Exzellentes Management im Gesundheitswesen
24.03.17 17:25

Leitspruch

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit....

22.03.17 17:39

NEU! hmanage Newsletter 495.

Der hmanage Newsletter 495 ist da. Nachdem Sie diese Nachricht aufgerufen haben, können Sie den...

26.05.17 14:19

(hmanage) 20 Jahre komplett vertan?

(Vorabversion - aktualisiert)

 

Eine E-Mail von healthcareDIVE brachte eine Erinnerung zurück: an...

23.05.17 18:24

(Fierce Healthcare) “Mit weniger Verschwendung die Patientensicherheit steigern”

“Putting a lid on waste: Needless medical tests not only cost $200B—they can do harm”

16.04.17 18:31

(blogridge) Führungsprinzipien beim aktuellen Gewinner des Baldridge Award

“Leadership Practices of 2016 Baldrige Award Recipients: Memorial Hermann Sugar Land Hospital”

14.04.17 18:42

(Health Leaders Media) Stationäre Versorgung im ländlichen Bereich: Anregungen

“In Remote Idaho, A Tiny Facility Lights The Way For Stressed Rural Hospitals”

12.04.17 12:27

Asklepios-Werbung im Hamburg-Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT

“Unsere Kliniken verfügen über ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn die Sicherheit Ihrer...

Willkommen

242 - 16.05.2006 Aktuelle Sinnsprüche und Informationen auf unserer Website www.hmanage.net


Motto des Tages

"There is a difference between doing lean and being lean"

 

(Don Tapping, Tom Luyster, Ton Shuker, Value Stream Management 2002)

 


01. Editorial: „Weltmeister-Medizin ohne Ärzte?“ – Überlegungen zum ärztlichen Selbstbild

„World Class without Doctors?“ – Thoughts about Physician’s Self-Image

 

Unter diesem interessanten Motto darf sich – wer Lust hat – am 3. Mai 2006 in Berlin an einer weiteren „Großdemonstration aller Klinikärzte“ erfreuen.

 

In diesem Text geht es nicht um den Anlass. Tarifauseinandersetzungen sind legitim. Auch wenn das für einen Abschluß oberhalb einer „runden Null“ erforderliche Geld zusätzlich aus den Taschen der – ohnehin schon finanziell arg gebeutelten – Bürger gezogen werden müßte.

 

Woher glauben die Erfinder des Aufrufs nur zu wissen, dass hierzulande eine „Weltmeister-Medizin“ stattfindet? Ist die Spitzenqualität oder gar deren Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich so klar? Die WHO sagt dazu etwas anderes, desgleichen die OECD. Die aberhundert Gespräche mit Niedergelassenen und Klinikärzten sowie eigene Beobachtungen und Erfahrungen aus 35 Berufsjahren in dieser Branche sprechen eher dagegen, nicht zuletzt auch die persönlichen Erlebnisse als Patient.

 

Wie kommen – eher ernstzunehmende – Mitmenschen dazu, der staunenden Öffentlichkeit ein solches Selbstbild zu präsentieren? Man könnte zwar meinen, es handele sich um einen Ausrutscher. Doch wenn man so Revue passieren läßt, was in diesem Kontext fast tagtäglich zu hören und zu lesen ist, bleibt nur der Schluss: „Die glauben das wirklich!“

 

Das legt auch die Bemerkung des Berliner Kammerpräsidenten Jonitz nahe: „Wer wissen möchte, wie gut unser Gesundheitswesen ist: In einem Sechs-Länder-Vergleich des Commonwealth Fund, bei der tatsächlich Kranke befragt wurden, rangiert Deutschland auf Platz 1, vor Neuseeland, Großbritannien und Australien. Kanada und die USA bilden das Schlusslicht“. Erstens steht da auch noch aus der Sicht der Autoren höchst Verbesserungswürdiges (siehe IQWiG). Und zweitens spiegelt der CMWF-Bericht eher Einschätzungen wider, die stark von der Diskussion in den Medien des jeweiligen Landes geprägt sind (in Deutschland hält man die Krankenbehandlung z.B. für weitaus „ungleicher“, als sie tatsächlich ist).

