. Außerdem wurde unternehmerisches Handeln als unbedingt nötig und hierzulande viel zu wenig vorhanden charakterisiert. Das konnte man anschließend gleich an etlichen Beispielen studieren.

Die Teilnehmer erfuhren, was neuere retrospektive Auswertungen belegten. Dass – alles in allem gesehen – Krebspatienten heute länger überleben als noch vor wenigen Jahren, auch wenn die dieser Gesamtbeobachtung zugrunde liegenden Ursachen kaum im einzelnen belegt werden können. Die professionellen Möglichkeiten, Brustkrebs erfolgreich zu behandeln, haben enorm zugenommen, werden aber („von der Verwaltung“ und von den Kassen) nicht finanziert. Die technische Entwicklung auf dem Gebiete minimal-invasiver lokaler und regionaler radioonkologischer Verfahren hat enorme Fortschritte gemacht; Studien dazu würden aber kaum finanziert. (Auf die Frage von Prof. Häusler als Veranstalter und Folgeredner, was denn das „Produkt“ solcher Behandlungen sei, reagierte der Referent mit Unverständnis). IGES bietet neue Prognosemethoden an.

Health Technology Management (HTA) wird immer wichtiger – selbst in Deutschland! Es gibt in Deutschland (altbekannte) „Finanzierungshürden für Innovationen“. Das Milieu ist nach wie vor so „gestrickt“, dass offensichtliche Qualitätsverbesserungen bei gleichzeitiger Kostensenkung nicht genutzt werden, weil – das hat der Referent so nicht gesagt – die Anreize falsch gesetzt sind: „Warum soll man die OP-Dauer verringern, wenn das Team sowieso da ist, und warum Infektionen vermeiden, wenn die zusätzliches Geld bringen?“ Noch schlimmer stehe es um nur vordergründige teurere Innovationen (Beispiel Berlin Heart), deren Gesamtnutzen in Deutschland gänzlich ignoriert werden.

TK-Vorstandsmitglied Straub führte aus, wieviel man als Krankenkasse trotz der äußeren Restriktionen doch bewegen könne (Beispiel „Stent-Projekt“). Die BKK experimentiert mit einem „MedicalContact“ genannten Ansatz zur telefonischen Patientenberatung. Das Wenn und Aber zum Thema „Integrierte Versorgung“ durfte natürlich nicht fehlen (Professor Wille). Die Gesundheitskarte und – damit zusammenhängend – die nach wie vor fehlende „bundesweite Telematik-Infrastruktur ist natürlich ein aktuelles Thema (Sembritzky). Am Ende stand das Thema Prävention und ihre Kosten-Effektivität, fein säuberlich aufgeteilt in eine Primär- und Sekundärprävention.

Die abschließende Diskussion hat sich der Berichterstatter geschenkt – vielleicht zu Unrecht?

Trotz vieler interessanter Einzelaspekte fehlte den Vorträgen leider der große Bogen, aus dem sich in einer Diskussion vielleicht die Ansätze hätten entwickeln können, der bestehenden Systemmängel Herr zu werden, ohne den Bürgern auch noch den Rest ihres Einkommens für Zwecke der (vermeintlichen) Gesundheit aus der Tasche zu ziehen – auf welchem gesetzlichen Wege auch immer.

Was fehlt? Bessere Informationen und Anreize, das Richtige zu tun in einer Gesellschaft, in der jegliches Handeln von Interessen geleitet ist – und einhergehend damit um weniger bevormundende bürokratische Reglementierung und ganz erheblich mehr Markt. (Auch auf dem Kongress kam der „Endverbraucher“ nicht einmal andeutungsweise zu Wort). Das Gesundheitssystem der Zukunft sollte die Schwachen stützen und zugleich die übergroße Mehrheit der Mitbürger, die sich besser selbst helfen können, von immer mehr bürokratischen Fesseln befreien.

