Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

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26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

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Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

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244 - 30.05.2006 Aktuelle Sinnsprüche und Informationen auf unserer Website www.hmanage.net


Motto des Tages

"It is never too late to become what you might have been"

 

(George Eliot)

 

Quelle: Baptist Health Care Leadership Institute

 


01. Editorial: „Wer nicht hören will, muß fühlen!“ – Gedanken anläßlich eines Artikels des Präsidenten der Ärztekammer Berlin, Dr. Günther Jonitz, in der Mai-Ausgabe des Kammerblatts „Berliner Ärzte“

Enlagement of physician’s productivity in German hospitals as a solution of industrial dispute.

 

Hintergrund: Der kollektive Versuch der deutschen Ärzteschaft in Praxis und Krankenhaus, sich mit allerlei spektakulären Aktionen und Streiks „einen anständigen Schluck aus der Pulle“ der Einkommen der Bürger durchzuboxen, im Krankenhaus nach den Vorstellungen des  Marburger Bundes „nur“ 30% Geld mehr. In diese Interessenauseinandersetzung wollen wir uns gar nicht einmischen. Jede Berufsgruppe hat ein Recht auf die Selbstdemontage ihres öffentlichen Rufes, die sie für geboten hält. Ärzte prägen das Arztbild. Und wenn sie es für geboten halten, dies so zu tun wie aktuell, ist dies ihr gutes Recht! Das schließt die Vehemenz ein, mit der sich Ärztefunktionäre wie Herr Jonitz leichtsinnig auf Felder begeben, von denen sie offensichtlich wenig verstehen. Ein Kollege in der Führungsriege des Marburger Bundes formulierte dies einmal so: „Ärzte unterscheiden zwischen Kollegen und Laien. Für alles!“ – Such is life.

 

Originalton Jonitz in Berliner Ärzte, Jahrgang: 2006, Heft: 5 (Mai): „Die gesetzlichen Sozialkosten machen 3,5 Prozent der Gesamtkosten eines Produktes oder einer Dienstleistung aus. Der Anteil der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) daran beläuft sich auf 28,7 Prozent. Die gesamte Beitragsbelastung der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes durch die GKV beträgt also nur ein Prozent. Eine zehnprozentige Erhöhung des Beitragssatzes, zum Beispiel von 13,5 auf 14,85 Prozent, würde bei voller Umwälzung auf den Preis ein Produkt, das 1.000 Euro kostet, um ein Promille auf 1001 Euro verteuern. Auch so kann man sich aus der sozialen Verantwortung stehlen”. – Wer so argumentiert, kommt zwangsläufig zu den kuriosesten „Beweisen“. Was das mit sozialer Verantwortung zu tun haben soll, bleibt das Geheimnis von Herrn Jonitz.

 

Dem – sich hier offenbarenden – Egoismus einer privilegierten Berufsgruppe darf nicht nachgegeben werden: Ein Land, das sich angesichts der hohen Gestehungskosten seiner Produkte im globalen Wettbewerb behaupten muß, löst den Wettbewerbsnachteil nicht durch dessen weitere Vergrößerung. Wenn ein Berufsstand in dieser Situation ein Wedeln mit der „sozialen Verantwortung“ nutzt, sich und seiner Klientel finanzielle Vorteile im Vergleich zu seinen Mitbürgern zu ertrotzen, muß sich nicht wundern, dass sein Ruf darunter leidet – zumal das hiesige Gesundheitswesen ohnehin an die Grenzen seiner Bezahlbarkeit stößt:

 

„Die Forderung der Ärztegewerkschaft Marburger Bund nach 30 Prozent mehr Gehalt ist völlig abstrus“ (Dr. Rudolf Kösters, Präsident der DKG). Es soll gar nicht die dringende Notwendigkeit geleugnet werden, vielerorts die Arbeitsbedingungen deutscher Krankenhausärzte zu verbessern. Unbezahlbare Gehaltssteigerungen werden die Situation nur verschärfen. Die Lösung des Problems ist ein effektiverer Einsatz der deutschen Krankenhausärzte mit dem Ziele einer Erhöhung ihrer Produktivität, einer planbaren Arbeitszeit ohne selbst erfundene Überstunden und einer Verringerung der Zahl der Ärzte. Für eine Produktivitätssteigerung fallen einem gleich etliche Ansätze ein. Wenn die gelänge, dürfte man sich weitaus leichter tun, für eine attraktivere Bezahlung der Ärzte zu sorgen!