 

Wie dem auch sei: Die Vorstellung scheint – beginnend bei den Ärzten – in Deutschland noch tief verankert zu sein, das hiesige Gesundheitswesen biete eine Spitzenmedizin. Woher will man das nur wissen? Behandlungsergebnisse werden hierzulande praktisch nirgends routinemäßig gemessen, aggregiert und ausgewertet. Die Sinnhaftigkeit einer Evidence based medicine wird auch noch 35 Jahre nach der Schlüsselveröffentlichung von Cochrane selbst in den ärztlichen Fachblättern noch kontrovers diskutiert. Leitlinien gibt es erst wenige Jahre. Und die bedürfen fast alle noch einer gründlichen Überarbeitung, bevor sie wirklich den Stand der Erkenntnis widerspiegeln. Der Chef der ÄZQ freut sich schon (zu Recht) darüber, dass man sich endlich auf Regeln dazu geeinigt hat.

 

Wer seine eigene Arbeit – so wichtig sie auch immer schon heute sein mag – für eine „Weltmeister-Medizin“ hält, neigt nicht dazu, sich wirklich ernsthaft um deren Verbesserung anhand gemessener, aggregierter und ausgewerteter Ergebnisse zu bemühen. „Qualität“ ist Mega-Out! Damit entfällt auch das Hauptargument für eine rasche Umstellung auf standardisierte, und damit zuverlässig gleich gute Ergebnisse versprechende Behandlungsabläufe (Klinische Pfade). Da auch ein systematisches Herauskehren vermeidbarer Kosten „nur der Verwaltung“ dient, schmückt man sich mit dem neumodischen Etikett, garniert das Ganze mit ein paar hübschen Flowcharts und neuen Formularen – und macht im übrigen weiter wie gehabt: Als selbsternannter „Weltmeister“. Nachweislich gilt das allerdings bisher nur hinsichtlich der Gesundheitskosten. Fast.

 

In der Zwischenzeit geht die Entwicklung im Rest der Welt weiter. Mit dem Tempo der Globalisierung. Deutschland verliert nicht nur den Anschluss an die Entwicklung besserer Organisationsformen der Krankenbehandlung (das hat es längst). Es vergrößert durch Nichtstun auch noch die Lücke zu jenen Spitzeninstitutionen in der Welt, die längst auf dem Wege sind, erstklassige Behandlungsergebnisse allmählich sogar garantieren zu können. Das muß nicht so sein. Das personelle Potential für eine wirkliche Spitzenmedizin (auch bei „einfachen“ Fällen) ist wohl vorhanden. Was nach wie vor fehlt, ist eine gehörige Portion Selbstkritik. Und der Ehrgeiz, immer bessere Ergebnisse erzielen zu wollen. Vielleicht bedarf es hier nur noch des Prinzen, der Dornröschen in Sachen einer anhand ihrer Ergebnisse nachvollziehbaren Spitzenmedizin endlich wachküßt? Der sollte sich aber beeilen!

 


02. (H&HN) Human Resources: Neue Mitarbeiter richtig einführen!

The Welcome Wagon

Hiring top talent is only the first step. Health care organizations need to ensure that they open their arms to new hires, help them settle into the job and provide support at every step...

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03. (Most Wired) Klinische Qualität öffentlich machen

Going Public with Clinical Quality, Part 1

Committed to sharing clinical performance data, Norton Healthcare adopted a simple, yet sound policy for including certain measures in its reporting...

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04. (Most Wired) Zukunftsmusik – gut 30 Jahre alt

CPOE: What Will It Take?

Everyone knows the benefits of computerized provider order entry. The mystery is why so many hospitals have yet to adopt it.

Why have so few U.S. hospitals adopted the safety measures that were routine at Salt Lake City’s LDS Hospital more than a decade ago? LDS Hospital, the flagship of the Intermountain Healthcare system (IHC), first introduced computerized entry of prescription orders in 1975. …

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Anmerkung:

Nach unserer Kenntnis sind in Deutschland trotz bombastischer Begriffe („KIS“) nach wie vor keinerlei IT-Lösungen implementiert, die dem Ansatz von IHC auch nur nahe kommen. Mein eigener Versuch in der ersten Hälfte der 80er Jahre, den Weltmarktführer in Sachen klinischer IT als (Gratis-) Pilot-Anwendung nach Deutschland zu holen, ist seinerzeit nach einem sehr erfolgreichen Anlauf am Unverstand der politischen Entscheider und (vor allem) ihrer bürokratischen Zuarbeiter gescheitert.

