Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen

252 - 25.07.2006 Aktuelle Sinnsprüche und Informationen auf unserer Website www.hmanage.net  - Von der 32. bis zur 35. Woche kein Newsletter!


Motto des Tages

"Eighty percent of success is showing up"

 

 

(Woody Allen)

 

 

Quelle: ASQ

 


01. Editorial: „Managed Care“ im Kontext

Beitrag zu einer Web-Diskussion

„Prof. Loewy beschreibt eindringlich, was Managed Care in der Praxis bedeuten kann. Damit scheint Managed Care als Finanzierungsmodell auf der Suche des US-Gesetzgebers nach einer fairen und bezahlbaren Alternative der Krankenbehandlung im Lande der "Erfindungen" neuer Formen der Finanzierung ebenso auf dem Wege des Scheiterns zu sein wie zuvor schon die DRGs, die es eigentlich ablösen sollte. Wir kämpfen noch - gut 25 Jahre nach dem Start in den USA - mit der DRG-Einführung. Für die, die es interessiert:

 

  • Einzelleistungsabrechnungen ist die Fehlsteuerung der unkontrollierten Leistungsausweitung immanent (siehe KV-Abrechnungen der vergangenen Jahre). Daher wurde diese für amerikanische Krankenhäuser für Medicare-Patienten durch DRGs ersetzt.

  • Bei der Abrechnung von Tagen ist die Fehlsteuerung einer unkontrollierten Ausweitung von Berechnungstagen "eingebaut". Daher wurden in Deutschland die DRGs eingeführt.

  • Rechnet das Krankenhaus Fallpauschalen (z.B. DRGs) ab, kommt es zur Fehlsteuerung einer Leistungsausdünnung (siehe die aktuelle Entwicklung "blutiger Entlassungen" in Deutschland)

  • Führt man stattdessen - "capitated" - eine komplette Leistungserbringung für einen monatlichen Versicherungsbeitrag an MC-Institutionen ein, ist Fehlsteuerung durch Leistungsverweigerung ("nicht nötig") ábsehbar

 

Daraus folgt:

Was auch immer sich der Gesetzgeber wohlmeinend an "sozialistischen" Zwangsregeln zur Sicherstellung eines Gesundheitswesens für alle ausdenkt, wird vom "Gewinnmaximierungstrieb" der lieben Mitmenschen unterlaufen. Die "Unterfinanzierung" bleibt. Zwingend notwendig ist das in keiner der Alternativen. Die Ursache: Der Mensch handelt - wenn es ums Geld geht - zumeist weit weniger ethisch als wünschenswert. Auch in staatlichen Gesundheitssystemen. Dort gibt es dann gegen Bakschisch, was offiziell verweigert wird.

 

Was bleibt, ist eine möglichst rasche Umsteuerung zu einem marktwirtschaftlichen System der Pflichtversicherung (wie in Neuseeland), in dem den sozial Schwächeren ihre Versicherungsprämien aus Steuermitteln finanziert werden. Das würde mit Sicherheit nach einiger Zeit zu niedrigeren Kosten führen und zugleich eine endlich nachvollziehbare Qualität sichern helfen. Heute gibt es bestenfalls eine "gefühlte Qualität". Und die fühlt jeder anders! Dabei muß man nicht zwingend an die Risikokalkulation der deutschen PKV und deren Sonderprämien für die Ärzte denken. Es ginge auch anders! Zwingende Voraussetzung dafür:

 

  • Transparenz der Leistungen und ihrer Wirksamkeit für Leistungserbringer, Krankenversicherungen und alle Bürger (machbar, aber bisher an der Lobby der Profiteuere der Intransparenz gescheitert)

  • Preis- und Qualitätswettbewerb der Krankenversicherer bei gesetzlich festgeschriebenem und damit einklagbarem (Mindest-)Leistungsumfang

  • Preis- und Qualitätswettbewerb der Leistungserbringer auf der Grundlage von Preisen für die komplette Behandlung einer Erkrankung (nicht jede Phase getrennt)

  • Staatlich gesetzte Rahmenbedingungen und staatliche Förderung einer raschen Entwicklung von Transparenz hinsichtlich der Wirksamkeit von Behandlungen

 

Das mag sich in Deutschland derzeit vermutlich nur eine kleine Minderheit hinreichend Informierter ("economic literacy") vorstellen. Doch der Staat wird es auf keinen Fall richten! Das Bessere wollen heißt nicht immer das Bessere erhalten - auch und gerade in ökonomischen Dingen!

 


02. (ASQ) Ergebnismessung im Gesundheitswesen und andere erste Schritte

The Efficiency Equation: Determining How to Measure Healthcare Performance and Other First Steps...