 


02. (AHRQ) 10 Fallstudien aus der Praxis zum Thema Patientensicherheit

Committed to Safety: Ten Case Studies on Reducing Harm to Patients...

Quelle

 


03. (H&HN) Vier Wege zur Stressvermeidung

Four Ways to Get a Grip

Better time management, improved concentration and breakthrough communication with problem co-workers can go a long way toward reducing stress. Here’s how to do it...

Four ways to get a grip: - focus; - flow; - reflection; and - courageous conversations. …

Mehr


04. (AHA) Beispiele für Seniorenbetreuung durchs Krankenhaus

Community Connections fax highlights home for seniors in Vermont

...For more information on how hospitals are helping their communities, visit www.caringforcommunities.org.

 


05. (Handelsblatt) Der deutsche Patient

The German Patient

„Vor rund fünf Jahren installierten deutsche Gesundheitspolitiker die Fallpauschale, ... Transparenz ist eine der Vorgaben: Die Patienten sollen fit und kompetent für die Zeit zu Hause ... entlassen werden. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. ...“

... Mehr

Anmerkung:

Ausweislich des Handelsblatt-Berichts kündigen „Berliner und Bremer Sozialwissenschaftler“ an aufzudecken, dass Patienten für den Festpreis einer G-DRG unterschiedlich gut (oder besser schlecht) behandelt werden. Das ist doch gar nicht anders zu erwarten: Denn Deutschland leistet sich für die stationäre Akutversorgung den Luxus von Festpreisen nach Krankheitsartenkatalog ohne eine hinreichende Spezifikation des Produkts. Eine Prüfung der (Mindest-)Qualität wird so unmöglich.

Wenn es mehr Geld gibt, wird zwar ein – ursprünglich für Kalkulationszwecke holzschnittartig festgelegter – Leistungsumfang je G-DRG offensichtlich von den Krankenhäusern akribisch ausgeschöpft (Beispiel Intensivtage, Beatmungsdauer). Dafür hat man in Deutschland sogar ein eigenes Medizinisches Controlling erfunden. Ob das den Patienten nutzt oder nicht, scheint dabei kaum eine Rolle zu spielen. Wenn es mehr Geld bringt, wird es gemacht – oder zumindest abgerechnet. Die Tatsache, dass auf diese Weise das Gros der deutschen Patienten im Schnitt schleichend immer kränker zu werden scheint (zumindest abrechnungstechnisch), wird mit der wortreichen Behauptung einer immer besseren Kodierung weginterpretiert.

Was an erbrachten Leistungen bei gleichem Festpreis gegenüber der Zeit der tagesgleichen Pflegesätze heimlich weggelassen werden kann, scheint auch häufig nicht länger erbracht zu werden. Die Patienten werden fürs gleiche Geld immer schlechter versorgt.  Davon zeugen zumindest die landesweite Behauptung „blutiger Entlassungen“ und die Klagen der Reha-Kliniken, von den Akutkrankenhäusern immer kränkere Patienten „geliefert“ zu bekommen, ohne ihre „Festpreise“ erhöhen zu können. Alles was an „Prozeduren“ bei den G-DRGs als Kalkulationsgrundlage nicht ausdrücklich aufgeführt wird, kann „durch die Roste fallen“, ohne dass es dagegen bisher einen öffentlichen Aufschrei der Empörung gegeben hätte – siehe Handelsblatt-Artikel.

