Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Newsletter 1

Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,

dies ist die erste Ausgabe unseres in lockeren Abständen erscheinenden H&P-Newsletters. Er wird für das Management im Gesundheitswesen aktuelle und sonstwie interessante - auch englischsprachige - Informationen, Links und Downloads bieten, die für die Arbeit nützlich sind und woanders schwer zu finden sind. Ohne (Selbst-)Zensur, frei von Reklame, sonstigen Interessen und sowie natürlich von jedweder "Hofberichterstattung". Unsere Auswahl folgt nicht irgendwelchen Interessen, sondern ausschließlich nach dem (von uns eingeschätzten) Nutzen für die Leser. Als Adressaten haben wir - wie bei unseren sonstigen Aktivitäten - alle Berufsgruppen sowie alle hierarchischen Ebenen im Blick, für die das Thema Management wichtig ist. Nebenher informieren wir darüber, was es bei uns für Sie Neues gibt. Wo wir - vor allem aus den USA -englischsprachige Quellen nutzen, übersetzen wir die Texte nicht. Über Anregungen und Stellungnahmen sowie Verbesserungsvorschläge würden wir uns sehr freuen.


Motto des Tages

"Was wir brauchen, ist eine kooperative Führung - mit einem unbeugsamen Kooperator an der Spitze!" (ZfO, ganz lange her)


Heutiger Inhalt

1. Unsere DRG-Checkliste - Vorab-Information I.
2. Linksammlung - nicht nur zu DRGs
3. (AHA) Gesunde Stadt - etwas weiter westlich
4. (AHA) Healthcare e-standards
5. (AHA) Fehldiagnosen
6. (AHA) Ärzte und Kosten
7. Bundesärztekammer, Curriculum Qualitätssicherung / Ärztliches Qualitätsmanagement, 2. Auflage 2000
8. (AHA) Neueste Stellungnahme des amerikanischen Institute of Medicine (IOM)
9. "Qualität out - DRGs in?" - 21.04.01 Akademie für Management im Gesundheitswesen e.V.
10. Neues bei H&P: Website im Ausbau, Literaturempfehlungen


Hier die Einzelheiten

1. Unsere DRG-Checkliste - Vorab-Information I.

Dass wir uns schon etwas länger mit dem Thema befassen, läßt sich u.a. in f&w 3/4 1985 (!) sowie in 5/6 1986 nachlesen. Da wir die Entwicklung der DRGs seit spätestens 1982 intensiv verfolgt haben, können wir manche Anregung geben, die so bisher noch nicht in einschlägigen Veröffentlichungen steht:

Nach vielen anderen Ländern mit staatlich administrierten Preisen im Gesundheitswesen hat sich nun also auch Deutschland für die DRGs zur Abrechnung stationärer Krankenhausleistungen entschieden, und zwar für deren bisher wohl teuerste und komplizierteste Variante. "Die Selbstverwaltung" hat sich - vor die Aufgabe gestellt, die verfahrensmäßigen Voraussetzungen dafür zu schaffen - trotz divergierender Interessen mit erstaunlicher Verve an die Arbeit gemacht. In den Krankenhäusern mühen sich vor allem Ärzte, sich mit der Logik des Kodierens vertraut zu machen, deren "Allgemeine Kodierrichtlinien" - obwohl schon seit dem 1. Januar 2001 benötigt - erst in diesen Tagen an die Öffentlichkeit gelangen. Die "Speziellen Kodierrichtlinien" sollen folgen.

Die DRGs werden den Krankenhäusern eine Art Einheitspreise bringen. Diese werden zunächst einmal in einer Reihe von ausgewählten Krankenhäusern als "Fallkosten" kalkuliert.  Wir haben die "Fallkosten" in Anführungsstrichen geschrieben, weil sie hier am Ende des Geschäftsjahres auf der Grundlage der von Wirtschaftsprüfern testierten Jahresabschlüsse der teilnehmenden Krankenhäuser und der Ausgrenzung nicht DRG-relevanter Aufwandsanteile im nachhinein ermittelt werden.

Neben der "Base Rate", das sind die Durchschnittsfallkosten aller DRGs (Kostengewicht 1,0), ergeben sich daraus für jede DRG deren "relatives Kostengewicht" und mit der Summe der einzelnen Kostengewichte aller Behandlungsfälle der "Case Mix" des jeweiligen Krankenhauses sowie aus der Differenz der Summe der Kostengewichte und der Anzahl der Behandlungsfälle dessen "Case Mix Index". Damit werden in einigen Jahren zumindest im Einzugsbereich des einzelnen Krankenhauses die Preise für alle Leistungserbringer (nahezu) gleich groß sein. Darüber dürfen die krankenhausspezifischen DRGs im Jahre 2003 nicht hinwegtäuschen.