Bessere Informationen:

Ergebnistransparenz:
Solange das Endprodukt, „der Nutzen fürs Geld“ – also das Ergebnis der Behandlung, deren Nebenwirkungen und Fehler – wie bisher im Dunklen verbleibt, ist jegliche Reformdiskussion ein Schattenboxen. Ergebnisse (und ihr Zustandekommen) der Leistungserbringer (und von Medizinprodukten) müssen ausgewiesen werden, von sachkompetenten Instanzen aggregiert und allgemeinverständlich aufbereitet für den Einzelnen und die Öffentlichkeit bekannt gemacht werden – wie die Qualität von Autos. Erst der wohl informierte Kunde kann ein mündiger Kunde sein.

Methodentransparenz:
Zusammenhänge von Gesundheit und Krankheit müssen – samt der immer noch vorhandenen Grauzone, in der auch Placebos zu wirken scheinen – zum öffentlichen Gut werden. Die Wirksamkeit von Methoden der Prävention und der Krankenbehandlung (einschließlich ihrer Dokumentation und Aufbereitung). Die Medizin darf nicht länger als eine Art Geheimwissenschaft gehandhabt werden, die höchstens „Kollegen“ zugänglich gemacht und den Blicken der „Laien“ so gut wie möglich entzogen wird. Dazu gehört selbstverständlich auch die Information über die Qualität des einzelnen institutionellen Leistungserbringers und seiner Arbeit. Die dort tätigen Ärzte müssen – der Öffentlichkeit zugänglich – nachweislich ihr Know-how auf dem neuesten Stand halten. Der hier immer noch bestehende Rückstand zu den angelsächsischen Ländern ist ein Skandal!

Bessere Anreize:

Anreize für die (potentiellen) Patienten:
Erst wenn (potentielle) Patienten handfeste Nutzen darin sehen, sich besser zu informieren und sich im Falle notwendiger Handlungsalternativen bezüglich ihrer Gesundheit für die zielführende Vorgehensweise zu entscheiden, werden bessere Informationen nicht ins Leere laufen. Das betrifft die möglichen Ergebnisse ebenso wie den Weg dorthin – und damit auch die damit einhergehenden, bei entsprechender Entscheidung möglicherweise durchaus vermeidbaren Kosten.

Anreize für die persönlichen / institutionellen Leistungserbringer:
Weniger Druck und Sanktionen („push“) als ein Bedürfnis („pull“) motivieren zum (behandlungs-) ergebnisbezogenen, kostengünstigen anderen Handeln als heute – im wohl verstandenen Interesse der Patienten und letztlich des Ganzen. Leitbilder sind mit Leben zu füllen. Das schließt selbstverständlich eine neue Fehlerkultur ein. Anreize müssen im Innen- und Außenverhältnis der Institutionen so gesetzt werden, dass der erzeugte Handlungsdruck Vorteile für beide Seiten bringt („win-win“).

Weniger Vorschriften, mehr Markt:

In Deutschland (und in Mitteleuropa) glauben immer noch Mehrheiten, soziale Gerechtigkeit im Gesundheitswesen „auf sozialistische Weise“ erzielen zu können, indem man einen wachsenden Anteil der verfügbaren Mittel in einem immer stärker reglementierten System unproduktiv versickern läßt. Das Geld ist so nicht gerechter verteilt, sondern weg! Und bestimmte Gruppen (wie Chefärzte) und Institutionen (wie private Krankenhäuser oder Reha-Kliniken) können in dem rosaroten ideologischen Nebel die „Solidargemeinschaft“ nach wie vor ganz wunderbar ausnehmen. Außerdem gebären Vorschriften unbeabsichtigt, aber systemnotwendig Schlupflöcher, die zu neuen Vorschriften führen usw.

Konsequenz:

Ein für die Patienten und die Gesellschaft wirksamerer Ansatz hätte mit dem Verändern von Anreizen fürs unternehmerische Handeln in der Routine zu tun (und nicht unbedingt mit zusätzlichen Mitteln, am wenigstens für irgendwelche „Begleitforschung“). Anreize, Ergebnisse der Krankenbehandlung endlich zu dokumentieren und zu aggregieren, mit diesbezüglichen Methoden sowie den zugehörigen Messgrößen und Indikatoren zu experimentieren, darüber Öffentlichkeit herzustellen und – Schritt für Schritt – Ergebnisse auszuweisen. Wohlgemerkt Ergebnisse der Routinebehandlung bestimmter Erkrankungen in konkreten Einrichtungen, bezogen auf hinreichend vergleichbare Patientengruppen! Daraus ließen sich Zeitreihen ableiten, die – wenn Anreize für Verbesserungen bestehen und alles gut geht – zunehmend bessere Ergebnisse belegen.

