Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

hmanage-Newsletter 168

23.11.2004


Herzlich willkommen!

 

Hier finden Sie - gestützt auf überwiegend englischsprachige Quellen - "grenzüberschreitende" Informationen und Kommentare zum (Qualitäts-)Management von Gesundheitseinrichtungen sowie der fortwährenden Verbesserung des Gesundheitssystems: Nachrichten, Kurztexte, Definitionen, Links und Downloads. Der hmanage-Newsletter dient der Horizonterweiterung: Was hierzulande immer noch als unmöglich gilt, ist woanders nicht selten schon längst realisiert!

Wir bieten hier einen freien Blick über den Tellerrand der abgeschotteten Milieus des verkrusteten und "versäulten" deutschen Gesundheitssystems und seiner Berufsgruppen. Kritisch, praxisorientiert und ohne Scheuklappen. Und das Ganze kostet Sie nach wie vor nichts!

Über Anregungen, Stellungnahmen, interessante Meldungen sowie Verbesserungsvorschläge würden wir uns sehr freuen. Für die immer weiter wachsende Nachfrage und den anhaltenden Zuspruch bedanken wir uns ganz herzlich!

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Ihr

Prof. Dr. Rolf Hildebrand


Motto des Tages:

"Schlechte Qualität ist definitionsgemäß Zeitverschwendung"
(Carl Arendt, Westinghouse, zitiert nach ASQ)


<h3 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;">Unser heutiger Inhalt</h3>

01. Editorial: "Darf Rentabilität unser Maßstab sein?"

02. (AHA) RFID: Interessante Nachricht zum Medikamenten-Nachschub

03. (AHRQ) Messung der Patientensicherheits-Kultur

04. (AHA) Amtlicher Patientenfragebogen aktualisiert und "abgesegnet"

05. (AHA) Befragungsergebnisse zur Patientensicherheit

06. (AHA) Haftpflichtprobleme im Land der Prozesshanseln

07. (IHF) Qualität in der Krankenversorgung in fünf Schritten

08. Links

09. Buchbesprechung: Klauber, Robra, Schellschmidt, Krankenhaus-Report 2004, Schwerpunkt: Qualitätstransparenz

 

10. Unsere Trainings


<h3 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;">Hier die Einzelheiten:</h3><h4 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;">1. Editorial: "Darf Rentabilität unser Maßstab sein?"2. (AHA) RFID: Interessante Nachricht zum Medikamenten-Nachschubhttp://www.fda.gov/bbs/topics/news/2004/NEW01133.html
       FDA steps up efforts to promote RFID in drug supply chain

      Should profitabilty be our standard?</h4>

Diese schöne Überschrift ziert die Meinungs-Seite des November-Hefts 2004 von "Berliner Ärzte", der offiziellen Zeitschrift der Ärztekammer Berlin. Autor ist Dr. med. Andreas Grüneisen, seines Zeichens Oberarzt der Hämatologie und Sprecher der Fraktion Gesundheit der Ärztekammer Berlin. Im Text finden sich Passagen, die mehr als nur nachdenklich stimmen:

Zunächst einmal steht die gesamte deutsche Krankenhausgesetzgebung doch gar nicht unter der Prämisse der "Rentabilität", also der Verzinsung des eingesetzten Kapitals. (Und wenn dies so wäre, wäre das alles andere als schlimm, sondern in einer Welt, in der niemand einem Geld schenkt, auch ganz normal. Oder erwartet Dr. Grüneisen etwa für sein Spargeld keine Zinsen?). Er behauptet:

"Der Erfolg eines Krankenhauses hängt zukünftig davon ab, in welchem Umfang der Ressourceneinsatz minimiert werden kann. Will eine Klinik im Konkurrenzkampf überleben, muss sie ihre Kosten für die Behandlung senken.. .Das führt zwangsläufig zum Verlust an Qualität".