Für alle DRG-relevanten Fallarten ist also neben der Beachtung einiger anderer Kriterien eine Diagnosen- und Prozedurenklassifkation vorzunehmen. Die diesbezüglichen Daten werden einer "Grouper"-Software zugeführt, die daraus die zugehörige DRG ermittelt. Zur Diagnosen- und Prozedurenklassifkation sind nach vorgegebenen Regeln alle fallbezogenen Diagnosen und Prozeduren zu kodieren - ein alles andere als leichtes Unterfangen, weil das Dokumentieren bisher nicht zu den bevorzugten Tätigkeiten des deutschen Krankenhausarztes zu gehören scheint. Und Kodieren läßt sich nun einmal nur, was zuvor zur Beschreibung des Verlaufs einer Krankenbehandlung systematisch zu Papier gebracht worden ist. Das dürfte künftig umso mehr gelten, als Geschäftsvorfälle - also auch DRGs - nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) nur dann ordnungsmäßig zu Papier gebracht worden sind, wenn sie bis auf den vom Verursacher (Arzt) unterschriebenen Urbeleg zurückverfolgt werden können.

Daher ist es sicher mehr als problematisch, dass deutsche Verschlüsselungssoftware die Eingabe von Haupt- und Nebendiagnosen sowie zugehöriger Prozeduren gestattet, ohne dass diese zwingend in der Dokumentation stehen. Die  Allgemeinen Kodierrichtlinien- Version 1,0, April 2001 -  schreiben vor, dass "vor der Kodierung jeglicher aufgezeichneter Diagnose bzw. Prozedur .. die Informationen anhand der Krankenakte nachgeprüft werden (müssen). .. Der behandelnde Arzt ist verantwortlich für

- die Bestätigung von Diagnosen, die verzeichnet sind, bei denen sich aber kein unterstützender Nachweis in der Krankenkate findet,
und
- die Klärung von Diskrepanzen zwischen Untersuchungsbefunden und klinischer Dokumentation"

Im - absehbaren - Konfliktfall steht der Arzt also leicht mit einem Bein im Gefängnis: "Die Bedeutung einer konsistenten, vollständigen  Dokumentation in der Krankenakte (und nicht allein im Kodiersystem!) kann nicht häufig genug betont werden" (Allgemeine Kodierrichtlinien). Das stellt viele Krankenhäuser vor eine fast unlösbare Aufgabe - belegen doch praktisch alle bisherig bekannt gewordenen "Pioniertaten", dass offensichtlich zu wenige Diagnosen / Prozeduren kodierbar sind, die vorgeschriebene durchgängige Dokumentation des Geschehens also keineswegs üblich zu sein scheint. Da hilft kein Einnebeln. Das erfordert Verhaltensänderungen! Und die brauchen Zeit.

(Wir setzen diesen Text in Kürze fort)

 
2. Linksammlung - nicht nur zu DRGs

www.thorsten-karin-mueller.de/linksammmlung_zu_drgs.htm - eine ausgesprochene Fleißarbeit!
www.aha.org/resource/pbillofrights.asp - Patientenrechte - es gibt sie wirklich!
www.uni-oldenburg.de/~markobr/Gesetze.html#Gesetze - noch eine nützliche Fleißarbeit.
www.asq.org - Die amerikanische Qualitätsgesellschaft mit mehreren tausend nichtamerikanischen Mitgliedern, auch aus dem Gesundheitswesen!


3. (AHA) Gesunde Stadt - etwas weiter westlich

HRET, VHA note six strategies for healthy community programs Hospitals that have successful programs to improve the health of their communities share six common strategies, according to a report released today by the AHA's Health Research and Educational Trust and the VHA Health Foundation Inc. ...

4. (AHA) Healthcare e-standards
Health Care e-Standards group pushes uniform Internet supply transactions... For more information go to http://www.chestandards.org.


5. (AHA) Fehldiagnosen
Study: 20% of ICU deaths due to doctor misdiagnosis ...
A copy of the study is available at http://www.chestjournal.org/cgi/content/abstract/119/2/530.


6. (AHA) Ärzte und Kosten
Study finds doctor's determine cost-effectiveness differently ...
The article is available at http://www.ewjm.com/.