Mehr 


03. (ASQ) QFD-Anwendungen im Gesundheitswesen und Qualität im Arbeitsleben

QFD Applications in Healthcare and Quality of Work Life...

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04. Erinnerungsarbeit: "ISO ade"

ISO Good Bye

"In einem Zeitraum von drei Jahren sollen Unternehmen die ISO-Zertifizierung durch das EFQM-Excellence-Modell ablösen können"

QZ Jahrg. 45 (2000) 12, S. 1514 (Leider in der Internet-Aufbereitung des Hefts unterschlagen. Warum wohl?)


05. (Picker) Berichte über ein interessantes Seminar zur Patientenorientierung in Großbritannien

Patient-centred Professionalism seminar at the Nuffield Trust

... Read our report and related papers.

 


06. (H&HN) Ausgewählte Trends in der Krankenbehandlung

Selected Trends in Medical Practice

Big changes loom for medical care. Use this article to prepare your board and executive team...

Mehr 


07. Beispielhafte Schwachstellen der externen Berichterstattung

Was gute (Qualitäts-)Berichte strikt vermeiden sollten*:

  • Manipulierte Information
  • Ungeeignete Information
  • Inoffizielle Information
  • Zu viele Einzelheiten - Doppel-, Mehrfachinformation
  • Überflüssige Information
  • Uneinheitliche Terminologie - Ungeeignete Berichtsform
  • Übertriebene Genauigkeit
  • Laufende Papierflut
  • Fehlende Information
  • Zu frühe, späte Information

 

(Quelle: Blohm)

 

* Sonst verlieren sie rasch jegliche Glaubwürdigkeit.

 


08. Links

Vortrag zum 4. ZQ-Forum Integrierte Behandlungspfade "Mindesterfordernisse Integrierter Behandlungspfade" (Prof. Dr. Rolf Hildebrand)

 

Kaufmännische Krankenkasse: 4,6 Millionen Euro für Behandlungsfehler

 

http://zeus.zeit.de/idw_neu/169344.xml DGAI: Qualitätssicherung in der Schmerztherapie durch QUIPS

 

http://newton.nap.edu/catalog/11623.html Qiuality Chasm - die neueste Information

 

http://www.cio.de/index.cfm?pid=291 IT im Gesundheitswesen

 

IHI: "Leaning" in Healthcare, sowie White Paper

 

http://www.medfuehrer.de/cms/ medführer Arzt- und Klinikinfo

 

Beitrag zur Qualitätsfortbildung der Ärztekammer Nordrhein (Prof. Dr. Rolf Hildebrand)

 

http://gesundheit.chemie.uni-hamburg.de/cgi-bin/newsite/index.php 

 

http://www.tagesspiegel.de/kliniktest/ Der Tagesspiegel hat im Mai 2006 zusammen mit Gesundheitsstadt Berlin e.V. in einer zehnteiligen Serie die Kliniklandschaft der Hauptstadt durchleuchtet. Die Serie liegt nun in einem handlichen Nachdruck auf 52 Seiten vor.

 

Grafik St. Gallener Management-Modell

 

JAMA: Erneuter Verstoß gegen das Offenlegen von Interessenskonflikten - Und bei uns???

 

EFQM NEWSLETTER - JUNE 2006, u.a. mit vereinfachtem Bewerbungsprozess

 

http://psnet.ahrq.gov/resource.aspx?resourceID=2281 

AHRQ Partnerships in Implementing Patient Safety

 

http://webmm.ahrq.gov/ WebM&M Morbidity and Maotality Round on the Web - Extrem nützliche Quelle zum Thema QM

 

http://www.di-em.de/ Institut für evidenzbasierte Medizin

 

JCAHO: Sentinel events, Meldepflicht für besondere Vorkommnisse, speziell diese Seite

 

"The latest Corporate Responsibility (CR) Report of Lloyds TSB" als Vorlage für eigene Aktivitäten (speziell zum EFQM-Kriterium 8)!

 

Bericht: Quality Improvement Organizations and Health Information Exchange Wissensplattform Fachwissen Gesundheit (Uni Hamburg)

 

 

 


09. Buchbesprechung

Book Review

 

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung – soweit nicht ausgeschlossen – durch Anklicken des Titels hier oder über unsere Website www.hmanage.net bei Amazon.