So gesagt, ist das schlichter Unsinn! Wie die Lebenserfahrung lehrt, führen geringere Gestehungskosten nicht zwangsläufig zu einer schlechteren Qualität - im Gegenteil: Nicht wenige Güter sind für den größeren Teil der Menschheit erst durch Kostensenkung erschwinglich geworden!

Wir lesen weiter: "Die Arzt-Patienten Beziehung definiert sich dann nur noch über das Geld; die Leiden der Patienten werden nach ihrer 'Abrechenbarkeit' taxiert. Es wird lukrative Patienten geben, um die der Wettbewerb entbrennt und solche, die man meidet, weil sie sich nicht rechnen! Kurzentlassungen und Wiederaufnahmen zur Fallzahlerhöhung werden als medizinisch notwendig suggeriert".

Wenn eine solche Praxis denn in dem Haus, in dem Dr. Grüneisen arbeitet, vorkommen sollte, wäre sie skandalös - besonders wenn Ärzte bei so etwas tatsächlich mitmachten: "Nihil nocere" glaubt der Autor doch einmal als "fachfremder Betriebswirt" (Originalton Dr. Grüneisen) als eine ärztliche Selbstverpflichtung vernommen zu haben..

Dr. Grüneisen führt aus: "Abteilungen überleben zukünftig nicht wegen ihrer gesundheitspolitischen Notwendigkeit, sondern nach ihrem Case-Mix-Index". - Vielleicht sollte er sich DRG-Grundlogik und -begriffe doch einmal genauer erklären lassen? Ein Case-Mix-Index ergibt sich künftig doch gerade aus "gesundheitspolitischen Notwendigkeiten" (= Nachfrage)!

Dr. Grüneisen mag wirklich glauben: "Rentabilität ist angesagt um jeden Preis, auch um den der Qualität". Mit den Intentionen der Umstellung der Krankenhausfinanzierung auf krankheitsartenbezogene Fallpauschalen (G-DRGs) hat dies nichts zu tun. Die deutschen Krankenhäusern zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel werden ausdrücklich (fast) nicht gekürzt. Und dass der Gesetzgeber eine integrierte Versorgung durch Zwangsabgaben glaubt erzwingen zu müssen, ist ja auch nicht gerade ein Ruhmesblatt für die deutschen Krankenhäuser!

Wenn sich die "Kalkulationskrankenhäuser" mehr Mühe mit dem Kodieren und Kalkulieren von DRGs gegeben und sich größere Krankenhäuser nicht fast gänzlich vor der Teilnahme gedrückt hätten, hätten wir in Deutschland auch schon längst DRG für DRG ziemlich verursachungsgerechte "Fallpreise"! So wird das wohl noch dauern.

Doch bis auf weiteres bekommen Krankenhäuser vorerst ja immerhin das gleiche Geld wie bisher. Eine weiterhin "gerechte" Verteilung der - nach wie vor nicht ernsthaft gekürzten - Mittel für die stationäre Versorgung ist zwar immer noch in Arbeit, wird bis zur endgültigen Umstellung auf einheitliche Fallpauschalen ja wohl auch in Deutschland möglich sein! Wer allerdings als Krankenhaus in der Vergangenheit zu viel Geld bekommen hat, wird ohne interne Anpassungen ein Problem haben - aber doch nicht aus Gründen der "Rentabilität"!!

Gleichwohl mag Dr. Grüneisen eine Situation beschreiben, die so tatsächlich existiert: Eine Krankenhausleitung, die ihre Ärzte dazu anhält, (vermeintlich) "ökonomisch" zu handeln. Oder gar Ärzte, die Patienten krank kodieren und gar ohne medizinische Erfordernis Maßnahmen veranlassen, die mehr Geld bringen (Stichwort "Beatmung"). So etwas wäre nicht nur unethisch und sowieso gesetzeswidrig (§ 12 SGB V). Es wäre auch unklug, was die Sicherung des eigenen Arbeitsplatzes betrifft - zumindest mittelfristig. Denn so etwas kann auf die Dauer niemand dulden.