7. Bundesärztekammer, Curriculum Qualitätssicherung / Ärztliches Qualitätsmanagement, 2. Auflage 2000
In diesem Werk stehen zwar auch Sätze wie diese: „Bei der Qualitätssicherung handelt es sich genau genommen nur um einen neuen, modernen Begriff für die Haltung und Handlungsweise, die immer schon zur ärztlichen Berufsausübung gehört hat, praktiziert wurde und wird, auch wenn die entsprechenden Maßnahmen nicht expressis verbis mit dem Begriff der Qualitätssicherung belegt wurden"..Doch sonst ist es für eine Orientierung aus ärztlicher Sicht sicher auch für jene sehr nützlich, die sich nicht einer der dort skizzierten Trainingsveranstaltungen unterwerfen wollen. Das ist sicher nicht falsch. Denn der Deutsche Ärztetag hat 1988 die Qualitätssicherung als ausdrückliche Verpflichtung für den Arzt in die Berufsordnung verankert.


8. (AHA) Neueste Stellungnahme des amerikanischen Institute of Medicine (IOM)
* Health care organizations, professional groups, and private and public purchasers should explicitly adopt as a purpose the continual reduction in America's burden of illness, injury and disability.

* There should be establishment of monitoring and tracking processes to evaluate the progress of the health system in pursuing its quality aims, with an annual report by the HHS secretary to Congress and the president on the quality of U.S. health care.

* Health care processes should be redesigned to reflect: continuous healing relationships; customization based on patient needs and values; the patient as the source of control; shared knowledge and the free flow of information; evidence-based decision making; safety as a system property; transparency; anticipation of needs; continuous decrease in waste; and cooperation among clinicians.

* The Agency for Healthcare Research and Quality should identify at least 15 priority conditions and, in collaboration with the National Quality Forum, should convene stakeholders to develop strategies, goals, and actions plans for improving quality in the next five years for each priority condition.

* There should be a renewed national commitment to building an information infrastructure to support health care delivery, consumer health, quality measurement and improvement, public accountability, clinical and health services research, and clinical education, with the goal of eliminating most handwritten clinical data by the end of the decade.

* A summit of leaders within the health professions should be held to develop strategies for restructuring clinical education to be consistent with the principles of the 21st-century health system in undergraduate, graduate, and continuing education for medical, nursing, and other professional training programs.

...

For more, go to http://www4.nas.edu/onpi/webextra.nsf/web/chasm?OpenDocument


9. "Qualität out - DRGs in?" - 21.04.01 Akademie für Management im Gesundheitswesen e.V.
In den - auch vom Hauptbahnhof mit der Straßenbahn gut erreichbaren - Räumen der Fachhochschule Hannover führt die Akademie für Management im Gesundheitswesen e.V. in diesem Monat unter dem obigen Motto eine interessante und zugleich preiswerte Veranstaltung durch. Sie wird - unter der Leitung von Professor Wolfgang Hellmann - von praxiserprobten Referenten aus der Asklepios-Gruppe, der Sana-Gruppe, den Harzkliniken Goslar und anderen bestritten. Drei parallele Workshop-Reihen vertiefen die Themen "Qualitätsbericht-Erstellung und Assessment-Vefrahren", "Umstellung auf DRGs" und "Qualitätsmanagement in der Arztpraxis". Professor Hildebrand hält den Eingangsvortrag zum anregenden Thema "Qualität als Mangelerscheinung in der Gesundheitsversorgung" und beteiligt sich an der Schlußdiskussion. Anmeldung: Akademie für Management im Gesundheitswesen e.V. c/o Prof. Dr. Wolfgang Hellmann Junkergarten 15 30966 Hannover Telefon 05101-12945 Fax 05101-6415 hellmann-w(at)t-online.de.


10. Neues bei H&P: Website im Ausbau, Literaturempfehlungen

Heike Gerhardt, Juristin mit solider Managementpraxis im Reha-Bereich, verfügt als Partnerin bei H&P seit kurzem über unsere dritte EFQM-Trainerlizenz. Unsere Website wird rasch ausgebaut. In Kürze finden Sie dort neben der Möglichkeit, Ihre Fachliteratur über das Internet zu bestellen, eine Reihe neuer Buchempfehlungen, weitere Links sowie Materialien für die eigenen strategischen Veränderungen. Darüber hinaus wird derzeit ein Diskussionsforum vorbereitet, das nach dem Wunsch der "Erfinder" darauf zielt, mit neuen Anregungen etwas mehr Bewegung in die Gesundheitsszene zu bringen und nicht länger allein auf die "Segnungen der Politik" zu warten. Hier eine bewährte Literaturliste aus unserer Sammlung zum Thema TQM:

Gaucher, Ellen J., Coffey, Richard J., Total Quality in Healthcare, From Theory to Practice, San Francisco 1993, ISBN 0-5542-534-8