Dazu gehörte, patientenbezogene Doppelarbeit, Um- und Irrwege weitgehend abzuschaffen. Was meinen Sie, wieviel Geld sich dadurch „freischaufeln“ ließe, das für Verbesserungen (nicht nur „Innovationen“) genutzt werden könnte. Sich so etwas zu trauen, obwohl das Geld noch gar nicht da („bewilligt“) ist, erfordert wiederum das im Kongress angesprochene „unternehmerische Denken“: Hierzulande warten viel zu viele Leute viel zu lange darauf, dass jemand höheren Orts „endlich“ etwas entscheidet: Machen! – Und sich trauen! Das wäre nicht nur eine Innovation, sondern Fortschritt!

Solange allerdings die (Macht-)Strukturen – von der Versäulung des Systems über die Abschottung der Budgets bis hin zur Krankenhausorganisation nach Fächern und nicht nach Produktlinien zur Behandlung bestimmter Erkrankungen, über das Verhindern jedweder Ergebnistransparenz bezüglich der Leistungserbringer bis hin zu Arbeitsbedingungen an der Basis, die allmählich wirklich keinen Spaß mehr machen – in diesem Lande so bleiben wie sie sind, besteht gar kein Interesse, etwas ernsthaft zu verändern. Also wird alles nur weiterhin immer teurer und zugleich fast sicher – von Ausnahmen abgesehen – für alle Beteiligten schleichend immer schlechter!


<h4 style="margin-bottom: 0.11cm;"></h4>

.


<h4 style="margin-bottom: 0.11cm;">3. (AHA) Schlechte Kreditaussichten für Freigemeinnützige Krankenhäuser
    Moody’s reaffirms negative credit outlook for not-for-profit hospitals
http://www.who.int/mediacentre/news/releases/2004/pr74/en/.
</h4>

.

Anmerkung:
Basel II läßt grüßen!


<h4 style="margin-bottom: 0.11cm;"></h4>

t


<h4 style="margin-bottom: 0.11cm;">5. (AHA) Weit auf dem Wege zur elektronischen Krankenakte, aber..
     Survey: Hospitals and others working toward EHRs, but hurdles remain
http://www.us.capgemini.com/downloadlibrary/requestfile.asp?ID=434.
</h4>

t


<h4 style="margin-bottom: 0.11cm;">6. (H&P) Lesefrucht: Eine frühe Analyse von KTQ®
http://www.businessweek.com/magazine/content/04_45/b3907111.htm?c=bwinsideroct29&n=link3&t=email .
      KTQ® - an early Analysis</h4>

„Eine vorläufige Analyse des vorliegenden KTQ-Handbuchs ergibt drei Punkte:

a)  Es wird induktiv aus den Themen und Problemstellungen des Krankenhausbereichs heraus versucht, ein QM zu entwickeln. Dieser eigenständige Zugang zum Qualitätsmanagement - ohne Anschluss an die allgemeine Fachdiskussion auf nationaler und internationaler Ebene - birgt die Gefahr der Selbstisolation. Derjenige, der sich in die Terminologie des Systems und das System selbst eingearbeitet hat, wird es schwer haben zu abstrahieren und sich in die sich ständig weiterentwickelnde Fachdiskussion einzubringen und sich dort intersubjektiv auszutauschen.

b)  Der im Glossar definierte Begriff Qualitätsmanagement lässt - trotz Einbeziehung aller Mitarbeiter - einen klaren Top-down-Ansatz erkennen:

Qualitätsmanagement: Alle Tätigkeiten der Unternehmensführung, die Qualitätspolitik, Qualitätsziele und Verantwortung festlegen sowie diese durch geeignete Mittel wie Qualitätsplanung, Qualitätslenkung, Qualitätssicherung, Qualitätsverbesserung und Qualitätsförderung verwirklichen. Qualitätsmanagement heisst also, systematisch die Unterschiede zwischen angestrebten (Soll) und tatsächlich erreichten Leistungsresultaten (Ist) aufzuzeigen, die Ursachen dafür zu analysieren und Verbesserungen einzuleiten. - Beim auch genannten Begriff Umfassendes Qualitätsmanagement ist der Definitionsumfang unklar. Vermutet werden muss, dass irgendeine Form des TQM gemeint ist.

c)  Damit die Qualität des Krankenhauses und im Krankenhaus operationalisiert werden kann, bedarf es eines Qualitätsbegriffs. Es ist nicht eindeutig erkennbar, welche Auffassung von Qualität vertreten wird, wenn von Leistungen gesprochen wird und ein bestimmter Kriteriumsbegriff wohl zentrale Bedeutung hat, aber nicht definiert wird, was unter Qualität verstanden werden soll. Insgesamt fehlt deutlich eine deduktive Perspektive bei der QM-Systembeschreibung. So ist nicht verständlich, warum nicht der Prozessbegriff thematisiert und begrifflich gefasst wird, wo doch an vielen Stellen durchklingt, dass es den Manual-Herausgebern um die Beschreibung und Analyse von Prozessen gehen muss. Das KTQ-System scheint denn auch vom Ansatz her weniger ein QM-System im allgemein verstandenen Sinn zu sein, da Qualitätsmanagement nur ein Punkt am Schluss der Gliederung ist (Punkt 6). Alle anderen Bereiche (1 bis 5 der Gliederung) lassen sich auch losgelöst von qualitätsbezogenen Tätigkeiten sehen und sind wohl unter das Dach Transparenz im Krankenhaus zu substituieren, das ja auch einen Teil der Bezeichnung ausmacht (KTQ). Insofern kann nur begrenzt von einem QM-System gesprochen werden“.

Quelle: Zollondz, Qualitätsmanagement 2002 (wird in Kürze im hmanage Newsletter besprochen)


<h4 style="margin-bottom: 0.11cm;"></h4>

Health savings accounts, like 401(k)s, will give employees more choices -- but also a greater share of the costs

Anmerkung:

Eine höchst interessanter Aufsatz zur weiteren Entwicklung des US-amerikanischen Gesundheitssystems und seiner Finanzierung unter besonderer Berücksichtigung der bei uns allmählich in Mode kommenden integrierten Versorgung samt Capitation!


<h4 style="margin-bottom: 0.11cm;">8. Links</h4>

http://www.gpoaccess.gov/index.html Offizielle US-Informationsquelle

http://www.dar.bam.de/ Deutscher Akkreditierungsrat

http://www.dar.bam.de/cgi/dict.cgi Wörterbuch Deutsch-Englisch-Deutsch - zu Begriffen der Konformitätsbewertung

http://www.dimdi.de/dynamic/de/klassi/download/index.html Aktuelle Versionen ICD-10-GM, OPS 2005

www.mds-ev.org/pflegevers/qs_pv/qsvonpveinr.html , http://infomed.mds-ev.de/sindbad.nsf/0/c087904b2b398fac002569fc005da835?OpenDocument MDK-Anleitung zur Prüfung der Qualität nach § 80 SGB XI

http://www.medizincontroller.de/info.php Allerlei Vorträge zum Thema Medizincontrolling – ohne dass wir uns mit den Inhalten immer identifizieren können!

http://www.helios-kliniken.de/stellent/websites/get_page.asp?nodeId=255 Ergebnisorientierung bei Helios

http://www.bertelsmann-stiftung.de/medien/pdf/EPA-Hintergrundpapier160404.pdf Bertelsmann-Papier zum EPA-Projekt

http://www.medizincontroller.de/info/Artikel%20Aerzteblatt%20Fruehauf%20Medizincontrolling%2020031003.pdf Selbstdarstellung der Aufgaben des Medizincontrollers: Omnipotenz?

http://www.ecqmed.de/ Nützliche Seite, z.B. zum Stichwort „Klinische Pfade“ – allerlei Lesenwertes, aber für hmanage ohne Gewähr!


