Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen

272 - 16.01.2007 Aktuelle Sinnsprüche und Informationen auf unserer Website www.hmanage.net


Motto des Tages

When you are through changing, you are through.

(Bruce Barton)

 

Quelle: ASQ

 


01. Editorial: Baldridge Award: Selbstbefragung für Führungskräfte

Are We Making Progress As Leaders?

 

Im hmanage Newsletter 271 hatten wir auf diese beiden nützlichen Links aufmerksam gemacht: http://www.quality.nist.gov/Progress.htm (Mitarbeiter-Fragebogen), http://www.quality.nist.gov/Progress_Leaders.htm (Führungskräfte-Fragebogen).

Dazu erreichte uns die Anfrage: „ich bin Empfänger des Newsletters, verfüge aber leider nur über sehr spärliche Englischkenntnisse. Deshalb meine Frage: Sind die empfohlenen Fragebogen für Mitarbeiter und Führungskräfte auch in deutscher Sprache erhältlich?“ Die Antwort lautet: „Nein!“

Da die Fragen auch vorzüglich die Qualitätssituation in unseren Institutionen abzufragen gestatten, werden wir die Fragen nacheinander a) sinngemäß ins Deutsche übersetzen (so gefragt, sind die eigenen Ergebnisse immer noch mit jenen vergleichbar, die seinerzeit die Baldridge Examiners gefunden haben) und b) später auf eine EFQM-Struktur übertragen. Hier zunächst der

 

Fragebogen „Machen wir als Führungskräfte Fortschritte?“:

Die Führungskräfte werden gefragt, a) ob die eigene Organisation Fortschritte auf dem Weg zu Excellence macht, b) ob die Mitarbeiter das auch bestätigen und c) woher sie das wissen. Genauer

  • Wird nach der Mission, der Vision, den Werte und Zielen gehandelt? Woher wissen Sie das?
  • Haben alle Führungskräfte sie verstanden? Woher wissen Sie das?
  • Werden sie kommuniziert und von den Mitarbeitern verstanden? Woher wissen Sie das?
  • Ist Ihre Kommunikation wirklich effektiv? Woher wissen Sie das?
  • Ist die Botschaft angekommen? Woher wissen Sie das?

 

Zu diesen Grundfragen werden in der Gliederung der Baldridge-Kategorien 40 Statements abgefragt. Für jedes ist in etwa 10 bis 15 Minuten eine der fünf alternativen Antworten anzukreuzen:

 

  • Ich stimme völlig zu
  • Ich stimme eher zu
  • Ich stimme weder zu noch widerspreche ich
  • Ich widerspreche eher
  • Ich widerspreche völlig

 

Das Ganze ist zunächst als Selbstbefragung zu verstehen. Dann sollten die Fragen unter Namensnennung ausgewertet werden. Nachdem sich die Organisation auf den Weg zu Excellence gemacht hat, ist die Gesamtheit ihrer Ergebnisse ein Indiz dafür, wo sie sich befindet.

 

Kategorie 1: Führung (120 Punkte)

  • 1a Unsere Mitarbeiter kennen die Mission der Organisation (was wir zu erreichen versuchen)
  • 1b Unsere Führungskräfte nutzen die Werte der Organisation, um diese und die Mitarbeiter zu führen
  • 1c Unsere Führungskräfte schaffen ein ergebnisorientiertes Arbeitsumfeld
  • 1d Unsere Führungskräfte teilen ihre Informationen
  • 1e Unsere Führungskräfte ermutigen zum ständigen Weiterlernen als Karrierehilfe
  • 1f Unsere Führungskräfte lassen die Mitarbeiter wissen, was als am wichtigsten angesehen wird
  • 1g Unsere Führungskräfte fragen die Mitarbeiter nach ihrer Meinung

 

Kategorie 2: Strategische Planung (85 Punkte)

  • 2a Die Ideen der Mitarbeiter werden für die Strategische Planung abgefragt
  • 2b Unsere Mitarbeiter kennen die Teile der Strategischen Planung, die ihre Arbeit betreffen
  • 2c Unsere Mitarbeiter können sagen, auf welche Weise sie zum Planungsfortschritt beitragen

 

Kategorie 3: Fokus auf Patienten, andere Kunden und Märkte (85 Punkte)

  • 3a Unsere Mitarbeiter wissen, welches ihre wichtigsten Kunden sind
  • 3b Unsere Mitarbeiter halten Kontakt zu diesen Kunden
  • 3c Die Kunden sagen unseren Mitarbeitern, was sie brauchen und wünschen
  • 3d Unsere Mitarbeiter fragen ihre Kunden, ob sie zufrieden oder unzufrieden mit ihrer Arbeit sind
  • 3e Unsere Mitarbeiter dürfen eigene Entscheidungen treffen, entstehende Kundenprobleme zu lösen