Goonan, Kathleen Jennison, The Juran Prescription, Clinical Quality Management, San Francisco 1995, ISBN 0-7879-0096-6

Imai, Maasaki, KAIZEN, München 1991, ISBN 3-7844.7287-7

JCAHO, The Measuring Mandate, Chicago 1993, ISBN 0-86688-334-7

JCAHO, Using Performance Improvement Tools in Health Care Settings, Chicago 1996, ISBN 0-86688-489-0

Katz, Jaqueline, Green, Eleanor, Managing Quality, A Guide to Monitoring and Evaluating Nursing Services, St. Louis 1992, ISBN 0-8016-2620-X

Senge, Peter M., Die fünfte Disziplin, Stuttgart 1996, ISBN 3-608-91379-3

Tichy, Noel M., Regieanweisung für Revolutionäre, Unternehmenswandel in drei Akten, Frankfurt/Main 1995, ISBN 3-593-35216-8

Wilson, Christopher R. M., QA/QI Strategies in Health Care Quality, Toronto 1992, ISBN 0-920513-12-3


Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Ihr
Prof. Dr. Rolf Hildebrand


Unsere Adresse / Website

Dr. Hildebrand & Partner GmbH
Nestorstr. 11
10709 Berlin
hildebrand(at)hmanage.de
www.hmanage.de

Die Verwendung jeder hier dokumentierten Information ist ausdrücklich erwünscht. Eine Information darüber und über den erzielten Nutzen würden wir allerdings sehr begrüßen. Für den Wahrheitsgehalt übernommener Nachrichten übernehmen wir keine Verantwortung. Falls Sie an unserem Newsletter kein Interesse haben sollten, schicken Sie uns bitte eine kurze e-mail. Ihre Adresse wird dann unverzüglich gelöscht!

 


Newsletter 2

Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,

herzlich willkommen zur zweiten Ausgabe unseres H&P-Newsletters! Er wird - einmal etabliert -
für das Management im Gesundheitssystem aktuelle und sonstwie interessante - auch englischsprachige -
Informationen, Links und Downloads bieten, die für kontinuierliche Verbesserungen von Nutzen sein können, nicht jedermann zugänglich oder schwer zu finden sind. Ohne (Selbst-)Zensur, möglichst frei von Reklame, sonstigen Interessen und vor allem jedweder "Hofberichterstattung". Unsere Auswahl folgt nach dem vermuteten Nutzen für Sie. Dabei haben wir - wie bei allen unseren Aktivitäten - alle Berufsgruppen und alle jene Funktionsträger auf allen hierarchischen Ebenen im Blick, für die eine Auseinandersetzung mit Managementfragen wichtig ist. Nebenher informieren wir darüber, was es bei uns für Sie Neues gibt. Wo wir englischsprachige Quellen nutzen, übersetzen wir diese Texte zumeist nicht.
Über Anregungen, Stellungnahmen und Verbesserungsvorschläge würden wir uns freuen.


Motto des Tages

"Hinter dem Wort Erfahrung verbergen sich unsere Fehler!" (Oscar Wilde)


Heutiger Inhalt

1. Unsere DRG-Checkliste - Vorab-Information II.
2. (AHA) US-Versicherte
3. (AHA) Medikationsfehler - bei uns nicht üblich?
4. (AHRQ) Eine Krankenversicherung allein gewährleistet keine Qualität - wie steht es damit bei uns?
5. (AHA) JCAHO-Task Force zur Prüfung von Qualitätsstandards
6. (IHI) Zur Qualität ein sehr interessanter Newsletter - freies Abo!
7. (AHA) Zum Angewöhnen: Amerikanische DRG-Preisanpassung für das Jahr 2001
8. (AHA) Thema "Patientensicherheit" - auch ein Aspekt der Qualität!
9. (AHA) Fortschreibung der Managed-Care-Bezahlung für dort vom Staat (Medicare) Versicherte
10. Unsere Management-Trainings im zweiten Halbjahr


Hier die Einzelheiten

1. Unsere DRG-Checkliste - Vorab-Information II.

Dass wir uns schon etwas länger mit dem Thema befassen, läßt sich u.a. in f&w 3/4 1985 (!) sowie in 5/6 1986 nachlesen. Da wir die Entwicklung der DRGs seit spätestens 1982 intensiv verfolgt haben, können wir manche Anregung geben, die so bisher noch nicht in einschlägigen Veröffentlichungen steht:

Zusammenfassung der Vorab-Information I:

In der Höhe in Euro einheitliche Fallpauschalen (DRGs) werden in Zukunft die Grundlage der Abrechung der stationären Kranken(akut)behandlung sein. Die Zeit für die erheblichen Umstellungsarbeiten in jedem Krankenhaus ist extrem knapp - ganz gleich, welche Verängerungen noch herausgeschlagen werden mögen. Schon das Jahr 2001 kann in diesem Zusammenhang so etwas wie ein "Schicksalsjahr" werden. Denn schon in diesem Jahr sind in allen Akutkrankenhäusern von den Ärzten alle Behandlungsfälle in einer Weise zu dokumentieren und zu verschlüsseln ("kodieren"), dass daraus die Zuordnung zur "richtigen" DRG erfolgen kann. Der sich daraus ergebende Case Mix wird für das künftige Budget eines jeden Krankenhauses eine herausragende Rolle spielen. Der behandelnde Arzt ist verantwortlich für

- die Bestätigung von Diagnosen, die verzeichnet sind, bei denen sich aber kein unterstützender Nachweis in der Krankenkate findet,
und
- die Klärung von Diskrepanzen zwischen Untersuchungsbefunden und klinischer Dokumentation"

Im - absehbaren - Konfliktfall steht der Arzt also leicht mit einem Bein im Gefängnis: "Die Bedeutung einer konsistenten, vollständigen  Dokumentation in der Krankenakte (und nicht allein im Kodiersystem!) kann nicht häufig genug betont werden" (Allgemeine Kodierrichtlinien).

Neuer Text:

Zunächst einmal kommt es also darauf an, die Ärzte in der Klinik davon zu überzeugen, dass eine sehr sorgfältige Dokumentation (unabhängig davon, ob diese nun DRG-relevant sein mag oder nicht) in ihrem ureigensten Interesse liegt. Vorbeugend zu vermeiden, in diesem Punkt an den Pranger gezerrt zu werden, kann dem Krankenhaus und seinen Angeh> örigen einigen Kummer vermeiden helfen.

Als nächstes ist sicherzustellen, dass alle DRG-relevanten Items zuverlässig verschlüsselt werden. Solange noch nicht abschließend bekannt ist, was nun DRG-relevant ist, um sich Arbeit zu sparen, sollte eher für eine sorgfältige Dokumentation als Kodierungsgrundlage gesorgt werden als für eine extensive Verschlüsselung wirklich aller Diagnosen und Prozeduren. Möglicherweise macht es Sinn, alle für das Kodieren erforderlichen Aufzeichnungen zu kopieren und bis zur Klärung zentral zu sammeln.

Es muß strikt vermieden werden, potentiell DRG-relevante Diagnosen / Prozeduren "hinzuzuflunkern"! Das kann (und wird) sehr viel Ärger geben, vor allen für den persönlich dafür haftbaren Arzt!

Diskrepanzen zwischen der Dokumentation und den verschlüsselten Elementen lassen sich erst dann zuverlässig vermeiden, wenn es eine feste Software-Verbindung wischen der (DV-)Dokumentation und der Kodierung gibt. Davon scheint man allerorten noch weit entfernt zu sein - auch bei den Softwareherstellern!

Fortsetzung folgt.


2. (AHA) US-Versicherte

Census shows uninsured numbers on the decline The number of uninsured in the U.S. dropped for the first time in 12 years, according to a report by the U.S. Census Bureau. The number of uninsured in 1999 dropped 0.8% to 42.6 million, down from 44.3 million in 1998. The bureau attributed the figures to a significant rise in those receiving employer-based insurance. There was no change in those receiving government-provided health insurance, which covers 24.1% of the population. While the overall numbers were down, there remained 10.4 million among the poor without insurance in 1999. Among ethnic groups in 1999, nearly one-third of Hispanics lacked insurance, compared with 11% of whites, 11.2% of blacks and 10.8% of Asians and Pacific Islanders. The number of uninsured children was at its lowest since 1995 at 13.9% or 10 million. Further details can be found on the Census Web site at http://www.census.gov.


3. (AHA) Medikationsfehler - bei uns nicht üblich?

AHRQ: Medication errors cost hospitals millions each year Hospitals could save as much as $500,000 annually by using computerized medication order entry systems, according to a report released today by the Agency for Healthcare Research and Quality. The report, "Research in Action: Reducing and Preventing Adverse Drug Events to Decrease Hospital Costs," says adverse drug events result in more than 770,000 injuries and deaths each year and cost up to $5.6 million per hospital. Patients who experienced adverse drug events were hospitalized an average of 8 to 12 days longer than patients who did not suffer ADEs, and their hospitalization cost $16,000 to $24,000 more. Reducing medication errors through computerized monitoring systems could prevent 28% to 95% of ADEs, the reports says. For more, go to http://www.ahrq.gov/qual/aderia/aderia.htm. - Das Thema Medikationsfehler beschäftigt die amerikanische Öffentlichkeit und Politik seit geraumer Zeit noch stärker als in der Vergangenheit. Dazu gibt es Berichtspflichten und Auswertungen, deren Veröffentlichung ("fast 50.000 Tote pro Jahr") bei uns noch schwer vorstellbar ist.


