Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

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23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

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(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

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Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

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281 - 20.03.2007 Aktuelle Sinnsprüche und Informationen auf unserer Website www.hmanage.net


Motto des Tages

"If you don't generate Excitement, you don't generate much!

(Bill Marriott)

Quelle: Quality Quotes


01. Editorial: Dualistische Finanzierung (I)

Dual Financing of German Hospitals

 

„Dualistische Finanzierung“: Bei diesem Stichwort klingen – wie eine lange Erfahrung lehrt – bei den verschiedenen Lesern ganz unterschiedliche Glöckchen. Mit Pawlowschen Reaktionen. Die einen sehen darin sozusagen das Heil (solidarische öffentliche Daseinsfürsorge, demokratische Bedarfsplanung etc.). Die anderen orten eher einen teuren Irrweg. Das Ganze scheint sich zu einer Art Religionskrieg hochzuschaukeln. Aber nicht etwa über Sinn und Unsinn einer dualistischen Finanzierung, sondern allein über die Fragen von Einfluss und Zuständigkeiten. Das erstaunt umso mehr, als heute zumindest über eine Tatsache keinen Streit gibt: Die Idee des guten alten KHG aus dem Jahre 1972 ist schon lange lebender Leichnam.  

Dem Autor ist das traurige Los beschieden, sich schon seit 1971 mit der Materie befassen zu müssen. Daher kennt er sogar die seinerzeitige Begründung. Damals glaubten die Schöpfer des KHG, damit ein Jahrhundertwerk zur sozialen Gerechtigkeit zu schaffen. Mehr als die Hälfte davon hat es immerhin schon geschafft – und sogar eine Wiedervereinigung überstanden.

 

Hier in komprimierter Form die Grundidee:Die Bürger sollten vor einer Überforderung durch die Beiträge zur Krankenversicherung geschützt werden – vor allem die sozial schwächeren Bürger. Damals betrug übrigens der durchschnittliche GKV-Beitrag 8,4%. Das waren – auf € umgerechnet monatlich gerade einmal 60 €.

 

Diesen Effekt glaubte man dadurch bewirken zu können, dass die Krankenkassen fortan nur noch die Finanzierung „konsumtiver Ausgaben“ der Krankenhäuser zu sichern hatten und der Staat die nötigen Investitionen finanzierte. Genauer gesagt jene Investitionen, für deren Vorhaltung er einen „Bedarf“ anerkannte.

 

Dazu wurden in allen Bundesländern, zu deren Aufgabe dies geschlagen wurde, ganze, dafür fortan zuständige Behördenapparate aufgebaut, denen fortan gemäß § 6 KHG die „Bedarfsplanung“ oblag. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte (einschließlich Instandhaltung)

 

Als einige Jahre später (1978) das kaufmännische Rechnungswesen zur gesetzlichen Pflicht wurde, entstand mit der Abschaffung der Kameralistik – Fluch der bösen Tat – die Notwendigkeit, für eine möglichst saubere buchhalterische Abgrenzung investiver und konsumtiver Anteile zu sorgen: Die aus Fördermitteln getätigten Investitionen ins Töpfchen und ins Kröpfchen“ mit dem verbleibenden Rest!

 

Damit entstand zugleich ein reiches neues Betätigungsfeld für Prüfungen, ob dies wirklich immer nach Recht und Ordnung geschah. Mit allem Drum und Dran, Rechtsstreite eingeschlossen.

 

Die Abgrenzungsverordnung war großartig! Sie schaffte beispielsweise mit der „richtigen“ Aufteilung von Instandhaltungskosten in konsumtive und investive Anteile neue Arbeit . Da man schon damals daran ging, bestimmte Arbeiten outzusourcen, wurde z.B. auf Bund-Länder-Ebene – der Berichterstatter hatte damals die Ehre, dort „Berlin“ zu repräsentieren – ernsthaft darüber diskutiert, wie man nach der Schließung der eigenen Bäckerei wohl die Kosten der (nunmehr fremd bezogenen) Brötchen in konsumtive und investive Anteile abzugrenzen hätte. Das ist kein Witz. Es war wirklich eine große Zeit!