Leider hört man auch immer wieder von Krankenhausleitungen, welche die Änderungserfordernisse aus DRG-Umstellung nicht etwa als Herausforderung annehmen, die internen Strukturen für die Zukunft fit zu machen, sondern nach "bewährtem" Muster einfach Stellen nicht wiederbesetzen oder durch Einkauf minderwertigerer Güter "sparend" die verbleibenden Mitarbeiter ärgern.

Dabei wäre spätestens heute ein Schulterschluss mit den Mitarbeitern, insbesondere den Ärzten angesagt: Es käme jetzt darauf an, gemeinsam herauszufinden, wo (mit welchem Case Mix) sich das Krankenhaus - was die potentielle Nachfrageentwicklung und die eigenen Stärken angeht - strategisch positionieren und auf welche Behandlungen es künftig besser verzichten sollte. Es wäre nötig, die interne Organisation den künftigen Erfordernissen anzupassen, d.h. die Krankenbehandlung um Patientengruppen einer bestimmten Erkrankung ("Produktlinien" bzw. "Service Lines") herum zu organisieren und für die im Hause vertretenen, organisatorisch künftig weniger entscheidenden Fächer eine neue, attraktive Rolle zu finden.

Es gilt, das deutsche Krankenhaus - Dr. Grüneisen mag dies auf den ersten Blick befremden - aus einem vorindustriellen "funktionalen" Organisationsgrad herauszukatapultieren, der heute nicht einmal mehr in Handwerksbetrieben vorkommt. Fächer und Berufsgruppen dürfen nicht länger Organisationshindernisse bleiben. Intern steht eine Konzentration auf Behandlungsschwerpunkte ins Haus und extern - folgerichtig - eine weitaus intensivere Kooperation. Dann wird man sich auch nicht länger leisten, Klinische Pfade als eine Darstellung des Ist-Zustandes mittels Flowchart mißzuverstehen, sondern damit arbeitsteilige Behandlungsabläufe optimieren und den Effekt mittels geeigneter Ergebnismessungen zu überwachen.

Wie könnte man also engagierte Leute wie Dr. Grüneisen dafür gewinnen, etwas weniger zu jammern und sich besser a) dafür zu engagieren, die (Ergebnis-)Qualität der Krankenbehandlung endlich transparent zu machen und b) gemeinsam mit den Kollegen im Krankenhaus für die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität zu sorgen, also patientenfreundlichere Lösungen zu schaffen?


<h4 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;"></h4>

The Food and Drug Administration today announced actions intended to promote the use of radio frequency identification (RFID) to protect the U.S. drug supply from counterfeit drugs. 


<h4 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;">3. (AHRQ) Messung der Patientensicherheits-Kultur press release and select to view the survey. A print copy may be ordered by sending an e-mail to ahrqpubs(at)ahrq.gov http://www.ahrq.gov/qual/hospculture/ .
      New Survey Helps Hospitals Measure and Improve Patient Safety Culture</h4>


<h4 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;">4. (AHA) Amtlicher Patientenfragebogen aktualisiert und "abgesegnet"http://www.qualityform.org/  (XXX???)
     CMS releases revised HCAHPS survey for comment, NQF endorsemen</h4>

.


<h4 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;">5. (AHA) Befragungsergebnisse zur Patientensicherheitsurvey measures hospitals' use of CPOE, referral of patients for certain high-risk procedures based on volume, staffing of intensive care units with specially trained physicians, and implementation of the National Quality Forum's patient safety practices. http://www.leapfroggroup.org/
     Leapfrog Group releases latest hospital survey results</h4>

Anmerkung:
Und bei uns?