<h4 style="margin-bottom: 0.11cm;">9. Buchbesprechungen / Kommentare zu Textenwww.hmanage.de.</h4>

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung – soweit nicht ausgeschlossen – durch Anklicken des Titels hier oder auf unserer Website

Gerste, Bettina, Schwinger, Antje, Rehbein, Isabel, Qualitätssiegel und Zertifikate für Pflegeeinrichtungen, Ein Marktüberblick, WidO Materialien, Bonn 2004, ISBN 3-922093-35-3

„.Gütezeichen, Qualitätssiegel und Zertifikate .. sind kein Garant für umfassend hohe Pflegequalität“ (Seite 13) .. diese Studie .. zeigt,. dass man insgesamt mit dem Status Quo der Qualitätssiegelverfahren .. noch nicht zufrieden sein kann“ – so das eigene Fazit der Autorinnen (Seite 184). Sie bezeichnen ihr Werk vorsichtshalber als einen „Marktüberblick“. Das ist ehrlich und entspricht dem Gesamteindruck nach der Lektüre. Aber es ist ein nützlicher Marktüberblick. Doch zunächst eine Zusammenfassung des Inhalts:

Abkürzungsverzeichnis
Zum Geleit
Vorwort
1          Vorbemerkungen

2          Produkte und Anbieter

3          Produktvergleich

4          Fazit und Ausblick

5          Literatur- und Quellenverzeichnis

6          Anhang

Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis

Der Bedarf an Informationen ist angesichts einer mit Schaumschlägern und emsigen „Quarktretern“ durchsetzten Qualitätsszene im deutsch(sprachig)en Gesundheitswesen enorm – auch und gerade hinsichtlich der dort vergebenen „Gütesiegel“. Da kommt dieses Buch gerade richtig.

Eigentlich könnte man das Buch nach kurzer Lektüre getrost beiseite legen: Denn gleich zu Beginn stellen die Autorinnen (in einer leicht pseudowissenschaftlichen Sprache) fest, dass es hierzulande an vernünftigen Vergleichskriterien mangele: „So ist pflegewissenschaftlich noch nicht konsentiert, was gute Pflege und damit eine hohe Pflegequalität ausmacht“ (Seite 15). Worauf stützt sich dann der MDS, wenn er – eine interessante Aussage des Buches – gerade „eine vergleichende Studie zur Ergebnisqualität .. anfertigen läßt“ (Seite 182)? - Über die Messinstrumente des MDK hätte man gern etwas mehr erfahren!

Welche Pflegeeinrichtung nun gut und welche eher schlecht ist, läßt sich auch aus den folgenden Ausführungen nicht so recht erkennen: „Für den Verbraucher ist noch wenig Entscheidungshilfe erreicht“ (Seite 181). Daher bleibt die Bewertung der verschiedenen Anbieter von „Zertifikaten“ schwammig, zumal jegliche Hinweise auf – ausdrücklich als notwendig bezeichnete  (Seite 15) – Nachweise der Ergebnisqualität fehlen. Was – wie das Vorhandensein von „Befragungen“ – von den Zertifizierern als solche bezeichnet zu werden scheint, zählt bestenfalls zu den Prozessen. Zudem fallen offensichtlich „.. auch Einrichtungen mit einem Qualitätssiegel .. (bei MDK-Prüfungen immer wieder) negativ auf.

Die Vorgehensweise bei der Berichtserstellung wird plausibel beschrieben. Unser Eindruck: Es war wohl ziemlich zähflüssig. – Hut ab vor dem Stehvermögen! Die Befragten  haben teils gar nicht, teils erst auf Nachhaken und oft nur „fernmündlich“ reagiert (Seite 17ff). Was ist daraus zu schließen?