 

Kategorie 4: Messen, Analyse und Wissensmanagement (90 Punkte)

  • 4a Unsere Mitarbeiter wissen, wie sie die Qualität ihrer Arbeit messen
  • 4b Unsere Mitarbeiter wissen, wie sie diese analysieren, um nach Veränderungen zu suchen
  • 4c Unsere Mitarbeiter nutzen diese Analysen, um Entscheidungen für ihre Arbeit zu treffen
  • 4d Unsere Mitarbeiter wissen, wie diese Maßnahmen die Gesamtorganisation verbessern
  • 4e Unsere Mitarbeiter erhalten alle Informationen, die sie für ihre Arbeit brauchen
  • 4f Unsere Mitarbeiter erhalten alle Informationen, aus der sie den Erfolg der Organisation ersehen

 

Kategorie 5: Mitarbeiterorientierung (85 Punkte)

  • 5a Unsere Mitarbeiter können die Verbesserungen vornehmen, die ihre Ergebnisse verbessern
  • 5b Unsere Mitarbeiter kooperieren und arbeiten als Team
  • 5c Wir ermutigen / ermächtigen unsere Mitarbeiter, sich weiterzuqualifizieren, um Karriere zu machen
  • 5d Unsere Mitarbeiter erfahren für ihre Arbeit Anerkennung
  • 5e Unsere Mitarbeiter haben einen sicheren Arbeitsplatz
  • 5f Unsere Führungskräfte und die Organisation kümmern sich um die Mitarbeiter

 

Kategorie 6: Prozessmanagement (85 Punkte)

  • 6a Unsere Mitarbeiter können alles bekommen, was sie für ihre Arbeit brauchen
  • 6b Unsere Mitarbeiter erheben die Informationen zur Qualität ihrer Arbeit
  • 6c Unsere Organisation macht in dem, was sie tut, gute Fortschritte
  • 6d Unsere Mitarbeiter kontrollieren ihre Arbeitsprozesse selbst

 

Kategorie 7: Ergebnisse (450 Punkte)

  • 7a Unsere Mitarbeiter sind mit ihrer Arbeit zufrieden
  • 7b Die Arbeitsergebnisse unserer Mitarbeiter erfüllen alle Erfordernisse
  • 7c Unsere Mitarbeiter wissen, wie gut die finanziellen Ergebnisse der Organisation sind
  • 7d Unsere Organisation nutzt die Zeit und die Talente ihrer Mitarbeiter gut
  • 7e Unsere Organisation beseitigt alle Hindernisse, die dem im Wege stehen
  • 7f Unsere Organisation ist in jeder Hinsicht gesetzestreu
  • 7g Unsere Organisation verfügt über hohe ethische Standards
  • 7h Unsere Organisation unterstützt die Mitarbeiter beim Engagement für die Gesellschaft
  • 7i Unsere Mitarbeiter sind mit ihrer Arbeit zufrieden

 

Wer diese – für alle Branchen gemeinsam gestellten – Fragen ehrlich beantwortet, wird rasch merken, woran es in der eigenen Organisation noch fehlt!

 


02. (AHA) 10 Krankenhäuser unter den 100 besten US-Arbeitgebern

Hospitals make Fortune list of best places to work

Fortune ... named 10 hospitals and health systems to its 2007 list of “100 Best Companies to Work For”...

Anmerkung:

Wie würde eine solche Liste wohl bei uns aussehen?

 


03. (AHA) Höhere Arbeitslast führt nachweislich zu schlechteren Ergebnissen

Heavy resident workload associated with worse patient outcomes

Patients who are admitted ... when teams of residents have heavy workloads are more likely to experience worse clinical outcomes, according to a study ... in the Archives of Internal Medicine...


04. (AHA) Zwei Kurse zum Einüben einheitlicher Notfallregeln

FEMA announces two classes for hospital personnel

...

IS-100. HC, “Introduction to the Incident Command System for Healthcare/Hospitals”

IS-200. HC, “Applying ICS to Healthcare Organizations”


05. (Most Wired) Neuausrichtung der Datenverarbeitung nur durch Geschäftsführung und IT-Leitung gemeinsam

Top-Level Collaboration Essential to IT Overhaul

The success of a systemwide health IT implementation required the partnership of the CEO and CIO working with the input of all top-level executives and clinicians...

Mehr


06. (Bay Area News) Geburtshilfe mit Mängeln

Maternity ward at Highland under fire from patients

In wake of infant deaths, hospital tries to correct staffing problems...