 


05. (AHRQ) Beispiel einer förmlichen Absicherung gegen Medikationsfehler

Labeling solutions and medications in sterile procedural settings.

In response to a 2006 National Patient Safety Goal (NPSG), this article shares the experiences of a single institution in developing a policy and protocol to address appropriate labeling...

Quelle

 

 


06. (AHRQ) Wenn ein Arzt die Vertuschung eines Behandlungsfehlers durch einen Kollegen entdeckt …

Confronting a colleague who covers up a medical error.

This article presents a case scenario of an unacknowledged misdiagnosis discovered through a patient's request for a second opinion. The author discusses how the colleague who discovered the mistake should address the first physician's denial of error…

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07. (ECIN) Ungesunde IT-Situation

Die IT in deutschen Krankenhäusern schwächelt. Neben vielen strukturellen Problemen gibt lediglich das Wachstum in wenigen Bereichen Grund zur Hoffnung...

...Mehr

Anmerkung:

Der Prozentsatz der Aufwendungen für IT sagt allein wenig. Ein Prozent der Gesamtaufwendungen ist allerdings auf jeden Fall auffallend wenig. Nach unseren Beobachtungen zahlen sich mehrere Prozent schnell aus, wenn sie dafür genutzt werden, die Qualität transparent zu machen und zugleich die Produktivität massiv zu steigern! Das haben wir einer deutschen Krankenhausgruppe bereits 1994 schlüssig, wenn auch leider vergeblich vorgerechnet! 


08. Links

Krankheit, Staat und Bürger: Bei der Gesundheitsreform sind SPD und Union auf dem Holzweg. Doch es gibt eine Alternative: Die solidarische Einzelversicherung

 

http://www.qualitygurus.com/ Informationen über viele Qualitäts-Gurus

 

http://www.murtongroup.com/qgurus.htm What the Quality Gurus contributed to business improvement and cost reduction: the people and techniques they employed.

 

(FTD) Klinik-Quartett: Eine Studie von Accenture über den Gemeinnutzen von Kliniken widerlegt gängige Thesen: Private Häuser, die effizient wirtschaften, sparen nicht an der Versorgung ihrer Patienten. Und teure Kliniken bieten keine bessere Versorgung.

 

 

http://www.akdae.de/35/index.html Therapieempfehlungen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

 

Schrappe: "In deutschen Krankenhäusern passieren jährlich bis zu 680 000 Behandlungsfehler"

 

http://www.memag.com/memag/ Zeitschrift Medical Economics

 

WAMS: "Das ganz alltägliche Verschwenden"

 

Telemedizin ist in Deutschland noch im Entwicklungsstadium

 

http://www.iqwig.de/index.385.html NICE, HAS und IQWiG wollen kooperieren

 

Informationsquelle für Ärzte, die in die USA fliehen wollen

 

McKinsey: Jedes dritte deutsche Krankenhaus in Not

 

HealthCast 2020: Creating a Sustainable Future

 

Aktionsbündnis Patientensicherheit will Trainingszentrum für Risikosituationen aufbauen

 

Informativer Text zu den Grundsätzen des Business Process Managment

 

http://www.ungesundleben.de/ Engagierte Leute mit nützlichen Hinweisen - gelegentlich mit einem blicktrübenden Übereifer, daher nicht zum unkritischen Nachplappern geeignet!

 

"Wo das Wissen aufhört, fängt der Glaube an" - Polemik gegen das IQWiG

 

FTD: Die unkonventionelle Managerin (selbstredend nicht in Deutschland!)

 

 


09. Buchbesprechung

Book Review

 

Bewertung (+++) = sehr gut über (0) = neutral bis (-) = nicht empfehlenswert. Bestellung – soweit nicht ausgeschlossen – durch Anklicken des Titels hier oder über unsere Website www.hmanage.net bei Amazon.

 

 

Eckardt / Sens (Hrsg.), Praxishandbuch Integrierte Behandlungspfade. Intersektorale und sektorale Prozesse professionell gestalten, Heidelberg 2006, ISBN: 3870814306, AMAZON.