Selbst eine – künftig möglicherweise verstärkt eingesetzte – Prüfinstanz im Sinne der amerikanischen  PROs hätte „schlechte Karten“: Solange nicht je G-DRG ein Katalog von ergebnisorientierten Mindesterfordernissen besteht, ist jede Art von rückkoppelndem Soll-Ist-Vergleich unmöglich. Nicht einmal die (vergleichsweise unzulängliche) Prüfung der Erbringung aller in die G-DRG einkalkulierten Leistungen wäre heute nachprüfbar möglich. Wo das „Soll“ unbekannt ist, hülfe nur eine „eminenzbasierte“ Bewertung: „Es liegt auf der Hand, weil der Gutachter ... es für richtig hält“. Also kommen Gegengutachter. Und am Ende müssen Gerichte „entscheiden“. Ob das wirklich der Wahrheitsfindung nutzt?

Die DRGs wurden ursprünglich entwickelt, um eine Fehlsteuerung durch die falschen Anreize eines Abrechnens von Leistungen und/oder Berechnungstagen für einen schon zuvor spezifizierten Leistungsumfang für die Behandlung definierter Krankheiten abzuschaffen. Darauf ist sowohl deren Struktur ausgelegt als auch ihre Kalkulation. Sie dienten nicht – wie vor allem von Deutschlands Ärzten immer wieder fälschlich behauptet – „der Kostensenkung“. In DRGs ist – wenn man nicht höllisch aufpasst – die Fehlsteuerung einer Leistungsminderung „eingebaut“. Die Konsequenz: In Deutschland kauft man – bildlich gesprochen – in der stationären Akutbehandlung nicht nur ein Auto unbekannter Qualität zum Festpreis. Das Auto wird zum gleichen Preis auch noch immer schlechter! Deutschland – Land der Ideen!

P.S. In solch einem Milieu wundert man sich auch nicht über solch absurde Meldungen wie die im Deutschen Ärzteblatt: „Intensivstationen sorgen für Gewinne!"

 


06. (AHA) Größte Änderung an den US-DRGs seit deren Einführung im Jahre 1983

AHA to provide hospitals with comprehensive analysis of IPPS proposed rule...


07. (AHRQ) Ein amerikanischer Jahresbericht zur Patientensicherheit

Patient Safety Authority 2005 Annual Report.

This report summarizes the Patient Safety Authority's activities during 2005, particularly the impact of the Pennsylvania Patient Safety Reporting System...

Quelle

 


08. Links

Leitlinien-Clearingverfahren

 

Pressemitteilung von Transparency zur Korruption im Gesundheitswesen

 

http://www.apm.org.uk/ Association for project management (APM): APM's mission statement is: "To develop and promote the professional disciplines of project and programme management for the public benefit"

 

http://www.rwjhn.org/ The Robert Wood Johnson Health Network is a financially and clinically integrated network of medical institutions dedicated to maintaining and improving the quality of care delivered to the patients of our partner institutions. The Network also creates operating efficiencies that lower costs and eliminate redundancies, and speaks in a common voice in negotiations with insurers.

 

http://www.qualitaetsinitiative.de/ Die Qualitätsinitiative wurde Anfang 1996 als Niedersächsischer Verein zur Förderung der Qualität im Gesundheitswesen e.V. gegründet.

 

AHA comments on National Practitioner Data Bank proposed rule: National Practitioner Data Bank - etwas, was es bei uns noch immer nicht gibt!

 

http://teenhealthfx.com/ TeenHealthFX.com is your online resource for any and all questions regarding your health, your relationships, your body and your sexuality. While this site is informative, it's not a substitute for talking to your doctor and your parents

 

http://www.db-law.de/index.html Dierks & Bohle, Rechtsanwälte (Medizinrecht)

 

hospitals caring for communities

 

http://www.hospitalmanagement.net/ihf/ The International Hospital Federation (IHF)

 

NYT: Doctors Object to Gathering of Drug Data

 

Warum Baldridge? - Eine auch in Deutschland nützliche Kurzbeschreibung der Nutzen einer Bewerbung um einen richtigen Qualitätspreis

 

The ISO/IEC Information Centre is jointly operated by ISO, the International Organization for Standardization, and IEC, the International Electrotechnical Commission. Its objective is to provide stakeholders with information about standardization, standards and related matters.