Die Ausführungen zu „Grundbegriffe(n) und Basiswissen“ sind gelegentlich irreführend (z.B. zur Rolle von DAR und Akkreditierungsstellen als ausschließlichen ISO-9000-Instanzen). Was zum RAL-Gütesiegel gesagt wird, fördert nicht gerade den Respekt vor dieser Instanz. Das zum (vermeintlichen) „EFQM-Modell für Excellenz“ Gesagte erklärt den Ansatz nicht und ist teilweise eher falsch: „.. wird durch die Einbeziehung von EFQM-Assessoren eine Zertifizierung und Teilnahme an Benchmarking möglich“ (Seite 23/24). Eine vergleichende Übersicht der in der Folge zum Vergleich herangezogenen Ansätze fehlt leider.

Was im Kapitel 2 („dieses Kapitel ist rein deskriptiver Natur“ – Seite 27) an Information zusammengetragen wird, ist zwar kaum hilfreich bei der Entscheidung für einen bestimmten Zertifizierer, aber gleichwohl höchst informativ, was das aktuelle „Niveau“ der Branche betrifft:

Da gibt es die merkwürdigsten Vorgehensweisen, so z.B. beim Paritätischen „3 Sterne .. wenn die Einrichtung zusätzlich die Durchführung regelmäßiger Selbstbewertungen gemäß EFQM nachweist“ (Seite 47): Großartig! Selbstbewertungen allein besagen erfahrungsgemäß nicht das Geringste über die Qualität – nicht einmal zur richtigen Anwendung des EFQM-Modells für Excellence!

Ergebnisse werden bestenfalls in der Form „Wird Kundenzufriedenheit ermittelt?“ (Seite 42, 72, 85) abgefragt; stattdessen findet sich in den Antworten der Zertifizierer allerlei verbale Schaumschlägerei, wie der Hinweis auf „pflegetheoretische Ansätze“ (Seite 61). Ein Anbieter reserviert für alle neun EFQM-Kriterien gerade einmal 26% seiner Prüfungsinhalte (Seite 64): Woraus besteht der Rest?

Leider trägt auch der – höchst verdienstvolle – „Produktvergleich“ in Kapitel 3 kaum zur weiteren Erhellung bei. Die Marktanteile sind unterschiedlich hoch, desgleichen die Preise. Aha. Was man fürs unterschiedliche Geld genau bekommt, verbleibt großenteils im Nebel („ISO-orientiert“, „EFQM-orientiert – Seite 111). Immer lernt man, dass der „Marktanteil“ der „gesamten Umsetzung des EFQM-Modells“ bei 0% liegt (Seite 112). Der Versuch einer Darstellung „inhaltlicher Schwerpunkte“ der Konkurrenten (Seite 114ff) bleibt leider unverständlich.

Der „Fokus Prüfung“ (ab Seite 121) macht sehr schön deutlich, wie wenig die vorgestellten Prüfungen – samt der am Ende ausgehändigten Zertifikate – wert sein dürften: „Mit Hilfe eines Qualitätsmanagements schaffe es eine Pflegeeinrichtung, zum selbstlernenden System zu werden“ (was immer das sein mag – Seite 147). Na so was! Die Qualität kommt also von selbst, wenn man nur über ein „Qualitätsmanagement“ verfügt – was immer das sein mag. Was die Autorinnen da an Behauptungen der Zertifizierer zum „Prozess der kontinuierlichen Verbesserung“ (Seite 167ff) zusammentragen, ist in seiner Dreistigkeit schon für sich allein lesenswert. Sie ziehen daraus auf Seite 169 den Schluss:

„Offen bleibt, wie der Anbieter prüft, dass der Prozess ständiger Verbesserung tatsächlich funktioniert“

Dass auch die Behauptung aller Anbieter, „gesetzliche Anforderungen“, genauer gesagt die „MDK-Anleitung zur Prüfung der Qualität nach § 80 SGB XI“ bzw. der „Prüfhilfe zur Durchführung von Qualitätsprüfungen zur Erteilung von Leistungs- und Qualitätsnachweisen nach der Pflege-Prüfverordnung“ oder „Kriterien der Heimaufsicht“ (Seite 114) zu erfüllen, mit einer gewissen Vorsicht zu genießen ist, wird dank der Fleißarbeit der Autorinnen überdeutlich.