 

Dazu hat sich der Gesetzgeber noch eine weitere Merkwürdigkeit einfallen lassen: Ein Herausrechnen der mit Fördermitteln getätigten Investitionen aus der Bestands- und Erfolgsrechnung der Buchhaltung sowie aus der Kostenrechung. Die Investitionen sind eine Art „Leihgabe“. Sie gehören dem Krankenhaus nicht. Und Abschreibungen auf diese Investitionen sind – sozusagen per Federstrich – in Deutschlands Krankenhäusern keine Kosten! Mit anderen Worten: Abschreibungen sind in den „Preisen“ deutscher Krankenhäuser, den G-DRGs trotz deren nicht geringer Höhe nicht enthalten! Das verfälscht natürlich internationale Kostenvergleiche einer stationären Behandlung. Die berücksichtigen das nämlich nicht –  auch jene nicht, die z.B. die für die DRGs geforderten „Preise“ mit denen in anderen Ländern zu vergleichen suchen.

 

Dann gingen viele Jahre ins Land. Die Bevölkerung begann zu schrumpfen. Und zugleich zu altern. Die Einkommen stiegen jahrelang. Die Versicherungsbeiträge stiegen deutlich schneller. Auch dann noch – wie man weiß – als die Einkommen eher zu schrumpfen begannen. Dem Staat – hier vor allem den Bundesländern – begann das Geld allmählich knapp zu werden. Also kam man in der Politik 1997 auf den sensationellen Einfall, die Instandhaltungskosten den Pflegsätzen zuzuschlagen. Gleichwohl baute sich allmählich ein gewaltiger „Investitionsstau“ auf. Dessen Existenz bestreitet heute niemand mehr, höchsten dessen behauptete Höhe („50 Milliarden[ii]“).

 

Da es selbst deutschen Krankenhäuser nicht ohne weiteres möglich ist, in der Folge einer nur noch einbeinigen dualistischen Finanzierung jahrzehntelang auf Ersatz- oder Innovations-Investitionen zu verzichten, musste dafür eine neue Geldquelle gefunden werden. Krankenhäuser, die angesichts der neuen Durchschnittskalkulation der G-DRGs zu den Gewinnern zählen, können das wohl mit dem Fortschreiten der Konvergenzphase bis zu wirklichen landeseinheitlichen Fallpauschalen teilweise oder auch gänzlich „aus Bordmitteln“ bewerkstelligen.

 

Andere konnten zumindest in der Vergangenheit auf Zuschüsse ihres (kommunalen) Trägers hoffen. Dafür hat gleich jemand den genialen Fachbegriff „triale Finanzierung“ gefunden. Da auch diese Quelle mehr und mehr versiegte (und auch die EU etwas dagegen hatte), zogen sich kommunale Träger in wachsender Zahl in immer größerer Zahl mit einem Verkauf ihrer Krankenhäuser an „Private“ aus der Schlinge. Die sind zumeist nach kurzer Zeit in der Lage, aus zuvor defizitären Häusern satte Überschüsse zu erwirtschaften, ohne dass in der Folge irgendwelche ernsthaften Klagen über eine Verschlechterung der Qualität der Krankenbehandlung zu hören wären. Oder auch nur des Arbeitsklimas. Im Gegenteil! Das eröffnet zum einen die Möglichkeit, Investitionen gleich aus Eigenmitteln zu finanzieren. Zum anderen steigt die Bonität. Damit wird auch der Zugang zum Geldmarkt leichter. Und es entstehen in wenigen Jahren Milliardenvermögen. Auch zwei Arten einer „trialen Finanzierung“. Nur EU-gerecht.

 

Was hierzulande ausgebrütet wurde, feiert nun auch zeitlich versetzt – kein Fachmann kann’s verstehen – auch noch in den anderen Ländern wie der Schweiz fröhliche Urständ: Eine dualistische Finanzierung!

 

Nun steht die – von Beginn an weltweit einzigartige - dualistische Finanzierung endlich politisch auf der Kippe. Nun soll es – so denkt eine wachsende Zahl von Politikern – die „Monistik“ richten. (Diese eigenartige neue Wortschöpfung konnte wohl nur deshalb erfolgen, weil man sich in der Zwischenzeit so schön an die – weltweit ziemlich einzigartige – „dualistische Finanzierung“ gewöhnt hatte). Und alle Welt protestiert aufs Schärfste – von der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft (DKG) über den Deutschen Städtetag bis zu Bundesärztekammer: :Alle Macht den Krankenkassen?“ Bayerns Sozialministerin Christa Stewens reagiert Mit Entsetzen und Unverständnis … „Es gibt keinen sachlichen Grund, die Krankenhausversorgung in Deutschland zu zentralisieren. Die Länder können und müssen hier nach dem Subsidiaritätsprinzip zuständig bleiben …“.

Warum?