4. (AHRQ) Eine Krankenversicherung allein gewährleistet keine Qualität - wie steht es damit bei uns?

Insurance coverage doesn't guarantee quality care Providing universal medical insurance coverage doesn't necessarily ensure all Americans will get high-quality health care services, according to a study funded by the Agency for Healthcare Research and Quality and scheduled to appear in tomorrow's edition of the Journal of the American Medical Association. John Eisenberg, M.D. and director of AHRQ, and Elaine Power of the national Forum for Healthcare Quality measurement and Reporting identified in their study seven obstacles to high-quality health care. The first, they reported, is the many Americans don't have access to affordable health insurance. Secondly, even when it is offered, they don't enroll. Then, if they have insurance,>  some needed services or providers may not be covered. When  ervices and providers are covered, some patients are unable to choose among plans, institutions or clinicians, thus limiting patients' ability to select the care they prefer. Also, even when choice is offered, a consistent source of primary care may not be accessible. When primary care is accessible, appropriate referral service may not be. And, finally, if all other obstacles are overcome, gaps often occur between that can and should be provided, and the quality of care delivered. For more information, call Karen Migdail at (301) 594-6120 or e-mail her at www.kmigdail@ahrq.gov .


5. (AHA 01.05.01) JCAHO-Task Force

JCAHO task force to review most hospital standards The Joint Commission on Accreditation of Healthcare Organizations hopes by year-end that its newly appointed task force will be able to review roughly 500 hospital standards and recommend which deserve to be changed, a JCAHO spokeswoman said today. The 18-member task force announced yesterday will determine which standards are most relevant to the safety and quality of patient care. Standards that don't contribute to good patient outcomes will be earmarked for elimination or modification. Recently enacted standards -- such as those on paint management, patient safety, and restraint and seclusion -- will be excluded from the review. The task force will be chaired by Ken Shull, president of the South Carolina Hospital Association. Don Nielsen, M.D. and AHA's senior vice president for quality leadership, said recent concerns about patient safety and about the burden of regulations make this an especially appropriate time for JCAHO to take a broad look at its standards.


6. (IHI) Zur Qualität ein sehr interessanter Newsletter - freies Abo!

Continuous Improvement A monthly newsletter from the Institute for Healthcare Improvement - Issue #3, May 2001

Please send questions, comments and suggestions to jsmall(at)ihi.org <mailto:jsmall(at)ihi.org>.

Please forward this newsletter to colleagues who are interested in improving health care. To subscribe to Continuous Improvement (free of charge), click here: <http://www.ihi.org/about/newsletter.asp?newsletterid=1&campaign=web>.

Beginning the Pursuit of Perfection IHI and the Robert Wood Johnson Foundation received over 200 applications from health care organizations interested in participating in the Pursuing Perfection initiative. Andrea Kabcenell, IHI's Deputy Director for Pursuing Perfection, provides an update on the program and an overview of what's next.

Read about it: <http://www.ihi.org/pursuingperfection/ci0501akpp.asp>

An Interview with Don Berwick
Dr. Berwick was recently interviewed by a local Boston TV station on a variety of subjects, including health care's most urgent problems, the challenge of improving access to care, and the recently-published recommendations of the Institute of Medicine. His comments offer a blueprint for system improvement.

Read a transcript of the interview:  <http://www.ihi.org/about/board/ci0501interview.asp>

IHI Approaches the Summit
There is still time to enroll in IHI's International Summit on Redesigning the Clinical Office Practice, which will be held on May 10-11 in Atlanta, Georgia. This important conference will provide a showcase of ideas and innovations for improvement in the clinical office setting.

See a detailed agenda and read the session descriptions for the event: <http://www.ihi.org/idealized/idcop/internationalsummit.asp>

Register online: <http://www.ihi.org/idealized/summit/international52001/registerintro.asp>

Read an excellent article on office redesign published this month in the
ACP-ASIM Observer: <http://www.acponline.org/journals/news/apr01/scheduling.htm>

Success Story: Safety Comes First at Luther Midelfort How did Luther Midelfort, a 180-physician group in northwest Wisconsin, increase its reporting of errors by a factor of twelve, and reduce potential adverse drug reactions in one departmen> t by more than 80 percent? The answer has to do with the big pointy stick that change agent Roger Resar, MD, has been carrying around the organization for the past several years.