 

Schon lange erwartet und nun endlich verfügbar: Das Buch, in dem die Ergebnisse der gemeinsamen Bemühungen („zahlreiche Expertensitzungen und Workshops“) der Arbeitsgruppen „Medizin-Controlling“ und „Qualitätsmanagement in der Medizin“ der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS) seit 2001 mit dem Ziel der Erstellung eines Praxishandbuchs gebündelt und „eine gemeinsame Sprache für das Behandlungspfad-Management“ entwickelt“ wurden. Mit CD-ROM (Programmpräsentationen und Softwaretools). Hier die – teilweise gekürzte – Gliederung:

  • Vorwort
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Zielsetzungen
  • Was sind integrierte Behandlungspfade (IBP)?
  • Grundlagen Integrierter Behandlungspfade
  • Prozessanalyse zur Entwicklung Integrierter Behandlungspfade
  • Design des Pfades
  • Anforderungen an die Informationsverarbeitung im Gesundheitswesen
  • Pfad-Controlling – Pfadkostenrechnung
  • Projektmanagement zur praktischen Umsetzung von integrierten Behandlungspfaden
  • Beispiel für einen Integrierten Behandlungspfad
  • Ausblick Integrationsversorgung und Telematikinfrastruktur
  • Glossar zum Projektmanagement im Gesundheitswesen und zu Integrierten Behandlungspfaden
  • Anforderungskatalog
  • Integrierte Behandlungspfade – Software-Übersicht
  • Im KIS integrierte Software
  • „Stand-alone“-Lösungen
  • Stichwortverzeichnis

 

Das Buch hat gut 370 Seiten. Es steckt erkennbar sehr viel Sorgfalt und Arbeit vieler Beteiligter darin. Die Kurz-Steckbriefe der Autoren heben sich positiv von der Masse ab. Gleichwohl erscheint die Gliederung auf den ersten Blick nicht sonderlich plausibel. Wir wollen die uns wichtig erscheinenden Gliederungspunkte daher einzeln durchgehen. Die CD-ROM wirkt wie die Reklame einiger weniger und bei weitem nicht aller im Buch aufgeführten hiesigen Anbieter.

 

  • Abkürzungsverzeichnis:
    Eine hochinteressante Sammlung von Abkürzungen, von denen der Rezensent teilweise noch nie gehört hat (Sinn? Auswahlkriterien?). Die Englischkenntnisse der Bearbeiter halten sich offensichtlich in Grenzen.
  • Zielsetzungen:
    Hier sticht ein bemerkenswerter Satz ins Auge: „Aus einem vermeintlichen Interpretationsspielraum heraus ist die Anwendung von Begriffen aus dem Prozessmanagement einer gewissen Beliebigkeit unterworfen“. – Sehr wahr!
  • Was sind integrierte Behandlungspfade (IBP)?
    Eine Menge ordentliche – aus deutschsprachigen Quellen bisher nicht gelesene – Systematik im Detail, doch insgesamt arg theoretisch. Dass Klinische Pfade in erster Linie der Qualitätssicherung und -optimierung dienen, ist dem Autor leider nicht eingefallen.
  • Grundlagen Integrierter Behandlungspfade:
    Wie zuvor, nur noch theoretischer: Das klingt, als ob die klinische Realität gar keine Rolle spielte. Man möchte gern einmal „seit mehr als 12 Jahren“ implementierte Pfade des Autors ansehen.
  • Prozessanalyse zur Entwicklung Integrierter Behandlungspfade:
    Pfadunabhängige Methodenbeschreibung.
  • Design des Pfades:
    Eine Menge nützlicher Details, gleichwohl immer wieder „typisch deutsch“ verschwommen: „Individuelle Änderungen im Behandlungsablauf sind jederzeit möglich“ – in welchen Grenzen???
  • Anforderungen an die Informationsverarbeitung im Gesundheitswesen:
    Solide Theorie, schon für sich allein als Pflichtlektüre zu empfehlen! Etwas geringer Pfadbezug.
  • Pfad-Controlling – Pfadkostenrechnung:
    BWL-Grundlagen O.K. Verdienstvoll der Hinweis, dass die als „Pfadkostenrechnung“ bezeichnete Vorgehensweise keine echte Prozesskostenrechnung ist (Seite 176) und es sich bei beiden um Kalkulationen handelt (und nicht um eine Kostenträgerkameralistik, in der fallweise die bewerteten Einzelleistungen erfasst werden). „Folgende Fragen ... Pfad Controlling ... für die Pfadsteuerung und das Pfadredesign relevant ...“ (Seite 172) zeigen, dass Autoren Sinn der Pfade nicht klar zu sein scheint. „Mit Hilfe der integrierten Behandlungspfade kann der wertschöpfende Leistungsprozess bewertet werden ...“ Sehr wahr, allerdings nur, wenn der Pfad gleichartig abläuft, weil die Pfadkosten andernfalls nur Durchschnittswerte einer riesigen Bandbreite sind!
  • Projektmanagement zur praktischen Umsetzung von integrierten Behandlungspfaden:
    Tadellose Kurzbeschreibung.
  • Beispiel für einen Integrierten Behandlungspfad:
    Sehr nützliche Grundlage, sich in die Materie hineinzudenken und Mindestformalismen einzuhalten, aber als Muster einer Pfadbeschreibung noch viel zu allgemein!
  • Ausblick Integrationsversorgung und Telematikinfrastruktur:
    Kurzausflug in die Gesundheitspolitik.
  • Glossar zum Projektmanagement im Gesundheitswesen und zu Integrierten Behandlungspfaden:
    Enorme Fleißarbeit, viele nützliche Hinweise, die allerdings nur den hiesigen Erkenntnisstand und nicht die Materie insgesamt umfassen.
  • Anforderungskatalog:
    Sehr nützliche Zusammenstellung mit den zuvor aufgezeigten inhaltlichen Grenzen
  • Im KIS integrierte Software:
    Hilfreiche, wenn auch mit Vorsicht zu genießende Übersicht.
  • „Stand-alone“-Lösungen:
    Wie zuvor.
  • Stichwortverzeichnis