 

(Fortsetzung folgt)

 

Nachtrag:

Hier – und der Fortsetzung – soll kein Beitrag zur politischen Diskussion zum Thema abgesondert werden. Dazu wird schon allerorten genügend ideologischer Qualm mit Machtinteressen und fehlendem ökonomischem Sachverstand zu einem ungenießbaren Gebräu zusammengequirlt. Mit dem offensichtlichen Ziel, die jeweils eigene (Macht-)Position zu stärken. Hier ging es nur um ein kleines Stück Aufklärung. Manchmal ist nämlich die Erinnerung an ökonomische Basics gar nicht schlecht. 

 



02. (ASQ) Ergebnistransparenz im ambulanten Bereich

Reports to Help Doctors Gauge Performance. The Indianapolis Star (Indiana)

In the coming weeks many local primary-care physicians will be getting report cards of sorts...

Mehr

 


03. (AHA) Gesundheitsreform in den USA – Die Stoßrichtung

...Department of Health and Human Services Secretary Mike Leavitt today told the Federation of American Hospitals...


04. (AHRQ) Aufruf an Patienten, zur Vermeidung von Behandlungsfehlern mehr Fragen zu stellen

AHRQ and Ad Council Encourage Patients To Ask Questions and Get More Involved with Their Health Care...

Mehr

 


05. (Joint Commission) Entschuldigung! Die 5 Elemente einer Entschuldigung

Five "R"s of Apology...

Quelle

 


06. (QP) Methodenkenntnis: Affinitätsdiagramm

BACK TO BASICS: Build an Affinity for K-J Method...

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07. (Berliner Ärzte) Der alltägliche Skandal. Pflegebedürftigkeit in Berlin: Realität und Perspektiven

...

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08. Links

Veranstaltungshinweis: Die A3CP SUMMERSCHOOL in Österreich am Attersee

Videostrem Dualistische Finanzierung im Morgenmagazin - etwas einseitig eingefärbt. 

Text “Welche Tugenden verlangt der Arztberuf?” 

The Changing Role of the Physician

http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=385

Petition zur Beurteilung der Pflegebedürftigkeit durch Ärzte ("Claims abstecken")

http://www.nachdenkseiten.de/  NachDenkSeiten - die kritische Website (Eine andere, dazu auch noch parteipolitisch eingefärbte Sichtweise - für Denkanstöße aber allemal zu begrüßen)

Dimdi: Neuer HTA-Bericht vergleicht offene Blinddarm-OP mit Schlüsselloch-Technologie

Qualität? - Temporäre künstliche Darmausgänge sind oft nicht rückgängig zu machen

FAZ: Das andere Amerika

Qualitätsvergleich Hospital Compare

6. Auflage des Kompendiums evidenzbasierte Medizin, jetzt auch mit laufend aktualisiertem Internetzugang

http://www.hplus.ch/  H+ Der Schweizer Spitalverband

U.S. News Best Hospitals 2006

http://www.urac.org/  URAC Promoting Quality Healthcare

Stern: Wie geht es uns denn heute?

Der homo oeconomius im Gesundheitswesen - stark ideologisch eingefärbt, dennoch nachdenkenswert

http://www.theacsi.org/  American Customer Satisfaction Index

 


09. Buchbesprechung

Book Review

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung – soweit nicht ausgeschlossen – durch Anklicken des Titels hier oder über unsere Website www.hmanage.net bei Amazon.

 

Kaplan Thaler, Linda, Koval, Robin, The Power of Nice: How to Conquer the Business World with Kindness, New York 2006, ISBN-10: 0385518927, ISBN-13: 978-0385518925, AMAZON

 

“Life is not that hard. Try giving a little. You would be surprised at how much you get back” (Jay Leno)

 

Heute ist hier ein – nur knapp 120 Seiten starkes – sehr anregendes Büchlein zweier Autorinnen (http://www.kaplanthaler.com/ ) vorzustellen, dessen Titel schon freundlich und überzeugend klingt (oder bei diesem und jenem auch Aggressionen wecken mag). Dabei weiß eigentlich jeder, dass mit Freundlichkeit überall mehr zu erreichen ist. Hier vermitteln zwei Autoren ihre eigene Erfahrung mit der Umsetzung ihres Prinzips in der Werbebranche. Dort haben sie mit ihrem Vorgehen schon allerlei Preise gewonnen.  Hier die (sinngemäß übersetzte) Gliederung:

 

Vorwort von Jay Leno (The Tonight Show)

 Kapitel 1: Freundlichkeit als Macht (The Power of Nice)

 Kapitel 2: Die sechs Prinzipien von „The Power of Nice“

 Kapitel 3: Backen Sie einen größeren Kuchen!