Mehr

 


07. (AHA) Qualitätsverbesserungen im US-Gesundheitswesen

U.S. health care quality continues to improve, AHRQ reports

The overall quality of the U.S. health care system continues to improve, but prevention strategies lag behind other gains, according to annual reports ...


08.Links

"Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Jena erhält internationales Gütesiegel" - Was machen die nun genau besser? Mit welchen Ergebnissen? Fragen Sie doch einfach danach!

Kontakt: Axel Burchardt, Pressesprecher, Telefon: 03641 / 9-31030, Fax: 03641 / 9-31032, E-Mail-Adresse: axel.burchardt(at)uni-jena.de

 

http://www.bpb.de/publikationen/KNCEFS,0,0 Der gute Tod. Zur Sterbehilfe in Europa

 

BioSkop Forum zur Beobachtung der Biowissenschaften und ihrer Technologien

 

http://www.standard-patientenverfuegung.de/ Standard-Patientenverfügung

 

http://www.bmj.bund.de/media/archive/694.pdf Formulierungshilfe BMJ

 

http://www.agus-selbsthilfe.de/ AGUS – Angehörige um Suizid e.V.

 

http://www.vdk.de Sozialverband VdK Deutschland mit Patientenberatungsstellen

 

http://www.bundesverband-kinderhospiz.de/ Bundesverband Kinderhospiz

 

http://www.omega-ev.de/index_follow.html OMEGA - Mit dem Sterben leben e.V.

 

http://www.hospiz.net/ Hospiz in Deutschland

 

http://www.hospize.de/ Deutsche Hospiz Stiftung

 

http://www.cannabis-med.org/ Cannabis für medizinische Zwecke

 

http://www.schmerzakademie.de/ Schmerzakademie

 

http://www.dgss.org/index.asp Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e. V. (DGSS – Deutsche Schmerzgesellschaft)

 

http://www.dgpalliativmedizin.de/ Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin

 

http://www.vincentz.net/ "Fachwissen für Profis in Pflege, Therapie und Betreuung"


09. Buchbesprechung

Book Review

 

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung – soweit nicht ausgeschlossen – durch Anklicken des Titels hier oder über unsere Website www.hmanage.net bei Amazon.

 

 

 

Tolmein, Oliver, Keiner stirbt für sich allein. Sterbehilfe, Pflegenotstand und das Recht auf Selbstbestimmung, München 2006, ISBN-10: 3570008975, AMAZON, dort auch eine ausführliche Produktbeschreibung und mehrere lesenswerte Rezensionen

 

Ich wurde durch einen – höchst lesenswerten – Artikel in der Zeit mit dem schönen Titel „Der gute Tod ist teuer. Wie stirbt es sich in Zeiten der Kostendämpfung? Oliver Tolmein sucht nach der Würde des Sterbens, während Schmerzmittel und Pflegekräfte knapp werden“ auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Da es hierzulande nach wie vor an sachlichen Informationen zum Thema mangelt und man Eiferer – gleich welcher Provenienz – nur eine Weile ertragen kann, habe ich das Buch gekauft und mich darin festgelesen. Hier die (gekürzte) Gliederung:

 

I. Der Alltag des Sterbens

1.       Ich bin nicht krank, ich sterbe nur!

2.       Heimpflege: Ein Vertrag fürs Leben?

II. Ein Ende ohne Schmerzen

3.       Alltag auf einer Palliativstation

4.       Körperverletzung durch unzureichende Schmerztherapie

III. Sterben in Zeiten der Kostendämpfung

5.       Hospize: Sterben in Gesellschaft

6.       Alternative Behandlungsmethoden

IV Freitod, Selbstmord und die Pflicht zu helfen

7.       Suizid und die Debatte um Sterbehilfe

8.       Selbsttötung – ein Unglücksfall?

V. Der verfügte Tod

9.       Chancen und Grenzen von Patientenverfügungen

10.   Selbstbestimmt sterben – aber durch andere?

VI. Sterbehilfe und die Menschenrechte in Europa

11.   Last Exit Groningen – Euthanasie in den Niederlanden

12.   Das Grundrecht auf ein selbstbestimmtes Lebensende

Epilog

Anmerkungen

Adressen und weiterführende Literatur

Register

 

Eine äußerst lesenswerte – dank vieler Beispiele auch sehr lebendige – Lektüre. Der Inhalt betrifft irgendwann jedermann. Hier kann man sich gut an eine eigene Einschätzung dessen heranarbeiten, was im Falle eines Falles zu tun wäre. Für jemanden, der sich als ‚potentieller Kunde’ eigentlich nur für die Faktenlage interessiert, erfordert das Buch allerdings mit rund 250 Seiten viel Leseaufwand. Besonders, wenn man sich auch noch in die – oft unbedingt einzubeziehenden – Anmerkungen zu den Fußnoten vertieft. Da wünschte man sich als weiteren Anhang einen Entscheidungsbaum oder eine Checkliste mit der Quintessenz der interessanten Ausführungen. Immerhin werden wichtige Zusammenhänge noch einmal am Ende vieler Kapitel ganz ‚unkünstlerisch’ rechtlich gewürdigt. Und der Abschnitt „Adressen und weiterführende Literatur“ bietet eine fast unübersehbare Menge weiterer Informationen. (+++)

 

Siehe dazu auch diese ausführliche Würdigung: http://www.zeit.de/2007/03/SM-Pflege!