Read about it: <http://www.ihi.org/resources/patientsafety/Results/ci0501lmsuccess.asp>

Learn about IHI's new Breakthrough Series Collaborative, Quantum Leaps in Patient Safety: Redesigning Culture and Processes of the Medication System, which begins June 2001: <http://www.ihi.org/resources/patientsafety/PatientSafetyApplication.pdf>

Improvement Tip: Know When Enough Data is Enough
Measurement should speed improvement, not slow it down. Don't get bogged down in measurement. An organization needs just enough data to make a sensible judgment as to next steps. The Sunnybrook Health Sciences Centre in Toronto learned this lesson when they participated in IHI's Improving Asthma Care Collaborative.

Read about it: <http://www.ihi.org/resources/qi/ci0501tip.asp>

What Can Airline Emergencies Teach Us About Patient Safety?
Last year's IHI National Forum presented a powerful play, "Charlie Victor Romeo". This reenactment of cockpit recordings from real-life airline emergencies was intended as a springboard for lessons on medical errors. PBS's Newshour filmed a feature report on this story, which aired last month. Along with video from the Forum and interviews with Dr. Berwick, the PBS report focuses on safety training inspired by the play at Overlook Hospital in New Jersey, under the leadership of IHI faculty members Jim Espinosa, MD and Linda Kosnik, RN, MSN.

Read the transcript of the report: <http://www.pbs.org/newshour/bb/health/medical_mistakes_3-26.html>

Opportunities For You To Get Involved:

International Summit on Redesigning the Clinical Office Practice
<http://www.ihi.org/idealized/idcop/internationalsummit.asp>
May 10-11, 2001
Atlanta, Georgia

Improving Access and Efficiency in Clinical Office Practices
<http://www.ihi.org/idealized/idcop/IDCOPAppBTS.pdf>
A Breakthrough Series collaborative beginning May 2001

Quantum Leaps in Patient Safety: Redesigning Culture and Processesof the Medication System
<http://www.ihi.org/resources/patientsafety/PatientSafetyApplication.pdf>
A Breakthrough Series Collaborative beginning June 2001

1st Annual Asia Pacific Forum on Quality Improvement in Health Care
<http://www.ihi.org/conferences/index.asp>
September 19-21, 2001
Sydney, Australia

13th Annual National Forum on Quality Improvement in Health Care
<http://www.ihi.org/conferences/natforum/index.asp>
December 9-12, 2001
Orlando, Florida

The Quality Management Network <http://www.ihi.org/networks/qmn/index.asp> (QMN), a network of diverse health organizations dedicated to quality improvement, is currently accepting applications. Contact Sarah Molloy at (617) 754-4853 or smolloy(at)ihi.org <mailto:smolloy(at)ihi.org>.

The Group Practice Improvement Network <http://www.gpin.org> (GPIN), a network of multi-specialty physician group practices committed to quality improvement, is open to new members. Contact Kate Upton at (313) 874-3919 or kupton1(at)hfhs.org <mailto:kupton1(at)hfhs.org>.


7. (AHA) Zum Angewöhnen: Amerikanische DRG-Preisanpassung für das Jahr 2001

HHS announces 2001 Medicare rates
Medicare beneficiaries will be paying more out of pocket for their health care benefits next year, according to Department of Health and Human Services premium and deductible rate increases announced today. The Part B monthly premium rose by $4.50 to $50, a lower amount than earlier expected. The Part A deductible rose by 2% or $16, coming in at $792 for 2001. For hospital stays of more than 60 days, costs rose by $4 to $198 per day and by $8 to $396 per day for stays longer than 90 days. Skilled nursing facility daily coinsurance, paid after 20 days of care, rose by $2 to $99 per day. The few beneficiaries who pay Part A premiums saw costs fall by $1 to $300. For more information go to HHS' Web site at http://www.hhs.gov or the Medicare information site at http://www.medicare.gov..>


8. (AHA) Thema "Patientensicherheit" - auch ein Aspekt der Qualität!
patient safety
AHRQ awards $2 million in grants for patient safety research The Agency for Healthcare Research and Quality awarded approximately $2 million in grants to six new research projects designed to improve patient safety. The grants will fund projects at Virginia Commonwealth University, the New England Medical Center, the University of Maryland-Baltimore, Stanford University, Brigham and Women's Hospital-Boston, and the University of Texas Medical School at Houston. For more, see http://www.ahrq.gov/news/press/pr2000/excellpr.htm. 11-00