 Kapitel 4: Versüßen Sie den Vertragsabschluß!

 Kapitel 5: Liebe Deine Feinde!

 Kapitel 6: Seien Sie ehrlich!

 Kapitel 7: „Ja“: Ihr Weg an die Spitze

 Kapitel 8: Halten Sie den Mund und hören Sie zu!

 Kapitel 9: Legen Sie Ihren Kopf an des Anderen Schulter!

 Kapitel 10: Schaffen sie ein freundlicheres Universum!

 Quellenhinweise

 Stichwortverzeichnis

  

Schon die Überschriften zeigen, was hier – Kapitel für Kapitel – mit einfachen, leicht lesbaren Worten in einer bildhaften Sprache mit vielen, vielen Beispielen zu Papier gebracht wurde. Was dort steht, ist bis in die Einzelheiten sehr überzeugend. Aber Vorsicht: Das Ganze wirkt – sagen auch die Autoren – nur wenn man wirklich ehrlich ist!

 

Schon Kapitel 1 überzeugt mit prägnanten Beispielen. In Kapitel 2 werden die sechs „Nice“-Prinzipien vorgestellt. Am Ende gibt es – wie auch in den anderen Kapiteln – gleich einige überzeugende Übungen, die eigene Freundlichkeit zu steigern. Im Kapitel 3 geht es darum, den eigenen Einflussbereich mit Freundlichkeit zu steigern. Kapitel 4 zeigt, wie man dafür sorgt, dass sich Verhandlungspartner immer wohl fühlen. In Kapitel 5 steht Lesenswertes übers Kooperieren. Wie man am besten offen, freundlich aber bestimmt auftritt, wird im Kapitel 6 mit einigen griffigen Beispielen verdeutlich. In Kapitel 7 geht es nicht etwa um Jasager, sondern darum, wie man die andere Seite möglichst überzeugend unterstützt. Kapitel 8 zeigt, wie es gelingt, dafür zu sorgen, dass die Gegenseite sich gut fühlt. Kapitel 9 zeigt überzeugend, was Empathie alles bewirken kann. Die Überschrift zu Kapitel 9 ist wohl für die männlichen Leser weniger ernst gemeint! Kapitel 10 fasst das Ganze noch einmal zusammen. Einfach, aber durchaus überzeugend! (+++) 

 

 

 

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt hält, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. – Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!


10. Widerspruch

An dieser Stelle finden Sie Stellungnahmen zu Nachrichten aus dem deutschen Gesundheitswesen, die nicht unkommentiert bleiben sollen, (oder auch gelegentlich Anregungen aus dem Ausland, die hier beachtet werden sollten).

 

 

(Ärztezeitung) „IGeL sind für Niedergelassene ein zentrales Zukunftsthema“

 

„Der Getreidehändler Uxu hat seinen Sohn Medizin studieren lassen, damit er den Handel erlernt…“ (Bert Brecht, Der kaukasische Kreidekreis).

 

An diesen bekannten Satz erinnert wieder einmal eine Meldung der Ärztezeitung unter der obigen Überschrift. Darunter steht:

„Leserumfrage: Selbstzahlerleistungen werden in fast allen Praxen angeboten 

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) sind für niedergelassene Ärzte aus medizinischen und wirtschaftlichen Gründen ein zentrales Thema. Die große Mehrheit der Kollegen setzt IGeL in der Praxis bereits ein, die meisten von ihnen glauben, dass IGeL in Zukunft noch wichtiger werden. …“

 

Mehr 

 

Merke:
Solange es zumindest Teile der Ärzteschaft immer noch für vertretbar halten, Patienten – gegen Zusatz-Entgelt, versteht sich – Leistungen unterzujubeln, deren Sinnhaftigkeit noch umstrittener ist als der jener Kassenleistungen, die die GKV schon lange eliminieren will, kann ein betrüblicher Sachverhalt als sicher gelten: Von Ethik wird zumeist nur geredet. Stattdessen beherrscht hierzulande noch (der ärztliche Fachbegriff) „Monetik“ das Handeln vieler Ärzte. Da sich die anderen kaum öffentlich davon distanzieren, ist leider bei dem ganzen höchste Vorsicht angesagt: Wem nutzt das wirklich, was der Doktor da gerade empfiehlt?

 


04.