Der Rezensent hat durch die Lektüre einiges dazu gelernt: So stellen sich Deutschlands selbsternannte Zertifizierungsstellen also die Prüfung der Qualität in der Pflege vor: Das ist ja noch „schöner“ als KTQ®: Für solcherlei Zertifikate sollte man das Geld wohl lieber sparen! Den Autorinnen sei für ihre enorme Fleißarbeit auf Herzlichste gedankt – wenn sich auch der praktische Nutzen des Buches („Wen nimmt man denn nun?“) darin erschöpft, auf ein Zertifikat vorerst lieber zu verzichten: (+)

 

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt hält, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. – Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!


<h4 style="margin-bottom: 0.11cm;">10. Unser letztes Training im Jahre 2004www.hmanage.net/ unter "Training, Flyer"!</h4>

Was unsere Trainings in Ansatz und Inhalt von anderen unterscheidet:

1.       Wir konzentrieren uns auf „grenzüberschreitende“ Aspekte des Management im Gesundheitswesen – sowohl was die Einrichtungen als auch was die dort tätigen Berufsgruppen betrifft.

2.       Wir bieten nur Veranstaltungen zu Themen an, für die unsere Kompetenz im Vergleich zur Konkurrenz sehr hoch ist. Um die Nase vorn zu behalten, entwickeln wir jedes Training kontinuierlich weiter (Beispiel EFQM).

3.       Wir bieten fachlich keinen „Einheitsbrei“, sondern halten uns, was den jeweiligen Stoff und seine Vermittlung angeht, im vordersten Feld der internationalen Entwicklung – mit der „Bodenhaftung“ der organisatorischen Realität.

4.       Wir springen inhaltlich nicht auf jeden „Veranstaltungs-Zug“, der Gewinn versprechen mag. Wenn wir von etwas nicht überzeugt sind (Beispiel KTQ®), muten wir es auch nicht unseren Teilnehmern zu.

5.       Von Ausnahmen abgesehen, ist die Teilnehmerzahl unserer Trainings auf maximal 16 begrenzt. Unsere Gruppen bestehen nie aus mehr als 7-8 Teilnehmern. So hat jedes Gruppenmitglied eine optimale Lernchance.

6.       Wir bemühen uns um faire Preise. Im allgemeinen sind darin zum einen Materialien enthalten, die den Rahmen des Üblichen deutlich sprengen, und zum anderen Abendveranstaltungen, die wir so andernorts kaum je erlebt haben.

Hier unser letztes offenes Intensivtraining m zweiten Halbjahr 2004:

Berlin, 02.-03.12.04 Klinische Pfade für eine bessere Krankenversorgung
Eine „Gebrauchsanweisung“, wie man zu wirklich nützlichen Pfaden kommt, als Intensivtraining.
Einzelheiten und Flyer auf unserer Website


<h3 style="margin-bottom: 0.11cm;">"Kleingedrucktes" </h3>

Als Nutzer unseres im April 2001 gestarteten hmanage-Newsletters haben wir die Angehörigen all jener Berufsgruppen im Blick, für die eine Auseinandersetzung mit dem Management im Gesundheitssystem aus dem einen oder anderen Grunde wichtig ist, desgleichen jene Funktionsträger auf allen hierarchischen Ebenen, deren Entscheidungen die Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems prägen. Eine Reihe von Informationen dürfte auch für Patienten als Nutzer ("Kunden") des Systems und für deren Angehörige interessant sein.

Wo wir englischsprachige Quellen nutzen, übersetzen wir diese zumeist nicht. Nebenher informieren wir darüber, was es für Sie bei uns an Neuem gibt. Weitere dauerhafte Informationen finden Sie auf unserer Website www.hmanage.de.

Unsere Auswahl erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen. Anlagen prüfen wir mit dem jeweils neuesten Virenprogramm. Haften können wir für eine Virenfreiheit allerdings nicht. Die Verwendung jeder hier wiedergegebenen Information ist ausdrücklich erwünscht. Eine Nachricht darüber und über den erzielten Nutzen würden wir allerdings sehr begrüßen. Für den Wahrheitsgehalt von Dritten übernommener Nachrichten können wir keine Verantwortung übernehmen.

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