 

http://www.ahqa.org/ The American Health Quality Association represents Quality Improvement Organizations (QIOs) and professionals working to improve the quality of health care in communities across America. QIOs share information about best practices with physicians, hospitals, and nursing homes. Working together with health care providers, QIOs identify opportunities and provide assistance for improvement.

 

"Toyota plan aids U of I hospital efficiency"

 


09. Buchbesprechung

Book Review

 

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung – soweit nicht ausgeschlossen – durch Anklicken des Titels hier oder über unsere Website www.hmanage.net bei Amazon.

 

 

Kaplan, Robert S., Norton, David P., Alignment. How to Apply the Balanced Scorecard to Corporate Strategy, Boston 2006, ISBN 1591396905 (Amazon).

 

„Is every part of your organization marching in the strategic direction you’ve defined? (Klappentext)

 

Unsere Leser wissen: Obwohl sich unter den Verantwortlichen dieser Branche – von jenen abgesehen, welche die Balanced Scorecard (BSC) als Kennzahlensystem missverstanden haben – kaum jemand ernsthaft für dieses strategische Werkzeug zu interessieren scheint, „stehen” wir auf Kaplan & Norton. So war es für uns selbstverständlich, das gerade erst herausgekommene neueste Buch der Autoren sofort vorzustellen. Es enthält im Kern Elemente, die wir bereits 2003 bei Kaplan auf der wunderbaren Atlantik-Insel Hilton Head (SC) kennenlernen (und seitdem in einer Reihe von Trainings vermitteln) durften: Die Ausrichtung der ganzen Organisation auf die mittels BSC umsetzbar gemachte Unternehmensstrategie. Hier die (übersetzte) Gliederung des Buches:

 

Vorwort

1. Strategische Ausrichtung: Eine Quelle ökonomischer Wertschöpfung

2. Unternehmensstrategie und Struktur im historischen Kontext

3. Ausrichtung der finanziellen und der kundenbezogenen strategischen Ziele

4. Ausrichtung der internen Prozesse sowie von Lernen & Wachstum: Integrierte strategische Themen

5. Ausrichtung der Support-Funktionen

6. Prozess der kaskadenförmigen Unternehmensdurchdringung

7. Ausrichtung der Leitungsgremien und der Investoren

8. Ausrichtung der externen Partner

9. Management des Ausrichtungsprozesses

10. Umfassende strategische Ausrichtung

Stichwortverzeichnis

Autoren

 

Das erste Kapitel vermittelt anhand von Grafiken und Praxisbeispielen, wie eine strikte Ausrichtung der Organisation auf die Unternehmensstrategie zu den von ihr angestrebten Ergebnissen führt – und dass solche Organisationen weitaus erfolgreicher sind als der Rest. Auch wenn sich im Buch keine Beispiele aus dem Gesundheitswesen finden – vermutlich weil man selbst unter den BSC-Pionieren in Gesundheitsinstitutionen hinter den stärker wettbewerbgeprägten Branchen herhinkt. Das zweite Kapitel richtet sich vor allem an verzweigte Großunternehmen. Die Kapitel 3 und 4 dekliniert anhand etlicher Praxisbeispiele und Fallstudien aus Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, der Polizei und des Militärs die Kausalkette voneinander abhängiger strategischer Treiber- sowie Ergebnisziele bezüglich der vier Perspektiven der Balanced Scorecard (BSC) durch. Das Kapitel 5 verdeutlicht, dass natürlich auch die Support-Funktionen in den strategischen Umgestaltungsprozess der Organisation einbezogen werden müssen. Das Kapitel 6 verdeutlicht – in dieser Deutlichkeit erstmals bei Kaplan & Norton – das „Cascading“ der BSC bis in deren letzte Verästelungen der Organisation. Auch die beiden Folgekapitel zeigen auf, was sich in Sachen Ausrichtung auch bei Leitungsgremien und Investoren (Kapitel 7) und bei den externen Partnern (Kapitel 8) tun muß. Das Kapitel 10 versteht sich als „Gebrauchsanweisung“ für die eigene Organisation des Lesers. Aus der Lektüre von Kaplan & Norton kann man mehr über die Defizite in der Führung deutscher Gesundheitsinstitutionen lernen als durch fast alles andere, was dazu geschrieben wird (+++).