<h4 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;">6. (AHA) Haftpflichtprobleme im Land der ProzesshanselnMaryland Hospital Association </h4><h4 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;">  </h4>
<h4 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;">7. (IHF) Qualität in der Krankenversorgung in fünf Schrittenhttp://www.hopkinsmedicine.org/Press_releases/2004/09_17_04.html
      Five-step framework for quality care</h4>

Quelle: Peter J Pronovost, The International Review of Patient Care 2005, Official Yearbook of the IHF

Anmerkung:
Anregend!


<h4 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;">8. Linkshttp://www.usnews.com/usnews/health/hosptl/tophosp.htm
"Die besten amerikanischen Krankenhäuser 2004" - Interessantes Ranking!
</h4>

http://www.qnetexchange.org/public/welcome/index.jsp The purpose of QNet Exchange is to improve the quality of care for Medicare beneficiaries through increased efficiencies in information exchange.

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=44151 "Richtigstellender" Aufsatz zum Thema: Risiko-Management

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=44215
Was das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit zu tun gedenkt - ein Interview mit dessen Leiter Prof. Dr. med. Peter T. Sawicki

http://www.evidence.materna.de/coremedia/aezqtest/index.jsp
leitlinien-wissen.de

http://www.aia.org/
The American Institute of Architects - Auch für Gesundheitseinrichtungen!

https://secure.cfcm.com/products/default.asp
The Center for Case Management


<h4 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;">9. Buchbesprechungen / Kommentare zu Textenwww.hmanage.net bei Amazon.</h4>

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung - soweit nicht ausgeschlossen - durch Anklicken des Titels hier oder über unsere Website

Klauber, Robra, Schellschmidt, Krankenhaus-Report 2004, Schwerpunkt: Qualitätstransparenz - Instrumente und Konsequenzen, Stuttgart 2005, ISBN 3-7945-2350-4

Dieser Krankenhaus-Report 2004 soll wegen seiner Bedeutung an dieser Stelle trotz der Tatsache besprochen werden, dass der Rezensent mit einem kleinen Beitrag (unter knapp 30 Texten einschließlich Krankenhaus-Directory) daran persönlich beteiligt ist. Zunächst eine Grobgliederung:

Vorwort
Teil I Schwerpunktthema: Qualitätstransparenz - Instrumente und Konsequenzen
 1  Qualitätstransparenz - von der Ebene der Individualmedizin zur Ebene des Gesundheitswesens (Robra)
 2  Qualitätstransparenz - Qualitätsmanagement und Qualität im Wettbewerb (Schrappe)
 3  Qualitätsberichterstattung in Deutschland heute (Hildebrand)
 4  Veröffentlichungen von Qualitätsdaten für Krankenhäuser in den USA (Matthes / Wiest)
 5  Erfahrungen der Qualitätsberichterstattung von Krankenhäusern in Kanada (Brown / Pink / Champagne)
 6  Qualitätsberichterstattung in England seit 1997 (Bevan)
 7  Überlegungen zur Krankenhausberichterstattung in Europa (Guisset / Veillard)
 8  Informationen über die Qualität der gesundheitlichen Versorgung - Erwartungen und Forderungen der Patienten (Dierks / Schaeffer)
 9  Qualität, Markenbildung und Krankenhauswahlentscheidung - Implikationen der neuen Qualitätstransparenz für das Krankenhaus-Marketing (te Haseborg / Zastrau)
10  Qualitätssicherung im wettbewerblichen Umfeld (Leber)
11  Integration der Qualitätsdarlegung in der Arzt-Patienten-Beziehung an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung (Hermann / Heintze)
12  Qualitätsbericht nach § 137 SGB V - Bewertung und Vorschläge zur Erweiterung (Lüttike / Schellschmidt)
13  Gibt es einen Zusammenhang zwischen Menge und Ergebnis bei operativen Routineeingriffen in Deutschland? (Heller)

Teil II Zur Diskussion
14  Vergleichende Qualitätsmessung in der medizinischen Rehabilitation (Thalau)
15  Steuerung der Krankenhausversorgung über Bedarfs- und Qualitätskriterien - ein Fallbeispiel (Unger / Schulte-Sasse / Schieritz)