 

 

Bluvband, Sigmund , Quality's Greatest Hits: Classic Wisdom from the Leaders of Quality, Milwaukee Wi 2002, ISBN: 0873895312, AMAZON  

 

Mit dieser Sammlung von Schlüsselinformationen zum Qualitätsmanagement ist diesmal ein außergewöhnliches Buch vorzustellen, das es angesichts der riesigen Fleißarbeit, die dahinter steckt, wohl kaum in ähnlicher Form noch einmal geben dürfte. Ein Auszug aus dem Klappentext:

 

“The quality movement has had numerous leaders, theories, and best practices that have revolutionized the way organizations operate. Often the myriad of information can be confusing, occasionally contradictory, to even the most experienced quality manager. Finally a guide of the most useful and noteworthy pieces of information on quality management has been collected in one convenient, easy-to-use guide book. Quality's Greatest Hits: Classic Wisdom from the Leaders of Quality is a handy, user-friendly guide of the most notable theories, tools, and quotations from quality's biggest names. This quick reference of quality principles, tools, and notable quotes belongs on the desk of every manager. While not intended to teach these quality fundamentals to the reader, this book is an ideal reference for anyone who has to make presentations, provide quality training, or serve as a mentor by providing convenient and time-tested information. Quality's Greatest Hits is a great refresher fir the experienced quality manager, and helpful guide for those still trying to find their way in the confusing maze of quality. The ideas collected include SPC, design, ISO, TQM, quality gurus (Juran, Deming, Crosby), project management and more.”

 

Allein das – deshalb hier nur in seinen Teilen als Übersetzung vorstellbares - Inhaltsverzeichnis umfasst schon 24 Seiten:

 

Vorwort

Gebrauchsanweisung

Danksagungen

Teil I: Management und Volksweisheiten

Teil II: Verbesserungswerkzeuge und -techniken

Teil III: Wahrscheinlichkeit und Statistik

Teil IV: Verlässlichkeit und Risiko-Management

Teil V: Software

Teil VI: Audits und Inspektionen

Quellen

Autorenverzeichnis

Stichwortverzeichnis

 

Neben der breit angelegten Kurzbeschreibung eines Riesenspektrums von Methoden finden sich hier auch charakterisierende Auszüge und Stichwortlisten sowie eine Menge Sinnsprüche. Wer sich hauptberuflich mit der Materie befasst, verschafft sich mit dem Kauf eine nützliche Fundgrube, in der man beim Blättern immer wieder auf neue, interessante Aspekte stößt. Die Verzeichnisse machen es überhaupt erst für eine systematische Suche handhabbar. (++)

 

 

 

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt hält, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. – Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!


10. Widerspruch

An dieser Stelle finden Sie Stellungnahmen zu Nachrichten aus dem deutschen Gesundheitswesen, die nicht unkommentiert bleiben sollen.

 

„Nervus rerum ..."

In diesen Tagen (am 12. 07.) haben wir einen FTD-Bericht mit dem Titel „Ärzte erteilen Gesundheitskarte Abfuhr“ auf unserer Website, der auf weitere Verzögerungen bei der Einführung der Gesundheitskarte hinweist, mit den Worten kommentiert:

 

„Fortschritt auf deutsch …”

 

Dort war u.a. zu lesen: „Die Ärzte seien verunsichert, weil niemand bisher sagen könne, wie viel die Praxisausstattung für die elektronische Gesundheitskarte kosten wird, wie die Datensicherheit organisiert wird und wie die Karte in den Praxisalltag eingebunden werden soll“. Das Projekt gehört zu jenen des BMG, die man im Prinzip nur unterstützen kann. Beim IT-Einsatz sind wir in Deutschlands Gesundheitswesen besonders rückständig.

 

Nun haben wir immer geglaubt: Auch Ärzte können lesen! So findet sich schon auf der Website der – eigens zur Einführung und Betreuung der Karte geschaffenen – Gematik oder auch beim DIMDI für jedermann zugänglich jede Menge Stoff zu den inhaltlichen und technischen Konzepten. Wer trotzdem vermeintlich fehlende „Datensicherheit“ oder Informationen zur Organisation vermisst, hat in Wirklichkeit andere Gründe. Die ganze Richtung wird wohl nicht passen. Man ahnt schon, warum!

 

Also bleibt von den ärztlichen Argumenten vor allem dies: „Die Ärzte seien verunsichert, weil niemand … sagen könne, wie viel (sie) die … elektronische Gesundheitskarte kosten wird“. – „Nervus rerum …“

 

Warum die Politik – angesichts der maximal vorstellbaren Beträge – den Ersterprobern bei einem solch ehrgeizigen Vorhaben schon um der Vorwegnahme von Ausreden willen die technischen Voraussetzungen nicht bezahlt, ist unverständlich.

 

Neuer Forderungskatalog der Spitzenverbände