 

 

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt hält, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. – Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!


10. Widerspruch

An dieser Stelle finden Sie Stellungnahmen zu Nachrichten aus dem deutschen Gesundheitswesen, die nicht unkommentiert bleiben sollen.

 

 

(Ärzteblatt) Qualitätsgesichertes Kaffeekochen.

 

Vor kurzem fand sich unter dem Titel „Verordnete Prozessqualität“ im Deutschen Ärzteblatt eine hübsche Karikatur (DÄrikatur: Nr. 103, Ausgabe 16 vom 21.04.2006, Seite A-1040), die hier nicht unkommentiert bleiben soll. Hinter einer Kaffeemaschine hängt ein Poster mit dem qualitätsgesichert vorgeschriebenen Procedere:

 

1.    Wasser in den dafür vorgesehenen Behälter geben

2.    Kaffee portionsweise einfüllen

3.    Maschine anschalten (rote Lampe leuchtet)

4.    Warten (die rote Lampe leuchtet immer noch)

5.    ...

 

Der Karikaturist hat damit höchst zutreffend aufgespießt, was sich (nicht nur) die Funktionäre der Selbstverwaltung so an Trivialitäten als „Qualitätssicherung“ ausgedacht haben: 95% Nonsens! Da fehlt eigentlich nur noch ein Zertifikat, welches das Vorhandensein des Posters bestätigt. Dieser Unfug verschlingt zu Lasten der Versicherten auch noch Zeit und Geld – ohne dass der Gesetzgeber erkennbar dagegen einschritte. Aber wir haben’s ja! Qualität sichert man auf diese Weise sicher nicht. Man macht sie schon gar nicht transparent. Dazu brauchte man schon Ergebnisdaten. Und soweit solche überhaupt gemessen und vergleichend ausgewertet werden (BQS!), halten dieselben Funktionäre die Ergebnisse lieber anonym. Zu wessen Schutz? – Genau!

 

Die Wahrscheinlichkeit einer zielführenden Diagnostik und Therapie würde z.B. – wie bei Piloten oder bei Ärzten in Nordamerika – regelmäßige Nachprüfungen steigern. Gibt es die? – Fehlanzeige! Die beste Vorgehensalternative bei der Untersuchung und Behandlung könnten krankheitsbezogene Leitlinien festschreiben? Die befinden sich in Deutschland erst in den Anfängen. Hier haben damit – weit später als in anderen Ländern – fast ausschließlich Fächer ihre Claims abgesteckt. Da freut sich Dr. Ollenschläger, Chef der ÄZQ, gar schon wie ein Schneekönig, dass es endlich gelungen ist, in einer allerersten Leitlinie (Asthma) sogar zusätzlich festzuhalten, was nicht funktioniert.

 

Für den Nachweis bestimmter Mindestvorgehensweisen bei wenigstens einigen beispielhaften Eingriffen in schneidenden Fächern (BQS) gilt hierzulande das oben Gesagte: Alles anonym! Mehr kann man den behandelnden Ärzten angeblich (noch) nicht zumuten. Die (und deren Einkommen) sind ja im deutschen Gesundheitswesen am wichtigsten. Der „Patient steht (nur) im Mittelpunkt)! Mag sein, dass die neuen Versorgungsleitlinien hier irgendwann einmal eine geistig-moralische Wende bringen, obwohl auch dort nichts vom Messen steht. Einzusehen, warum wir anderen Ländern da weit hinterherhinken, ist das nicht! Ein großes Lob also dem Zeichner für seine verdienstvolle Karikatur!