Teil III Krankenhauspolitische Chronik
16  Krankenhauspolitische Chronik: 2000 bis 2004 (Juli) - Lehr

Teil IV Daten und Analysen
17  Statistische Krankenhausdaten: Grund- und Kostendaten der Krankenhäuser 2002 (Rolland / Rosenow)
18  Diagnosedaten der Krebspatientinnen und -patienten 2002 (Rolland / Rosenow)
19  Die Inspruchnahme medizinischer Leistungen bei gesundheitlicher Beeinträchtigung geht zurück - Daten des Mikrozensus 1995 - 2003

Teil V Krankenhaus-Directory
Autorenverzeichnis
Index

Das Thema ist anspruchsvoll. Der Blickwinkel ist - vom Beitrag des Rezensenten abgesehen - überwiegend wissenschaftlich-gesundheitspolitisch (Hermann / Heintze) - einschließlich der Behandlung der Frage "Wie kommt man zu Qualitätsinformationen?" (Dierks / Schaeffer). Die hier versammelten Autoren sind sich offensichtlich einig, dass Qualitätstransparenz hierzulande überfällig ist. Qualitätswettbewerb ist nötig - auch als Aufgabe einer Qualitätsforschung (Schrappe). Darüber, dass derzeit kaum Qualitätstransparenz besteht, besteht ein breiter Konsens. Kritik an bestehenden Ansätzen ist überdeutlich, doch einnebelnd vorsichtig verpackt (Leber, Lüttike/ Schellschmidt  - sehr lesenswert!).

Die Übersicht über die Ansätze in den USA ist hervorragend (Matthes / Wiest). Das schließt den Nutzen der Lektüre ein. Fast nur hier (und in England) gibt es öffentlich zugängliche Übersichten über Behandlungsergebnisse und für diese relevante Begleitinformationen, die zum Nutzen der Nachfrager auch die Leistungserbringer identifizieren. Im Kanada-Text verwendet man den Terminus technicus "Balanced Scorecard" (BSC) wieder einmal falsch. Aber man tut was.

Das wenige, was  aus  "Europa" berichtet wird, reduziert sich zumeist auf ziemlich allgemeine Angaben für Zwecke der Forschung und der "professionellen Selbstregulation".  Es finden sich Texte aus Großbritannien und Schottland, Dänemark, den Niederlanden, Italien und Österreich (obwohl "Experten aus 10 Ländern" für ihre Beiträge gedankt wird). Zusätzlich wird auf Qualitätsregister und "initiativen durch die Medien" hingewiesen (Guisset / Veillard). Mit der "Markenbildung" (te Haseborg / Zastrau) kann der Rezensent nichts anfangen - zumindest nicht mit diesen Ausführungen!

Die Belege zum "Zusammenhang zwischen Menge und Ergebnis bei operativen Routineeingriffen in Deutschland" sind eindrucksvoll (Heller) - insbesondere im Kontrast zur wiederholten vollmundigen Behauptung des Gegenteils - wie sie ex cathedra immer wieder aus der Ärzteschaft zu hören ist.

Nützlich die Vorstellung des von der AOK unterstützten - aus der fachlichen Sicht des Rezensenten bisher einzig sinnvollen - deutschen Ansatzes zur externen  Qualitätsprüfung in der Rehabilitation ("Vergleichende Qualitätsmessung in der medizinischen Rehabilitation" (Thalau).

Auch für einen Nichtmediziner großenteils plausibel die Ausführungen zur Bedarfsermittlung in "Steuerung der Krankenhausversorgung über Bedarfs- und Qualitätskriterien - ein Fallbeispiel".. Warum dies alles allerdings "hoheitlich" geschehen muß, verstehen wahrscheinlich nur Mitmenschen, die im Gesundheitswesen das Prinzip "DDR-Plankommission" wirklich fürs Bestimmen der Nachfrage geeignet halten  (Unger / Schulte-Sasse / Schieritz).