9. (AHA) Fortschreibung der Managed-Care-Bezahlung für dort vom Staat (Medicare) Versicherte
HCFA posts new M+C reimbursement rates; plans must take quick action New reimbursement rates for Medicare+Choice managed care organizations, set to go into effect March 1, have been posted on the Health Care Financing Administration's web site. Under the Medicare, Medicaid and SCHIP Benefits Improvement and Improvement Act enacted last month, managed care organizations will receive an increase of $9 billion in reimbursement and risk adjustment rates over five years. Robert Berenson, M.D., HCFA acting deputy administrator, said the increased payments "are intended to stabilize plan participation in Medicare and encourage the return of plans that have left the program." To qualify for the increased rates, plans that have renewed their contracts with HCFA for 2001 must submit an Advisory Community Rate Proposal (ACRP) by Jan. 18. Plans that decided to terminate or reduce their participation in M+C in 2001 may rescind their decision and submit a new ACRP by Jan. 18. Information is available at http://www.hcfa.gov/medicare/cy2001.htm.


10. Unsere Management-Trainings im 2. Halbjahr
Unser offenes Trainingsprogramm für das 2. Halbjahr ist fertig. Es ergänzt unsere beiden bewährten und weiter angebotenen, nun schon ~ 60 mal erfolgreich durchgeführten, erneut überarbeiteten und im Materialumfang deutlich erweiterten EFQM-Bausteine AT (EFQM-Assessor-Training mit EFQM-Zertifikat) und SAT (EFQM-Self-Assessment-Training mit EFQM-Zertifikat) um folgende konkretisierenden Themen:

- EFQM-Freshup, Schwerpunkte KTQ sowie DRGs: Die Gelegenheit, EFQM-Erfahrungen auszutauschen und das EFQM-Know-how auf den neuesten Stand zu bringen - jeweils in Verbindung mit anderen Themen, die für die eigene Arbeit ebenfalls von Bedeutung sind

- Strategisches Management: Interaktives Erarbeiten der in den Institutionen des Gesundheitswesens künftig notwendigen Form der strategischen Planung; zugleich sehr gute Grundlage für den Baustein "Balanced Scorecard" für alle jene, die sich mit der Materie noch nicht ernsthaft befasst haben

- Balanced Scorecard: "Kochbuch"-Kurs zur Einfühung der - weltweit höchst erfolgreichen - Balanced Scorecard in der eigenen Einrichtung; auf der Grundlage einer jahrelangen Befassung mit dem Thema und einer Ausbildung durch die Firma der "Erfinder" (Norton und Kaplan)

- Prozessmanagement - ganzheitlich: Angesichts des vielen Unfugs, der heute unter der Flagge Prozessmanagement in Umlauf gebracht wird, ein absolutes "Muß"; in diesem - strikt wertorientierten - Ansatz stecken 30 Jahre Prozessmanagement-Erfahrung und neuestes internationales Management-Know-how!

- Kundenorientierung - aber richtig! Hier wird nicht darüber fabuliert, dass der Kunde im Mittelpunkt stehe und befragt werden müsse; vielmehr geht es gleich zur Sache, nämlich der Vorbereitung der Organisation und ihrer Mitarbeiter auf ein Schaffen mehr als zufriedener Kunden (vor allem Patienten und Angehörige)

Wie seit einigen Jahren üblich, bieten wir damit neben einer fundierten Vermittlung der dem jeweiligen Thema zugrundeliegenden Theorie konkrete Arbeitshilfen f> ür die unmittelbare Anwendung des Gelernten!  Einzelheiten zu allen Programmen finden Sie in Kürze auf auf unserer Website. Flyer dazu können Sie bereits heute anfordern!


Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Ihr
Prof. Dr. Rolf Hildebrand


Unsere Adresse / Website

Dr. Hildebrand & Partner GmbH
Nestorstr. 11
10709 Berlin
hildebrand(at)hmanage.de
www.hmanage.de

Die Verwendung jeder hier dokumentierten Information ist ausdrücklich erwünscht. Eine Information darüber und über den erzielten Nutzen würden wir allerdings sehr begrüßen. Für den Wahrheitsgehalt von Dritten übernommener Nachrichten übernehmen wir keine Verantwortung. Falls Sie an unserem Newsletter kein Interesse haben sollten, schicken Sie uns bitte eine kurze e-mail. Ihre Adresse wird dann unverzüglich gelöscht! Auf Wunsch nehmen wir gern weitere Interessen in unseren Verteiler auf: Schreiben Sie an dh(at)hmanage.de!