 

Insgesamt trotz aller Mängel, die eher dem generellen hiesigen Erkenntnisstand und selten den Autoren angelastet werden müssen, die bisher mit Abstand beste, aus einer deutschsprachigen Quelle stammende Veröffentlichung zur Materie! Eine wirklich professionelle Gebrauchsanweisung zum Thema Klinische Pfade harrt allerdings auch weiter ihrer Realisierung. Gleichwohl (+++).

 

 

Anmerkung: Hier werden nur Bücher und Texte besprochen, die der Rezensent aus persönlicher Einschätzung für die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen empfiehlt hält, oder ärgerliche, deren Kauf und Lektüre man sich sparen sollte. – Zu weiteren Buchempfehlungen sehen Sie auch in unsere Website!


10. Widerspruch: (Deutsches Ärzteblatt) Thema „Patientensicherheit“ gewinnt an Bedeutung“

An dieser Stelle finden Sie Stellungnahmen zu Nachrichten aus dem deutschen Gesundheitswesen, die nicht unkommentiert bleiben sollen.

 

Eine Frage der Ehrlichkeit

 

A question of honesty

 

Berlin – „Das Aktionsbündnis Patientensicherheit – ein 2005 gegründeter Zusammenschluss aus Selbstverwaltungsorganisationen, Patientenorganisationen und Berufsverbänden – hat erstmals eine „Agenda Patientensicherheit“ herausgegeben. Darin enthalten sind eine Übersicht zu internationalen Daten über die Häufigkeit von Fehlern sowie erste Schritte zur Umsetzung eines nationalen Handlungsrahmens für Deutschland. „Wir gehen damit zum ersten Mal ein besonders sensibles Thema in Deutschland an“, betonte der Vorsitzende des Aktionsbündnisses, Prof. Dr. Matthias Schrappe, bei der Vorstellung der Agenda am Rande der 13. Jahrestagung der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in Berlin. …“

 

… Mehr

 

Anmerkung:

Spät kommen sie, aber sie kommen...

1. Sollte es nicht eher heißen: „Schon wenige Jahre nach der Veröffentlichung von ‚To err is human’ beginnt sich auch der Koloss des deutschen Gesundheitswesens ganz langsam in Bewegung zu setzen“?

2. Mal sehen, wie lange es dauert, bis aus dem zarten Pflänzlein ein starker Baum geworden ist. Wenn es genau so lange dauert wie mit dem (vermeintlichen) „Qualitätsmanagement“...?

3. Die Überschrift ist ziemlich irreführend. So schnell gewinnt man mit der Verwendung eines neuen Begriffs im hiesigen Gesundheitswesen also an Bedeutung.

4. Gleichwohl eine ganz wichtige Initiative!