Links aus dem Buch unter 08. Links im hmanage Newsletter 272.

 

 

 

 

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt hält, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. – Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!


10. Widerspruch: Wirklich "Verbesserungen bei Qualität, Effizienz und Transparenz?"

An dieser Stelle finden Sie Stellungnahmen zu Nachrichten aus dem deutschen Gesundheitswesen, die nicht unkommentiert bleiben sollen, (oder auch gelegentlich Anregungen aus dem Ausland, die hier beachtet werden sollten).

 

 

 

(Tagesspiegel) „Jetzt wird jeder krankenversichert“

„In the Future Every German will have a Health Insurance“

 

Jetzt wird jeder krankenversichert“. Mit dieser Titelüberschrift macht heute z.B. „Der Tagesspiegel“ auf. Das soll also in der “verkorksten Reform” (FAZ) den Durchbruch gebracht haben. Wohlgemerkt von den von 85 Millionen Einwohnern des Landes vielleicht gerade einmal – wenn überhaupt –300.000 Unversicherte! Dafür das ganze Theater? Die FAZ hat durchbruchmäßig mitgezählt: „Das ist nun schon ‚der dritte ‘Durchbruch’”. Die Süddeutsche Zeitung sieht „den Murks verschlimmert”.

Das ZDF-Politbarometer zeigt: Die Menschen sind gar nicht so dumm: 84% glauben nicht, dass „die große Koalition … Probleme des Gesundheitswesens für längere Zeit lösen“ wird. 47% sehen auch bei keiner politischen Partei für die Gesundheitspolitik „Kompetenz“ (bei der CDU/CSU 16% bei der SPD 24%). Wie soll es nun weitergehen? Zumindest Ausgaben für die Gesundheit werden deutlich steigen – nicht zuletzt zur Finanzierung der neuen Bürokratie. Da keine Probleme gelöst wurden, erwartet uns dann in Kürze die nächste Gesundheitsreform!

 

In dieser Situation hat die Gesundheitsministerin (mit nur noch -0,9 Punkten im Politbarometer die Zweitletzte) – auch noch die Stirn, Versicherte und Kranke zu verhöhnen: Sie „… lobte die nächtliche Einigung. Versicherte und Kranke seien ‚eindeutig die Gewinner’, sagte sie. Sie profitierten von Verbesserungen bei Qualität, Effizienz und Transparenz“.

 

Verbesserungen bei Qualität, Effizienz und Transparenz?

 

Wenn hierzulande von offizieller Seite ständig solche durch nichts belegten Behauptungen in die Welt gesetzt werden, muß sich niemand im Lande wundern, dass

 

  • es mit der Qualität der (Ergebnisse der) Krankenbehandlung nicht weitergeht
  • sich die Verantwortlichen einbilden, dass Qualitätsverbesserungen gar nicht nötig seien
  • es bestenfalls darauf ankomme, die Qualität in kollegialen Gesprächen „zu sichern“
  • die Effizienz des Gesundheitswesens im Weltvergleich der Industrienationen miserabel bleibt
  • sich alle Verantwortlichen weiter zurücklehnen und die Zügel weiter schleifen lassen
  • die Transparenz – von wenigen Ausnahmen abgesehen – miserabel ist
  • und man sich im übrigen allerseits selbst lobt, wie großartig man doch arbeitet

 

Zugleich werden sukzessive Leistungen gestrichen. Die Krankenkassen suchen blind zu „sparen“. Das Gerede von einer unausweichlichen Rationierung findet allmählich in den Fakten Nahrung. Da das Geld in großem Stil in einem höchstgradig ineffektiven System versickert, fehlt es zunehmend dort, wo mehr davon wirklich nötig wäre. Nur zu dumm, dass nicht nur die Regierungskoalition ihre gesundheitspolitischen Hausaufgaben versäumt, sondern auch die Oppositionsparteien keine ernstzunehmenden Alternativen bieten. Wir teilen mehr und mehr die Einschätzung vieler Insider: Es muß wohl erst noch sehr viel schlimmer – will sagen teurer und schlechter – werden, bevor man sich in der Politik (vielleicht) zu Besserem durchringt!