Die Lektüre der krankenhauspolitischen Chronik (Lehr) hat den Rezensenten als marktwirtschaftlich geprägten Ökonomen wieder einmal Geisterbahn-Effekte verursacht. - So wird das wohl nie etwas!

Ein äußerst nützliches Nachschlagewerk sind nach wie vor der Teil IV Daten und Analysen und - mehr noch - der Teil V Krankenhaus-Directory. Schön, dass die beigefügte CD-ROM neben allen Abbildungen und Tabellen wieder zusätzliche Daten und Tabellen enthält! (+++)

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt hält, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. - Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!


<h4 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;">10. Unser Trainingshttp://www.hmanage.net/index.php?id=30 .</h4>

Was unsere Trainings in Ansatz und Inhalt von anderen unterscheidet:

1.       Wir konzentrieren uns auf "grenzüberschreitende" Aspekte des Management im Gesundheitswesen - sowohl was die Einrichtungen als auch was die dort tätigen Berufsgruppen betrifft.

2.       Wir bieten nur Veranstaltungen zu Themen an, für die unsere Kompetenz im Vergleich zur Konkurrenz sehr hoch ist. Um die Nase vorn zu behalten, entwickeln wir jedes Training kontinuierlich weiter (Beispiel EFQM).

3.       Wir bieten fachlich keinen "Einheitsbrei", sondern halten uns, was den jeweiligen Stoff und seine Vermittlung angeht, im vordersten Feld der internationalen Entwicklung - mit der "Bodenhaftung" der organisatorischen Realität.

4.       Wir springen inhaltlich nicht auf jeden "Veranstaltungs-Zug", der Gewinn versprechen mag. Wenn wir von etwas nicht überzeugt sind (Beispiel KTQ®), muten wir es auch nicht unseren Teilnehmern zu.

5.       Von Ausnahmen abgesehen, ist die Teilnehmerzahl unserer Trainings auf maximal 16 begrenzt. Unsere Gruppen bestehen nie aus mehr als 7-8 Teilnehmern. So hat jedes Gruppenmitglied eine optimale Lernchance.

6.       Wir bemühen uns um faire Preise. Im allgemeinen sind darin zum einen Materialien enthalten, die den Rahmen des Üblichen deutlich sprengen, und zum anderen Abendveranstaltungen, die wir so andernorts kaum je erlebt haben.

Die neue Programmübersicht für das erste Halbjahr und alle zugehörigen Flyer finden Sie unter


<h3 style="margin-top: 0cm; margin-bottom: 0.11cm;">"Kleingedrucktes" </h3>

Als Nutzer unseres im April 2001 gestarteten hmanage-Newsletters haben wir die Angehörigen all jener Berufsgruppen im Blick, für die eine Auseinandersetzung mit dem Management im Gesundheitssystem aus dem einen oder anderen Grunde wichtig ist, desgleichen jene Funktionsträger auf allen hierarchischen Ebenen, deren Entscheidungen die Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems prägen. Eine Reihe von Informationen dürfte auch für Patienten als Nutzer ("Kunden") des Systems und für deren Angehörige interessant sein.

Wo wir englischsprachige Quellen nutzen, übersetzen wir diese zumeist nicht. Nebenher informieren wir darüber, was es für Sie bei uns an Neuem gibt. Weitere dauerhafte Informationen finden Sie auf unserer Website www.hmanage.de.

Unsere Auswahl erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen. Anlagen prüfen wir mit dem jeweils neuesten Virenprogramm. Haften können wir für eine Virenfreiheit allerdings nicht. Die Verwendung jeder hier wiedergegebenen Information ist ausdrücklich erwünscht. Eine Nachricht darüber und über den erzielten Nutzen würden wir allerdings sehr begrüßen. Für den Wahrheitsgehalt von Dritten übernommener Nachrichten können wir keine Verantwortung übernehmen.

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